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Inhalt der Website: Eva Gostoni: HUM-Verlag: Die grosse Kunst des Lebens ist, zwischen den irdischen und den himmlischen Zielen eine Brcke zu bauen, Krper und Seele als sich gegenseitig ergnzende Werte zu erkennen

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Leseprobe

….Leben wir bewusst, erkennen die Zusammenhänge. Erkennen die grössere Ganzheit, von der wir ein winziges, aber ein wichtiges Teilchen sind. Unser Licht ist ein wichtiger Funke, unsere Fähigkeiten sind ein wichtiger Baustein und, zusammen mit dem Wind und den Bäumen, mit den strömenden Gewässern, verändern unsere Gedanken und Taten die Welt täglich….

Neuerscheinung

Eva Gostoni
Himmel und Erde – Hin und zurück
Die Wege der Seele
ISBN 978-3-903155-07-7
Euro 16.40
www.amazon.de/buecher

 

 

Die Zeiten des Erwachens - Gedanken 2019 April

Die Zeiten des Erwachens

In den Zeiten des Erwachens begegnen wir unserem ewig strahlenden Licht, unserer schöpferischen Kraft, die sich in den sichtbaren Welten verwirklichen möchte.

Doch unser jetziges Leben ist nicht unser einziges Leben, es ist eine gegenwärtige Manifestation unserer Seele, die bereits schon hunderttausende von Inkarnationen erlebt hat. Und all die Erfahrungen, all unsere Inkarnationen, alles, was wir schon erlebt haben, ist in unserer Seele gespeichert. Keine Erinnerung, ob aus diesem Leben oder anderen Inkarnationen, geht verloren. Die Seele erinnert sich, sie hat uns in all den verschiedenen Inkarnationen, über all die Jahrtausende, immer begleitet. Sind wir in Kontakt mit ihr, erfahren wir intuitiv, Wissen über unsere Fähigkeiten und Erinnerungen.

Inkarnation ist Seelenentwicklung, wie auch unser gegenwärtiges Leben mit all seinen derzeitigen Lebensumständen. Wir wurden geboren, um uns genau diesen Prozessen – was dieses Leben uns ermöglicht – zu stellen. Wir sind hier um zu lernen, lernen zu verzeihen und Liebgewonnenes, wie Veraltetes loszulassen, und all das, was das Schicksal für uns bereithält, anzunehmen. Doch vor allem sind wir hier um die bedingungslose Liebe zu lernen. Lernen unsere beiden Arme in Liebe auszustrecken um das Leben, sowohl gebend wie empfangend, zu erfahren.

Wir üben, mit unseren Gedanken ganz im Hier und Jetzt zu sein und uns den guten, den schönen, den friedvollen und konstruktiven Dingen des Lebens zu widmen. Früher oder später wird dies auf uns zurückfallen, wie auch all das, was wir aussenden. Unser individuelles, wie auch kollektives Glück beginnt ja immer in uns selbst.

Unser physischer Körper ist ein wichtiger Partner unserer Seele. Warum sonst hätten wir in diesen physischen Leib inkarniert? Sind wir schon fähig, sowohl physisch wie geistig zu wirken, werden wir ein wichtiger Mittler zwischen Himmel und Erde sein. Unsere Liebe und Verbindung zur Erde ist eine wichtige Hilfe und Stärkung für die Aufgaben unserer Seele. Wir sind wie ein Baum, je tiefer und stärker unsere Wurzeln, umso fester wird unser Stand und desto grösser unsere Krone, um die Strahlen des Lichtes zu empfangen und Früchte hervorzubringen.

Jede neue Bewusstseinserweiterung verleiht eine noch grössere Ruhe und Gelassenheit, sowohl im Denken wie im Handeln, unabhängig davon, wie sich die Dinge in der Welt oder im eigenen Leben entwickeln. Tief in unserem Inneren existiert bereits eine klare Gewissheit, dass das Licht sich durchsetzen wird, auch wenn wir auf unseren Wegen noch so manche Hürden vor uns haben.

Mit einem transformierten Innenleben lernen wir unser Dasein freudvoll und vorurteilslos zu leben, und im Fluss des Lebens zu sein. Uns mit dem ganzen Universum, in vollem Vertrauen, eins zu fühlen und auch auf das Schicksal zu vertrauen, denn das, was es ermöglicht oder eben nicht, ist immer eng mit unserem Seelenweg verbunden.

Zurzeit verändert sich fast alles, auch in den höheren Sphären der Erde. Hohe Geistführer und inkarnierte grosse Seelen begleiten uns, um die Wandlung auf unserer Erde zu ermöglichen. Sind wir bereit, werden wir eine lichtvolle Transformation erleben.

Ein Impuls von Christina von Dreien:

WE ARE PEACE

«Friede ist kein plötzlicher Zustand, der einfach so entsteht. Friede ist eine Entscheidung – von jedem einzelnen Menschen, sich ausweitend auf alle Länder.»

Wir alle wünschen uns Frieden auf der Welt und für die Welt. Es ist Zeit, dass wir verstehen: Wir sind für die Erde verantwortlich. Wir als Bevölkerung sind diejenigen, die die Veränderung für die Welt bringen werden. Wenn wir uns wirklich Frieden auf der Welt wünschen, dann sollten wir verstehen, dass äußerer Frieden zuerst inneren Frieden voraussetzt.

Es ist Zeit, dass wir der Gewalt auf der Erde mit Liebe begegnen und dass wir aus unserem Herzen heraus leben. Unsere Herzen sind nichts anderes als Liebe, die sich als Wahrheit ausspricht, als Mensch verkörpert, als Freude anfühlt und als Freiheit lebt.

«Weil wir Menschen sind, lernen wir zu verstehen, was es bedeutet, mit und durch Liebe zu ändern, mit Wahrheit zu leben und mit Freiheit zu denken.»

Der Schlüssel für Frieden ist nicht die Politik, sondern wir als Weltbevölkerung. In dem Moment, in dem die Herzen einer Gruppe von Menschen im gleichen Rhythmus schlagen, ausgerichtet auf den Frieden und auf das Licht für diese Welt, wird das Tor des Friedens und der Freiheit für die ganze Menschheit geöffnet.

Jeder Mensch, der sein Herz lebt, entfacht damit das Feuer der Liebe und hilft mit, die noch dunklen Fackeln anzuzünden, so dass jeder die Chance bekommt, das Feuer der Liebe in sich zu tragen und durch das Tor des Friedens und der Freiheit zu gehen. Denn Frieden im Außen beginnt mit dem Frieden in uns selbst. Jeder Mensch ist somit aufgerufen, sein eigenes Herz in seinem Leben zu verkörpern, um Liebe, Wahrheit und Freiheit hier zu verankern, Frieden entstehen zu lassen und das Feuer der Liebe erstrahlen zu lassen.

Nachstehend findest du einige Anregungen, mit deren Hilfe du deine eigene und damit auch die globale Schwingung auf ein neues Level heben kannst, damit Frieden sich manifestiert – im Kleinen wie im Großen!

  1. Sag ja zu deinem Leben. Es ist eine Ehre, als Mensch hier zu sein.
  2. Suche deine Wahrheit nicht im Außen, sondern in deinem eigenen Inneren.
  3. Erkenne, dass jede friedvolle Handlung, egal wie klein, in ein globales energetisches Feld eingewebt wird. So trägst du direkt zum Weltfrieden bei.
  4. Lass Liebe in all ihren verschiedenen Formen in dein Leben treten, wie zum Beispiel als: Dankbarkeit, Freude, Akzeptanz, Vergebung, Ehrlichkeit.
  5. Sei dankbar und erkenne den Wert jeder Sekunde deiner Vergangenheit und deiner Gegenwart.
  6. Spüre dein Herz und lebe es, folge deinem Herzensimpuls. Dein Herz führt dich mit der Wahrheit des Moments dorthin, wo es jetzt für dich richtig ist.
  7. Gib dir selbst das Recht, mit der Quelle der Schöpfung in Kontakt treten zu dürfen.
  8. Begegne den Kindern auf Augenhöhe.
  9. Geh nicht in Resonanz mit unlichten Aktionen.
  10. Sei dir bewusst, dass alles, was du aussendest, auf dich zurückfallen wird.
  11. Verzeihe allen Menschen, die jetzt in deinem Leben sind oder die in der Vergangenheit in deinem Leben waren.
  12. Respektiere den freien Willen all deiner Mitmenschen, unabhängig von ihrer Nationalität und von ihrem Aussehen.
  13. Tue das, was dir Spass macht und was dich erfreut. Liebe dich selbst.
  14. Lebe deine Berufung.
  15. Lebe die Veränderung in dir und in deinem Leben, die du gerne in der Welt sehen würdest.
  16. Eine Situation, die nicht mehr zu deinem göttlichen Wohl ist, kannst du entweder annehmen – oder du erschaffst eine bessere.
  17. Achte die Natur und erkenne ihre Schönheit.
  18. Wende dich von allen Medienkanälen ab, die dich herunterziehen, und beschäftige dich mit positiven Dingen.
  19. Pflege Kontakt zu Menschen, die dir gut tun.
  20. Höre auf das, was dein Körper dir sagt, und sei dir bewusst darüber, dass alle physischen Krankheiten immer einen Ursprung in deinem mentalen und/oder emotionalen Leben haben.
  21. Sobald du in deinem Herzen bist, erhöht sich deine Schwingung sofort. Du musst gar nicht mehr dafür tun.
  22. Füge weder in Gedanken noch in Worten oder Taten einem Lebewesen Schaden zu.
  23. Liebe ist die transformativste Kraft, die auf der Welt existiert. Nutze sie und begegne jeder Gewalt mit Liebe und Mitgefühl.
  24. Deine Stimme verändert die Welt. Wir leben auf der Welt und tragen gemeinsam die Verantwortung für sie.

 

 

 

 

Wir leben in einer wichtigen Zeit - Gedanken 2019 März

Wir leben in einer wichtigen Zeit

Wir erleben eine epochale Wandlung, und der Kosmos begleitet unsere Entfaltung. Die Seele ermöglicht uns einmal mehr, dass wir eine neue Energie, eine neue Qualität des Lichtes in uns entfachen.

Es gibt sieben verschiedene Arten von Energien, sieben verschiedene Fähigkeiten des Lichtes, sieben verschiedene Farben des Lebens. Diese Energien sind es auch, die durch die grossen Strahlen, durch die „Strahlen des Lichtes“ strömen und ermöglichen, dass das Leben in uns, sich mehr und mehr entfalten kann.

Jede Strahl-Energie repräsentiert eine andere Qualität, eine andere Fähigkeit. Manche von uns sind eher mit den Strahlen 2,4 und 6 verbunden und sind vor allem ein fühlendes Naturell, andere wiederum reagieren auf das Leben mit ihren Strahlen 1,3,5 oder 7, weil sie eher ein denkendes Naturell sind. So sind einige von uns vor allem religionsgläubig, andere wiederum eher wissenschaftsgläubig. Durch die unterschiedlichen Einstellungen stehen so manche einander gegenüber. Ein religiöser Mensch sucht auf den mystischen Wegen den Beweis, dass Gott existiert, doch ein Wissenschaftler kann auch mit seinen Methoden dieselben Einsichten erreichen.

Einmal werden wir erkennen, dass diese beiden Fähigkeiten zusammengehören, dass das eine ohne das andere allein, kein vollständiges Bild vom Leben geben kann. Wir brauchen immer wieder einen nächsten Schritt, für die Integration dessen, was wir noch nicht sind. Der Himmel unterstützt unsere Weiterentwicklung und verändert stetig die uns beeinflussenden Energiestrahlen.

In den vergangenen Jahrtausenden waren wir in unseren Einstellungen, im Gegensatz zu heute, ausgesprochen religiös. Auch, dass das Leben nach dem Tode weitergeht, war ein wichtiger Interessensbereich, und unser Glaube daran war fest. Ein ausgeprägtes Empfindungsvermögen für die feinstofflicheren Bereiche des Lebens war kennzeichnend für die damaligen Menschen. Auf diesem Erbe haben wir nun eine gegensätzliche Zivilisation aufgebaut. Denn, wir heutige Menschen, legen das Schwergewicht auf das Greifbare, Materielle, auf das Sichtbare und somit nur auf all das, was bewiesen, festgestellt, analysiert und benutzt werden kann.

Damit entfernten sich beide Zivilisationen – in ihrer Hingabe – weit von der Mitte. Das kommende Wassermann-Zeitalter wird einen Mittelweg lehren und eine neue Epoche einleiten. Und wir werden das Materielle und Immaterielle, das Sichtbare und Unsichtbare, das Greifbare und das Geistige, gleichwertig erleben.

Die menschlichen Entfaltungen teilen sich auch in viele nationale Gruppen, und ihre jeweilige Eigenart wird nicht nur durch ihre geographische Lage, durch ihre Klimaverhältnisse geprägt. Jede Nation, wie auch jeder Mensch, wird durch seine eigenen Energie-Strahlen beeinflusst und geht auf seinen eigenen Lern-Pfad, der sowohl die menschliche, wie auch die nationale Eigenart prägt.

Wie klar wird daraus erkennbar, dass die Wandlung, nicht nur für den Einzelnen, auch für die Nationen eine unumgängliche Notwendigkeit ist. Wie verständlich ist auch, dass wenn wir eine neue Eigenschaft erlernen möchten, es in einem Land leichter sein wird, wo das, was wir zu lernen haben, bereits zur Eigenart des Volkes gehört. Darum inkarniert unsere Seele in ein bestimmtes Land oder zieht später dorthin um, wo die Energien unsere Entfaltung unterstützen. Ausser, dass uns das „Weitergehen“ Mühe macht. Dann wählen wir lieber die Länder und Orte, deren Energien wir schon aus unserer Vergangenheit kennen und unserer Eigenart entsprechen.

Leben für Leben lernen wir– entsprechend den Zielen unserer Seelen – die Qualitäten des Lebens in uns zu integrieren. Wir lernen die Farben des Lichtes in uns zu entfachen, in uns aufleuchten zu lassen.

Die Zuordnung der Strahlen zu den Farben: Rot I. Strahl, Orange VI. Strahl, Gelb III. Strahl, Grün IV. Strahl, Blau II. Strahl, Indigo V. Strahl, Violett  VII. Strahl. Unser „Arbeitsstrahl“, ist die Summe der Geburtszahlen, ohne die Hundert und die Tausend Zahlen. Wie z.B. meine Zahlen 19.6.(19)34 = 23 = 5 So ist mein Lernweg, der Weg mit den Energien des V. Strahls.

Die Zuordnung der Strahlen zu den Energien:

Die I. Strahl-Energie als Wille, ist der Hauptimpuls des Lebens und hat die Fähigkeit, Führen, Anführen und Regieren, diese Eigenschaften zeigen die Länder: England und Deutschland und als eher innere Stärke: China, Indien, Ägypten und Griechenland.

Die II. Strahl-Energie, ist die suchende, verlangende und strömende Liebe und sind die Energien der Nationen, wie Brasilien, Indonesien und Schweden

Die III. Strahl-Energie, das Suchen nach dem Wissen und die Bereitschaft, sich mit immer neuen Fragen auseinanderzusetzen, repräsentieren die Länder: Schweiz, Frankreich, China und Nepal

Die IV. Strahl-Energie möchte die Qualitäten der Schönheit und Harmonie verwirklichen und verursacht Konfrontationen, in Ländern wie Asien, Indien, Brasilien, Italien, Ungarn, Japan und Tibet.

Die V. Strahl-Energie unterstützt den Weg zu dem höheren Wissen. In den kommenden Zeiten  werden wieder immer grössere Gruppen diese Energien auf der Erde verankern und repräsentieren.

Die VI. Strahl-Energie, des Idealismus, der Hingabe und der Opferbereitschaft, prägt besonders stark die Länder wie: Amerika, Argentinien, Russland, Italien, Ungarn, Polen, Irland und Israel. Das Festhalten an einem Ideal ist auch all diesen Staaten eigen. Doch die sich langsam zurückziehende Kraft des VI. Strahles bewirkt die starken Veränderungen in all diesen Staaten.

Die VII. Strahl-Energie ist die Aktivierung des grösseren Lichtes. Lässt das Licht auf das Ganze richten, Vereinigung anstrebend.  Diese Energien sind in den folgenden Ländern bereits verankert, wie: Afrika, Ägypten, Australien, Holland, Jugoslawien, Portugal und Spanien.

Wie leicht können wir jetzt erkennen, warum wir in einem bestimmten Land inkarniert sind oder warum wir in ein anderes Land umgezogen sind. Warum üben manche Länder – mit ihren Sitten und Gebräuchen, sowie ihren Lehren – einen unwiderstehlichen Sog auf uns aus, und warum wählen wir bestimmte Länder, wenn wir uns erholen und neu aufladen möchten? Wie vieles können wir zurückschauend verstehen!

Noch ein interessanter Gedanke!    Aus wie vielen grundverschiedenen Völkern inkarnierten sich jene Menschen, die sich zu einer bestimmten Zeit, gemeinsam als “eine stolze Nation“ fühlen und darstellen!

 

 

Wir leben auf einer sich entfaltenden Erde, in einem unendlichen Kosmos - Gedanken 2019 Februar

Wir leben auf einer sich entfaltenden Erde, in einem unendlichen Kosmos

Das, was uns umgibt, ist eine werdende Welt, die in ihrer Unfertigkeit schon seit Millionen von Jahren brodelt, ihr Äusseres ständig verändernd. Sieht es in uns anders aus? Mit wie vielen Körpern und durch wie viele Vorhaben versuchten wir schon einen schöpferischen Beitrag zu leisten? Wie oft übten wir schon die Wandlung und erlebten die Freude des Sieges, wie auch die Schmerzen der Niederlagen?

Eine göttliche Flamme brennt in uns und unser Körper ist aus denselben Elementen wie unsere Erde. Auch unsere feinstofflichen Ebenen sind mit den feinstofflichen Ebenen der Erde verbunden. Ist es dann ein Wunder, dass in den Zeiten der Wandlung, wenn ein Gongschlag für einen neuen epochalen Schritt ertönt, alle Ebenen und alle Elemente in Schwingung geraten, ob tief in uns drinnen oder draussen in der Welt?

Die enge Zusammengehörigkeit zwischen Mensch und Erde war noch nie stärker spürbar als jetzt. Als würde uns die Materie vor Augen führen und uns bewusst machen, was an uns innerlich zerrt, uns innerlich unglücklich macht. Denn, wir verschmutzen nicht nur die äusseren Gewässer, gehen nicht nur mit der Luft, der Erde gedankenlos um. Wir achten weder auf den Körper der Erde noch auf unseren eigenen.

Die jetzige Zeit lehrt uns und gibt uns die Möglichkeit, sowohl die Welt, wie auch uns selbst, neu zu verstehen. Himmel und Erde helfen uns, um endlich zu begreifen, dass der Herzschlag der Welt nur ein Echo auf das ist, was in unserem eigenen Herzen pocht.

Die uns berührenden Energien, den Sog der Evolution, erleben wir wie grosse Wellen, die uns in zyklischen Abständen mal die Höhen, mal die Tiefen des Menschseins erfahren lassen. Es sind Zeiten, in denen sich unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Wahrheiten so ziemlich verändern.

Und wir werden mehr und mehr ein Teil dieser umformenden Wellen des Schicksals. Unser physischer Körper ist empfänglich, unsere unsichtbaren Hüllen sind durchlässig und wir sind mit der Welt in einem ständigen Austausch verbunden.

Unser eigenes magnetisches Feld kommuniziert mit den uns umgebenden Feldern. Wir stehen in permanenter Wechselwirkung mit all den Menschen, Tieren und Pflanzen, unabhängig von unserem Wünschen und Wollen, unabhängig von unserem Denken und Handeln, wir kommunizieren mit der uns umgebenden Welt. Das lässt uns mit bestimmten Menschen, Orten und Gegenden glücklich sein und uns wohlfühlen, aber wir können Begegnungen auch als Dunkelheit und Schwere erleben.

Doch auch wir berühren die Welt. Die Aura, die uns umgibt, die Energien unserer Gedanken, wie auch unser Gefühlskörper gehören zu unseren erweiterten Ich-Bereichen und wir strahlen durch sie, ohne es wahrzunehmen. Mit all unseren eigenen elektromagnetischen Feldern strahlen wir genauso, wie die Welt uns bestrahlt. Die elektromagnetischen, die geomagnetischen, wie auch die geistigen Strahlungen, sind der Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen des Lebens, wie auch die Kommunikation zwischen Mensch und Kosmos,

In Zeiten, wenn die Welt sich wieder einmal „weiterdreht“, verlangt das Leben von uns allen, dass wir mit mehr Intuition und Gespür und mit einer aktiveren Bereitschaft für das Neue bereit sind. Die kommenden Zeiten, unsere unbekannte Zukunft, könnten genauso zyklisch sein, wie die Geschehnisse in der Natur es sind.

Die Konstellationen der kommenden Jahre werden unser Leben nachhaltig prägen und verändern. Die Ereignisse und unsere Entscheidungen, somit die Weichen die wir stellen, werden nicht nur unsere Jetzt-Zeit beeinflussen.

Doch die Zeiten der Wandlungen schaffen Erkenntnisse und ermöglichen die Evolution. Ermöglichen den Blick von einer gegenwärtigen Wertung auf die Nächste. Erweitern unseren Horizont und entwickeln in uns ein neues Verständnis von der Welt, von den Menschen und vom Leben. Es lässt uns eine neue Ebene des Bewusstseins erreichen.

 

Was für ein Geschenk ist es, in solchen Zeiten „dabei“ zu sein!

Was ist spiritueller, als eine Wandlung zielgerichtet zu meistern?

 

Zeit-Zyklen schaffen Neuanfänge - Gedanken 2019 Januar

Zeit-Zyklen schaffen Neuanfänge

Die kleineren Zeitabläufe regeln unseren Alltag, die etwas grösseren sind die Zyklen des Jahres. Diese immerwährenden Veränderungen, im Ganzen kosmischen Raum, sind ein lebendiger Rhythmus, eine stetige Wandlung, eine unaufhörliche Bewegung. Doch nur durch das Zurückschauen erkennen wir, wie die neuen Zeit-Zyklen Vorhandenes verändern.

Blicken wir zurück, schauen unsere „jüngsten“ Jahrtausende an, um unsere kommenden Zeiten besser zu verstehen.

In der Zeit von ca. 4300 – 2100 v. Chr., erlebten wir das Stier-Zeitalter, das heisst eine Zeit, als die Energien aus der Stier-Sternenkonstellation die Erde begleiteten.

Das Stier-Prinzip ist das Symbol für Besitz und war auch das Symbol für den physischen Leib. So galt, als höchstes Opfer, tierische oder sogar menschliche Körper auf einen „Altar“ zu legen. Bereits in diesen anfänglichen Zeiten war schon unsere wichtigste Ich-Erweiterung, der Besitz. Geld und Macht waren die Mittel auch um die Unsterblichkeit, durch die Mumifizierungen, zu erlangen.

Von ca. 2100 – 50 v. Chr. lebten wir im Widder-Zeitalter, mit den Energien der Widder- Konstellation. Doch, jede Veränderung geschieht immer nur allmählich. Jeder Zeitenwandel ist eine Mischung von Altem und Neuem, bis sich das neue Verhalten immer mehr verbreitet. Denn es sind immer viele, die die alten Gewohnheiten behalten möchten, doch die Anbetung des „goldenen Kalbes“ wurde für das Jüdische Volk bereits zum Inbegriff der Sünde und des Aberglaubens. Das neue Symbol war das Lamm.

Und die neuen Energien unterstützten die kämpferischen Qualitäten und die Heldentaten. Es war die Zeit, in der viele kriegerische Eroberungszüge stattfanden und die grossen Helden-Mythen geschrieben wurden. Das Ideal war, „der Mann als Held“, und wie ein selbstverständliches Resultat entwickelte sich daraus eine patriarchale Struktur.

Seit ca. 50 v. Chr. – bis ca. 2050 n. Chr. erleben wir die Energien der Fische-Zeit. Das Wasser und der Fisch waren die prägenden Symbole, auch für das Christentum, und Jesus lehrte die heilende und segnende Kraft des Wassers. Doch, auch diesmal vermischte sich das Neue mit dem Vorhandenen, mit dem Gewohnten, so wurde auch für die neuen Ziele, wie Glaube, Heimat und Ehre, einfach weiter gekämpft. Die patriarchale Denkweise verstärkte sich auch weiter, und in den christlichen Ritualen wurde das Widder-Symbol, als „Lamm-Gottes“, das sein „Blut opfert“ integriert.

Die Kampfbereitschaft und die Spaltungen wuchsen und damit wurden Geist und Materie, Seele und Körper, Fühlen und Denken und Glauben und Wissen, einander gegenüber gestellt. Im Urchristentum war der Ganzheitsgedanke von Geist, Seele und Körper noch eine Einheit. Doch später reduzierte die römische Kirche das Wesen des Menschen auf Körper und Seele, und in der Welt der Gegensätze gab es von nun an nur noch Licht und Schatten, geistige und weltliche Macht.

Die Energien des Wassermanns berühren seit dem Jahr 1860 die Erde, wenn wir auch seine vollen Energien erst in der Mitte dieses Jahrhunderts erleben werden. Sein Symbol ist die Synthese, seine Stärke, die geistigen Energien der Liebe, deren Ströme er über die Menschheit giesst.

So leben wir heute in einer wichtigen Zeit, und unsere Lernthematik ist die Liebe. Doch es ist nicht leicht, die eigene Konstellation von Licht und Dunkelheit, Geist und Materie anzunehmen. Nur, wenn wir bereit sind, unseren Perfektionsanspruch, an uns selbst, abzulegen. Wenn wir aufhören, uns zu separieren und meinen, wir sind besser und fähiger als der andere und haben mehr Rechte im Leben als der, der uns gegenüber steht. Erst, wenn wir den anderen nicht mehr unterschiedlich werten, wie uns selbst, sowohl in den Partnerschaften, wie in der Politik, in der Wirtschaft, wie in den Glaubensbereichen, erst dann haben wir eine klare Sichtfähigkeit auf den vor uns liegenden Weg, der uns in eine neue Zeit führt.

Die Energien des Wassermanns sind die Energien der Transformation und sie werden neue Strukturen für Zusammengehörigkeit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit ermöglichen. Energien, die uns helfen werden zu verstehen, dass die Menschheit eine Familie ist und wir füreinander verantwortlich sind. Sie werden rechte Beziehungen und universelle Zusammenarbeit einleiten, dass auf unserer reichen Erde nicht mehr Millionen Kinder hungern müssen.

Doch die starke Wechselwirkung zwischen den noch vorhandenen – Fische-Energien mit ihrem grossen Idealismus – und den bereits transformierenden neuen Energien, lässt als Erstes Konflikt, Aufruhr und Umwälzungen entstehen. Unsere alten Denkweisen stehen dem Neuen noch direkt gegenüber. Evolution bedeutet Wandlung, weitergehen und zurücklassen, schliesslich sind unsere Ideale und Wünsche schon annähernd 4000 Jahre alt. Selbst die Natur gibt uns Beispiele, in ihrem jährlichen Verlauf, in ihrer immer wieder neu entstehenden Pracht: Dass die Vergänglichkeit nur äussere Veränderungen sind, die das Neue erst ermöglichen.

Die kommende Zeit wird uns helfen, dass wir die Liebe neu verstehen. Die kommenden Energien werden uns beistehen, dass wir endlich verwirklichen,

was die göttliche Liebe uns vor 2000 Jahren schon lehrte:

Ihr solltet einander verstehen.

 

Weihnachten als Lichtfest der Liebe

 

Unsere Seele ist ein strahlendes Licht, das auf den physischen Ebenen - als Mann oder Frau in Inkarnation – durch den Körper strahlt. Bauen wir die Brücke zur Seele und schliesslich auch zum Geist, wird uns, auf denselben Wegen, auch von den höchsten Sphären, Kraft und Liebe entgegenfliessen.

So weiten sich unsere Gedanken, unsere Intuition, unser schöpferischer Wille und wir haben immer mehr die Möglichkeit, das Leben als ein zukünftiger Eingeweihter zu leben.  

Unsere Seele ist Licht,

innerhalb eines noch grösseren Lichtes,

Feuer, in einem noch grösseren Feuer,

und wenn wir

mit unserer Seele in Kontakt kommen,

erkennen,

dass wir als Feuer,

innerhalb eines grösseren Feuers,

selbst göttliches Feuer

sind.

Die leuchtenden Energien umhüllen alles Leben - Gedanken 2018 Dezember

Die leuchtenden Energien umhüllen alles Leben

Hohe Lichtwesen, göttliche Gesandte des Himmels, begleiten unsere täglichen Schritte. Strahlende Lichtboten sind unter den Menschen, um sie zu stärken und sie auf ihren Lernwegen zu ermutigen.

Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte der grossen Sendboten, die in den Stunden menschlicher Krisen ihre verborgenen Residenzen verliessen, um zu inspirieren, zu helfen und die Menschheit erneut ein Stück des Weges zu führen und begleiten. Der Glaube liegt auch tief verwurzelt in den Seelen der Menschheit, dass ein grosser Lehrer, ein Prophet, ein göttlicher Repräsentant aus der Welt der geistigen Wirklichkeiten erscheint, wenn die Menschheit Ihn dringend braucht. Sie kamen auch, in all den Zeiten und immer, in den Stunden der Not, tragen unterschiedliche Namen und vermitteln verschiedene Botschaften. Doch alle weisen in dieselbe Richtung, lehren dieselben Gesetze der Liebe, in jenen Bildern und Worten, die der Zeit, der Kultur und dem Ort entspricht.

Auch heute hoffen wir auf einen Boten des Himmels, dass Er die Menschheit aus ihren, immer grösser werdenden, Krisen hinausführt. Die chaotischen Beziehungen auf unserer Erde haben ein Ausmass erreicht, dass darunter schon alle Schichten des Lebens leiden. Das Leben in der Familie, die geschäftlichen, die religiösen und politischen Gruppen, wie auch die gesamten internationalen Beziehungen. Es lebt ein Misstrauen zwischen Menschen und Nationen, ein fanatisches Anklammern an Lieblingswahrheiten und ein Bedürfnis nach Ausschliesslichkeit.

Wir sind doch alle Kinder des Kosmos, von Licht und Liebe erfüllt. In unser aller Herzen brennt göttliches Licht, und doch kämpfen wir um verschiedene Lehren, Dogmen und Worte, wie vor unzähligen Jahren auf den mittelalterlichen Schlachtfeldern und erkennen nicht, dass in jeder Religion derselbe Grundgedanke verankert ist. Dass jede Religion, grundsätzlich, die Regeln des gemeinschaftlichen Lebens und der Glaube an den himmlischen Vater  lehrt.

Durch wie viele Religionen haben wir schon Gott gesucht! Die erste grosse Religion unserer Zeit war schon zwischen 4000 bis 2000 v. Chr., noch in unserer Jungsteinzeit, der Megalith-Religion, der Kult der Toten, der Glaube an deren Fortleben. Zeugnisse dieses Glaubens waren die Megalith (griechisch, grosse Steine) Gräber. Der bekannteste Steinkreis befindet sich heute noch in Stonehenge bei Salisbury. Diese grossen, aufrecht stehenden Steine, Symbole für das Weiterleben, waren von Irland über ganz Europa, die Mittelmeerinseln, Nordafrika, Vorderasien, China, Japan bis hin nach Südamerika und zu den Osterinseln verbreitet.

Doch, nebst den vielen Formen des Glaubens, lebt in uns der Wunsch, die Wege des „Suchens“, auch auf den Pfaden des Wissens, die Wege des Verstehens zu gehen. Und erkennen, dass auf diesen, nach Wissen suchenden Wegen – schon in all den Kulturen, Epochen und Rassen – viele schon gegangen sind. Dass jede Religion, auf den „oberen Etagen ihrer Religionsschulen“, die Essenz der Lehre, schon immer vermittelte. Das Wissen der Alten Mysterien, die kosmischen Urgesetze des Lebens, schon immer lehrte.

Dass keine mythologische Geschichte, kein Ereignis in der Überlieferung eines Volkes, eine reine Erfindung war, sondern eine wirkliche und wichtige Erfahrung. Darum sollte auch kein ägyptischer Papyrus, kein indisches „olla“, keine assyrische Tontafel, hebräische Schriftrolle oder biblische Schrift, jemals wortwörtlich gelesen oder gedeutet werden. Sie sind immer Gleichnisse, ein gesprochenes Symbol.

Die religiöse Geschichte eines jeden Volkes wurde immer in Symbole gebettet und nie direkt ausgedrückt. Alle Gedanken und Gefühle, alles Wissen und alle Erkenntnisse aus früheren Erfahrungen wurden immer in Parabeln aufgezeichnet.

Alle, auch die, die Menschheit noch heute begleitenden Religionen, genau wie die frühesten Megalith-Religion, wie die altechinesische und die indische Urlehre, die Hindu- und zoroastrischen, chaldäischen und ägyptischen Religionen, wie auch der Buddhismus, der Islam, das Judentum und das Christentum sind aus einem gemeinsamen und universalen Ursprung hervorgegangen.

Die hohen Weisen, wie auch all die zahlreichen Boten des Himmels, lehren unentwegt und unaufhörlich, in unterschiedlichen Sprachen, in verschiedenen Bildern und Symbolen, dieselben kosmischen Lehren, um uns ewig zu versichern:

Eine unüberwindbare Kraft und Liebe, ewig und zuverlässig, begleitet unser Leben,

und wir brauchen nur auf sie zu vertrauen.

 

Energien die durch uns strahlen - Gedanken 2018 November

Energien die durch uns strahlen

Wir sind eine verkörperte Seele die dabei ist ihre Qualitäten auszubauen, um das Leben immer besser zu verstehen.

Unser Körper wird von Energien durchströmt die uns sowohl beleben, wie auch auf unsere Aufgabenrichtungen weisen. Energiestrahlen, die entweder unsere bereits vorhandenen Qualitäten stärken, um sie mit der Welt zu teilen oder unsere Schwächen berühren, dass wir diese Qualitäten in uns erarbeiten.

Die Möglichkeit, unsere Energien zu erkennen finden wir in unseren Geburtszahlen. Zum Beispiel: mein Geburtstag ist: 19.6.(19)34. Addieren wir diese Zahlen (das Jahrhundert ist keine persönliche Zahl) und reduzieren sie anschliessend bis auf eine einstellige Zahl, wie 1+9+6+3+4 = 23, 2+3 = 5 = V. Strahl, erhalten wir die Zahl, die identisch ist mit unserem Energie- oder Arbeitsstrahl. Wird aus einem Geburtstag das Resultat 9, dann entspricht es dem VII. Strahl, ist das Resultat eine 8, entspricht es dem VI. Strahl.

Auch unsere Persönlichkeit wird von einem Energiestrahl begleitet, der gleichzeitig unsere Eigenart bestimmt. So beeinflusst diese Energie die Art, wie wir dem Leben und unseren Aufgaben begegnen. Wir können auch diesen Energiestrahl in unseren Zahlen erkennen, und zwar an unserem Tag der Geburt. Zum Beispiel, mein Geburtstag ist der 19, und damit 1+9=10=1, das heisst, dass ich dem Leben und meinen Aufgaben mit den Energien des I. Strahles begegne.

Eine kurze Auflistung der Eigenarten der einzelnen Strahl-Energien. Nur, bitte nicht ausser acht lassen, dass es von unseren mitgebrachten Qualitäten abhängig ist, auf welche Art wir auf einen Strahl reagieren.

Der I. Strahl des Willens oder der Macht

Dieser Strahl wird auch der Strahl der Kraft genannt und weist auf starke Willenskräfte, auf Mut, Entschlossenheit und auf die Fähigkeit zur Macht hin. Doch ihre Wirkungen weisen grosse Unterschiede auf, entscheidend, ob die Qualität der Liebe in unserer Persönlichkeit schon erarbeitet und integriert ist oder noch nicht. Der I. und VII. Strahl können auch einen neuen Zyklus hervorrufen, wenn die Bereitschaft besteht, als erstes, die alten Formen aufzulösen. Politiker und Manager haben oft die Energien des I. Strahls. Denn das Neue wird immer von den aktiven 1-3-5-7 Strahlen eingeleitet, wenn auch dieser „Weg“ immer zuerst nach innen, für die Erarbeitung der inneren Qualitäten führt, bevor wir diese neuen Qualitäten der Welt weitergeben können.

Schwächen: Stolz, Ehrgeiz, Eigensinn, Härte, Arroganz und die Neigung andere zu beherrschen.

Lernthemen: Feinfühligkeit, Demut, Mitgefühl, Toleranz, Geduld.

Der II. Strahl der Liebe-Weisheit

Der Einfluss einer der Strahlen 2-4-6 ermöglicht ein eher introvertiertes, empfängliches und wahrnehmungsfähiges Leben, vermittelt gute Intuition und Zugang zu den Seelenebenen. Ausser, wenn jemand noch in den Illusionen und Fanatismus und in grossen Überempfindlichkeiten lebt. Dann hat man auch mit dem äusseren Leben noch grosse Mühe, und es wird notwendig sein, die Liebe neu zu verstehen. Der Weg der Entfaltung führt in die Verbindung mit der Mentalebene. So wird aus ihm, durch die Fähigkeit des Denkens, ein fähiger Lehrer, wenn seine Wesensart, mit Hilfe dieses Strahls, dem Inneren, den Qualitäten sich verbindet.

Schwächen: Gleichgültigkeit, Selbstsucht, Misstrauen und Bevorzugung eines passiven Lebens.

Lernthemen: Liebe, Mitgefühl, Selbstlosigkeit, Energie.

Der III. Strahl der Praktischen Intelligenz

Der III. Strahl ist der Energiestrahl der Erde und deshalb auch der Materie. Seine Gabe ist eine kreative Kraft für das Leben, die bemüht ist, das zu erbauen, oder mit viel Phantasie das zu verteidigen, was man behalten möchte. Dieser Strahl, der mit den Energien des VI. Strahls, des Idealismus, eng verbunden ist, kann auch ein Heiler für den Körper sein.Doch der erste Schritt –wenn das Leben noch vor allem gefühlsbetont, in einem ständigen beschäftigt sein, und immer nur nach Aussen gerichtet ist – wird zur Wandlung nach innen, um  das Denken zu entfalten, führen.

Schwächen: Isolation, Ungenauigkeit, Zerstreutheit, Eigensinn.

Lernthemen: Mitgefühl, Toleranz, Genauigkeit.

Der IV. Strahl der Harmonie durch Konflikt

Dieser Strahl ist mit den Kräften der Evolution eng verbunden und unterstützt das Aufbrechen, damit das Leben weiter wachsen kann. Trägt die Fähigkeit, das Darüber und das Darunter miteinander zu verschmelzen. Doch ist er auch der Strahl des Ringens und des Kämpfens, wie die Energie des Künstlers, des risikofreudigen Spielers mit dem mutigen Leichtsinn. Mit diesen Energien kann jemand ein guter Redner, wie ein guter Schriftsteller sein, wenn er sich auch gerne in Schweigen hüllt. Was er hasst ist der auferlegte Zwang, er sucht den eigenen Weg und lebt seinen eigenen Rhythmus.

Schwächen: von Sorgen geplagt, ungenau, voller Leidenschaften, extravagant

Lernthemen: Vertrauen, Genauigkeit, Fröhlichkeit, Selbstlosigkeit

Der V. Strahl der Verstandeskräfte

Der V. Strahl beeinflusst die Entfaltung der Geisteswissenschaften. Diese Energie hilft die göttliche Idee mit den menschlichen Idealen in Verbindung zu bringen. Eine V. Strahl Person lässt sich nicht beeinflussen und hat die Neigung alles zu analysieren. Im Erkennen einer Wahrheit ist sie extrem sensibel, Befehle befolgt sie sehr ungern und kann auch sehr kritisch sein. Dieser Strahl hilft die Verstandesebene zu erhellen und lernen, das „Wirkliche“ vom „Unwirklichen“ zu unterscheiden.

Schwächen: Vorurteile, Engherzigkeit, Kritik und kein Mitgefühl

Lernthemen: Liebe, Offenheit, Hingabe, Demut.

Der VI. Strahl der Hingabe

Dies ist der Strahl der grossen Ideale, ob wir damit eine Kathedrale oder eine Weltbank bauen. Mit diesen Energien wird jemand vom Wunschprinzip beherrscht, ein Individualist und wird Mühe haben, sich in eine Gruppe zu integrieren. Hat eine eher sanfte Natur, kann aber schnell in Wut und Zorn geraten. Das Absolute wird gesucht, so kann ein Freund auch schnell ein Feind werden. Denn, ob er ein Heiliger, ein Märtyrer oder ein fanatischer Krieger ist, er wird von seinen Empfindungen davon getragen.

Schwächen: Eifersucht, Vorurteile, Misstrauen, Fanatismus, Aberglaube

Lernthemen: Charakterstärke, Wahrheitsliebe,  Toleranz, Heiterkeit, ein inneres Gleichgewicht.

Der VII. Strahl die Lehre der Rhythmen

Der Strahl der „Hohepriester“, der okkulten Lehrer wie auch der Manager, er vermittelt den Rhythmus der Zeit um Transformationsprozesse einzuleiten. Schafft neue Strukturen, indem er die alten verändert. Die Funktion des VII. Strahles ist, ein Ideal zu verwirklichen, Geist und Materie, Sichtbares und Unsichtbares, Altes und Neues, Nah und Fern zusammenzubringen. Wenn er die Intuition in seinem Leben schon zulässt, wird er auch entschlossen sein, das „Erschaute“ ins Leben zu integrieren.

Schwächen: Förmlichkeit, Stolz, eine zu hohe Meinung von sich selbst, Aberglaube.

Lernthemen: Erkennen der Einheit, geistige Offenheit, Toleranz, Demut, Liebe, Bescheidenheit.

Das Wachstum und die Entfaltung ist ein Emporsteigen aus der „Dichte der Materie“ in einen zunehmend durchlässigeren feinstofflichen Bereich.

Das Ich als Persönlichkeit - Gedanken 2018 Oktober 1

Das Ich als Persönlichkeit

Das Wort „Persönlichkeit“ bezieht sich auf den alten griechischen Ausdruck PERSONA, der auch Maske oder Gestalt bedeutet, eine Maske, die ein Schauspieler überzieht, um eine ROLLE zu gestalten. Eine Rolle, mit der wir in einem Leben die „Persönlichkeit“ sind und halten diese Rolle sogar als unser wirkliches ICH. Die grössten Kämpfe des Lebens finden statt, wenn die Unterschiede zwischen dem ICH als Seele und dem ICH als Persönlichkeit erkannt werden, und die dann einander gegenüber stehen

Es ist ein langer Weg, bis unser Körper für unsere Seele wirklich „brauchbar“ wird. Über geraume Zeiten hinweg sind wir entweder denk- oder gefühlsbetont oder betrachten den sichtbaren Erfolg als das Wichtigste in unserem Leben. Betonen wir einen bestimmten Teil unseres Wesens zu stark, wird dieser auch über all die anderen dominieren. So ist es kein Wunder, dass die beseelende Kraft viele Jahrtausende braucht, bis unser physisches Ich, als Werkzeug, einigermassen im Gleichklang ist.

Die sogenannten Lebenskrisen sind unsere Möglichkeiten, alte, in uns noch stark vorhandene Vorlieben, die mitgebrachten Bedürfnisse und Ängste, endlich loszulassen. Das Schicksal hilft uns auf diese Weise und ermöglicht den Neubeginn. Spätestens die Lebensmitte lässt uns erkennen, dass es Zeit wäre, den inneren „Ruf“ der Seele zu hören und in die vorgenommene „Richtung“, endlich einzusteigen. Doch, wenn wir in uns noch Erinnerungen und Bilder von einer ganz anderen Zeit, von ganz anderen Gewohnheiten oder sozialen Stellungen leben, werden wir Mühe haben mit all dem, was das Leben von uns verlangt. Darum integrieren wir unsere Erinnerungen als Bedürfnis, als Notwendigkeit, um sie behalten zu können.

Doch, sind diese Wünsche und Bedürfnisse nicht mit den Energien der Seele verbunden, verschliessen wir uns vor der „Lebenskraft“, die mit unseren jetzigen Lebens-Themen verbunden ist. Dass unser Leben dadurch mannigfaltige Probleme erfährt, ist nicht von der Hand zu weisen, auch die Folgen des „Energiemangels“ werden im Körper vielfältig. Was für ein Geschenk des Himmels, dass wir immer wieder die Möglichkeit haben, sogar in tausenden und abertausenden Körpern, immer eine neue Veränderung, eine neue Verfeinerung verwirklichen zu können.

Das Grundkonzept unserer Persönlichkeit besteht aus all dem Erlebten, und ist aus den mitgebrachten Erfahrungen zusammengesetzt. Entwicklung vollzieht sich nur durch Veränderung. Und wirkliche Veränderung bedeutet, die Bereitschaft sich zu ver-ändern, anders zu werden. Doch dieses „anderswerden“ sollte ein bewusster Prozess sein, die Bewusstmachung dessen, was wir zu verändern bereit sind.

Aus diesem Grunde wählen wir als Seele – um einen Körper für unsere neue Inkarnation zu erhalten – eine Familie, deren stärkste Merkmale identisch sind mit dem, was wir in uns verändern möchten. Jede Familie weist besondere Stärken, wie auch Schwächen auf. Diese Komponenten sind der Grund, weswegen wir, sogar durch mehrere Inkarnationen, immer wieder in dieselbe Familie geboren werden. Denn die Erziehung, wie auch das vorgelebte Beispiel, kann in uns ein altes „mitgebrachtes Muster“ soweit verstärken, dass wir es erkennen und dadurch auch bereit werden, es endgültig loszulassen.

Jedes neue Leben ermöglicht unsere vorhandenen Erfahrungen, mit neuen Werten zu ergänzen. Und auch, wenn wir in einem Leben das Gefühl haben, dass wir nur „wie in einer Ecke“ stehen, und nur einen Teil unserer Ganzheit leben, könnte es sein, dass das Schicksal uns bittet, gerade diese Ecke von uns zu verändern. Oder, sollten wir nach langer Zeit der Stille, eine „Hauptrolle“ im Leben übernehmen, werden wir durch diesen Prozess des Lernens, wichtige und uns ergänzende Erfahrungen sammeln.

Das Schicksal führt und lehrt uns, das Leben zu berühren, und auch sich-berühren-zu-lassen. Wir lernen hervorzutreten und zurückzutreten, Mut und Demut entfalten, und bereit sein, das was ist, loszulassen, zurückzulassen. So kann jede neue Erfahrung neue Qualitäten bewirken. So werden unsere Wege immer mehr schöpferisch, und unsere Schritte können immer mehr, der Zielrichtung unseres ewigen ICHs folgen.

Wir erreichen den inneren Gleichklang, werden immer mehr erfüllt von einer lichtvollen Kraft und sind immer bewusster der Eine von den Vielen, der die Strasse der Liebe auf dieser Erde baut.

Wir sind die Seele - Gedanken 2018 September 15

Wir sind die Seele

Wir sind die ewige Seele, Kinder des Lichtes, die immer wieder bereit sind, die Materie zu beleben und durch Erfahrungen zu gehen. Für jedes neue Leben verbinden wir uns als erstes mit der Person, die wir uns als Mutter gewählt haben. Und, indem unser werdender Körper wächst, entstehen die unzähligen Energiefäden, die den wachsenden Körper mit den Energien unserer Seele verbindet. Eine immer umfangreichere Verbindung entsteht, bis das neue Menschenkind von unseren ätherischen Seelen-Energien ganz umhüllt wird. So wird die Energiehülle unserer Seele, gleichzeitig, eine schützende, behütende und kraftgebende Lebensenergie für den Körper.

Durch diese Energiefäden strömen die Kräfte, die ein Körper braucht, und sie fliessen durch die Arterien und Venen, genau wie das Blut. Die ätherischen Lebenskräfte sind die Grundlage für jedes sichtbare Leben und umhüllen alle lebenden Formen, alle grossen und kleinen – makrokosmischen und mikrokosmischen – Körper. Doch, jeder einzelne Ätherkörper ist auch gleichzeitig Teil eines grossen, die ganze Erde umhüllenden, kosmischen Energienetzes. Somit ist unser eigenes Energiefeld gleichzeitig ein kleiner Transformator, der aus dem grossen ätherischen Energiefeld, wie aus einem „Hochspannungsnetz“, die kosmischen Energien in „brauchbare“ Stärke wandelt.

In jedem ätherischen Energiekörper, in den Strahlenenergien der Seele, ist das Grundmuster für das neue Leben vorhanden. Schon in der Bibel wurde der Energiekörper als ein, mit „Feuer durchwobenes Geflecht“,  oder als eine „von goldenem Licht erfüllte Hülle“, als eine „güldene Schale“ erwähnt. Diese Energien des Lebens leuchten auch durch die Farben der Blumen und strömen als Energie von den grossen Bäumen. Und, wenn die hohen Geister sich den Menschen zeigen, leuchtet ihr strahlendes „Energiefeld“ entsprechend den Farben ihrer Strahlenverbindung.

Unser Energiefeld hat sieben Zentren, sieben Brennpunkte, deren Aufgabe, sowohl die Energieaufnahme, wie auch die Energieverteilung in unserem ganzen Körpersystem ist. Für bestimmte Bereiche des Körpers sind die sieben Hauptdrüsen zuständig, und, für die allgemeine Verteilung, das Netz der Nerven. Wie verständlich wird dadurch, dass unser kleinstes Problem, unseren ganzen Körper reagieren lässt.

Immer wieder erleben wir Zeiten, wenn wir spüren, dass Seele und Persönlichkeit einander gegenüber stehen. Denn, als Seele tragen wir in uns den Plan von einem werdenden Morgen, aber, als Persönlichkeit sind wir noch mit unserem Gestern verbunden und haben noch grosse Mühe, unsere Gewohnheiten loszulassen. Nur, so sind wir mit den Energien der Seele nicht verbunden, und im Leben fehlt eine wichtige Kraft.

Doch einmal wird unser Dasein auf dieser Erde zu Ende gehen und unsere Seele, mit ihrem Ätherkörper, wird sich zurückziehen, wodurch der zurückgelassene, physische Körper zerfällt. Denn, ohne die ätherischen Energien fliesst keine Lebenskraft, kein belebendes Feuer mehr in den Körper und die sichtbare, physische Materie wird der Erde „zurückerstattet“. Diesen Prozess nennen wir den „ersten Tod“, wonach die Seele, mit dem ätherischen Gefühls- und Mentalkörper, in die „Vorstufe des Himmels“ hinaufsteigt.

Und, wir verweilen gerne in diesem Zwischenbereich, der zwischen der Erde und dem Himmel ist. Er ist noch nahe der Erde, auch vieles ist noch ähnlich, und wir müssen für all das, was der Körper braucht, nicht sorgen. So können wir hier vieles in uns verarbeiten und in den Hallen der grossen ätherischen Universitäten, mit den hohen Geistern, unser Wissen erweitern. So bleiben wir oft noch lange hier, auch dann, wenn ein starkes Gefühl uns mit der Erde noch verbindet. Doch, einmal geht es auch von da aus weiter. Einmal werden wir bereit sein, auch unseren Wunsch- und Gedankenkörper für eine Weile zurückzulassen, um als Seele, das Himmelstor durchschreitend, mit dem Geist eins zu werden. Unsere ätherischen Hüllen unseres Wunsch- und Gedankenkörpers, werden sich in ein grosses ätherisches Reservoir zurückziehen, bis wir sie, für eine nächste Inkarnation, wieder mitnehmen. Die Trennung vom Körper ist der erste Tod, und dazu müssen wir nichts beitragen. Doch bei der Trennung, wenn sich die Seele von der Persönlichkeit trennt, müssen wir unsere ätherischen Ich-Bereiche, unseren Wunsch- und Denkkörper, bewusst loslassen. Die alten Schriften erwähnen das als den „zweiten Tod“. Denn, die Seele muss durch zwei Tode gehen, bis sich die himmlischen Tore für sie öffnen. Denn, erst dann haben wir, als Seele, alles losgelassen und können in die himmlische Heimat des Geistes, in das absolute Sein, zurückkehren.

Die Kenntnisse über die ätherischen Welten könnten uns eine bewusstere Verbindung zu den Wirkungen der feinstofflichen Welten vermitteln, dass wir mehr Beachtung und Bedeutung den Energien und den Farben schenken. Denn, ein physischer Körper besitzt die Fähigkeit auf Klang und Farbe zu reagieren. Auch bei wohltuenden Gesprächen hat der „Klang“ der Worte einen wesentlichen Anteil an der Wirkung. Es ist auch nicht verwunderlich, dass in unserer Zeit, in der die Bewusstwerdung der Seele klarere Formen annimmt, auch die alten Heilmethoden, durch die Farben des Lichtes und die Schwingungen des Klanges, wieder zunehmen.

So erwacht in uns, mehr und mehr, ein Verstehen für die unsichtbar strömenden Energien, und für den bewussteren Umgang mit den, uns umgebenden, unsichtbaren Welten.

Die Zusammengehörigkeit allen Lebens - Gedanken 2018 September 1

Die Zusammengehörigkeit allen Lebens

„Zuerst war das Wort…“, zuerst war der Geist und daraus verwirklichte sich das Leben. Göttliche Kräfte, schöpferische Energien, strahlende Qualitäten strömten aus solaren Zentren, und diese Strahlen verwirklichen, noch immer, jeden Tag aufs Neue, das Leben. Jede Seele, auch jedes einzelne Naturreich, wie - die Elemente der Mineralien, der Pflanzen, der Tiere, der Menschen - gehören zu einem der sieben Strahlen und sind verankert in ihren Qualitäten.

So sind die sieben Strahlen, die sieben Baumeister der Schöpfung, Ausdrucksmittel des Göttlichen und wirken durch die sieben zusammengehörenden Sonnensysteme, als siebenfache kosmische Energien. Jeder einzelne Strahl ist wie ein rhythmischer Atem, wie eine ständig fliessende, gestaltende Kraft.

Und, der VII. Strahl vermittelt uns das Wissen über die Rhythmen der „Zeit“. Hilft zu erkennen, dass unsere eigenen Einstellungen, betreffend „Zeit“, schon längst zu eng und zu klein geworden sind. Dass wir am liebsten mit den Bruchteilen der Sekunden „spielen“, und haben die Unendlichkeit, die doch gleich „hinter dem Sichtbaren“ ist, vergessen. Unser Blickwinkel bedarf der Veränderung, der Neubewertung und auch eines neuen Verstehens.

Wie verständlich, dass der grosse VII. Strahl unseren nächsten Schritt begleiten wird, und die Zügel in die Hand nimmt, um unser Leben umorganisierend, unsere Wege in eine neue Stabilität leitet. Uns in Erinnerung rufend, dass sowohl die grösseren Rhythmen, die Zyklen der Weltgeschichten, wie auch die kleinsten wiederkehrenden Rituale des Alltags, nur ein Pulsschlag des Lebens sind, Teile eines rhythmischen Atems, dem alles was lebt unterworfen ist. Dass die ganze pulsierende Kraft des Kosmos, in einer grösseren, in einer alles umfassenden Ordnung, in einer rhythmischen, bewegenden Gesetzmäßigkeit des Universums, verankert ist.

Licht und Klarheit sind die wichtigsten Wesenszüge, die der VII. Strahl uns lehrt. Seine Energien verursachen Konfrontationen, lassen Entgegengesetztes begegnen, um einen Prozess der Bewusstwerdung zu ermöglichen, eine neue Sichtweise einzuleiten. Denn, nicht das ist unser Ziel, dass wir weiterhin durch eine passive Hingabe das Erhoffte ersehnen, sondern durch unsereaktive Mittätigkeit, das was wir ahnen, auch in die Hände nehmen! Die neuen Möglichkeiten, dieneuen Wahrnehmungen, die neuen Wahrheiten erkennen, um in unser Leben zu integrieren.

Doch, durch die neuen Energien werden wir auch unzählige Formen der Macht erleben, und die verschiedenen Tätigkeiten, die wir Liebe nennen, wie auch die Themen, die lange mit Tabu belegt waren. Wir werden, durch die erhellende Wirkung des VII. Strahles, mit anderen Augen sehen, und der Welt auf eine neue Art begegnen. Denn, die Energien des siebten Strahls haben die Fähigkeit, Transformationsprozesse einzuleiten und  neue „Formen“ zu schaffen, indem sie die alten verändern. Die Funktion des VII. Strahls ist es, ein neues Ideal zu verwirklichen, Geist und Materie, Sichtbares und Unsichtbares, Altes und Neues, Himmel und Erde, einander näher zu bringen.

Die neuen Energien werden auch den erwachenden Gruppengeist stärken und die heute, eher separatistischen Einstellungen, sowohl in Denk- wie auch in Glaubensbereichen, verändern. Denn, die Isolierung und Absonderung, der politische und nationale Egoismus, das Gefühl der Überlegenheit, der Klassenhass und die rassischen Gegensätze hemmen die Weiterentwicklung der Menschheit. Die Entfaltung der Emanzipation war ein Höhepunkt während der Individualisation, doch der Weg führt weiter. Unser nächster Schritt führt uns in eine neue Gruppenformation, in eine neue schöpferische Gemeinsamkeit. Die Grenzen unseres logischen Denkens werden die Konfrontation mit den zeitlosen Wahrheiten erleben, unsere egozentrischen Bedürfnisse der universellen Liebe begegnen.

Eine Kraft, wie die des VII. Strahls, besitzt die Fähigkeit zusammenzufassen und Entgegengesetztes einander näher zu bringen. Die neuen Kräfte werden dem Menschen das Tor in eine Welt öffnen, die bisher hinter dem Schleier der Unwissenheit lag. Wir werden erkennen, dass ein Mensch, auch wenn er seinen physischen Körper verlassen hat, weiterhin bei vollem Bewusstsein, und ein lebendes Wesen ist, auch ohne physischen Körper, ein aktives Leben hat. Wir werden denen, die wir liebten begegnen, und dem, was wir schon immer wissen wollten, begegnen.

Die Ebene der Seele ist ein Zwischenbereich, ein Durchgang zwischen der Erde und dem Himmelreich. Haben wir unseren Erden-Körper bereits zurückgelassen, erwarten uns liebevolle geistige Lehrer und geben uns die Möglichkeit, unsere Gefühle und Gedanken auf eine neue Art zu verstehen. Doch einmal werden wir auch diese Teile von uns zurücklassen und als Seele, in die Welt des Geistes emporsteigen, um eins zu werden mit dem Geist, mit der Quelle, mit dem grösseren Licht. Von da aus wird uns unser Weg erneut in die Welt bringen, um unseren nächsten Schritten zu folgen. Lernen, was uns noch schwer fällt, und teilen was wir schon erkannten.

Denn, unsere Aufgabe als Seele ist zu wachsen, unsere Strahlungsfähigkeit zu erweitern, dass das Licht auch auf unserer Welt stärker und heller werden kann.

Die Erfahrungen mit den Gefühlen - Gedanken 2018 August 15

Die Erfahrungen mit den Gefühlen

Die Energien der Hingabe, das Gefühl des „Sehnens“, lebten wir viele Leben lang und folgten den vermittelten und vorgelebten Idealen, den Beispielen der Ahnen. Doch das, wonach wir uns sehnten, konnten wir mit dem Heute nicht verbinden. So suchten wir des Öfteren, aus einer „Rauen“ Wirklichkeit, den scheinbar idealen Zustand.

Auch die Energien des Idealismus begünstigen das Entstehen von Abhängigkeiten genauso, wie das Hinterlassen von bisher wichtigen Werten, um ganz neuen Ideen zu begegnen, und diesen mit unserer Hingabe zu folgen. Doch die Gefühlsebene ist ein „wässriges Gebiet“, und nicht nur wechselhaft und stürmisch, sondern auch die Quelle und der Ursprung von Dunst und Nebel, die die Wirklichkeit nur verschwommen erscheinen lassen.

Ist eine Persönlichkeit in den Energien der VI. Strahls, des Wunschprinzips, verankert, fliessen die Energien durch ihren Solarplexus und ihr ganzes Wesen ist mit den Empfindungen verbunden, oft auch beherrscht. So wird für sie etwas sehr schnell „vollkommen“ oder „unerträglich“, jemand für sie schnell „Freund“ oder „Feind“, denn man wünscht das Absolute. Die Ebene des Bewusstseins entscheidet, ob uns dieser emotionelle Sog, Richtung „Martyrium“ oder zum fanatischen „Krieger“ zieht. Gesucht wird das „Höchste“ und Angst hat man nur vor den „Tiefen“. Ein VI. Strahl Mensch lebt, mit all seinen Emotionen, in den grossen Gegensätzen und hat Mühe mit dem Durchschnitt, mit dem „Weg der Mitte“.

Besonders in den Zeiten, wenn unsere ganze Erde vom Licht des VI. Strahls umhüllt wird, erlebt die Menschheit die Zeiten der grossen Gefühle, der grossen Ideale. Wir erbauen grosse Kathedralen, führen heilige Kriege und opfern uns für ein geliebtes Vaterland. Der VI.  Strahl verstärkt die Wunschnatur und ermöglicht die Erfahrungen mit den Gefühlen. Diese Gefühle durchströmen auch unser Ich-Zentrum, werden unsere „Ich-Bedürfnisse“, und lassen Ziele und Tätigkeiten entstehen, die wir dann als unsere wahre Hingabe sehen. Und doch, auch diese, noch so unterschiedlichen Formen der Hingabe, wie die Bereitschaft, alles für ein grosses Ideal zu opfern, sind wichtige Übungen und Lernschritte auf dem Weg der Entwicklung.

Auch ein bereits Suchender spürt noch in seinem Inneren die Notwendigkeit, liebgewonnene Ideen zu behalten. Erst durch die bewussteren Seelenkontakte wird eine vorwärtsstrebende Natur emotional ruhiger und, durch die Kraft ihrer Gedanken, auch beherrschter. Erst wenn dieser Bewusstseinszustand einmal erreicht ist, wird der Umgang mit dem „Wasser“ bewusster und der Wunsch-Körper klarer. Und wenn die Gefühle, durch intensives Selbstbemühen, bereits gereinigt sind, wird die Persönlichkeit nicht mehr so oft in den Tiefen des Wassers versinken und wird immer mehr „auf der Oberfläche des Meeres wandeln“.

Die Wirkungen des VI. Strahls verstärken jede Ideologische Situation, bewirkt auch Fanatismus und Massenidealismus, Stürme und Leid, bis die Erkenntnisse folgen. Die Wege der Wandlung sind lang, bis das, was Schein und Wirklichkeit, Schönheit und Wahrheit, Ziel und Weg, auch tief in uns drinnen, eins werden.

Das Fische-Zeitalter – der Repräsentant des VI. Strahls des Lichts – das wir in den vergangenen 2000 Jahren erlebten, geht langsam zu Ende. Diese Energien, die mit dem Symbol des Wassers (Gefühle) so eng verbunden sind, liessen die Menschen die Vorstellung erleben, dass sie, wie die Fische, nur in einem Meer von Gefühlen sich wohl und zu Hause fühlen können.

Sind die Energien der Hingabe, das innere Sehnen, bereits mit der Fähigkeit der konzentrierten und kraftvollen Gedanken erweitert, kann die geahnte Wirklichkeit eine Ausdrucksform bekommen. Viele grosse Ideen, die die Menschheit schon tief beeindruckten und zu Tätigkeiten anspornten, wurden unter dem Einfluss dieses Strahls vermittelt, doch das braucht die ergänzenden Energien. Entweder der I. Strahl des Willens, der V. Stahl des Wissens oder der VII. Strahl der ordnenden Kraft. Wenn man schon erkannt hat, dass das was „oben“ und das was „unten“, nur zusammen die Ganzheit bildet.

So war die Vergangenheit eine wichtige Vorbereitung für die kommende, für die Zeit des Wassermanns, der zwar auch im Bezug zum Wasser steht, doch als Luftzeichen die Ebene der Gedanken repräsentiert. Der Wassermann „versinkt“ nicht im Wasser, er ist ein „Wasserträger“ und bringt viele neue Ideen mit sich. Die zunehmenden „Stürme“, die wir in unserer Zeit erleben, entstehen, weil der Wind (Wassermann) die neuen Gedanken, das so liebgewonnene Wasser (Fische) der Gefühle aufwühlt und verändert, worauf die Antwort unsere leidenschaftlichen Gefühlsreaktionen sind.

In unserem Jahrtausend beginnt der grosse VII. Strahl – der Wassermann – mit seinen Energien, unser Leben zu berühren, und uns helfend beizustehen. Der VII. Strahl des Göttlichen Willens wird uns stärken, unser Leben aus einem wunschgesteuerten und separatistischen Leben in eine Zeit, mit einem ganzheitlichen Denken, ganz neu zu gestalten. Auf diesen Wegen der Wandlung, werden auch viele Engel und hohe Geister in unserer Nähe sein, um uns mit ihrer Liebe und Hilfe, auf eine neue Ebene zu helfen.

So sind unsere lernenden Schritte eins, mit dem Herzschlag des werdenden Lebens, mit dem atmenden Universum und mit der Verwirklichung des Göttlichen Plans.

Wissen ist das Licht des Erkennens - Gedanken 2018 August 1

Wissen ist das Licht des Erkennens

Die Flamme in unseren Herzen ist ein Funke aus dem göttlichen Feuer, unsere Gedanken sind Blitze aus der Schöpferkraft Gottes, so ist es an uns, ob wir mit unseren Fähigkeiten, Grenzen oder Strassen bauen. Warum sperren wir unsere Gedanken in einen kleinen Raum und staunen dann, dass wir Schmerzen haben. Warum wagen wir nicht unsere „Flügel“ zu öffnen um zuzulassen, dass die „Luft“ uns trägt und die „Thermik“ uns in immer höhere Sphären hebt. Die Fähigkeit zu denken ist unser göttliches Erbe, wir könnten lichtvolle Welten bauen, wenn wir uns nur mit unserem Herzen verbinden würden. Unsere Gedanken wären fähig, dem grenzenlosen Universum zu begegnen und die strömende Unendlichkeit zu erfahren, denn all das ist auch in unseren eigenen Tiefen vorhanden.

Schon in den alten Archiven ist der Vermerk: „…. sieben grosse Lichtstrahlen, sieben grosse Geister des Himmels verwirklichen, aus dem unendlichen Licht Gottes, die sieben Ebenen des Lebens…“.

Wir Menschen leben zwischen den Ebenen unter uns und über uns und haben die Aufgabe, eine Brücke, zwischen den sichtbaren und den unsichtbaren, zwischen den feststofflichen und den feinstofflichen Welten, zu erbauen. Wir tragen Gaben in uns, wie die Strahlungsfähigkeit aus dem Reich der Mineralien, die Empfindungsfähigkeit des Pflanzenreichs und die Reaktionsfähigkeit des Tierreichs, doch auch alle, ihre noch nicht verarbeiteten Regungen sind in uns. Genauso empfangen wir den Sog von den über uns strahlenden Welten und spüren und ahnen, dass unser nächster Entwicklungsschritt uns mit der Ebene gleich über uns, mit dem Reich der Seelen, immer enger in einen bewussteren Austausch einbinden wird.

Der fünfte Strahl ist der Strahl der klaren Erkenntnisse, der Strahl des Wissens, mit dessen Hilfe wir immer noch mehr und noch „Höheres“ verstehen könnten, das aber auch immer neue Konflikte hervorruft. Doch wie wichtig sind diese Erfahrungen, diese Schritte, diese Entscheidungen, die unsere Fähigkeiten schulen. So unterstützen und fördern die eng zusammenwirkenden Energien die Menschheit auf ihren Wegen der Entfaltung. Ermöglichen ein immer neues Aufblühen, wenn die Zeiten der Konflikte und Spaltung wieder zu neuen Erkenntnissen führen.

Denn, das wirkliche, das ewige, das konkrete Wissen können wir nicht erkennen, solange wir an den „Pfosten des begrifflichen Denkens“ festhalten. Die Gedanken brauchen Freiheit, und sind wir bereit, uns über die „scheinbaren“ Grenzen zu „erheben“, werden wir einer neuen Wahrheit, aus einer „höheren“ Sicht begegnen. Die Seele ist Gottes Sohn, aus einer Verbindung von Geist und Materie, die sich durch Gedanken zum Ausdruck bringt und durch die entfaltete Denkfähigkeit zum Schöpfer, vieler neuen Ideen und Formen, wird.

Das Wichtigste für einen wahren Wissenssucher ist seine ausgeglichene Persönlichkeit, die eng mit seiner Seele zusammenarbeitet. Steht die Persönlichkeit noch im Vordergrund, werden die trennenden und vergleichenden Methoden in der Arbeit angewandt. Eine wahre Wissenschaft ist niemals separatistisch und ohne Konkurrenzwunsch. Ihr Bemühen betrifft allein das Erkennen, die Begegnung, die unendliche Vielfalt der göttlichen Ganzheit.

Die Kraft des Denkens trägt die Fähigkeit in sich, undenkbar erscheinende Bereiche zu berühren, um sie zu erforschen. Ein „emporgehobenes“, konzentriertes Denken, das die stützenden Grenzen eines vorhandenen Wissens hinter sich lassen kann, entfaltet in sich die Fähigkeit der Intuition. Die Intuition, die ein empfangsbereites Denken ist, die uns mit neuen Ideen befruchten kann. Die Energien des V. Strahls helfen uns, entsprechend der Zeit und unserem Bewusstsein, Gott und seine sichtbare Schöpfung immer auf eine neue Art zu verstehen.

Diese Energie, die das Denken der Menschen stimuliert, ist seit über 100 Jahren viel stärker, als sie es je zuvor auf diesem Planeten war, und ermöglichte im letzten Jahrhundert die schnelle Entwicklung der Technik  und der Wissenschaft. Sie beeinflusst ebenso die Entfaltung der Geisteswissenschaften, sie repräsentiert ja die göttliche „Idee“, das Wissen aus einer höheren Sicht. Doch, wenn die „Ideale“ der Menschen sich mit diesen verstärkenden Energien in Verbindung setzen, werden aus ihren Idealen als erstes, Ideologien und die vielen Formen der „-ismen“,  wie Faschismus, Kommunismus, Sozialismus und Nationalismus, entstehen.

Denn die höheren Energien, wie auch alles was uns berührt, werden von unserem Bewusstsein empfangen, gewertet und interpretiert, entsprechend unserer bereits vorhandenen Entfaltung. Darum lautet die Frage: Welches Ziel hat unsere bereits entfaltete Denkfähigkeit? Jede neue Zielrichtung hängt allein davon ab, ob wir die Erfahrungen der Vergangenheit bereits verstanden haben oder noch nicht. Denn das, was vorhanden ist, interpretiert das, was neu dazu kommt. Das Leben ist ein wachsendes Bewusst-Sein, eine sich entfaltende Qualität, die immer ein neues „Verstehen“ für ihre Erfahrungen braucht.

Das Licht des V. Strahls unterstützt die wachsende Fähigkeit des Denkens, die Erweiterung des menschlichen Bewusstseins, um die verborgenen Wunder des Universums zur Entfaltung zu bringen.  

Das Gleichgewicht, das Licht der Harmonie und Schönheit - Gedanken 2018 Juli 15

Das Gleichgewicht, das Licht der Harmonie und Schönheit

Ein Licht, das die Wurzeln dessen berührt, was verändert werden soll, damit ein neues Gleichgewicht entstehen kann. Ein „Erwecker“ für ein neues Konzept, für ein neues Gleichgewicht, für eine neue Schönheit, indem es die nicht mehr brauchbaren Formen verändert. Selbst die Natur ist bemüht das Gleichgewicht immer wieder herzustellen und überzieht die Erde, immer aufs Neue, mit einem strahlenden Grün, mit der Farbe des Lebens, die auch die Farbe der Harmonie ist. Die Kraft des Lebens ist stets bestrebt, Gleichgewicht und Schönheit hervorzubringen. Es ist eine schöpferische Kraft, wenn auch ihre Erfolge, meistens nur unter Druck, durch Kampf und Spannung, erreicht werden. Diese Energie ist der Garant, dass das Neue immer wieder entsteht, wenn es auch vorübergehend Aufruhr und Spaltung hervorruft.

Eine Energie, die nicht nur in den physischen Formen Konfrontationen hervorruft. Auf der Gefühls- wie auch auf der Denkebene wird das Gegenüberstehen ermöglicht. Sie lässt Konflikte und Notwendigkeiten entstehen, damit eine neue und bewusstere Entscheidung getroffen werden kann. Die IV. Strahl-Energie ist nicht nur eine Energie für Schönheit und für harmonische Ordnung mit vollendeten Formen. Sie ist auch der Verursacher für die ständige „Kampfbereitschaft“, damit jede bestehende „Ordnung“, immer weiter und in einen höheren, lichtvolleren und harmonischeren Zustand wachsen kann.

So begleitet diese Energie die Wege der Entfaltung, die Wege der Menschheit und ruft die grossen Wellenbewegungen der Menschheits-Geschichte hervor. Zeigt, wie viele Konflikte wir erleben, für wie viele Wandlungen wir bereit sein müssen, bevor wir für eine neue, für eine schönere und höhere Ordnung bereit sein können. Wie viele Schritte brauchen wir, bis wir erkennen, dass nur die stetige Formveränderung die Wege der Entfaltung ermöglichen, die uns dann zu Wachstum und zu grösserem Frieden und Schönheit führen.

Als Seele sind wir mit der Strahlen-Qualität unserer Seelengruppe verbunden. Mit Energien, die die Eigenart unserer Seele prägen und unsere Entwicklungsrichtung bestimmen. Durch diese Qualität lernen wir leben und „strahlender“ werden. Auch die Hilfe des Himmels begleitet unsere Seele auf ihren „Strassen“, auf den Wegen der Entwicklung. Seelengeschwister, mit ähnlichen Lernthemen, kreuzen unsere Wege. Mitglieder aus unserer Seelenfamilie, die uns durch ihre Liebe begleiten.

Doch als Persönlichkeit lernen wir, in jedem neuen Leben, uns mit einer anderen Strahl-Energie zu verbinden, um das Leben immer auf eine neue Art zu erfahren, unsere Fähigkeiten immer mehr zu erweitern. Nur durch die vielseitigen Erfahrungen, nur, wenn wir das Leben von seinen verschiedensten Seiten erleben, können wir wachsen. Und doch, wenn wir wieder einmal in einem neuen Erden-Leben erwachen, und unsere inneren Bilder, aus früheren Leben, in uns aufsteigen, stehen wir all dem, was um uns ist, gegenüber, und all dieses „Neue“ macht uns grosse Mühe. Unsere Einstellungen, unsere inneren Sehnsüchte, können uns manchmal bis ins Erwachsenenalter begleiten und stehen dem Leben und unserem Schicksal gegenüber, bis wir die Zusammengehörigkeit von Gestern und Heute erkannt haben.

Unsere Zweiheit, Seele und Persönlichkeit, sind zwei Naturelle in uns, die oft grosse Kämpfe miteinander ausfechten. Der Eingeweihte, Apostel Paulus, wies schon vor fast 2000 Jahren darauf, wenn er vom ewigen Widerstreit im Menschen, zwischen „seinen tierisch-fleischlichen und ewig- himmlischen Naturellen“, die im Leben gegenüber stehen, sprach. Auch die Einflüsse der Strahlen sind nicht immer nur stärkend. Sie verstärken zwar die bereits errungenen Fähigkeiten, doch verstärken auch die Schwächen und verweisen damit auf die Themen des Lernens. Doch, für die Persönlichkeit, als das einzige Instrument der Seele, ist es wichtig, dass sie in ihren verschiedenen Inkarnationen von einer Strahl-Energie zur anderen wechselt, und alle Eigenschaften entfaltet, um sie, wenn sie gebraucht werden, alle gleichwertig zum Ausdruck bringen kann. Die Seele kann nur durch ihre Persönlichkeit mit dem Leben den Kontakt aufnehmen, darum ist die Vielseitigkeit einer Persönlichkeit so wichtig, damit die Seele, mit allen Ebenen des Lebens in Verbindung treten kann.

Die sieben Strahlen sind die Symbole der grossen göttlichen Kraftströme, die Urenergien aus dem Schosse der Zeit, als sie noch im Wirbel zwischen Geist und Materie, in einem gegenseitigen Kraftaustausch, das Sonnensystem zu bilden begannen. Ein Prozess, der schliesslich in ein sichtbares Sein führte. Und wenn diese Idee auch uralt ist, ist es wahr, denn diese Gedanken finden wir schon in den Schriften von Plato, dass:.… „Seit Sieben Äonen bringen die „Sieben göttlichen Kraftströme“, die „Wesen der sieben Geister vor dem Throne Gottes“, die Welt hervor“....

Und unsere Seele, sucht immer aufs Neue, das stärkende Gleichgewicht unserer Zweiheit, die ergänzende und lichtvolle Verbindung zwischen unserem vergänglichen und unserem EWIGEN ICH.

 

 

Die Kraft der Gedanken, ein erhellendes Licht - Gedanken 2018 Juli 1

Die Kraft der Gedanken, ein erhellendes Licht

Unser Bemühen, die Strahlen des Lichtes zu verstehen, ist ein Bemühen, Gott auf eine immer neue Art zu verstehen. Wir betrachten Ihn zwar nicht mehr zu einer Rasse, zu einer Nation oder nur zu einer Religion gehörend und spüren, dass  Gott in allem ist was lebt. Gott vereint in sich alles LEBEN, alle ENERGIEN und alles was IST. Wenn wir Ihn, mit unseren Augen auch nicht sehen, begegnen wir den Wahrzeichen der Göttlichkeit überall. Ist unser inneres Auge entwickelt, sind wir fähig, die feinstofflichen Welten wahrzunehmen und wir sehen LICHT und somit auch GOTT.

In den drei göttlichen Hauptstrahlen wirken die Schöpferkräfte Gottes. Die göttliche „Dreifaltigkeit“ wirkt durch die drei Ströme: LEBEN – QUALITÄT – ERSCHEINUNG. Und diese Energien sind gleich wie WILLE – BEWUSSTSEIN – ABSICHT oder auch KRAFT – LIEBE – INTELLIGENZ. In uns selbst wirkt diese göttliche Dreiheit als GEIST – SEELE – KÖRPER. Drei grosse Energien, drei grosse schöpferische Kräfte, die das Leben begleiten und stets aufs Neue erschaffen.

Jeder Mensch ist eine Wiederholung des ganzen Schöpfungsplanes. Jedes Lebewesen wiederholt in seinem Erdenleben den ganzen Prozess des Werdens, und das lässt, wenn auch in den untersten Klängen, die Melodie der göttlichen Dreiheit widerhallen. So ist jedes Leben gleichzeitig: Wille – Liebe – Intelligenz, eine Einheit von Geist – Seele – Körper, mit anderen Worten: Leben – Qualität – Erscheinung. Damit ist jeder Körper in der Natur, wie auch jeder Mensch, mit einer der strömenden Energien eng verknüpft, wodurch seine Erscheinung, seine Art, seine Besonderheiten, der Eigenart des ihm zugehörenden Strahles entspricht.

Der III. göttliche Grundimpuls – der Intelligenz – aktiviert das Wachstum in allen Reichen des Lebens. Auch jeder suchende Mensch, der sein Wissen erweitert, aktiviert mit seiner Bereitschaft das werdende Leben, denn, der Prozess des Werdens verändert das Wissen. Doch, das Suchen nach dem Wissen, das Suchen nach mehr Erkenntnis hat kein bestimmtes Ziel. Der Sehnende betätigt sich durch Experimente, durch Erfahrungen, durch Auseinandersetzungen, mit immer neuen Fragen. Und das ist der Weg, auf welchem all die alten und neuen Riten, die vielen bedeutungsvollen Symbole und kraftstrahlenden Worte entstanden sind. Das ist dieses ständige Sehnen nach mehr Erkenntnis, das Zeiten entstehen lässt, mit immer neuen Errungenschaften, mit immer neuen Formulierungen, mit immer höherem Wissen und Verständnis.

Die Energien der III. Strahles erschaffen die sichtbaren Welten und bringen immer neue Zivilisationen hervor. Es sind die drei Göttlichen Strahlen-Energien: des Willens, der Liebe und der Intelligenz, die das sichtbare Leben ermöglichen. Durch sie sind die Formen entstanden, wurden mit Eigenschaften beschenkt und durch das  Sehnen, das Wachstum ermöglicht. Die Energien der Intelligenz sind jene strömenden Energien, die durch die Kraft der Gedanken, entweder selbstsüchtige oder aufbauende Energien zur Wirkung  bringen. So ist eine immer klarere Denkfähigkeit die Voraussetzung für ein wachsendes Verständnis, das uns den Quellen der spirituellen Kräfte und Erkenntnisse, immer näher bringen kann.

Doch, Wachstum verlangt auch die Formveränderung. Nur eine aufgebrochene Hülle kann den Weg, von all den festgefahrenen Gedanken, Ansichten und Gewohnheiten, für die Erweiterung freimachen. Dieses Prinzip lebt uns das Naturreich vor. Es entfaltet sich durch seine ständige Veränderung, um für die verschiedensten Ebenen des Lebens, die Qualitäten der Farbe, der Düfte und der ernährenden Speisen, immer und immer wieder von neuem hervorzubringen. Die Qualitäten des Mineralreichs sind jene grossen Energien, die in viele Bereiche des Lebens strömen und laden mit ihren Energien alles auf, was sie mit ihren strahlenden Kräften berühren.

Das Studium der Strahlen lehrt uns die Ganzheit, die Verbundenheit und Zusammengehörigkeit allen Lebens. Es vermittelt uns das Wissen, dass zwischen allem Leben und allen Menschen, unsichtbare Ströme für einen ständigen Energieaustausch sorgen. Gibt uns das Wissen, die Hinweise und ein grösseres Verstehen, über das Zusammenwirken allen Lebens.

Wie viele Erfahrungen brauchen wir, bis wir bereit sind, hinter dem Sichtbaren, ein wirkendes Licht anzunehmen. Bis wir mit den Impulsen unserer innersten Qualitäten bewusst verbunden sind.

Der Geist sucht ständig die Verbindung mit unseren Gedanken, um durch unsere Dreiheit, das Licht auf unsere Wege und damit in die Welt zu strahlen!

 

Die Liebe ist die Qualität des Lebens - Gedanken 2018 Juni 15

Die Liebe ist die Qualität des Lebens

Durch die zwei grössten Lichtstrahlen, den göttlichen Willen und der göttlichen Liebe, strömen die beiden Haupteigenschaften Gottes. Der Wille, der die Formen der sichtbaren Welt erschafft, und die Liebe, die die Formen der sichtbaren Welt mit Essenz erfüllt.

Die Liebe ist der Impuls zum Verlangen, die Kraft der Anziehung, die Fähigkeit, das an sich zu ziehen, was man liebt. Im Verlangen ist eine magnetische Kraft verborgen, ein Grundimpuls, der die Wünsche erfüllen lässt, um durch Erfahrungen einen weiteren Wachstumsschritt zu ermöglichen.

In allen Formen, in jedem Körper, in allem was lebt, ist ein Bewusstsein verborgen, ein  empfindsamer Mechanismus, der jedes lebende Geschöpf – von den Kristallen bis zu den Sonnensystemen – auf seine Umgebung reagieren lässt. Und diese Reaktion ist nichts anderes, als eine, im Wachstum befindliche, verlangende Liebe.

Jeder Körper ist ein „Kontaktmittel“, durch welches die Möglichkeit der „Erfüllung“ erfahren werden kann, um auf immer neuer Ebene, die Liebe und das Bewusstsein zu erleben. Diese magnetische Kraft des Verlangens nach Licht, ruft im Pflanzenreich Wachstum hervor und ermöglicht neue Verbindungen. Im Tierreich ruft das Verlangen neue Lebensformen hervor, wodurch die ständige Weiterentfaltung entsteht. Ein Prozess, aus dem immer neue „Formen/Körper“ resultieren,  die, durch die wachsende Empfindungsfähigkeit, immer stärkere Reaktionen ermöglichen. So bringt das Gesetz der Anziehung, durch die ständige Wandlung, immer neue Qualitäten hervor.

Auf diese Art lenken die Bewusstseinsvorgänge, in allen Naturreichen und in allen Formen, die Aktivitäten des Lebens. Durch die Sehnsucht, ein inneres Verlangen zu befriedigen, entsteht Wachstum und Entwicklung. Es zeigt auch so klar, dass die Hauptimpulse des Lebens, die Reaktionen auf die Empfindungsebene sind. Der Wunsch, die Sehnsucht, der primäre Drang nach Wachstum, setzen die Ebene des Willens in Aktion und lassen die Formen und deren Veränderungen entstehen. Das ist der Weg der Veredelung in allen Reichen des Lebens. Der Wille, als Lebensimpuls und die Liebe als Empfindungsfähigkeit. Die beiden sind sich gegenseitig ergänzende Aktivitäten, wodurch neue Formen, neue Möglichkeiten, neue Erfahrungen und neue Qualitäten entstehen.

Darum ist sowohl der Wille, als auch die Liebe, nur ein Teil einer Ganzheit, und keiner ist für sich allein schöpferisch wirksam. Nur die Zusammengehörigkeit der beiden ermöglicht den Prozess der Erfahrung, dessen Resultat die Veränderung ist. Wille und Liebe sind die Grundtakte des Lebens.

Und in uns? Was zieht uns an, wo liegen in uns die Werte, die wir erlangen möchten? Sind sie auf der Ebene der Taten oder im Bereich der Emotionen? Sind es Wünsche, um etwas oder jemanden zu besitzen, oder haben wir das Bedürfnis, Liebgewonnenes festzuhalten? Leiden wir noch durch eine verlangende Liebe oder üben schon die verstehende Liebe? Wenn unsere Liebe noch stark mit den Bedürfnissen des Habens verbunden ist, und wir noch starke Sehnsüchte und Verlangen in uns tragen, können die Unerfüllbarkeit unserer Wünsche uns leicht in eine passive, von den Lebensimpulsen nicht durchflutete, Ecke des Lebens drängen, das Leiden hervorruft.

Vieles können wir über uns erfahren, wenn wir bereit sind, unsere „Zielpunkte“, das was uns anzieht, genauer anzuschauen. Wir könnten uns selbst erkennen an dem, was wir erreichen möchten, in dem Lebensbereich, der unsere grösste Aufmerksamkeit anzieht.

Die zunehmenden Energien der Liebe, in unserer ganzen Erdatmosphäre, lassen auch in der ganzen Menschheit die Verstärkung des Verlangens entstehen, und verändern die Reaktionen auf dem Gebiet der Sexualität. Denn, Liebe wie Sexualität bedeutet, in Beziehung zu treten und eine Beziehung ist nichts anderes, als eine Wechselwirkung. So ist jede Verbindung eine Beziehung. Ob sie zwischen Gott und seinem Universum, zwischen Gott und den Menschen, zwischen einem Menschen und seiner Seele oder zwischen zwei Menschen stattfindet.

Heute haben wir die Möglichkeit, eine neue Interpretation der Liebe, eine neue Form von Beziehungen zu erproben. Mit anderen Worten: wir beginnen eine „echte Wechselwirkung“ in unseren Verbindungen entstehen zu lassen. Eine wirkliche Beziehung, eine Beziehung auf mehreren Ebenen, und nicht nur körperliche oder zweckorientierte Verbindungen. Denn nur die Vereinigung, die auf allen drei Ebenen – der physischen, emotionalen und mentalen – möglich wird, ist die vollkommene Verbindung, die wahre Ehe, die wirkliche Verschmelzung zweier Seelen.

Die ersten Schritte in diese Richtung  sind natürlich Aktivitäten, die jene Formen sprengen, die diese Veränderungen nicht zulassen können. Das Resultat wird eine vorübergehende, „gesellschaftliche Unordnung“, ein Chaos, was immer eine notwendige Voraussetzung ist, wenn wir in unsere Beziehungen neue Formen von Verbindungen verwirklichen möchten.

Denn, erst durch eine entstandene Unordnung kann Veraltetes aufgelöst werden, erst, wenn eine Leere entstanden ist. Nur ein Leerraum kann Platz für etwas Neues schaffen. Die Leere ist wie zwei offene Arme, die bereit sind das Kommende zu umarmen. Eine entstandene Leere ist jene Stille, die ein Tor werden kann, für ein noch unbekanntes Reich, eine Welt, die hinter dem sichtbaren und dem Bekannten tief in uns verborgen liegt.

Auf diese Weise beginnt jeder neue Weg mit dem „Schritt nach innen“, der uns durch das Tor der Stille in einen Bereich führt, wo wir zuhören können. Wo wir von Empfindungen und Gedanken berührt werden, die wie leuchtendes Licht unsere „Strassen“ erhellen und uns durch das grösste Chaos des Lebens, sicher führen kann.

Erst  die Einswerdung mit unserer Ganzheit – mit unserem eigenen Willen und Liebe – wird in uns eine neue, wie eine grössere Fähigkeit, sowohl für das Leben, wie auch für die Liebe hervorbringen!

 

Der Wille ist eine kreative Kraft - Gedanken 2018 Juni 1

Der Wille ist eine kreative Kraft

Der göttliche Wille, der alles Leben hervorruft, ist in allen Formen der wirkende Geist, der pulsierende Rhythmus, das ständig wachsende Leben. Und, wenn die schöpferische Kraft, wie ein fürsorglicher Vater, uns doch durch Schicksale führt, die unsere Vorstellungen, Gewohnheiten und Wünsche vernichtet, wird unsere Einstellung das Entscheidende sein, ob wir diese Berührung als „Gefahr“, als „Bedrohung“ oder als „Einengung“ unseres eigenen Machtbereiches betrachten.

Wir alle – sowohl als Einzelne, wie auch die gesamte Menschheit – erleben manchmal Zeiten, in denen, wie bei einem starken Sturm, Altes, Enges, Verhärtetes und Abgesondertes verändert wird, wenn unsere Schritte, für die Wege der Seele, schon hinderlich geworden sind. Wenn wir noch immer in alten „Formen“ leben, die ihre Zeiten schon längst überdauert haben,

Doch, im „Willen Gottes“ die Fürsorge zu erkennen, fällt uns heute noch schwer. Das ist auch einer der Gründe, warum eine rein materialistische Zivilisation entstanden ist, die die Werte in der sichtbaren, vom eigenen Willen übersichtlichen Welt sucht. Das Ziel, menschlicher Bemühungen, betrifft  heute fast ausschliesslich das physische Wohlergehen, die Bequemlichkeit und die Freude des materiellen Besitzes.

Zwei Willen leben in uns heute. Auf der einen Seite – durch unsere Seele – ist die, den Fortschritt und das Wachstum unterstützende kosmische Willenskraft, und auf der anderen Seite unsere selbstbehauptende, mit Festhalten beschäftigte, eigene Willensenergie. Mit ihr lernen und üben wir unser eigenes „Feuer des Willens“, durch all die Konfrontationen, durchzusetzen, unser „Schwert“, das heisst unseren Mut, Kraft und Entscheidungsfähigkeit, durch das Feuer der Erprobung zu stählen.

Ein starker Willensimpuls ist ein starker Vitalstrom, eine Fähigkeit und Bereitschaft zum Kämpfen, um unseren wichtigsten Ich-Bereich zu unterstützen. Denn, der Wille, der den höchsten göttlichen Aspekt darstellt, repräsentiert, auch in uns, den höchsten und stärksten Lebensausdruck. Er zeigt, wo wir im Leben die Werte setzen, was in unserem Leben, das Wertvollste ist. So wird es verständlich, dass in den Zeiten der Änderungen, vor allem jene Mauern als erste einbrechen, die wir, mit unseren stärksten Energien, noch immer aufrecht erhalten möchten.

Oder, sind unsere Energien des Willens, in diesem Leben, noch gar nicht erwacht? Ist dieser so wichtige Lebensimpuls in uns noch durch eine „alte Angst“, und damit durch eine unbewusste „Weigerung“ für dieses Leben, noch blockiert? Eine, mit Angst verbundene, unbewusste Erinnerung kann durch viele Leben lang verhindern, dass wir unseren eigenen Willen einsetzen, dass wir für unser Leben die Eigenverantwortung  übernehmen.

Dagegen ist der Ehrgeiz  eine der „dichtesten“ Formen des Willens. Er ist ein Lebensimpuls – für Nahrung, Wohnung und all das „Notwendige“, für sich und für die Seinigen zu erringen – die beim Urzeit-Menschen schon derselbe war, wie es heute beim modernen Geschäftsmann ist, der den Gipfel finanziellen Gewinnes anstrebt. Nur, unsere Entschlossenheit und Konzentration, mit einem enormen Kraftaufwand, dienen heute vor allem für die Befriedigung unseres materiellen Verlangens.

Erst, nach langen Zeiten der Willenseinsätze, wird in uns ein Gefühl des Überdrusses entstehen, woraus der Wunsch erwachen kann, die Energien des Willens auf „eine höhere Oktave“ zu heben. Ein Bestreben, dass wir unsere Energien „schöpferisch“, und auch zum Wohle anderer, einsetzen. Das wird der Beginn jenes Weges sein, auf dem wir ein bewusstes, geistiges Wachstum nicht nur für uns, sondern auch zum Fördern anderer, einsetzen möchten.

Die Schritte des geistigen Wachstums führten in den vergangenen Jahrtausenden, auf den Wegen des „Glaubens“. Daraus entwickelte sich ein Verlangen nach den göttlichen Qualitäten und wir lernten, mit unserem ganzen Willen, einem Glauben zu dienen, uns einem Glauben ganz hinzugeben. Als nächster Schritt ermöglicht uns unsere Jetztzeit die Freiheit, dass wir die Wege unseres Wachsens selber wählen dürfen. So lernen wir ein immer bewussteres und innovatives Leben zu führen, wodurch die Impulse des göttlichen Willens, unsere konzentrierten Denkbereiche befruchten. So möchten wir auch nicht mehr in einer erwartenden Glaubenshaltung verharren, und nur  kritisierender Zuschauer unserer Welt sein. Unsere erwachende Intuition lässt in uns ein immer weiteres Wissen entstehen, und dadurch die Bereitschaft, ein aktiver Erbauer der kommenden Zeit zu sein.

Der Wille, die kreative und gestaltende Kraft, ist Mut und Bereitschaft, und auch die Fähigkeit Grenzen zu überschreiten. Unser Wille lernt, die Angst vor einer Veränderung zu überwinden und erkennen, dass bei all unseren Schritten, es immer die Seele ist, die lernt ihre Wege zu gehen. In jedem Leben, und in all den Stadien eines Lebens, ist immer die Seele, die Erfahrungen machen und dabei wachsen möchte! Und, wenn wir unsere Illusionen, dass die Ziele des Lebens die „Materie“ ist, schon loslassen konnten, werden uns „das ewig werdende Leben“ nicht nur bewusst, wir werden auch fähig sein, das ständig wachsende LEBEN, mitzugestalten.

Der Wille ist göttliche Schöpferkraft, ist Leben im Keim, ist Gehen und Wachsen, doch wohin es uns führt, wie wir unseren Willen einsetzen – ausschliessend oder einschliessend, Mauern- oder Strassen bauend – wird allein in unseren Herzen entschieden.

 

Erkenne Dich und deine Wege in den Strahlen des Lichts - Gedanken 2018 Mai 15

Erkenne Dich und deine Wege in den Strahlen des Lichts

Wir haben zwei Ich in uns, wir sind Mensch wie auch Seele. Wir haben einen vergänglichen Körper und eine ewige Seele, einen dichtphysischen und einen feinstofflichen Körper, Familie hier auf Erden wie auch im Himmel. Für unsere dreifache Persönlichkeit ist die Entfaltung unserer Fähigkeiten das Ziel, für unsere Seele der immer bewusstere Kontakt mit dem führenden Geist. So leben zwei grund- verschiedene Wesen in uns, mit verschiedenen Bedürfnissen, Wünschen, Fähigkeiten und Gaben.

Als Seele sind wir ein kleiner Licht-Strahl, geboren aus einem grossen Licht, ein kleiner Funke einer kosmischen Schöpfungskraft. Wir sind ein mitwirkender Atem bei der Gestaltung des werdenden Lebens und, entsprechend unserer Fähigkeiten – die wir Leben für Leben beleben – haben wir die Möglichkeit, eine sich erneuernde Welt mit zu erbauen.

Unsere Dreiheit, aus Wille/Kraft, Gefühle/Empfindung, Gedanke/Intuition, aus dem Erbe der göttlichen Dreiheit, ist unsere schöpferische Gabe. Die drei Lebens-Energien – Wille, Liebe, Intelligenz – sind auch die drei grossen Energie-Strahlen, die das Leben hervorrufen, beleben und begleiten. Es sind die Strahlen des Lichts, die unsere Wege aufzeigen, begleiten und unterstützen.

Jeder einzelne Mensch und jede einzelne Seele gehört zu einer dieser Lichtenergien und damit verbunden mit einem dieser göttlichen Lichter. Doch es gibt auch unzählige Energie Abstufungen, Schattierungen und Vermischungen und jeder Strahl vermittelt eine besondere Fähigkeit, deren Qualität mit unserer  Reife verbunden ist. Die sieben Grundenergien des Lebens werden als Lichtstrahlen durch die Spektralfarben sichtbar, wie: rot, gelb, orange, grün, blau und violett, und die Farbe, die alle zusammenfasst, Indigo.

Die drei Hauptenergien, die drei göttlichen Eigenschaften, – 1. Wille, 2. Liebe, 3. Intelligenz – sind die drei grossen Strahlen, die die göttlichen Qualitäten vermitteln. Ihre Energien sind:  1. Rot, 2. Blau, 3. Gelb. Die weiteren vier Strahlen betreffen das sichtbare, physische Leben und strömen in den Farben:  4. Grün - Harmonie durch Konflikt, 5. Indigo - Konkretes Wissen, 6. Orange – Hingabe, und 7. Violett – Organisation, die verbindende Kraft.

Mit welcher dieser Energien sind wir bewusst verbunden? Welche Farbe leben wir und lassen von uns nach aussen strahlen? Bei grossen inneren Ungleichheiten könnte es schon sein, dass die Seele von uns einmal verlangen wird, dass wir auch unsere „schwächste Seite“ in die Hände nehmen, auch ihr zum Wachsen verhelfen.

Unsere moderne Wissenschaft hat, von der sichtbaren Welt, schon viele Kenntnisse, und die esoterische Wissenschaft weiss schon viel über die Natur der inneren Energien. Verbinden wir einmal diese beiden Wissensrichtungen, wird daraus eine neue Wissenschaft entstehen, und der Mensch, als wirkende Seele, grosse Fortschritte machen.

Denn, für den Menschen von heute birgt die äussere Welt, mit ihrem sichtbaren Leben, nur noch wenige Geheimnisse. So sind es mehr die subtilen Dinge unserer physischen Welt, die für uns noch verschlossen sind, und sie sind es, die es nun zu entdecken gilt. Der kommende 7. Strahl, mit seinen klaren Energien für  Ordnung und Gleichgewicht, wird uns die grösseren Zusammenhänge des Lebens lehren. Die Energien des grossen 7. Lichtstrahls, mit seinen Fähigkeiten „Gegensätze zu verbinden“, wird uns helfen, die ätherischen Ebenen zu erkennen und dieses Wissen auch in unseren Alltag zu integrieren.

Haben wir schon erkannt, dass in einem Leben, die Entfaltung der Persönlichkeit der Weg und das Wachstum der Seele das Ziel ist, wird unser Leben mit jedem Tag heller, klarer und leichter sein. Es wird für uns eine Selbstverständlichkeit sein, dass auf unserer Erde, die Sonne nicht überall gleichzeitig wahrgenommen werden kann, dass die Zeiten der Schatten zum Leben gehören. Dass unsere Licht und Schatten Erfahrungen wichtige, unsere Fähigkeiten stärkenden, Rhythmen sind, die uns lehren, unsere Aufmerksamkeit, mal nach innen und dann wieder nach aussen zu wenden.

Rhythmus ist der Weg des Werdens, die sichtbare Entfaltung einer wirkenden Liebe. Der Rhythmus des Lebens ist der Herzschlag des Kosmos, die sichtbar gewordene Liebe Gottes. Lebendig sein heisst, mit der strömenden Kraft der Liebe mitzuschwingen, sich tragen und führen lassen. Die sich wandelnden Werte annehmen und das noch Unbekannte begegnen.

Und wenn wir zulassen, dass unsere Seele, nicht nur unsere Schritte begleitet, sondern auch ihre „Flügel“ ausbreitet, wird sie uns in immer höhere Höhen mitnehmen, wo die strömende „Luft“ uns mühelos, und immer weiter, über die sichtbaren Grenzen hinaus, emporhebt.

Unendliche Fähigkeiten können wir in uns entfalten, wenn wir als Seele und Mensch, eng verbunden die Wege der Entfaltung gehen, und all das Zurücklassen, was uns einengt und zurückhält, damit unser wahres Wesen sich ganz entfalten kann.

Unsere Schritte sind die Rhythmen unseres Herzens, denn der Weg führt uns heimwärts, Richtung Quelle der Liebe und des Lichts.

Unsere strahlende Seele - Gedanken 2018 Mai 1

Unsere strahlende Seele

Unsere Seele strahlt und leuchtet in hellen Farben, weit über unseren Körper hinaus. Sie ist eine Verbindung von geistiger und materieller Energie, einst aus einer göttlichen Lichtquelle geboren. Ihre Eigenart erhält sie von einer der sieben göttlichen Strahlenqualitäten mit dem Ziel, durch die Erfahrungen in der Materie, das eigene Licht, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern.

Unsere Seele ist ein Funke aus dem schöpferischen Feuer Gottes, ein Lichtstrahl aus seinem strahlenden Licht, ein Gedanke aus seiner unendlichen Weisheit. Als Kinder des Vaters möchten wir seinen Willen, seine Liebe, seinen Plan auf Erden verwirklichen. Aber, wie können wir unser Vorhaben, unsere Gefühle, unsere Gedanken in einer materiellen Welt verwirklichen?

Als Seele brauchen wir einen Partner aus dem Stoff der Erde, damit wir durch ihn die Welt berühren können. Doch, jede Form und jeder Körper, aus der sichtbaren Welt, trägt schon die Energien seiner bereits erlebten Erfahrungen in sich, durch all die Zeiten des Werdens, durch die bereits erlebten Ängste, Wünsche, Bedürfnisse.

So wird aus den Begegnungen von Seele und Körper, von Himmel und Erde, der Unendlichkeit mit der Begrenztheit, ein Lernweg! Wie viele Leben brauchen wir allein für unseren inneren Frieden, bis unsere innerste Partnerschaft funktioniert, bis wir, Seele und Persönlichkeit, beginnen zusammen den Plan Gottes, das Licht auf Erden leuchten zu lassen?

Unsere Seele, als Lichtträger und Lichtvermittler, führt die Persönlichkeit, unsichtbar an den Händen haltend, während unseren langen Erdenwanderungen auf den unterschiedlichsten Wegen. Dieses „Kind Gottes“, unsere Seele, ist unsere wesenstiefste Eigenart, unser empfindsamster Energiebereich und unser Verbindungsglied zwischen Geist und Materie, die uns lehrt, die Botschaften des Geistes wahrzunehmen und zu erkennen.

Sie ist auch unabhängig von einem festen Körper und lebt in ihrer ätherischen Hülle, in unserem sogenannten „Ätherischen-Doppel“, das unsere feinstoffliche Hülle um uns ist. Von dort wirkt und beeinflusst die Seele unseren Körper durch unsere sieben feinstofflichen Zentren (Chakren). Diese Gedanken lassen uns auch erkennen, dass die Durchlässigkeit unserer Körperzentren bestimmt, auf welche Art wir unsere Seelenverbundenheit erleben.

Unsere Seele hat auch, gleich unseres physischen dreifachen Naturels,  drei Wesensarten,

- Sie hat eine Vitalkraft, gleich wie die Energien im Mineralreich,

- Empfindungsfähigkeit, wie es auch das Pflanzenreich aufweist,

- und Qualität für eine höhere Form des Denkens, das die höhere Liebe ermöglicht.

Die menschliche Seele ist eine göttliche Wesenheit und durch ihre vorhandene Dreiheit kann sie, sowohl mit den unteren Naturreichen, wie auch mit den oberen Reichen des Geistes in Verbindung treten.

Aber, nach langen und vielen Erfahrungen kann es geschehen, dass in uns ein Gefühl erwacht, dass wir das Leben und die Welt, auch schon allein und selbst, beherrschen können. Doch, eine absolute Identifikation mit unserem Körper, mit dem Durst nach Erfolg und Macht, mit dem Hunger nach „Haben“, mit dem Bedürfnis, alte Gewohnheiten zu bewahren, verunmöglichen wir der Seele in unser Bewusstsein zu steigen.

Alle unsere Wege sind Erfahrungswege. Und, wenn eine Erfahrung einmal zu Ende geht und wir durch das Schicksal „die Zeiten der Not“ begegnen, erleben wir eine darauffolgende Umbruchphase, aber auch die Möglichkeit, alte Seelenfreunde zu treffen, die uns die Notwendigkeiten  des Loslassens helfen zu erlernen.

Nach jedem absolvierten Schritt berühren wir eine noch tiefere Wesensschicht unserer Seele, dessen Folge ein nächster Wachstumsschritt ist. Denn, die Entwicklungswege führen uns durch viele Tal und Berg Erfahrungen, licht- und schattenvolle Wege, zu den Zielen der Seele.

Die Energien der Seele sind mit einer der sieben göttlichen Energien verbunden, die ihr auch ihre besonderen Fähigkeiten, Eigenart, Qualität und Farbe vermittelt. Doch die Fähigkeit, Freude und Licht in die materielle Welt zu bringen trägt jede Seele schon in sich, wie auch ihre schöpferische Kraft, die Wege der Evolution helfen zu verwirklichen.

So entsteht wieder und wieder ein neuer kleiner Stern, der leuchtend über die Erde strahlt.

 

Die Strahlen des Lichts - Gedanken 2018 April 15

Die Strahlen des Lichts

Wie viele Namen haben wir schon Gott gegeben? Durch all die verschiedenen Epochen, in den unterschiedlichsten Kulturen, mit jedem neuen Schritt, sahen wir die Wahrheit von einer anderen Seite, fanden einen neuen Namen und einen neuen Weg als zutreffend und richtig.

Wir nennen Gott auch den Schöpfer, Erbauer der Welten, „Quelle allen Seins“, weil wir spüren, dass es ein grosses Wesen sein muss, eine immense Kraft aus Liebe und Weisheit, die das Leben hervorruft und begleitet. Aber, wie könnten wir all das in einem Namen, in einem Wort zusammenfassen? Wie schwierig ist es schon zu erklären was LEBEN ist. Noch schwieriger ist es zu formulieren was LIEBE ist. Wie könnten wir dann begreifen, was GOTT ist?

Schon die Liebe unserer Eltern, Partner, Kinder können wir nicht mit einem Wort ausdrücken. Wir erleben ihre Liebe durch ihre Taten, durch den Klang ihrer Stimme durch das, was sie „ausstrahlen“. Die Bedeutung von Liebe ist nicht formulierbar. Liebe ist nur erlebbar. Wie könnten wir dann eine so grosse Liebes-Ausstrahlung, wie diejenige eines göttlichen Wesens, mit einem einzigen Namen beschreiben oder verstehen. Wir können die göttliche Aus-Strahlung nur „er-leben“ und ihr, durch die Vielschichtigkeit des Lebens begegnen.

Gott können wir nur durch unsere innere Vision wahrnehmen, wenn das „innere Auge“ für die geistige Schau schon erschlossen ist. Wenn wir anfangen, mit unseren Herzen zu lieben und unsere Gedanken bereit sind, das Erschaute auch zu akzeptieren. Erst dann beginnen wir das Licht zu sehen und damit auch Gott.

Um die Energien der göttlichen Aus-Strahlung etwas besser zu verstehen wurden uns, vor langer Zeit, die Gedanken von den sieben göttlichen Strahlen gegeben. Die sieben Strahlen des Lichts, durch welche die sieben primären Eigenschaften der Lebensenergien fliessen. Durch diese Energien entstehen auch die Sonnen und die Planeten, wie auch all die verschiedenen Naturreiche.

Aber, die Strahlen sind nicht nur Kanäle, durch die „alles Sein flutet“, sie sind auch Einflusskräfte, die den Wechsel der Zeiten ermöglichen. Sie sind zuständig für das Hervortreten der verschiedenen Kulturen, Tierarten und Pflanzentypen, wie auch für jene Zeiten, in denen eine Veränderung im Denken der Menschen eintritt. Diese siebenfachen Energien entsprechen ebenso den sieben verschiedenen Grundbereichen des Lebens. Sie sind konzentrierte Energien, die den göttlichen Entwicklungsplan hervorrufen und ermöglichen.

Diese Energien sind in ständiger Bewegung und Zirkulation, wodurch das fortschreitende und zyklische Geschehen, die wechselnde Intensität des Lebens ermöglicht wird. Von der Wirksamkeit eines bestimmten Strahles, in einer bestimmten Epoche, hängt auch die Eigenart der Zivilisation ab, ebenso wie die Art jeder Erscheinungsform. Der Bewusstseinsgrad der Seelen, die während eines Zeitraums auf die Erde kommen, hängt mit dem Entwicklungsthema einer Zeit zusammen. Die sich verkörpernden Seelen reagieren, mit ihren bereits erreichten Fähigkeiten, auf die besondere Eigenart und Zielrichtung eines vorherrschenden Strahles. So rufen die unterschiedlichen Energien die unterschiedlichen Seelen zur Inkarnation.

Auch all die Sonnen, als grosse Lichtwesen, mit ihren strahlenden „Körpern“, sind sowohl Empfänger für eine bestimmte Strahlenqualität, wie sie das Erhaltene, auch ihren Planeten weiter leiten. Jeder sichtbare Körper, ob gross oder klein, ist eine Verkörperung eines Lichtwesens, im Bestreben, das Licht immer klarer durch den eigenen „Körper“ weiter strahlen lassen, ob es ein solarer, planetarer oder ein menschlicher Körper ist.

Alle Seelen wirken und „wandern“, als kleinere und grössere Gruppen, zusammen. Die Zusammengehörigkeit und das Zusammenwirken eines Systems ist identisch, im Kleinen wie im Grossen. Wie auch die grossen Sonnensysteme, die Sonnen mit ihren begleitenden Planeten, werden durch eine starke Wechselbeziehung zusammengehalten. Im okkulten Sinne formuliert, „Sie wandeln zusammen auf dem Pfad“. Denn, „das Tor, zum Reich Gottes, öffnet sich nur, wenn eine Seele nicht mit leeren Händen will eintreten, sondern hält die Hand des Bruders, in ihren Händen.“

Jede Lebensform, sei es eine Sonne, ein Planet, ein Mensch oder eine kleine Blume, wird von verschiedenen Energieströmen erfüllt, die auch eine ganz bestimmte Energiequalität darstellt. So ist jedes Leben bemüht, das strahlende „Licht“ immer bewusster zu empfangen, um es immer vollkommener weitergeben zu können.

 

 

Die Lichter des Himmels weisen den Weg - Gedanken 2018 April 1

Die Lichter des Himmels weisen den Weg.

Eine Zeitenwende

Wir leben heute in einer Zeit der Erneuerung. Neue Ideen und neue Gedanken beginnen wir schon vermehrt zuzulassen und bemühen uns, einen besseren Zugang für das noch Ungewohnte zu finden. Wenn auch so manche noch Mühe haben mit dem Andersartigen, mit dem Neuen, weil ihre Wesensart nach Sicherheit, nach Beständigkeit verlangt.

An einer Zeitenwende dabei zu sein ist ein Geschenk. Wir haben uns darauf, auch schon durch viele Leben, vorbereitet, um unseren kleinen, aber wichtigen, Anteil dazu zu leisten. Denn wie das Wasser, das grosse Schiffe trägt, aus vielen kleinen Wassertropfen besteht, und wie die Erde, die den Samen reifen lässt, sich aus vielen kleinen Erdkrummen zusammensetzt, so ist auch unsere Bereitschaft ein Beitrag, um das Neue, das Kommende zu ermöglichen.

Und die Neuzeit will auch geboren werden. Die Vorbereitungen dazu waren schon unsere vielen vergangenen, „suchenden“ Leben, die uns durch verschiedene Hautfarben, Kulturen und Religionen in dieses Heute führten. Wir übten schon in zahlreichen Inkarnationen, nicht nur das Wissen auf immer neue Art zu formulieren, sondern übten auch, mit Ruhm und Erfolg umzugehen, genauso, wie auch Not und Entbehrungen erfahren und auszuhalten.

In welche Richtung will dieses „Neue“, und was bedeutet „Wachstum“ für uns? Wie oft stellen wir diese Frage, nach innen lauschend, auf Antwort wartend! Eine erste Erkenntnis wird möglich, wenn wir beobachten, was uns leicht und was schwer fällt. Dadurch werden uns nämlich alte Gewohnheiten, Fähigkeiten oder Abneigungen bewusst, die uns wahrscheinlich, schon seit vielen Leben, recht vertraut sind. Das Schicksal unterstützt immer unsere Entwicklung und bringt uns Zeiten des Alleinseins, um der „Quelle des eigenen Wesens“ zu begegnen, um eine veränderte Einstellung gegenüber dem Neuen, wie auch zu unseren alten Werten, erleben zu können.

In solchen, auf Wachstum ausgerichteten Leben, erleben wir oft Momente, wo wir spüren, dass etwas zu Ende geht. Es ist dann, als hätten wir eine Etappe bereits absolviert, die uns nun erlaubt weiterzugehen. In solchen Zeiten brauchen wir aber sehr viel Mut, weil wir an einer neuen Schwelle des Lebens stehen und dabei gleichzeitig, mit noch nicht verarbeiteten, alten Themen in uns, konfrontiert sind.

Unsere Erde ist zurzeit von zwei grossen und verschiedenartigen Energien gleichzeitig umhüllt, wie das alle zwei, bis zweieinhalb Jahrtausende – wenn eine Energie des Lichtes von einer anderen abgelöst wird – immer der Fall ist. So wird auf unserer Erde der Einfluss der abziehenden Energie immer schwächer und die kommende nimmt in ihrer Wirkungsfähigkeit ständig zu. Diese, sich regelmässig verändernde Energiehülle um unsere Erde, beeinflusst und verändert alle Formen des Lebens. Das erleben wir nicht nur durch unser eigenes Schicksal, sondern auch durch die verschiedenartigsten Geschehnisse, die auf der ganzen Welt bereits erfolgen.

In den vergangenen zwei Jahrtausenden wurde unsere Erde von den Energien Idealismus und Hingabe umhüllt. Wir lernten, uns für ein ideelles Ziel ganz hinzugeben. Durch viele Leben lernten wir, bereit zu sein für eine Idee nicht nur zu leben, sondern zu kämpfen, und wenn es verlangt wurde, auch zu sterben. Wir lernten Helden zu sein. Jetzt, an der Schwelle eines neuen Zeitalters, berühren uns ganz andere Werte und ganz neue Denkformen. Die erdumhüllenden Energien des Lichtes strahlen bereits die Qualitäten des kommenden, grossen Wassermann-Zeitalters. Diese neuen Energien des Lichts sind mit dem Gesetz der Anziehung verbunden, das der ureigene Impuls des Lebens ist. Die Sehnsucht nach Vereinigung, nach Verbindung, nach Einssein, auf allen Ebenen des Lebens. Doch, diesem Impuls der Erkenntnis der einen Menschheit, stehen noch unser vorhandener Kampfgeist und die persönlichen „hohen“ Ideale, gegenüber.

Doch die neuen Energien, unserer neuen Epoche, ermöglichen den neuen Entwicklungsschritt. Die neuen Energien lehren uns, zu unseren bereits vorhandenen Fähigkeiten neue dazu zu reihen, die dann gleichzeitig Grundlagen für unsere zukünftigen Erfahrungen werden. So sind die Zeiten der Veränderungen, mit ihren Erneuerung und Fortschritt auf allen Ebenen des Lebens, in Wirklichkeit „Geburtszeiten“. Denn, die Evolution aufzuhalten war noch niemals möglich, und wir würden damit nur unsere Geburtswehen verlängern.

Die Energien des Lichtes, die in zyklischen Berührungen alles Leben immer wieder durchströmen repräsentieren die kosmischen Gesetze, in denen auch unser eigener Werdegang eingebettet ist. Sie sind nicht nur Impulse für unser Wachstum, sie beeinflussen alle Bereiche des Lebens. Sie erweitern die Gedanken, verändern unsere Wege zu Gott, die Natur, die Farben der Blumen, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die verschiedenen Energien des Lichtes sind nicht nur Begleiter, sie sind auch Erzeuger und Gestalter auf allen Ebenen des Lebens, wie das „Die Geheimlehre“ so formuliert:

Siebenfach manifestiert sich Gottes Liebe,

siebenfach sind die Farben des Einen, wenn er sich verwirklicht,

siebenfach ist das Werk,

siebenfach die Energien, und

                                                                        siebenfach der Weg zurück zum Zentrum des Friedens.

Gespräch mit Gott

Hallo mein Gott, wo bist Du?

 

Hallo, mein Gott, wo bist Du? Ich such Dich doch überall,

am Abend in der Stille und auch, wenn der Morgen erwacht.

Du bist meine Sehnsucht, mein  Himmelszelt,

das mich bewacht und beschützt, und die Richtung meiner Schritte weist.

 

Du bist die Mutter, die das Kind an den Händen führt,

und das Gefühl, dass Du mich immer wieder sanft berührst.

Ich suche Dich in der Weite und in den Tiefen meiner Seele,

in der Unendlichkeit der Wüste und über den Felsen hoher Berge.

 

Doch Deine Güte Gott, spüre ich überall,

und Deine tröstenden  Worte, sind mein innerer Widerhall.

Ist mein Herz schwer und das Leid gross,

spüre Deine Hände, und wird ertragbar das Los.

 

Doch warum brauchen wir das Leid? Die Dunkelheit der Nacht?

Die Traurigkeit und die Angst, bis ein Morgen wieder erwacht?

Und deine Liebe zu verstehen und auch spüren,

wenn wir unseren Körper nur noch als Schmerzen fühlen?

 

Oh mein Gott, lass mich verstehen und begreifen,

dass der Weg ist lang, vom Kind, ein Erwachsener zu werden.

Wir möchten noch spielen, doch es ist Zeit,

dass wir lernen, im Leben verantwortlich zu sein.

 

Sag mal mein Gott, kann es doch sein,

dass Du gar nie fort warst und immer mein,

dass Du bist mein Morgen und auch meine Nacht,

mein erwachendes Licht, doch auch die Dunkelheit die mich bewacht?

 

Meine Sehnsucht, meine Hoffnung, wenn der Frühling erwacht,

wenn aus dem klirrenden Eis, wird wieder ein Bach,

und die durstende Erde spriesst und erwacht,

ja, dann spüre ich auch Dich Gott, wieder ganz nah!

 

Denn, ich weiss, Du bist all das, was uns umringt und nährt,

liebt, erfreut, ermutigt und trägt.

Muss Dich gar nicht suchen, nur an Deine Nähe vertrauen,

Du kommst ja zu mir, in all meinen Träumen.

 

Du bist das Leben und ich begegne Dich,

durch all die und all das, was der Tag so bringt für mich.

Und wenn ich auch übe, ein Erwachsener zu werden,

in meinem Herzen bin ich glücklich, ein Kind von Dir zu sein.

 

Danke mein Gott, für Dein Begleiten,

dass ich Dich spüre, wenn Deine Hände mich streicheln.

Danke, dass Du meine Bitten in Dein Herze schliesst,

und dass Du mein tägliches Leben mit mir teilst!

 

 

 

Die Vergebung ist der Weg zur inneren Freiheit - Gedanken 2018 März

Die Vergebung ist der Weg zur inneren Freiheit

Denn, die Frage ist: Wollen wir recht haben oder glücklich sein? Der erste Schritt zur inneren Freiheit beginnt, wenn wir akzeptieren, dass etwas geschehen ist, was wir nicht mehr ändern können. Manche Situationen im Leben sind Übungsfelder, in denen das „Geschenk des Wachsens“ verborgen ist. Aber, unsere prompte Reaktion auf das, was uns zustösst, läuft meistens automatisch ab und wir sprechen die anderen ziemlich schnell schuldig, ohne dass wir unseren Anteil an den Geschehnissen beachten. Kennen wir überhaupt unsere Reaktionen auf das Leben? Reagieren wir spontan oder übernehmen wir die Verantwortung bei einem Geschehnis und handeln dann entsprechend?

Warum ist die Vergebung so grundlegend wichtig? Denn, wenn wir nicht vergeben, vergiften unsere Gedanken uns selbst und wir werden krank. Ganz gleich, ob es um Kleinigkeiten geht, wie, wenn uns jemand die Vorfahrt verweigert oder Kollegen, die über uns Lügen verbreiten oder wenn ein Vertrauensbruch geschieht. Der „Täter“ tut oder sagt einmal etwas, und das war es auch schon. Wir aber verstärken diese Geschehnisse, indem wir sie immer wieder vor unserem geistigen Auge abspulen und unsere Emotionen aufpeitschen. Wir halten die Wunde offen, empfinden uns als Opfer und haben keinen Frieden mehr in uns.

Nur die Vergebung kann uns aus dieser energetischen Verstrickung befreien und den Ballast des Geschehens und die Schwere unserer negativen Gefühle über Bord werfen, um mit voller Zuversicht wieder nach vorne zu blicken. Natürlich, es behauptet auch niemand, dass eine Vergebung leicht ist. Umso weniger, wenn die, die uns etwas zugefügt haben, die Tat nicht einmal bereuen und auch nicht bereit sind um Verzeihung zu bitten. So sträubt sich alles in uns dagegen, dass die Verursacher so einfach davonkommen sollen. Wir würden mit der Vergebung auch wie verleugnen, dass uns überhaupt ein Unrecht geschehen ist und schliesslich möchten wir nicht der „Dumme“ sein, der immer nur nachgibt. Halten wir aber an der Wut fest und geben ihr Macht über unser Leben, wird unser Ego gewinnen und bald beherrscht es uns ganz. Ein Ego, das mit Unversöhnlichkeit, Neid, Angst, Zweifel und Missgunst verknüpft ist.

Die Vergebung kann selbst uralte Verletzungen heilen, genau wie eine Psychotherapie, nur entsprechend länger dauert es auch. Denn, unsere Gefühle sollen nicht verdrängt, sondern verarbeitet werden. Und, wir brauchen dazu Zeit und Raum, schliesslich ist die Vergebung kein Deckel, womit wir die negativen Gefühle hinunterdrücken, damit sie nicht an die Oberfläche kommen. Darum ist es sehr individuell, wie lange es dauert, bis unsere Bemühung wirkt und sich die Türe, zum inneren und zwischenmenschlichen Frieden, wieder öffnet.

In jeder großen Religion ist das Konzept des Vergebens auch eine wichtige Lehre, ohne die, nicht nur das menschliche Miteinander, sondern auch die individuelle Heilung nicht möglich wäre. Was für ein Trost ist die Annahme, dass das Schicksal, wie ein göttliches Prinzip, wie eine führende Hand, unsere Wege ebnet und uns Möglichkeiten zur Wandlung und zum Wachstum vermittelt. Das Festhalten an alten Wunden und negativen Gefühlen verursacht massive seelische und körperliche Auswirkungen. Die Vergebung ist ein „Akt des Herzens“, bei dem es vor allem um die Verbindung zu Gott in unserem Herzen, in unserer Seele geht, um unsere Beziehung, die uns durch das Du mit dem Universum und den kosmischen Energien verbindet.

Oder sollten wir als erstes uns selbst vergeben? Vergeben, dass wir nicht perfekt sind und zeitweise auch negative Gefühle haben, dass wir noch immer nicht fähig sind so zu leben, wie wir wirklich sind. Denn, wir werden erst dann fähig anderen zu vergeben, wenn wir uns selbst schon, mit all unseren menschlichen Schwächen, vergeben haben, wenn wir mit uns selbst schon nachsichtiger und verständnisvoller geworden sind. Erst dadurch können wir unsere Mitmenschen, mit all ihren vielen Andersartigkeiten, auch ohne Vorbehalt annehmen und ihnen mit Liebe und ohne Angst begegnen.

Haben wir unsere eigenen Schuldgefühle noch nicht erkannt, projizieren wir all unsere anklagenden Gefühle auf das Gegenüber. Kennen wir unsere eigenen Stärken und Schwächen noch nicht, erleben wir all das, was wir verurteilen in ihm, der uns gegenüber steht. Darum treffen wir in all unseren Begegnungen auf einen möglichen „Feind“, was uns auch eine ständige Lebensangst verursacht. Aus vergangenen Leben noch in uns wirkende, unbewusste Schuldgefühle, vermitteln uns ein dauerndes Gefühl der Angst. Wir sind höchst misstrauisch und erwarten ständig die Möglichkeiten eines Angriffs. Diese unbestimmte Angst ist auch zuständig für die Entstehung von Süchten, Depressionen und für viele psychosomatische Erkrankungen.

Haben wir Mühe unserem Verletztsein zu vergeben, wirkt in uns die Wichtigkeit unseres eigenen Egos. Und, wenn ein Ego wichtig sein will, beachtet es weder die Leute noch die Liebe im Leben.

Vergebung ist die Entscheidung, wie wir auf eine Verletzung reagieren. Es liegt immer ganz allein in unserem eigenen Ermessen, ob wir Schmerz oder Freiheit wählen. Ob wir uns als Opfer wahrnehmen oder die Möglichkeit erkennen, mit einem neuen Verständnis, die Vergangenheit hinter uns zu lassen.

Die Vergebung ist die ultimative Herausforderung für die spirituelle Entwicklung. Schliesslich hat alles in unserem Leben einen tieferen Sinn.

Und, haben wir das Gefühl, dass etwas in unserem Leben noch immer nicht stimmt, sollten wir uns ehrlich fragen, ob es vielleicht noch etwas oder jemanden gibt, dem wir zu vergeben haben.

Wie wir Erfüllung erleben ? - Gedanken 2018 Februar

Wie wir Erfüllung erleben ?

Erfüllung bedeutet Dankbarkeit, Vertrauen und Freude doch, wie finden wir zu ihr, wer von uns träumt nicht davon? Wie schaffen wir diese Harmonie, diese Sinnhaftigkeit, diese Zufriedenheit, die Erkenntnis, dass unser Leben mehr ist, als nur die Summe der Tage?

Und, wer lebt schon in dieser Fülle? Sie fällt ja niemandem in den Schoss und die wenigsten von uns beginnen ihr Leben mit den klaren Vorstellungen darüber, was sie werden wollen. So tun wir, Tag für Tag, das, was wir tun müssen, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen und unsere Familie zu versorgen. Wir tun, was man uns gelehrt hat zu tun, wenn man ein Teil einer Gemeinschaft ist. Nur, manchmal fühlt es sich so an, als ob wir schon wüssten, wohin es uns zieht, und dann trauen wir es uns doch nicht zu. Unsere Herzenswünsche sind so tief in uns verborgen, dass wir selbst nicht mehr wissen, wo unser wirkliches Glück liegt, was wir mit unserem Leben tun sollen, wie wir es ändern könnten?

Für viele von uns ist der Begriff „Erfüllung“ auch eher mit dem Gefühl „Sehnsucht“ verbunden, mit dem Gedanken:  „Wenn ich hätte, wäre, könnte …“ Doch das Glück, das wir uns in solchen Träumen  wünschen, sind Luftschlösser, und die bleiben auch nur Träume. Erfüllung finden wir nur, wenn wir uns auf die Suche machen und mit unserem aller ersten Schritt, in uns hineinzuschauen und fragen: Waren unsere bisherigen Entscheidungen und Überzeugungen wirklich unsere eigenen Gedanken? Folgten wir nicht einfach den gegebenen Regeln der Familie, unserer Kulturen, unserer Traditionen?

Wäre es dann nicht an der Zeit, dass wir unsere Wegrichtung hinterfragen, uns von der Vergangenheit verabschieden und unsere eigene Individualität hervorbringen? Die übernommenen Wertungen steuern höchstwahrscheinlich unser ganzes Leben, und die alten Denkweisen beeinflussen noch immer unsere Liebe, unsere Freundschaften, unsere intellektuelle Entwicklung, sogar unseren Beruf. Sie bestimmen die Art, wie wir mit unserer Familie leben und welche Glaubensmuster wir in uns tragen. Die Zeit ist reif, dass wir uns auf die Suche nach unserer  eigenen  Erfüllung machen, uns von all den Erwartungshaltungen befreien und auch all die Vergleiche loslassen.

Aber, das theoretische Abwägen allein nützt uns nichts, nur die Erfahrungen ermöglichen das Erkennen. Nur die Erfahrungen ermöglichen, dass wir dem begegnen, was wir wirklich lieben, nicht weil es „in“ ist oder weil es empfohlen wurde, sondern, weil wir es vielleicht schon seit unserer Kindheit liebten. Erfüllung hat viele und sehr unterschiedliche Gesichter. Für den einen ist es ein Leben im Einklang mit der Natur, für den anderen der selbstlose Dienst am Nächsten. Manche finden Erfüllung im Lernen, andere im Lehren. Viele engagieren sich für eine Aufgabe, andere führen lieber ein stilles, bescheidenes Leben, ohne grosse Höhepunkte, und ihr Leben scheint erfüllt zu sein. Es zeigt sich im Verhalten und in den Energien der Menschen, ob ihr Leben erfüllt ist oder nicht, man spürt es an ihrer inneren Zufriedenheit und an der Kraft, die sie versprühen.

Dankbarkeit lässt uns im Jetzt sein, ohne Bedauern über das was war, und ohne Sehnen nach dem, was nicht wurde oder hätte sein können, denn all das brachte uns hierher, zu dieser Schwelle, die das Neuwerden ermöglicht.

Haben wir Vertrauen, sind wir unangreifbar gegenüber all den Zweifel und Widerständen des Lebens. Unser tiefes Vertrauen verbindet uns mit einer grossen Liebe, die uns die Gedanken schenkt, dass wir geliebt und begleitet werden. Gedanken, die allen aufgewühlten Emotionen Widerstand leisten können.

Sind wir bereit zur Freude wird sie die Grundlage für unsere Erfüllung sein. Die Erde schenkte unserer Seele den Körper, dass wir das Leben und die Freude erleben, die Möglichkeit, unserer Erfüllung entgegenzuwachsen. Und, genau wie unsere Seele, folgt alles Leben dem Sog des Lichts, wie auch die Bäume, die Blumen, die Ähren auf den Weizenhalmen, und wir alle zusammen erleben  strahlende Sonnentage, wie auch solche mit Sturm, Regen und Gewitter. Doch der Himmel umarmt uns auch an diesen Tagen, wenn wir seine Strahlen nicht sehen, wenn wir seine Wärme nicht spüren. Freude ist das Wissen, dass wir alle zusammengehören, dass wir alle wachsen möchten, dass alles Leben demselben Ziele folgt.

Das Wissen, in einer grossen Gemeinschaft integriert zu sein macht dankbar, schenkt Vertrauen und Freude, denn wir brauchen einander. Geben und Nehmen ist wie einatmen und ausatmen, wie Hand in Hand der Erfüllung entgegenzuwachsen.

Eine neue Epoche erwacht in unserer Zeit - Gedanken 2018 Januar

Eine neue Epoche erwacht in unserer Zeit 

 

Die kosmische Uhr tickt und auf ihre Sekundenschläge reagiert die ganze Welt, denn fast unmerklich erleben wir das sich verbreitende Neue, diese neuen Energien, die langsam um die Erde entstehen, wenn grosse „Wesen“ des Himmels in der „Nähe“ sind, um uns auf unseren neuen Wegen zu begleiten.

Wir leben In einer erwachenden Welt und suchen das Verständnis, um all das verstehen zu können. Dabei erkennen wir, dass sich dieses Neue zu aller erst in uns verwirklichen möchte, um uns selbst, auf eine neue Art, wahrzunehmen. Doch, nur das Innehalten, nur die Zeiten der Stille, das „Stehenbleiben“,  schaffen  diese Augenblicke, in welchen wir der, noch in uns lebenden Vergangenheit, wie auch den vor uns liegenden Unsicherheiten, begegnen können.

So lernen wir, am Anfang dieses neuen Jahrtausends, vor allem das Loslassen. Und, indem wir Gewohntes zurücklassen, bereiten wir uns auf das Neue, und auf all das vor, was uns erwarten möchte. Denn, unser Heimatplanet Erde ist dabei, weiter zu wachsen, sich zu verändern und sein Vorhaben ist, uns in eine höhere Schwingung, zu neuen Ufern, mitzunehmen. Die alten Schriften beschreiben diese kommende Zeit als ein «Goldenes Zeitalter». Doch, bevor aus unserem jetzigen, ein goldenes wird, müssen wir noch so manches verändern.

Heute stehen noch Altes und neues Denken gegenüber, das Konflikt, Aufruhr und Umwälzungen hervorruft. Doch das Leben verlangt das Weitergehen und nur dann, wenn es uns schwer fällt, entsteht das Leid. Selbst die Natur gibt uns Beispiele im Verlauf der Jahreszeiten, in den Zyklen von Licht und Dunkelheit, in ihrer immer wieder neu entstehenden Pracht, dass Vergänglichkeit und Tod nur äussere Veränderungen sind, wodurch das Neue erst ermöglicht wird.

Es ist nicht leicht, unsere eigene Konstellation von Licht und Dunkelheit, weder zu erkennen, noch anzunehmen. Aber der erste Schritt zur Ganzheit, ist die Annahme der eigenen „Unvollkommenheit“. Und es wird möglich, wenn wir bereit sind, unseren Perfektionsanspruch an uns selbst abzulegen, wenn wir aufhören, uns zu separieren und meinen, wir seien besser und fähiger als andere und hätten mehr Rechte im Leben als der, der uns gegenüber steht. Erst, wenn wir den anderen und uns nicht mehr ungleich werten, wird auch das daraus entstandene Bild, unsere Beziehungen nicht mehr trüben. Weder in unseren Partnerschaften, noch in der Politik, in der Wirtschaft wie auch im Glaubensbereich, und erst dann kann eine klarere Sichtfähigkeit auf den vor uns liegenden Weg entstehen.

Nach aussen ein makelloses und perfektes Bild von uns zu zeigen üben wir schon seit Jahrtausenden, indem wir die Werte und Gebräuche jener Gruppe leben, wohin wir gehören. Denn es galt als Verrat, und ist für eine ganze Gemeinschaft entwürdigend, wenn ein Mitglied die Vorschriften des „Äusseren Benehmens“ missachtet. So sind auch die Gewohnheiten wie, Doppel-Moral, Schein-Ehen oder Schein-Religiosität entstanden. Aber dann brauchen wir auch die gegnerischen Gruppen wie, „böse“ Menschen mit „bösen“ Taten, die wir dann laut für schuldig erklären können, um unsere „scheinbar weisse Weste“ noch klarer zum Ausdruck zu bringen.

Das Leben braucht immer zwei Pole, immer ein Gegenüber. Auf unserer Erde kann sich das Leben nur innerhalb dieses magnetischen Vibrationsfeldes entfalten und wachsen. Beginnen wir entsprechend des neuen Zeitalters voranzuschreiten, erkennen wir bald, dass das, was wir anziehen auch in uns selbst vorhanden ist, wie auch umgekehrt. Wie wichtig sind diese Erfahrungen, die uns so deutlich zeigen, dass wir uns selbst, nur durch die Spiegelung eines Gegenübers erkennen können. Ob wir all das als Einzelne, als Gruppe, als Nation oder als Seele erkennen, die ihrem kosmischen Geist-Pol gegenübersteht.

Es sind die neuen Energien, die unsere Bemühungen von Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und universeller Zusammenarbeit hervorrufen. Die stärker werdenden Energien des Wassermanns stärken auf allen Ebenen den Sog zwischen den Gegensatzpaaren wie, positiv-negativ, Mann-Frau, Seele-Körper, Licht-Dunkel, Neues und Altes, um dem noch nicht gekannten, dem „Fremden“, zu begegnen, kennenzulernen und mit ihm in Beziehung zu treten. Das Gesetz der Anziehung ist der ureigenste Impuls des Lebens, das wir als die ewige Sehnsucht nach Vereinigung kennen. Dieser Impuls, der uns heute so stark beeinflusst, ermöglicht nicht nur die neuen internationalen Verbindungen, sondern spornt uns alle an, mit neuen und noch unbekannten Ländern, Völkern und Religionen in Beziehung zu treten, sie näher kennen zu lernen.

Ein stärkerer Zustrom von geistigen Energien ermöglicht und unterstützt den Prozess der Neuwerdung. Viele Menschen sind auch bereits spirituell „erwacht“, und das alte Wissen taucht wieder auf. Die verstärkten Energien der Liebe ermöglichen, dass wir das Leben, wie auch uns selbst, beginnen besser zu verstehen. Unsere nächste Zielsetzung ist die Einheit, und wir sind  immer mehr bereit, unsere errungene Individualität, mit all unseren erreichten Fähigkeiten, als Teil einer Gruppe, für ein grösseres Ganzes einzusetzen.

 

 

 

Das Licht der Liebe begleitet unsere Wege - Gedanken 2017 Dezember 15

Das Licht der Liebe begleitet unsere Wege

Die Geschichte der Menschen ist im Grunde genommen auch die Geschichte der grossen göttlichen Söhne, die von Zeit zu Zeit – in den Stunden menschlicher Krisen –, ihre verborgenen Residenzen verlassen um zu helfen und die Menschheit erneut ein Stück des Weges zu begleiten.

Grosse Lichtwesen, göttliche Gesandte des Himmels übernehmen immer wieder die wegweisenden Aufgaben, die Begriffe der Liebe neu zu formulieren. Ihre richtungsweisenden Gedanken sind mit den kosmischen Energien, mit den sich entfaltenden Schritten der Evolution, verbunden.

Beim Zurückschauen sind es zwei grosse Geistesströmungen die wir erkennen, die unser Denken und Handeln abwechselnd beeinflussten. Folgen wir der semitischen Linie, gelangen wir über Moses nach Ägypten, deren Tempel auf eine Tradition von Dreissig Tausend Jahren zurückgeht. Folgen wir der vedischen Linie, kommen wir nach Indien, wo sich die erste grosse Zivilisation entwickelte.

Somit sind, sowohl Indien wie auch Ägypten die erhabenen Ahnen unserer Entfaltungen.
Einige dieser grossen Lehrer waren:  Hermes -ca. 7000 v. Chr.- der in Ägypten die heilige Wissenschaft errichtete. Rama -ca. 5000 v. Chr.- ist der Begründer der Vedischen Religion. Krishna -ca. 3000 v. Chr.- lehrte die Unsterblichkeit der Seele und ist der Begründer der nationalen Religion Indiens. Moses -ca. 1300 v. Chr.- war ein ägyptischer Eingeweihter, der aus den Hebräern ein kämpferisches Volk hervorbringen wollte. Buddha -ca. 500 v. Chr.- war ein Reformer und Reiniger der brahmanischen Religion und durch Jesus -0 bis ca.33 n. Chr.- offenbarte sich Gott den Menschen aufs Neue.                                                     

All diese grossen Gottessöhne brachten das Gesetz der Liebe, und immer in einer Form, die der menschlichen Entwicklung entsprach. Denn, das Bewusstsein der Menschheit entfaltet sich immer weiter und sucht auch immer auf eine neue Art die Verbindung, die Erklärung und das Verstehen von Ihm, den wir als die höchste Liebe über uns spüren und erkennen. Die Menschheit sehnt sich nach einer Göttlichen Führung, nach einem Göttlichen Schutz.

So erhielten wir schon, in all den Zeiten unserer Wanderschaft, viele Worte, Rituale und Gesetze, und immer entsprechend, wie wir es verstehen konnten. Wir gingen auch schon viele schmale Wege, wenn uns das, als die einzige Möglichkeit einer Gottesbegegnung vermittelt wurde. Lange Zeiten und viele Erfahrungen braucht die Seele, bis sie beginnt zu ahnen, dass durch die vielen und verschiedenen Worte und Rituale, die Energien der „Einen grossen Liebe“ strömen. Dass es diese „Eine grosse Liebe“ ist, die sich in all den Farben und Formen der Welt verwirklicht.

Unsere Seele begann zu erwachen, Licht und Schatten in immer stärkerem Masse wahrzunehmen, und die Liebe, hinter dem verborgenen Gesetze Gottes, zu erkennen. Ein Empfinden erwacht  in uns, dass alles einen Sinn hat, und dass auch unser eigenes kleines Leben, ein integrierter Teil des grenzenlosen Universums ist. Und tief in uns begann das zu wachsen, was wir am ehesten mit dem Wort „Vertrauen“ bezeichnen könnten.

Erkannten, dass Gott nicht jenseits eines unendlich weiten universellen Raumes oder jenseits eines dunklen Himmels lebt, der ihn vor unseren sterblichen Augen verbirgt. Nein, Gott ist da wo er handelt, und Gott handelt überall, wo es Disharmonie und das Bedürfnis nach einem Gleichgewicht gibt. So ist auch der Himmel überall, denn es ist der Geist der ihn erschafft, und unser Bewusstsein ist im Wesentlichen eine Substanz des Geistes.

So warten wir auch heute auf Ihn, dass Er uns den Weg erneut aufzeigt. Seine grosse Strahlung ist auch schon spürbar, Seine Synthese bringende Kraft unterstützt bereits unseren Mut und hilft, das unbekannte Neue willkommen zu heissen. Seine Nähe stärkt schon unsere Fähigkeit, alte Wahrheiten neu zu verstehen und macht uns empfänglich für die Botschaften unserer Zeit.

Denn, die Söhne des Himmels führen uns auf einem erleuchteten Weg, auf dem Weg des Lichtstrahls, und der Weg des Lichts verbindet die materiellen und die spirituellen Welten.

Es ist ein heimwärts leuchtender Lichtstrahl, denn der Mensch ist eigentlich Geist, und als Geist geht er immer und immer weiter, und sein Weg ist glorreich, denn es ist der Weg zu Gott.

 

 

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel X. - Gedanken 2017 Dezember

Die Erde ist die Schule der Seele

Wenn ein Lichtwesen, wie unsere Seele, sich wieder mit Materie umhüllt, entsteht als erstes ein Gefühl des isoliert seins, ein Gefühl, als wären wir von irgendwo herausgefallen, wo es so viel schöner war.

Ein wichtiges Ziel unserer Reise ist die Bewusstwerdung, unsere Sinne zu erweitern, in unsere Ganzheit hineinzuwachsen, unseren kosmischen Ursprung zu erkennen. Aber, wir beginnen erst, die Jahrtausende alte Identifizierung mit der Materie, mit dem Körper, loszulassen, die enge Verbindung mit unserer Wunschnatur zu lösen, deren Wirkung, wie Nebel, das Wirkliche verzerrt. Doch arbeiten wir an uns, erleben wir die blitzartigen Lichtgedanken, die uns neue Richtungen und neue Wahrheiten vermitteln.

Intuition ist eine höhere Denkkraft, ein Lichtstrahl der Seele, die uns das größere Leben aufzeigt und unseren Fähigkeiten, aus vielen Erfahrungen, aus bereits errungenem Wissen, erneut begegnen lässt. Denn, unsere Ahnungen, Hoffnungen und Ängste sind noch nicht vergessene Reaktionen aus gehabten Geschehnissen, die in diesem Leben begegnet oder bereinigt werden möchten. Unser Dialog mit dem Leben ist eine „Folgenreihe“ und möchte weitergeführt werden, wenn auch mit einem neuen Körper. Die einzelnen Leben gehören zusammen und das Schicksal hilft dabei, Menschen, Situationen und Orte zu begegnen und das anzutreffen, wo wir noch etwas bereinigen oder verändern möchten.

Was für ein Geschenk, dass wir das, was uns heute bewusst wird, in einem nächsten Leben, in einem neuen Körper und wiederum hier, verwirklichen können! Was für eine Hilfe ist das Wissen, dass uns das täglich stärker werdende Licht begleitet, trägt und führt, wenn wir nur mutig genug sind, dem Unbekannten entgegenzutreten!

Viele Seelen sind auch in dieser Zeit in Inkarnation, um die Gelegenheit zu nutzen, als Schüler oder Lehrer, diese Zeiten der Wandlung mitzuerleben und mitzugestalten. Jedes neue Leben ist wie ein neuer Frühling, der neue Anfänge ermöglicht. Wie viel Neues kann so ein Frühling bieten, wenn wir uns nicht nur damit aufhalten, dem Winter nachzutrauern.

Unser wirkliches Ich, unsere ewige Seele lernt, von Zeit zu Zeit, auch durch Dunkelheit zu gehen. Denn sie weiss, dass es die Lichtwelle ist, die sie, immer öfters, in unbekannte Höhen und Tiefen führt. Und diese Erfahrungen, mit dem „höheren“ Licht, wirken auf jeden von uns sehr unterschiedlich. Denn, das stärkere Licht enthüllt nicht nur neue Gesetze, neue Verantwortungen und neue Pflichten, es beleuchtet auch das, was verborgen in unseren Tiefen liegt. Durch jede neue Lichterfahrung erleben wir eine, bis jetzt, noch nicht entdeckte Ebene in uns.

Somit sind die Wege der Entfaltung des Bewusstseins, symbolisch wie eine „Himmelfahrt“. Sie führen vom Reich der irdischen Formenwelt zu den geistigen Substanzen, von den unbewussten und disharmonischen Gedanken unserer instinktgesteuerten Gefühle zum schöpferischen Bewusstsein des göttlichen Lichtes. Aus dem bekannten und gewohnten Leben zur grenzenlosen Unendlichkeit des Universums.

Unsere Unsterblichkeit ist die Kraft, die aus jedem bewussten Ende, den Anfang für etwas Grösseres macht. Jeder einzelne Tag kann eine Vollendung und gleichzeitig die Vorbereitung auf das Nächste sein. Ein lichtdurchfluteter Weg, der uns durch kleine und grosse Zyklen führt, der auch die Geburt auf Erden ermöglicht. Doch wir kehren, lange Zeiten durch, unbewusst zu unserer Erde zurück, nur auf Grund unserer Seelenkraft, über die wir noch keine bewusste Kontrolle haben. Genau wie wir auch einschlafen und wieder erwachen, sterben und wieder geboren werden, und dies alles noch gänzlich unbewusst.

Darum ist unser Lichtweg die Brücke zwischen zwei Bewusstseinsreichen, der Lichtweg zwischen dem spirituellen und dem materiellen Raum.

Und, in dem Masse, wie die Zeiten vergehen, und wir schon an zahlreichen Zyklen von Geburt und Tod teilgenommen haben, erwerben wir mehr und mehr Bewusstheit, aber auch Weisheit, Losgelöstheit und Freiheit.

Eine erneute Verkörperung - Gedanken 2017 November 15

Eine erneute Verkörperung

Wenn die Zeit für ein neues Leben, in den physischen Welten, bevorsteht werden die Erlebnisse der Vergangenheit, im neuen Körper, nicht mehr als Erinnerung vorhanden sein, denn als Bilder hörten sie auf zu bestehen, als sich der alte Körper auflöste. Doch, ein wertendes Gefühl wird die Wege und die Entscheidungen, auch im neuen Körper, weiterhin und weitgehend bestimmen.

Unsere Eigenart, unsere bis jetzt errungenen Fähigkeiten, also all das, was uns bis jetzt prägte und unsere irdischen Tätigkeiten ausmachte, wurde aus dem alten Astral- und Mentalkörper, durch die Seele, für das nächste Leben aufbewahrt. So kann ein neues Erwachen, ein neuer Kreislauf, ein neues Kapitel einer alten Lebensgeschichte, weiter geschrieben werden.

Inzwischen werden auch für die Neugeburt die notwendigen Vorbereitungen getroffen, um die Seele mit einem physischen Körper zu versehen, der für den Ausdruck ihrer Eigenart geeignet sein wird. So werden sowohl der Geburtsort wie auch die Familie durch die, im vergangenen Leben, geknüpften Verbindungen oder Verpflichtungen bestimmt.

Jede Seele wird zu dieser Familie, zu diesem Volk, zu diesem Ort und in so einen Körper zur Wiedergeburt geleitet, wodurch das geschehen kann, was dort und durch diese Menschen bewirkt werden soll. Das Ziel gibt auch dem Körper seine Eigenheiten, seine Kräfte, aber auch seine Beschränkungen. So wird die Seele mit jenen Menschen zusammengeführt, mit denen er in der Vergangenheit Verpflichtungen eingegangen ist. Daraus entstehen die Verwandten, die Freunde und Feinde, wie auch die gesellschaftlichen Umstände, mit all den entsprechenden Vor- und Nachteilen.

Der physische, der astrale und der mentale Körper, die die Seele für ein neues Leben mitnimmt, sind immer das unmittelbarste Ergebnis ihrer Vergangenheit. Dadurch wird der erhaltene physische Körper auch geeignet sein, für die Verwirklichung des Vorhabens der Seele.

Bis zum siebten Lebensjahr befindet sich das Bewusstsein noch mehrheitlich auf der Astralebene. Ein Beweis dafür sind die, bei kleinen Kindern, häufig auftretenden psychischen Fähigkeiten. Sie sehen unsichtbare Spielgefährten und Märchenlandschaften, hören Stimmen, die für die Erwachsenen schon unhörbar sind oder erleben die unendlichen Weiten der höheren Ebenen. Doch, diese Fähigkeiten verschwinden, sobald sich die Seele mit dem physischen Körper enger verbindet, und das verträumte Kind zu einem gewöhnlichen Jungen oder Mädchen wird.

Fast alle Kinder haben etwas von dieser «Seltsamkeit». Aber sie lernen sehr bald, ihre Fantasien und Visionen vor den verständnislosen älteren Personen zu verbergen, denn sie fürchten, dass sie bestraft werden, weil sie vermeintlich Unwahrheiten erzählen oder lügen, oder aber, wovor sie noch mehr Angst haben, ausgelacht zu werden.

Vieles wäre verständlicher, wenn wir erkennen würden, dass wir aus Energie bestehen, und dass unsere Energien auch strahlen, dass jeder Mensch, auf allen Ebenen, fortwährend Kräfte aussendet. Kräfte, welche die „Wirkungen aus seinen früheren Tätigkeiten“ sind, und so auch die Ursachen dafür, was jemand in seinem Umfeld hervorruft oder erlebt.

Wir wechseln zwar oft den Körper, möchten aber unsere Gewohnheiten, lieb gewonnenen Verhaltensweisen auch weiterhin behalten. Gewohnheiten, welche die Folgen von mitgebrachten Gedanken sind, die wertend und vor allem selektierend unsere Grenzen bilden, und lange Zeiten durch, unser Leben bestimmen.

Das Leben wäre, durch ein verbreitetes Wissen über die Wiederverkörperung und die Kenntnis ihrer Gesetze, nicht nur für viele Kinder, sondern auch für viele Erwachsene leichter und verständlicher. Wenn wir endlich erkennen würden, dass der Mensch ein würdevolles und unsterbliches Wesen ist, der voll verantwortlich für seinen Charakter und für seine Handlungen ist.

Die Wandlung, der Fortschritt, braucht viele Wiederholungen, denn, je fester und härter unsere Schranken schon geworden sind, umso grösser muss auch diese „Begegnung“, diese Erfahrung sein, die sie verändern kann.

Welch ein Geschenk ist die Möglichkeit der Wiederverkörperung. Die Möglichkeit, dass wir, wenn wir heute zu etwas noch nicht fähig oder bereit sind, es morgen wieder versuchen können.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel IX. - Gedanken 2017 November

Grosse Lehrer, göttliche Boten begleiten die Menschheit

In den früheren Jahrtausenden, als noch viele grosse Meister, in physischen Verkörperungen, auf unserer Erde lebten, konnten wir durch ihre Lehren, die grösseren Zusammenhänge besser verstehen. Durch sie erhielten wir die Erkenntnisse über den Aufbau des Lebens.

Diese Lehrer, wenn auch unsichtbar, begleiten heute noch die Menschheit, um uns helfend beizustehen, bis wir durch Erfahrungen wachsen und selber, Ebene für Ebene, die grösseren Zusammenhänge erkennen.

Doch, wer sich nur am Rande um das kümmert, was über das Alltägliche hinausgeht, wird nur eine geringe Anziehung zu den höheren Wahrheiten verspüren. Wer aber begonnen hat, intuitiv zu denken und zu fühlen, wird sich unwiderstehlich zu den Alten Weisheiten hingezogen fühlen.

Die geistige Hierachie der Erde hat schon in den früheren Entwicklungsstadien, die Menschheit begleitet. Boten dieser geistigen Hierarchie leiteten schon die jugendlichen Völker, gaben ihnen ihre Verfassungen und ihre Gesetze, herrschten über sie als Könige, belehrten sie als Philosophen und übernahmen als Priester ihre religiöse Führung. Alle Völker des Altertums blickten auf solche machtvollen Männer, Halbgötter und Heroen zurück, die in der Literatur, in der Architektur und in der Gesetzgebung ihre Spuren hinterliessen. Sie waren bei der Menschheit, in deren Kindeszeitalter, als Lehrer und Führer und lehrten die einzelnen Rassen und Völker, der Reihe nach, die Grundwahrheiten. Sie haben das Wissen immer in solchen Formen und in solchen Symbolen dargeboten, dass die Menschen dieser Zeit sie verstehen konnten. „Und immer und immer wieder, wenn es notwendig ist, bringen sie die Wahrheit für die Menschen aufs Neue.« (Die Geheimlehre)

Doch unter Kaiser Theodosius II., 450 n. Chr., werden die Mysterienschulen – das »Heidentum«, wie er sie nannte – aus dem ganzen römischen Reich, zu dem damals auch Mazedonien, Kreta, Syrien und Ägypten gehörten- verbannt. Und, 529 n. Chr. liess Kaiser Justinian auch die letzte philosophische Schule in Athen – die von Plato gegründete Akademie – schliessen. Alles, was nicht christlich war, wurde verfolgt und unterdrückt. Auch der Satz: „Das Hinaufsteigen zur Göttlichkeit, geht über den Weg des Wiedergeboren werden”, wird aus dem christlich-orthodoxen Glaubenswissen gestrichen und verbannt. So wurde die alte Lehre der Wiedergeburt, am Konzil von Konstantinopel um 553, vom byzantinischen Kaiser Justinian gelöscht.

In dieser Zeit des Umbruchs erleben die Naturwissenschaften, wie Geometrie, Astronomie, Geographie und Mathematik, einen bis dahin nie erreichten Aufschwung, während Philosophie und Erkenntnistheorie eine getrennte Schule bilden. Diese Polarisierung spaltet die Wissenschaft, bis in unsere Zeit, in zwei Lager und bildet ein grosses Hindernis auf dem Entwicklungsweg der Menschheit.

Doch, vielleicht war der wahre Grund für die Schliessung der Mysterienschulen die innere Schwächung der Mitglieder. Dieser unvermeidliche Prozess und Kreislauf der Natur, der alles durch die Perioden von Geburt, Wachstum, Reife und Verfall gehen lässt. Die Mysterien hatten im Laufe der Jahrhunderte ihre Heiligkeit verloren. Zu zahlreich waren schon diejenigen, die nicht wegen ihrer inneren Entwicklung, sondern aus weltlichen Gründen in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Aus den heiligen Riten wurde ein oberflächlicher Dienst. Dogmen und die Priesterschaft nahmen zu und der Geist der Wahrheit nahm ab, und das »Licht« wurde einmal mehr zurückgezogen.

»So wurden die wenigen Hierophanten wieder zu Wanderern und suchten, als kleine Gemeinschaften, in der Wüste und in den Gebirgen Zuflucht, wie auch die Essener. Diejenigen, die die Meere nach Indien und sogar in die Neue Welt überquerten, schworen sich durch feierlichen Eid, Stillschweigen zu bewahren und ihr heiliges Wissen und ihre heilige Wissenschaft geheim zu halten. Die Adepten zogen sich weiter und weiter in die verborgensten Winkel des Globus zurück und wurden tiefer, als je zuvor, vor dem menschlichen Blick verhüllt.« (Die Geheimlehre)

Diese Zerstörung betraf nur den Vorpfosten der Mysterien, während der Kern und das Herz, die Bruderschaft des Lichts, unversehrt blieb. Diese Gemeinsamkeit der Lehrer wird in der heutigen Sprache als die »Bruderschaft der Weissen Loge«, die geistige Hierarchie der Erde bezeichnet, die die Entwicklung der Menschheit überwacht, und die Alten Wahrheiten unversehrt bewahrt hat.

Sie haben ihre Entwicklungsprozesse längst vollzogen. Doch, diese Adepten haben uns Hilfe gewährt, von den ältesten Zeiten an und noch immer. Sie unterweisen die Schüler durch eine innere Führung, zeigen ihnen den Pfad und lenken ihre Schritte.

Eine Schulung, die nicht nur darauf ausgerichtet ist, spirituellem Licht zu begegnen, sondern zu lernen, jeder Dunkelheit mit Gleichmut zu begegnen. Ein selbstloses Sehnen nach Wissen, um den Menschen beistehen zu können. Darum sind die Prüfungen der Widerstandskraft wichtige Zeiten auf dem Weg.

Denn, spirituelle Arbeit bedeutet, sich selbst zur Geburt zu bringen.

Die höheren Dimensionen - Gedanken 2017 Oktober 15

Die höheren Dimensionen

Wir leben inmitten eines gewaltigen Universums, das aus Materie von unendlicher Vielfalt und aus verschiedenen Dichten besteht. Es sind die Grenzen unseres heutigen Bewusstseins, die uns nur drei dieser Dimensionen und nur Materie von einem bestimmten Dichtegrad, wahrnehmen lassen.

Oberhalb unserer Erde ist die Astralebene und gleich darüber die Energien der Mentalebene, eine Ebene, mit noch feineren Energien als die Astralebene. Dieser Unterschied ist genauso gross, wie der Unterschied zwischen den astralen und den physischen Welten. In den unteren, noch dichten Ebenen der mentalen Welt, wird eher das konkrete Denken ermöglicht, und erst in den höheren Bereichen wird das mehr abstrakte Denken gebraucht.

Doch all diese Ebenen, wenn auch in feinstofflichen Formen, gehören noch immer zu unserer physischen Welt, zu den unteren Stufen, zu den Welten der Formen. In den höchsten Bereichen der mentalen Welt beginnt die Ebene der geistigen Welt, und diese Energien sind mit jenen intuitiven Wahrnehmungen verbunden, die schwer in Worte zu fassen sind. Denn diese höheren Stufen gehören bereits zu den «formlosen» Welten. Die Gedanken hier erscheinen eher als leuchtende Blitze, als funkelnde farbige Ströme oder wie lebendiges Feuer. Viele dieser leuchtenden, zarten Farben sind auf der Erde völlig unbekannt. Doch jeder Seher, ob Hindu, Buddhist oder Christ, spricht mit den Worten des Entzückens von der herrlichen Schönheit dieser Ebene.

Hohe Eingeweihte weilen in diesen oberen Regionen der Mentalebene, jene Denker, deren  Energien in ihren Körpern, vorwiegend aus dieser Region sind. Von dieser Ebene aus vollbringen die Meister ihr wohltätiges Werk, indem sie edle Ideale, erleuchtete Gedanken, Ströme geistiger und intellektueller Hilfe für die Menschen hinunterfliessen lassen. Jede Kraft die hier erzeugt wird sendet in unzählige Richtungen Strahlen aus, und Seelen, die dafür schon fähig sind, nehmen diese Einflüsse auf. So kann der Forscher einen plötzlichen Verstandesblitz erleben, ein Musiker eine neue Melodie hören und ein Intellektueller ein Problem neu verstehen.

Auf den unteren Mentalebenen findet man die vielen, schon weit fortgeschrittenen Jünger, die hier in ihrem Mentalkörper arbeiten. Denn, wenn der Körper im tiefen Schlaf liegt, kann die Seele, der «wahre» Mensch, aus ihm entweichen und in diesen höheren Regionen arbeiten. Von hier aus kann er seinen Mitmenschen, von Seele zu Seele, begegnen, indem er direkt auf ihren Verstand einwirkt. Von hier aus kann er ihre Probleme auch deutlicher erkennen und vollkommener helfen. Auf diese Weise hilft er seinen Brüdern, ohne dass die von seinem Dienste Kenntnis, oder auch nur eine Ahnung hätten, wer ihre Last erleichtert, wer ihnen im Traum Trost spendet.

Jede einzelne Seele hat ihr eigenes mentales Umfeld, und das durch sie Wahrgenommene, ist die unmittelbarste Verbindung zu unserer Seele. Alle Eindrücke werden durch diese Atmosphäre aufgenommen, und auch entsprechend verzerrt und verfärbt. Aber, je klarer und reiner die mentale Atmosphäre mit der Zeit wird, je weniger sie noch von der Persönlichkeit gefärbt wird, werden auch entsprechend weniger Täuschungen vermittelt. Auf den unteren Bereichen der Mentalebene ist das praktische Vernunftdenken, dessen Methode die Logik ist. Diese Denkweise braucht noch Beweise, urteilt gerne und zieht Schlussfolgerungen.

Je entwickelter eine Seele ist, je mehr sie schon von all dem, was um sie ist, Kenntnisse hat, desto näher kann sie auch die nächste, höhere «Wirklichkeit» erahnen. Wenn auch die Mentalebene noch ihre Schleier der Täuschung hat, wenn auch viel dünner als die Astralwelt oder die physische Welt.

Das Wachstum, von den unteren in die höheren Bereiche und Schwingungen, geht sehr langsam, und diese Entwicklung braucht viel, viel Zeit. Denn, solange das Bewusstsein noch von Gefühlen und Leidenschaften beherrscht wird folgt es diesen und kann sich nicht entwickeln. Erst wenn die Seele den wahren Zweck ihres Daseins erkannt hat, beginnt sie ihre Aufgabe zu erfüllen.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VIII. - Gedanken 2017 Oktober

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VIII.

Wenn wir unseren Körper verlassen

Auch, wenn wir unseren physischen Köper verlassen, sind wir nicht tot, denn es gibt keinen Tod, es gibt nur Änderungen der Lebensbedingungen und Lebensmöglichkeiten. Beim sogenannten Sterben löst sich nur der Ätherkörper, der Körper der Seele, von seinem sichtbaren Körper, und das magische Band, durch welches sie während des Erdenlebens verbunden waren, löst sich. So sehen wir unseren Ätherkörper, der ein feinstoffliches Doppel des physischen Körpers ist, weiterhin, als unseren eigenen Körper. Sehen und hören alles, und merken oft die längste Zeit nicht, dass wir gestorben sind. Viele verweilen auch noch eine gewisse Zeit in der Nähe von Menschen die sie liebten und gehen an Orte, wo sie gerne waren. Schliesslich sind unsere Gefühle und Gedanken noch immer dieselben.

Was uns nachher begegnet, auf welcher Stufe, in welchem Bereich ein Neuankömmling erwartet wird, hängt allein vom eigenen Energiefeld ab, denn, auf den feinstofflichen Ebenen lässt nur die Schwingungsgleichheit eine Verbindung entstehen. Unsere nächste Ebene wurde schon, in vielen Religionen, als Zwischenstadium beschrieben, ein zeitweiliger Aufenthaltsort, für die Zeit zwischen dem Verlassen des Körpers und dem Eingehen in den Himmel. Ein Zwischenbereich, um Gewohntes und Gehabtes zurücklassen zu können.

So begegnen und erleben wir in den feinstofflichen Welten diese Ebene und diese Situationen, die mit unseren eigenen Energien identisch sind. Unsere eigene „Strahlung“ bestimmt unser Umfeld. Und, weil in unserem Energiekörper die höheren Energien innen und die schwereren aussen sind, ist diese äussere Schicht die, die unsere Zugehörigkeit in den feinstofflichen Welten bestimmt. Werden die äusseren, schwereren Energien aufgelöst, das heisst, die dazugehörenden Themen erkannt, verarbeitet und losgelassen, kann die, bis dann darunter liegende, feinere Schicht zum Strahlen kommen, und wir haben die Möglichkeit, uns mit den entsprechend höheren Ebenen zu verbinden. Jede einzelne Energieschicht unseres Wesens ist mit einer Ebene der feinstofflichen Welten identisch. Entsprechend unserer Entfaltung wird unsere Verbindung mit immer höheren Welten möglich.

Alle Ebenen sind Zwischenbereiche, und die einzelnen Verhältnisse ermöglichen, dass wir das zurücklassen, was unsere höhere Strahlung verhindert. So wird unsere, auf den astralen Ebenen, verbrachte Zeit mit den Möglichkeiten verbunden, auf das zurückzuschauen, was wir während unseres Erdenlebens erlebt, und durch unsere Eigenart bewirkt haben. Sind wir geistig fortgeschritten und ist unser Gefühlskörper schon verfeinert, werden wir eilend durch diese Ebenen gehen, ohne Aufenthalt nehmen zu müssen, um gleich zu der Stufe zu kommen, die unserer Entwicklung entspricht.

Die Ebenen des Universums liegen auch nicht übereinander, indem die eine dort endet, wo die nächste anfängt, sondern sind Sphären, die sich gegenseitig durchdringen, wie die Luft das Wasser und wie der Äther den physischen Körper. Genauso strömen auch die feinstofflichen Energien immer auch durch alles Physische.

Wie klar ist es zu erkennen, dass die Zeiten zwischen zwei irdischen Leben nicht aus Stillstand, sondern aus Erkenntnis und Neuausrichtung bestehen, dass wir in dieser Zwischenzeit unsere gesamte Aufmerksamkeit einsetzen können, um uns selbst, unsere Fähigkeiten, unser bestehendes Wissen zu erweitern und zu vervollkommnen. Auch als Hilfe für die Mitmenschen können wir da sein. Denn:

„Der Weg des Werdens, führt uns durch sieben unterschiedliche Ebenen dorthin zurück, wo unsere Reise begann, damit wir einst, mit Händen voller Gaben, durch all die Erfahrungen des Lebens zurückkehren, um das zu werden was wir sind, ein Strahl des Lichtes, das der Dunkelheit begegnen möchte.“ (Geheimlehre)

Wie viel verständlicher und leichter wird das Leben - Gedanken 2017 September 15

Wie viel verständlicher und leichter wird das Leben

Wie viel verständlicher und leichter wird das Leben, wenn es seine Einmaligkeit verliert und nur eine, von den vielen Erfahrungs-Möglichkeiten ist. Wenn wir schon wissen, dass all unsere Themen von heute ihre Vorgeschichten in unserem Gestern haben, wie auch das, was uns heute beschäftigt, die Grundlage für Erfahrungen des Kommenden sein wird.

Wenn wir wissen, dass das Leben in den feinstofflichen Ebenen eine Ergänzung des irdischen Lebens ist, wenn wir den Rhythmus erkennen, der uns sowohl, die Zeiten der Erfahrung, wie auch die Zeiten der Erkenntnisse ermöglicht, um dann wieder einen Neuanfang erleben zu können. Weil das Weitergehen, auf welcher Ebene auch immer, nur durch das Zurücklassen, durch das Loslassen dessen, was ist, möglich wird.

Die Erneuerung des Denkens ist die Grundlage für jeden Neubeginn. Wie könnten wir auch der Zukunft begegnen, wenn wir die Vergangenheit noch festhalten? Die Erweiterung des Blickfeldes, die Aufhebung der Grenzen des Denkens, bilden die neuen Stufen und schaffen die neuen Möglichkeiten.

Doch, jedes Umdenken ist ein kleines sterben, weil jede gewohnte Wertung auch mit Ich-Werten verbunden ist. Die Gedanken: „Wie stehe ich dann da, was sagen dann die anderen?“ müssen zuerst überwunden werden. Denn, die Tatsache, dass das Zurücklassen von alten Werten eine innere Freiheit schafft, wird erst im Nachhinein erkennbar sein.

Für eine Neubewertung des Lebens sollte als erstes, die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit sein. Ohne die Anfänge zu kennen kann ein inneres Ungleichgewicht nicht korrigiert werden. Das Zurückschauen hilft zu verstehen, dass jedes Leben ein Teil von einem ausgleichenden Gesetz ist, wie auch jedes Morgen, in Bezug zu seinem Gestern steht. Dieses Gesetz des Gleichgewichtes ist das Gesetz des Karmas, das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Gesetz, durch das sich das Leben entfaltet. Denn, dieses Gesetz ermöglicht die Wiedergutmachung.

Darum sind in jedem neuen Leben die Wege des Schicksals, eng mit den Taten vergangener Leben verbunden. Wir waren ja sowohl Verursacher wie Empfänger von Geschehnissen. Nun bekommen wir aufs Neue die Möglichkeit, das Leben neu zu erfahren, sowohl als Empfangender wie auch als Bewirkender. Denn, wer Karma als Strafe betrachtet, hat die Schritte der Evolution noch nicht verstanden.

Durch tausende von Leben machen wir Erfahrungen, gehen die Wege der Entfaltung durch verschiedene Rassen, in vielen Kulturen. Erleben, was es heisst, reich und arm zu sein, lernen mit Glück und mit Unglück umzugehen, üben Verantwortung zu tragen, aber diese auch abzugeben. Erfahren, was es heisst, sich in einem männlichen, wie auch in einem weiblichen Körper, zurechtzufinden. Lernen die Abgeschiedenheit des geistigen Lebens, wie auch den Sog der materiellen Welt, kennen.

Doch, jede einzelne Richtung bedarf einer ganzen Reihe von Leben, denn es darf nicht vergessen werden, dass die erlebten Erinnerungen und Gewohnheiten, mit all ihren Vorlieben und Abneigungen, auch in einem nächsten Leben noch immer voll wirksam sind. Darum beginnen wir ein neues Leben oft mit Widerstand, besonders, wenn uns unsere neue Inkarnation, in ein ganz anderes Land, in eine ganz andere Kultur und ganz andere soziale Verhältnisse bringt, als unsere Erinnerung noch in uns lebt. Wir können sogar unsere eigene Familie, anfänglich noch als fremd empfinden.

Wie hilfreich ist es zu wissen, dass jedes Leben nur ein neuer Schritt auf einem langen Weg ist. Dass uns immer wieder aufs Neue die Möglichkeit gegeben wird, dasjenige zu tun, was man noch nicht kann, das zu lieben, was einem noch Mühe macht, es als liebenswert zu empfinden. Unsere Wege sind nicht nur mit dem Sog unserer Seele, sondern auch mit unseren karmischen Verpflichtungen verbunden.

Was für ein Geschenk ist die Möglichkeit der Wiederholung, was für eine Hilfe zu wissen, dass es viele Wege, viele Möglichkeiten und Gelegenheiten gibt, um sich zu erproben, um sich selbst zu begegnen.

Und wenn man sich selbst schon als Wanderer auf einem langen Weg erkannt hat, erlebt man jenes unendliche Glücksgefühl, das innere Freiheit heisst.

 

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VII. - Gedanken 2017 September

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VII.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute

Die neuen Energien des Wassermann Zeitalters

Die neuen Energien des Wassermanns werden die Synthese fördern und die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit grundlegend verändern, was eine tiefere und reichere Erfahrung der Realität mit sich bringen wird. Telepathie und die Fähigkeit für das ätherische Schauen werden zu unserer normalen Ausrüstung gehören, und nicht wie jetzt, nur relativ selten sein.

Die erwachende Fähigkeit, für die ätherische Sicht, wird für die Menschheit eine ganz neue Welt eröffnen, wenn die Schönheiten der feinstofflichen Ebenen sichtbarer werden und die strahlenden Farben der Energiezentren, die Grundlage für neue Studien sein werden.

   Mit diesen erwachenden Fähigkeiten wird eine der grössten Veränderungen, in den Zeiten des Wassermanns, stattfinden und unsere Einstellung gegenüber dem Tod endgültig verändern. Denn, die Menschheit wird klar erkennen, dass der körperliche Tod nur der Übergang in einen neuen und freieren Zustand ist. Dass sich die Seele, während ihrer langen Reise durch die vielen Inkarnationen, immer wieder einen Träger nach dem anderen baut, durch den sie sich auf der physischen Ebene darstellt. Und, wenn der Körper alt wird und seine Kräfte erschöpft sind, wird man den Tod mit Freude, als Schwelle zur Erneuerung und zu weiteren Erfahrungsmöglichkeiten, herbeisehnen.

   Auch Ärzte und Heiler werden immer mehr zusammenarbeiten. Denn, die Spezialisierung hat auf vielen Gebieten bereits grosse Fortschritte gemacht, doch die Spezialisierung auf einem Gebiet macht leicht blind für andere Bereiche. Schon heute beginnen verschiedene Fachleute, zum Wohle der Kranken, zusammenzuarbeiten. Spezialisierte Ärzte verbinden sich mehr und mehr mit Homöopathen, Akupunkteuren oder mit jenen Spezialisten, die den Energiefluss im Körper durch die Chakren, die sich in den feinstofflichen Ebenen befinden, beeinflussen. Auch die Astrologie wird mehr und mehr integriert, um eine mitgebrachte Eigenart klarer zu verstehen, und die stark prägenden Stressthemen eines Lebens, durch die Muster der Strahlenstruktur, zu erkennen.

Im letzten Wassermann-Zeitalter, ungefähr vor 26.000 Jahren, war der grösste Teil der Menschheit noch in kleinen Gruppen über die ganze Erde verteilt. Bis auf einige spätatlantische Überreste – wie Poseidons und einige südamerikanische Kulturen – waren diese Gruppen hauptsächlich Jäger, häufig auch Nomaden, die den jahreszeitlichen Wanderungen des Wildes folgten. Einige waren auch Schafhirten oder Fischer.

Die Wassermann-Energien bewirkten damals die Vereinigung vieler dieser Gruppen zu grösseren Einheiten, was das Jagen sicherer und erfolgreicher machte. In Europa, beispielsweise in Spanien und Frankreich, zeugen die Höhlenmalereien von einem hohen Stand, der sogar einen künstlerischen und magischen Ausdruck erreichte. Grössere Einheiten verbrachten längere Aufenthalte an einem Ort und führten allmählich zur Agrargesellschaft und zur Gründung von Farmen, Dörfern und schliesslich von kleinen Städten.

Jede Rasse hat die Aufgabe, ein spezielles Werkzeug des Bewusstseins zu erbauen. Die erste Rasse, die lemurische, hatte das Ziel, den physischen Körper zu vervollkommnen, und diesen frühen Menschen, physisches Bewusstsein zu verleihen. Die nächste Rasse, die atlantische, hatte das Ziel, den astralen Körper, die empfindende Gefühlsfähigkeit, zu entwickeln, der auch heute noch unser mächtigster Bewusstseinsträger ist. Unsere gegenwärtige Rasse hat die mentale Fähigkeit zu vervollkommnen. Denn, zurzeit werden vor allem nur die konkreten Aspekte des Denkvermögens gebraucht, und deren Erfolge sind die gegenwärtige Wissenschaft und Technologie.

So werden die grossen Bewusstseinsveränderungen der Zukunft mit grosser Wahrscheinlichkeit in der Politik und der Wirtschaft stattfinden. Nur durch einen politischen und wirtschaftlichen Umbruch, können die vorhandenen Strukturen, in eine neue Form gebracht werden.

Kreativität ist auch nichts anderes als die Manifestation der göttlichen Schöpferkraft, das wesentlichste Vorhaben der Seele. Die Frage ist nur: „Was kann der Einzelne tun und erreichen?“ und die Antwort wäre:„Die Kraft des Denkens zu gebrauchen und Gedankenströme in die Welt hinauszuschicken. Gedankenformen, die Veränderungen, im Bewusstsein der Menschen, hervorrufen können.“

Die geistige Hierarchie arbeitet auf diese Weise. Ihre unterstützenden Energien und anspornenden Kräfte werden von denen, die bereits eine entfaltete Intuition in sich tragen, wahrgenommen und durch Verpflichtung und Verantwortung in die Welt weitergeleitet.

Diese bewusstseinserweiternde Arbeit wird auch von Seelen, die nicht in physischer Verkörperung sind, unterstützt. So kann sich jeder Mensch, meditativ, auch mit seinen Seelen-Brüdern, Seelen-Gruppe, verbinden und sich einfach begleiten und führen lassen.

Denn darauf, was die bewusst lebenden und denkenden Menschen ausstrahlen, reagieren all die unbewusst Lebenden. Ob im Bereich der Politik, der Wirtschaft oder durch die bewusstseinserweiternden spirituellen Impulse. Gedanken bewirken Erkenntnis. 

Nur, wenn diese Erkenntnisse nicht in das Leben, in den Alltag integriert werden, bieten sie lediglich ein Mittel zur Flucht vor der Wirklichkeit.

In den Rhythmen der Veränderungen atmet der Kosmos - Gedanken 2017 August 15

In den Rhythmen der Veränderungen atmet der Kosmos

Die Rhythmen der Veränderungen begleiten jeden bewussten Weg. In der Natur lebt dieses ewige Gesetz, als  Gezeiten der Jahreszeiten, und genauso atmet auch die Seele in den Rhythmen der Inkarnationen. Zwar – vom Standpunkt der Seelenerfahrung – erscheint es, als würden wir in manchen Leben einfach nur still stehen, ohne dass sich etwas Wichtiges ereignet, während andere Leben voller Erfahrungen und Wachstum sind. Doch, die zeitweiligen Ruheperioden sind meistens Vorbereitungen für einen nächsten, neuen Impuls.

Wichtig ist aber zu wissen, dass auch die kleineren Zyklen, die uns innerhalb eines Lebens berühren, sich auch ständig verändern. Und diese zyklischen Impulse treten, im Leben eines Suchenden, mit viel grössserer Heftigkeit, Geschwindigkeit und manchmal sogar mit Gewalt auf, als im Leben eines Menschen, der mit seiner Entwicklung noch nicht bewusst verbunden ist. Sie gelten als die Berg- und Talerfahrungen eines Suchenden, der einmal im Sonnenlicht und dann wieder im Dunkeln wandert. Manchmal erleben wir die Freuden einer Gemeinschaft und dann plötzlich sind wir wieder allein. Eine zeitlang ist unser Dienst eine fruchtbare, befriedigende Erfahrung und es scheint, dass wir wirklich helfen können, bis dann wieder eine Zeit, mit einem Gefühl folgt, dass wir nichts zu bieten haben. An manchen Tagen ist uns alles klar, wie wenn wir auf einem Berggipfel stehen würden und die geistige Verbindung klar wahrnehmbar ist. Dann wieder scheint es, als ob Wolken herabsinken, und alles wieder ungewiss ist.

Es beschäftigt uns stark, und wir fragen uns immer wieder aufs Neue, wie lange diese unausgeglichenen Erfahrungen, von den grossen Gegensätzen, noch andauern sollen? Und es braucht Zeit, bis wir begreifen, dass es die Reaktion unseres eigenen dreifachen Körpers – unseres physischen, unseres Gefühls- und Mentalkörpers - ist, der von der Seelenenergie abwechselnd berührt wird, und deshalb so unausgeglichen reagiert. Das heisst, wir sollten weder jubeln bei freudigen Erfahrungen, aber auch nicht betrübt sein während den Zeiten der Talwanderungen.Wenn wir, mehr und mehr, lernen im Seelenbewusstsein zu leben, werden wir erfahren, dass die Schwankungen des physischen Lebens uns immer weniger berühren. Die alten Schriften nennen diesen Lern-Weg, den „Messerscharfen Pfad“, der von der Ebene des physischen Lebens in das Seelenbewusstsein führt, aus der sich ständig wandelnden Sinneswelt, in die Welt der Wirklichkeit.

Ein wichtiges Lernziel ist auch, dass wir die Stille lieben lernen, dass wir „einem Ort der Stille“ auch in uns selbst begegnen. Ruhe und Ausgeglichenheit müssen wir in uns erarbeiten, bevor unser inneres Gleichgewicht entstehen kann. Auch das Schweigen, das aus dieser inneren Ruhe kommt, sollte gepflegt werden. Denn, die Beständigkeit unseres inneren Gleichgewichtes ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Lehrer uns erreichen können.

Und, wenn unser Bewusstsein, in den helleren Seelenbereichen, ein neues „Zuhause“ für sich errichtet hat, wenn wir zum ersten Mal, von diesem zentralen Punkt, als das ewige „Ich“, auf unsere vergängliche „Persönlichkeit“ schauen, wie sie handelt, wie ihre emotionalen Reaktionen sind, wie sie agiert, dann werden wir eher unerfreut sein.

So beginnt ein Üben, dass wir unsere eigenen Mängel nicht nur anschauen, sondern sie auch annehmen und akzeptieren mit all dem, was wir schon können, und auch mit dem, was wir noch nicht können. Schliesslich ist die Fähigkeit, im Seelenbewusstsein zu sein, ein wachstumsbedingter Prozess und damit haben wir schließlich erst begonnen.

Damit beginnt ein wichtiger neuer Zyklus. Wir lernen, erst noch zaghaft, dann aber immer sicherer Entscheidungen zu treffen. Nicht in der Wahl zwischen den geistigen und den weltlichen Wegen, sondern wir lernen richtig zu handeln, wenn wir vor eine Wahl gestellt werden. Denn, durch die Erfahrungen lernen wir immer bewusster zu erkennen, ob das, was wir gerade vorhaben, wichtig ist für unsere Persönlichkeit oder wichtig für unsere Seele. Wenn wir dann entschlossen, die für uns als das Beste erscheinende Richtung gewählt haben, lernen wir auch unserer inneren Stimme zu folgen. Denn, nur durch Erfahrungen werden wir diese leise Stimme unserer Seele immer klarer erkennen und sicherer verstehen.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VI. - Gedanken 2017 August

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel VI.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute

Die Persönlichkeit als Instrument der Seele

Unsere Persönlichkeit besteht aus drei Ich-Anteilen. Aus dem ICH des Körpers, dem ICH der Gefühle und dem ICH der Gedanken. Bei einer voll entwickelten Persönlichkeit sind diese drei  ICHS schon in einer harmonischen Einheit verbunden, und keines ist wichtiger oder wertvoller als das andere. Die Seele braucht ein einheitliches, und in jeder Situation, funktionsfähiges Instrument für ihre Wege.

Die Gleichschaltung unserer Dreiheit dauert lange. Am Anfang unseres Weges lieben wir vor allem unseren Körper, mit all seinen Qualitäten, Fähigkeiten und Leistungen und sind vor allem auf unser Körper-ICH stolz. Wir sind aber, schon seit Atlantis, auch für grosse Gefühle fähig, und verbinden uns gerne mit einer schillernden Gefühlswelt. Einer Welt, mit hochschwingenden Emotionen, wo unser Gefühls-ICH, von Hoffnung zur Angst, von hohen Glücksgefühlen bis zu den tiefsten Verzweiflungen, immer aufs Neue, hin und her gespült wird. Oder, unser ICH ist in der Gedankenwelt verankert, bewertet die Welt eher kühl und distanziert und hat Mühe mit Nähe, und mit dem sich ständig verändernden Leben.

Solange unsere individualisierte, ganzheitliche und tragfähige Persönlichkeit noch nicht entstanden ist, leben wir in den mitgebrachten, aus vergangenen Leben noch in uns wirkenden, Gewohnheiten oder, folgen den Werten des uns umgebenden und uns prägenden Umfelds. Aber die Persönlichkeit ist nicht unser ewiges ICH, sie ist vor allem ein wichtiges Instrument, durch welches die Seele das Leben erfahren möchte. So spüren wir, meistens auf den Höhepunkten des Lebens, dass es Zeit ist, unsere Fähigkeiten, nicht nur für unser kleines ICH, sondern für das Lebensziel unserer Seele zur Verfügung zu stellen.

Es ist die leise Stimme unserer  Seele, die auf die wirklichen Ziele eines Lebens hinweist und eine strahlende Persönlichkeit zur Veränderung mahnt. Nur, unser stolzes Ich mag solche Forderungen nicht hören, und schon gar nicht erfüllen. Doch die Seele lässt uns immer deutlicher spüren, dass wir etwas aufgeben sollten, damit unser wirkliches ICH, unsere Seele wachsen und sich weiter entfalten kann. Vielleicht ist es an der Zeit den Beruf zu wechseln, sich gedanklich neu zu orientieren, die Gefühle zu ordnen oder...  Aber, ein zunehmendes Gewahrwerden der Seele kann die Krisen der Umorientierung einleiten, die heutzutage  so weit verbreitet sind.

Sind wir nicht bereit, die notwendigen Schritte zu tun, kann es sein, dass das Schicksal uns hilft und uns zum Handeln zwingt. Unter der gegenwärtigen Konstellation, kann das auf eine plötzliche und scheinbar unausweichliche Art geschehen, sodass wir zuweilen den Eindruck haben, unkontrollierbaren Kräften ausgeliefert zu sein. Vertrauen wir jedoch dem Prozess, könnten wir die Erfahrung machen, dass uns lediglich nur das genommen wird, was uns auf unserem weiteren Weg sowieso nur behindern würde.

In unseren Tagen haben wir grosse Chancen, unseren tiefsten Tiefen zu begegnen und nach dem zu forschen, was uns als Persönlichkeit wirklich ausmacht, was unsere wirklichen Schätze sind, die in unserem Leben bisher zu kurz gekommen sind. Doch, es ist immer wieder verlockend, bei unangenehmen Erfahrungen oder Schicksalsschlägen nach Schuldigen und Sündenböcken zu suchen und diesen die Verantwortung für unser Los zuzuschieben. Nur, das würde uns um eine wichtige Erfahrung bringen, und um die Möglichkeit, unsere eigene Kreativität anzuzapfen, unseren Durchhaltewillen zu stärken und unsere bereits vorhandenen Erfahrungen erkennen.

Die drei Teile des Ichs, das physische, das emotionale und das mentale, lernen durch die Jahrtausende, durch unzählige Inkarnationen, die Einswerdung des Ichs. Denn, die Persönlichkeit als Instrument der Seele, ist ein stellvertretender Akteur auf der Bühne des Lebens. Durch sie kann die Seele, unser ewiges ICH, die Wege der Wandlung und Reifung gehen. Mit der Zeit öffnet sich auch unser Bewusstsein für den Sinn des Lebens, für die Ziele unserer Seele, und wir werden immer fähiger, die von der Seelenebene strömenden feinstofflichen Energien zu empfangen

Die Bewusstwerdung ist unser Ziel, das Erwachen unsere Bestimmung, um zu erkennen, dass das Leben sinnvoll ist und sich auf ein Ziel hinbewegt.

 

 

Unsere Wahrheiten sind mit unserer inneren Entwicklung eng verbunden - Gedanken 2017 Juli 15

Unsere Wahrheiten sind mit unserer inneren Entwicklung eng verbunden

Jede Zeit und jede Wahrheit gehören zu einem Entwicklungsschritt, ob sie durch die Gedanken der Logik, durch die Empfindungen innerster Intuitionen oder aus Glaubenswahrheiten entstanden sind, sie sind immer nur Teilwahrheiten des Weges, die dem Wandel unterliegen. Jede erkannte Wahrheit, auf den Wegen der Entfaltung, kann auch nur ein Aspekt, einer viel grösseren und umfänglicheren Wahrheit sein. Um die grösseren Dimensionen zu verstehen, müssen wir noch viel weiter gehen, noch viel weiter wachsen, um die grossen Zusammenhänge einer kosmischen Ganzheit verstehen zu können.

Heute brauchen wir noch Sicherheiten und richten uns mit Vorliebe nach Wahrheiten, entsprechend unseres Verständnisses. Wir sind noch grösstenteils Gefangene unserer Gedanken- und Vorstellungswelt, mit denen wir unsere Barrieren errichten, um all das auszuschliessen, was mit unserer heutigen Denkweise nicht identisch ist.

Die Zeit wird aber kommen, wenn sich unsere inneren Dimensionen erweitern, und wir bereit sein werden, unsere Wahrnehmungen nicht allein, und nur von der physischen Ebene, anzunehmen, sondern auch unsere Empfindungen von den seelischen und sogar von den geistigen Ebenen zu erkennen. Schon allein die Bereitschaft kann uns, Stufe um Stufe, zu immer neuen Wahrheiten führen. Unsere Wahrheiten verändern sich schon, wenn wir in unseren Gedanken eine grössere Dimension des Lebens, eine grössere Zeit- und Raumspanne zulassen. Wenn wir uns erlauben, auch an das zu glauben, was wir mit unseren, so stark eingeschränkten, physischen Augen noch nicht sehen. Und, wir werden mehr und mehr auch jener inneren Stimme vertrauen, die uns immer wieder, sowohl Gedanken, wie auch Gefühle vermittelt.

Doch, warum haben wir so viel Mühe auf diese inneren Impulse zu hören? Warum haben wir Angst unsere »Wahrheiten« zu verändern, wenn es für uns innerlich nicht mehr stimmt? Wir leben vor allem in ererbten kollektiven Wahrheiten, die für unsere individuellen Schritte nicht mehr stimmen. Viele von uns sind heute in diesem Zwiespalt, in einem Zustand, in dem die inneren und äusseren Wahrheiten nicht mehr identisch sind. Und doch tragen wir die alten Wahrheiten noch in uns, und nach aussen identifizieren wir uns damit, auch dann noch, wenn diese Wahrheit für uns innerlich schon lange nicht mehr stimmt. Die Folgen sind Unruhe, Unsicherheit, Müdigkeit, Unwohlsein und wir empfinden uns oft in unserem eigenen Körper wie gestaut.

Weil Körper und Seele zusammen gehören bilden sie einen, aufeinander abgestimmten, wunderbaren Mechanismus, der nur in der Zusammenarbeit Fortschritte erzielen kann. Die Grundessenz der Spiritualität ist, dass sich der Geist mit der Seele vereinen, und die Seele mit der physischen Ebene eins werden soll. Unsere Aufgabe ist, diese Verbindung, von unserer Ebene aus zu erbauen. Das Geschenk der Freiheit ist, dass wir selbst bestimmen können, wann wir dazu bereit sind. Wenn für uns die Zeit, für eine aktive und bewusste Zusammenarbeit mit der Seele, da ist, denn wir müssen diese Verbindung auch wollen.

Aber, solange wir die Zusammengehörigkeit der physischen und der seelischen Ebenen nicht erkennen und sie unterschiedlich bewerten, leben wir in einer Entweder-oder-Haltung und identifizieren uns nur mit dem einen oder nur mit dem anderen Ich-Anteil in uns. Dann teilen wir uns in zwei Ich-Bereiche auf, von denen der eine gut und der andere schlecht ist.

Unser Problem ist, dass wir die Polaritäten des Lebens als Gegensätze und nicht als etwas Ergänzendes betrachten. Solange wir die eine Seite des Lebens, und damit auch eine Seite von uns, als gut und die andere als schlecht betiteln, werden wir Mühe haben, die Verbindung mit unserer eigenen Zweiheit bewusst zu vollziehen. Dann fällt es uns schwer, unsere Ganzheit zu erkennen und wir merken nicht, dass sie auch ohne unsere Erlaubnis zusammen wirken.

Seele und Körper, das Bewusste und das Unbewusste, gehören nicht nur zusammen, sie sind auch in einer ständigen Interaktion. Und das gibt uns die Möglichkeit, auf der physischen Ebene Erkenntnisse zu sammeln und das Neue, mehr und mehr zuzulassen.

So erweitert sich unsere Wahrnehmung und auch das, was wir als „Wahr“ erkennen können, und die Impulse der Seele führen uns in immer höhere Dimensionen.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel V. - Gedanken 2017 Juli

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel V.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute.

Wir haben zwei verschiedene Alter in uns

In einem irdischen Leben wachsen wir nicht nur physisch, wir haben die Möglichkeit auch seelisch zu reifen, in jedem Leben etwas dazu zu lernen. Das physische Leben beginnen wir als Kleinkind, danach erleben wir die Pubertät und später die Stufen des Erwachsenenalters, falls wir ein hohes Alter erreichen. Genauso erlebt auch unsere Seele ihre Reifung, vom kindlichen bis hin zum inneren erwachsen Sein, doch sie braucht dazu unendlich viele Inkarnationen. Die Seelenqualität entsteht ja aus der „Essenz“ unserer Erfahrungen.

So wachsen und entwickeln wir uns in jedem Erdenleben, einerseits physisch, anderseits seelisch, also gleichzeitig auf zwei Ebenen. Wir entfalten uns als Persönlichkeit, und unsere Seele wird immer reifer. Das physische Alter ist durch unseren Körper ersichtlich, das Alter unserer Seele zeigt sich durch unseren Entwicklungsstand. Natürlich weist diese „Zweiheit“ in uns oft sehr grosse Unterschiede auf, wie zum Beispiel, wenn wir nach aussen hin, schon ein erfolgreicher Mensch sind, aber unsere Seele noch ein kleines Kind ist. Dadurch wird auch unser Benehmen einem kleinen Kind ähneln. Ist unsere Seele aber schon älter, wird für uns der Anfang einer irdischen „Zweiheit“, in einem winzig kleinen neuen Körper, der in seinen Möglichkeiten noch sehr beschränkt ist, nicht einfach sein. Das ist auch der Grund, warum manche Babys so viel schlafen, denn die Seele braucht noch von Zeit zu Zeit die Freiheit.

Dieses zweifache Alter in uns, ist auch der Hauptgrund dafür, dass wir nicht alle gleich sind, und dass wir uns oft nicht so benehmen, wie man das von unserem physischen Alter erwarten würde. Die Erziehung kann daran nichts ändern, denn eine Erziehung kann nur das hemmen oder fördern, was schon vorhanden ist, aber den Entwicklungsstand der Seele kann sie nicht verändern. Weil, nicht das physische, sondern das innere Alter darüber entscheidet, wofür ein Mensch fähig oder wozu er bereit ist.

So verrät unser Verhalten, unsere Mentalität, unser inneres Alter. Unsere innere Haltung, unsere Einstellungen, unser Tun und Denken, Vorstellungen, Interessen und Gewohnheiten, sind mit der Reife unserer Seele verbunden. Für ein kindliches Benehmen sind die Eigenschaften: die Egozentrik, die Ichbezogenheit und die Erwartungshaltung von Liebe und Geschenken, das Festhalten an Vorstellungen und die Identifikation mit dem Besitz. Aber auch die Kampflust und die Rechthaberei, die Aggressivität und Destruktivität oder deren Kehrseite das Selbstmitleid und die Sentimentalität, Wehleidigkeit und in deren Folge die Rachsucht und der Hass. Dies alles sind klare Symptome einer kindlichen Eigenart.

Innerlich reif zu werden braucht einen langen Entwicklungsweg, braucht tausende von Leben, bis wir zunehmend einsichtig, liebesfähig und hilfsbereit werden und nicht mehr ausschliesslich nur an uns selbst denken. Der Weg der inneren Wandlung ist lang, doch wir brauchen all diese Prozesse der Reifung, um dadurch erwachsener und reifer zu werden.

Vor allem aber ist es die Liebesfähigkeit, die für unsere Mentalität ausschlaggebend ist. Lange Zeiten hindurch wollen wir – wie kleine Kinder – nur das lieben, womit wir uns auch identifizieren, und uns ganz eins fühlen können. Die nächste Stufe ist dann die besitzergreifende Liebe, wenn das, was wir lieben, nur uns gehören soll, und die nächste Station ist das sogenannte Niemandsland der Liebe, wo wir niemanden brauchen, niemanden lieben und wir genügen uns selbst. Die echte Liebesfähigkeit beginnt erst, wenn wir anfangen, uns anderen gegenüber zu öffnen, doch wir können, wenn nötig, uns auch zurücknehmen.

Jede einzelne Stufe gehört zu unserem Wachstumsweg, wir können keine einzelne auslassen, denn, indem wir auf einer Sprosse stehen, bereiten wir uns damit schon auf die nächste vor. Wir sind nicht nur alle gleich, wir gehen auch auf demselben Weg, auch dann, wenn jemand in seiner inneren Entwicklung noch auf einer Stufe steht, die wir selbst, vielleicht schon längst, hinter uns gebracht haben.

Doch die meisten von uns – auf unserer Erde – sind noch ziemlich junge Seelen, haben den gleichen Ursprung, dasselbe Ziel, und derselbe Geist leitet unsere Entwicklung. Die grosse Ungleichheit unter den Menschen besteht grösstenteils durch ihr unterschiedliches inneres Alter und Reifegrad. Doch genau das gibt uns die Gelegenheiten, voneinander zu lernen. Nur leider verschliessen viele ihre Herzen gegenüber ihren Brüdern, wenn sie zu einer anderen Rasse, einem anderen Stand oder einer anderen Nation gehören. Doch, aus der Warte der Seele sind das wirklich nur sehr oberflächliche Unterschiede.

Unser aller Leben fliesst aus derselben Quelle, wir alle sind Teil einer grossen Familie und lernen, die Wege der Reifung, auf eine immer neue Art zu gehen.

Wenn sich Himmel und Erde, Seele und Körper, Gedanken und Gefühle verbinden, entsteht Liebe - Gedanken 2017 Juni 15

Wenn sich Himmel und Erde, Seele und Körper, Gedanken und Gefühle verbinden, entsteht Leben.

Leben wir bewusst, erkennen wir die Zusammenhänge. Erkennen die grössere Ganzheit, von der wir ein winziges, aber wichtiges Teilchen sind. Unser Licht ist ein wichtiger Funke, unsere Fähigkeiten ein wichtiger Baustein und, zusammen mit dem Wind und den Bäumen und den strömenden Gewässern, verändern unsere Gedanken und Taten die Welt täglich. Aber, wir üben noch immer und lernen, wenn auch langsam, was es heisst, ein kosmisches Kind zu sein, was es bedeutet, in eine allumfassende Liebe, integriert zu sein. So ist die Bewusstwerdung einer unserer wichtigsten Schritte.

Aber auch das sollten wir nicht vergessen, dass unser jetziges Leben nicht unser einziges ist, sondern eine gegenwärtige Erfahrung unserer Seele, die bereits schon hunderttausende von Inkarnationen erlebt hat. Alle Inkarnationen, diese gesamten Erfahrungen, sind in unserer Seele gespeichert. Alles, was wir erleben und schon erlebt haben, weiss die Seele noch. Darum gehen die Erinnerungen, weder aus diesem Leben, noch aus allen anderen Inkarnationen, nicht verloren. Sobald wir die Verbindung mit unserer Seele aufnehmen, kann sie uns die Erfahrungen, die sie über Jahrtausende, in all den verschiedenen Inkarnationen gesammelt hat, als Intuition, als ein inneres Wissen, weitergeben.

Je mehr wir unsere Gedanken erweitern und beleben, umso klarer funktioniert die Intuition, die eine Qualität der Seele ist. Darum ist die Meditation eine so wunderbare Gelegenheit, sich in Konzentration zu üben, um mit unseren kreativen Gedanken die Brücke zur Seele und zum Himmel zu erbauen. Dadurch wächst auch der Glaube, was nichts anderes als Vertrauen ist. Und Vertrauen ist eine wichtige Tugend, die nichts mit blindem Glauben zu tun hat, im Gegenteil. Ein wirkliches Vertrauen ist echter Glaube und erwächst dort, wo die Intuition, die Stimme der Seele, einem inneren Wissen begegnet.

Es fällt uns nur schwer, einen Sinn für die richtigen Proportionen zu finden. Ein Gleichgewicht, zwischen der Tätigkeit des inneren, und der Arbeit des äusseren Menschen, herzustellen, was gar nicht so leicht zu erreichen ist. Viele Menschen sind der Meinung, dass wenn man schon auf der „richtigen“ Spur ist, man es im Leben leicht haben wird. Aber, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, ist nicht unbedingt die richtige Lebensweise. Die Kunst ist eher, sich einmal für den Weg des geringsten und ein anderes Mal für den des grössten Widerstandes zu entscheiden, was jene Spannung schafft, die das innere Feuer der Bereitschaft entfacht.

Denn, wir sind mitten im Leben und müssen den Anforderungen des Lebens begegnen. Den Lebensunterhalt verdienen, die familiären Pflichten erfüllen und unsere spirituellen Aufgaben wahrnehmen. Das heisst, in der Welt voll integriert zu sein, die Verantwortung als Mensch voll anzunehmen und die Aufgaben nicht besser und nicht schlechter als andere erfüllen. Auch das eigene Karma zu akzeptieren und das tägliche Leben so zu nehmen, wie es kommt. Sich weder unterkriegen zu lassen noch sich zu wichtig zu nehmen, sondern mit grösstmöglichem Gleichmut zu reagieren, ohne unnahbar zu sein.

Eines, unserer Ziele ist, die Qualität der Hoffnung in uns zu integrieren. Nicht die wunscherfüllende, mit ihrer astralen Natur, sondern die Hoffnung im okkulten Sinn. Die Hoffnung durch das Wissen der Gesetze des Lebens. Und wenn es uns bewusst wird, dass wir selber die Seele sind, dann werden wir sowohl Vertrauen wie auch Hoffnung haben. Denn, Vertrauen und Hoffnung entspringen der gleichen inneren, intuitiven Erkenntnis, dass wir zu einem bestimmten Zweck hier sind. Man kann zwar dem Körper, auf der äußeren, physischen Ebene, alles Mögliche antun, aber unserem Sein, kann man nicht wirklich schaden.

Vertrauen ist die Qualität der Seele und Hoffnung die Kraft, die das Leben mit Freude erfüllt. Dankbarkeit lebt in unseren Herzen, dass der Himmel auf seine Kinder schaut, und ihre Wege begleitet.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel IV - Gedanken 2017 Juni

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel IV.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute.

Die Familie

Wir sind „Kinder“ Gottes und allesamt Brüder und Schwestern. Einige von uns sind – in spiritueller Hinsicht – schon älter und reifer und haben die Aufgabe, den jüngeren Geschwistern zur Seite zu stehen.

Aber, am Anfang unserer Entwicklung inkarnieren wir noch gerne zu Eltern, die zu derselben Seelenfamilie gehören wie wir. Als junge Seelen brauchen wir noch, wie auch kleine Kinder, viel Schutz und Hilfe, wie auch Anweisungen, bei der Bewältigung unserer irdischen Existenz, damit wir uns sicher und wohl fühlen können. Für eine junge Seele ist es schwer, das irdische Leben allein, ganz nach eigenem Ermessen, individuell zu gestalten. Darum werden Familienkonstellationen oft, von Generation zu Generation, beibehalten.

Auch in späteren Entwicklungsstufen inkarnieren wir noch mit Vorliebe zu Eltern aus der eigenen Grossfamilie, wodurch die Eigenarten und Charaktere, die typischen Merkmale dieser Familie, entstehen. Und, die entstehen, weil es oft dieselben Seelen sind, die wieder und wieder in dieselben Grossfamilien inkarnieren. Das sich wiederholende Verhalten bringt auch ähnliche Schicksale, sogar über viele Generationen, manchmal Jahrhunderte lang, denn wir ändern uns ja nicht so gern.

Die Lockerung der Abhängigkeit von Familienmustern erfolgt nur, wenn wir beginnen, immer weniger Verhaltensmuster zu übernehmen, und lernen, unser Leben zunehmend eigenständig zu gestalten. Je weiter wir in unserer inneren Entwicklung sind, umso weniger wichtig ist es, ob unsere irdische Familie aus Mitgliedern der eigenen Seelenfamilie stammt oder nicht. Ob die Menschen um uns, dieselben Werte, Ansichten und Ziele in sich tragen wie wir oder nicht. Auf den Wegen der Individualisierung werden uns die eigenen Erfahrungen immer wichtiger, und wir werden immer fähiger, aus dem Unbewussten, aus unserem innersten Wissen zu schöpfen.

Und wenn wir eine nächste Inkarnation - unser nächstes Leben, betreffend Eltern und Milieu -planen, suchen wir, in welches Land oder Erdteil wir geboren werden möchten. Nur das wird  berücksichtigt, was hilft, die vorgenommenen Aufgaben zu bestehen. Doch kann es geschehen, dass uns an einem neuen Lebensanfang unsere Familie so fremd und so „kalt“ erscheint, dass wir das Gefühl haben, „der Storch hat uns doch an einer falschen Tür abgesetzt“. Denn, das Seelenziel, in den Anfängen eines neuen Lebens, ist uns noch nicht bewusst. Wir erinnern uns auch nicht mehr, dass wir dieses Leben, und das dazugehörende Lernen, selber gewählt haben, um unsere Seelenqualitäten zu erweitern. Aber wirklich allein sind wir trotzdem nie. Eine liebe Person, irgendwo in der Nähe, als ein „Engel auf Erden“ ist immer um uns, wenn eine Seele „es schwer hat“ und sich alleine fühlt.

In den höheren Entwicklungsstufen ist ausschliesslich der Schicksalsplan, für die Vorbereitung eines Lebens, entscheidend. Die Seele braucht – für ihre vorgenommenen Aufgaben – vor allem einen biologischen Organismus, einen, dem Plan entsprechenden Körper, ein geeignetes Instrument. Eine Seele sucht manchmal sehr lange die entsprechenden Eltern, die, durch ihre Eigenarten, genau diesen Körper geben können, der für die Seele den nächsten Schritt ermöglicht. Denn, das Verhalten, ihre geistigen Fähigkeiten und ihr bereits erreichtes Wissen, stammen sowieso allein aus dem Entwicklungsniveau der eigenen Seele.

Unendlich viele Erfahrungen braucht die Seele für ihre Reifung, bis sie wissend und fähig wird, auch die jüngeren “Geschwister“ zu begleiten. Das Leben aller Menschen hat einen höheren Sinn und ein individuelles Ziel. Die Herausforderungen bedeuten eine lange Wegstrecke, und das Lernen ist nicht auf ein einziges Leben beschränkt. Als spirituelles Individuum sind wir ein wichtiger Teil bei der Entfaltung des Lebens und den immer grösseren Verantwortlichkeiten für die Menschheit.

Denn, bedingungslose Liebe ist allumfassender Respekt, allen Menschen, auch denen gegenüber, die sich als Feinde und Gegner verhalten. Eine fortgeschrittene Seele stellt sich zur Verfügung, um die ethisch moralischen Themen auch nach aussen zu bekunden und ist bereit, sich politischen,  gesellschaftlichen oder caritativen Gemeinschaften anzuschliessen, um ein immer bewussterer und aktiverer Teil einer „Grossfamilie“ zu sein.

 

 

 

Wenn die Zeiten sich ändern - Gedanken 2017 Mai 15

Wenn die Zeiten sich ändern

Wenn wir jetzt, am Anfang des 21. Jahrhunderts, die derzeitige Orientierungslosigkeit, mit den beiden vorausgegangenen historischen Übergängen, zwischen Antike und Mittelalter, beziehungsweise zwischen Mittelalter und Neuzeit, vergleichen, können wir eine Reihe Parallelen entdecken, die sich in Religion, Kultur und sozialer Entwicklung bemerkbar machen.

Auch heute erleben wir, dass eine neue Zeit beginnt sich zu entfalten, und erfahren den Beginn eines neuen kosmischen Zyklus. Auch heute manifestiert sich die Unzufriedenheit gegenüber den etablierten Kirchen, und viele Menschen sind auch heute auf der Suche nach einer spirituellen Erfahrung. Denn, jede Energieform erschafft eine bestimmte Art des Lebens mit ihren, dazu gehörenden Gesinnungen, Gewohnheiten und Werten.

Das Wesentlichste im neuen Zeitalter wird aber sein, dass wir uns immer mehr um eine neue Form des Zusammenlebens bemühen werden, eine neue Form in Politik, Wirtschaft, Religion und in den sozialen Strukturen, sodass daraus mehr Stabilität und Frieden erwachsen kann. Dass nicht mehr Abermillionen an Hunger sterben und unzählige – in einer Welt der Fülle – heimatlos sind. Doch, als aller erstes, und das wird die grösste Wandlung, die grösste Veränderung der kommenden Zeit sein, das verändernde Bewusstsein der Menschheit. Denn, anders ist es ja gar nicht möglich, denn das Äussere ist immer die Reflexion des Inneren. Wenn wir innerlich zerrüttet sind, und nicht in Harmonie mit uns selbst, mit unserer Umgebung, unseren Freunden und Familie, können auch die äusseren Formen, die wir gestalten, die Zustände, die wir hervorrufen, und alles, was wir zum Ausdruck bringen und um uns herum schaffen, nur disharmonisch sein. Erst wenn wir uns im Gleichgewicht befinden, kann auch unsere Umwelt ins Gleichgewicht kommen.

Ein Bewusstseinswandel verlangt aber eine allgemeine Aufgeschlossenheit. So suchen heute viele Wissenschaftler, Philosophen und Denker aller Art, auf allen Gebieten, Mittel und Wege, um die neuen »Wirklichkeiten«, auf eine immer neue Art, verstehen zu können. Denn, nur durch die Bereitschaft verändert sich eine vorhandene Realität, ob unter dem Mikroskop oder unter der Kraft des Gedankens, durch Meditation oder durch andere individuelle Erfahrungen. Sogar die moderne Quantenphysik hat das heutige Denken dazu gebracht, Ideen zu akzeptieren, die schon seit Jahrtausenden zu den Grundsätzen des spirituellen Wissens gehörten. Denn, schon die Rishis der Vorzeit, die Meister der uralten Weisheit, haben von vielerlei Beziehungen, Zusammenhängen und Verknüpfungen, zwischen dem Göttlichen und dessen Widerspiegelung in Mensch und Natur, gesprochen, was die moderne Wissenschaft erst heute beginnt zu erforschen und für wahr zu halten.

Unser Bewusstsein ist nicht nur gespalten, sondern immer wieder, nur teilweise vorhanden. Wir sind uns unserer körperlichen Bedürfnisse bewusst und vor allem unserer emotionalen Bedürfnisse, und nur zu einem viel geringeren Grad sind wir unseres Denkapparates bewusst, weil es einfach in übernommenen Mustern denkt. Intuition und Inspiration sind die ersten Schritte auf dem Weg, auf dem der Mensch beginnt, sein eigenes Denken zu entfalten. Denn, das erfordert Willenskraft, Bereitschaft und eigene mentale Entscheidungen, um das Erkannte auch zu verwirklichen. Wir können nichts erreichen, wenn wir es uns nur wünschen.

Und wenn wir unseren eigenen Weg wirklich ernst meinen, müssen wir unsere Evolution selbst in die Hände nehmen. Der Weg besteht ja darin, dass wir uns bemühen, ihn zu gehen. Das Bewusstsein erweitert sich durch das Bestreben, zu dem zu gelangen, was über uns steht. Denn in der ganzen Schöpfung gibt es nichts, das nicht nach etwas strebt. Der kleine Grashalm, wie das grösste Leben. Aber solange wir uns nur nach einem Idealzustand sehnen und nicht bereit sind, dafür unseren Willen einzusetzen, werden wir unser Ziel nie erreichen.

Das Höhere erreicht man nicht dadurch, dass man nur lieb und nett ist, sondern dadurch, dass man bewusster wird. Die Einweihungen, die Evolutionsprozesse, haben mit der zunehmenden Erweiterung des bewussten Wahrnehmens zu tun, mit dem zunehmenden Gewahrsein dessen, was auch sein könnte. Die Seelenqualität steht in Verbindung mit der Denkfähigkeit des Menschen, ist aber höher stehend, weil sie eine Vision hochhält, zu der der Mensch hinstreben kann.

Aspiration entsteht durch das Gefühl, dass es auch Höheres gibt, als nur das, was wir in diesem Augenblick kennen und verstehen.

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel III. - Gedanken Mai 2017

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel III.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute.

Religion und Spiritualität

Die menschliche Entfaltung wird von grossen Religionen begleitet, die in den unterschiedlichen Entwicklungszeiten der Menschheit, und an verschiedenen geographischen Orten der Erde, entstanden sind, was ihre verschiedenen Darstellungen, und ihre so unterschiedliche Art und Weise, verständlich macht und erklärt.

Aber die ewigen Lehren, für jedes Volk und in jeder Zeit, wurden ausschliesslich in Symbole gekleidet, und niemals direkt ausgedrückt. Denn, die Gesetze sind immer und zu allen Zeiten dieselben, die schon seit vorgeschichtlichen Zeiten, in den verhüllten Formen, die Behälter für das mystische Wissen waren. Darum sollte auch keine mythologische Geschichte, kein ägyptischer Papyrus, kein indisches „Olla“, keine assyrische Tontafel, keine hebräische Schriftrolle oder christliche Bibel wortwörtlich gelesen und wörtlich genommen werden. Und doch werden sie, anstatt als symbolische Wahrheiten, wörtlich gedeutet, wodurch ihre wirkliche Bedeutung, im Laufe der Zeit, auch vergessen wurde.

Jede Religion hat eine wichtige lehrende, führende und beschützende Aufgabe und damit eine Mutterfunktion. Ihre schwierigste Aufgabe ist, wie für jede Mutter, den heranwachsenden „Kindern“ gegenüber gerecht zu werden. Aus diesem Grunde muss jede Religion, im Laufe der Zeit, jene notwendige Veränderung erleben, die unumgänglich ist, wenn eine lehrende Religion, in einer sich verändernden Welt, ihren Aufgaben gerecht werden möchte.

… doch manchmal erscheint es, als seien alle Religionen nur unterschiedliche Sehnsüchte der, in der Materie eingekerkerten, Menschenseele nach den „verlorenen“ himmlischen Sphären. Aber, wie auch der weisse Lichtstrahl, wenn er durch ein Prisma in die verschiedensten Farben zerlegt wird, wird auch der Strahl der göttlichen Wahrheit durch die Natur des Menschen, in den verschiedensten Religionen aufgesplittert. Das gebündelte, klare Licht stellt eine ewige Wahrheit dar, aber in Farben getrennt und im Laufe der Zeit wird diese Wahrheit immer mehr, in den Formen menschlichen Irrtums und Unvollkommenheit verhüllt.

Der Ganzheitsgedanke von Geist, Seele und Körper war im Urchristentum noch vorhanden. Auch Paulus verwendete den Gedanken der Dreiheit in seinen Briefen. Doch später wurde das Wesen des Menschen, durch die römische Kirche, auf Körper und Seele reduziert. Und von nun an gab es, in der Welt der Gegensätze, nur noch Licht und Schatten, kirchliche und weltliche Macht. Die göttliche Herkunft des Menschen wurde nicht mehr gelehrt, dafür der so genannte Sündenfall, durch den der Mensch sogar die Verbindung zu seinem Schöpfer verlor. Aus diesem Grunde muss er im „Exil“ leben, von wo der Weg der Rückkehr, nur durch verdiente Gnade möglich wird.

Die Zeit der Erneuerung begann, bereits inmitten des so genannten »dunklen Mittelalters«, im ausgehenden 15. Jahrhundert. Sowohl die Geistlichkeit, wie in zunehmendem Masse auch das Volk, begannen mehr Rechte von Kirche und Staat für sich zu verlangen. Denn, seit langem schon waren neben der Kirche auch die Könige die Hüter des Glaubens. Entsprechend prägten die Religionen auch das Denken der Menschen, und die Lehre dieser Zeit war, dass der Mensch der Mittelpunkt des Universums ist, und entweder erreicht er die Erlösung oder wird bis in alle Ewigkeit verdammt.

Die Umwälzungen der Neuzeit brachten das vorhandene Weltbild ins Wanken. Kopernikus bringt unwiderlegbare Beweise (was Aristarchos bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert lehrte), dass sich, weder die Sonne noch die Gestirne um die Erde drehen. Damit ist unsere Erde zu einem kleinen und unbedeutenden Planeten geschrumpft, der wiederum nur eine von den vielen Sonnen umkreist, die auch nur zu einer, von Milliarden Galaxien gehört. Die Menschheit hatte damit die Vorstellung verloren, dass sie den Platz in der Mitte der Welt innehat. Auch die Geschehnisse konnten nicht mehr nur Gott oder dem Teufel angelastet werden, und die Menschheit begann nach einem neuen Verständnis von Gott und die Beziehung zu ihm, zu suchen.

Die Zeiten des Erwachens sind die Zeiten, wenn wir bereit sind und beginnen, den eigenverantwortlichen Pfad des Wissens und des Verstehens zu gehen. Die Zeiten des Erwachsenwerdens sind die Zeiten, wenn für uns eine ganz neue Wegstrecke beginnt. Denn, das „Leben“ antwortet immer auf unsere Bereitschaft, und wir erhalten die Möglichkeit des Lernens. Die wirklich „Suchenden“ wurden schon immer, und in allen Kulturen, Epochen und Rassen begleitet, und durch die Lehren der alten Mysterien über die kosmischen Gesetze des Lebens geschult. Die alte Weisheit, das Wissen über unseren kosmischen Ursprung und Erbe, war für jeden ernsthaft Suchenden schon immer, in allen grossen Religionen – wenn auch nur in den obersten „Kammern“, und von der Öffentlichkeit versteckt – erreichbar gewesen. Und, diese Möglichkeit ist für die Menschheit  bis heute nicht verloren gegangen, denn die grossen Gottessöhne kommen und erscheinen immer, wenn unsere Not wieder einmal gross geworden ist.

Spirituelles Wissen vermittelt die Gesetze des Kosmos, und ist die Lehre über die Rhythmen des Lebens. Durch sie lernen wir Eigenverantwortlichkeit, erkennen die Wegkreuzungen, und ist Hilfe, wenn wir beginnen uns zu fragen: Was möchten wir wirklich, wohin sind wir unterwegs und wer sind wir überhaupt? Spirituelles Wissen ermöglicht, das Leben auf eine neue Art neu zu verstehen, unser Wissensdurst erwacht, und wir beginnen nach dem klaren „Weissen Licht“ zu suchen.

Aber bald erkennen wir, dass auch die spirituellen Wege des Wissens, genauso viele, voneinander abweichende Farben haben, wie die Wege des Glaubens. Auch das spirituelle Wissen hat– auf dem Weg zum Alltag – viele „neue Kleider“ erhalten. So stellt sich die Frage, welches stimmt für uns, welches kann uns weiterführen? Welche Farbe ist identisch mit unserer eigenen Lichtfarbe? Doch diese Antwort kann uns niemand, ausser unser eigenes Bewusstsein geben.

Der Weg ist lang, doch irgendwann erkennen wir, dass es die Religionen sind, die uns den Glauben und die Liebe zu Gott vermitteln, und die Spiritualität, die uns das Wissen über die Göttlichen Gesetze, und den Sinn des Lebens lehren,

…dass der Glaube und die Fähigkeit zur Liebe jener Grund sind, worauf das Wissen zur Weisheit wachsen kann.

 

 

Der Himmel und die Erde treffen sich in uns - Gedanken 2017 April 15

Der Himmel und die Erde treffen sich in uns

Wir sind eine Verbindung zwischen dem Vielen und dem Einen, eine Brücke zwischen dem Hier-und-Jetzt und dem Unendlich-Ewigen Sein, ein Mittler, zwischen dem was oben und dem was unten ist.

In der mystischen Literatur ist das Symbol für diesen Kanal unsere Wirbelsäule. Denn, der Prophet Jakob sah im Schlaf eine Leiter in seinem eigenen Körper, worin die Sprossen sein eigenes inneres Wesen waren. Entlang dieser Sprossen sah er Engel, die die Energien auf und ab trugen. Er sah, wie das, was auf Erden geschah, transformiert und zum Himmel emporgehoben wurde. Und aus den höheren Sphären, wiederum, entlang dieser Leiter, der Geist sich senkte, um die Ebenen der Formen, das Leben auf der Erde, mit Licht und Liebe zu erfüllen. Er sah, wie sich der Himmel und die Erde in ihm begegneten. Schon vielen Propheten erschien dieses Symbol mit der Jakobsleiter.

So ist auch unser Oster-Kreuz eigentlich so eine Jakobsleiter, denn an ihm vereinte Christus seine Seele mit den Leidenden dieser Erde, indem Er seinen eigenen Schmerz weitete, und seine Seele mit dem Schmerz dieser Welt verband, um das Leid in den Himmel zu heben. So stieg der Schmerz der Welt entlang des Kreuzes empor, und vom Kreuz herab strömte eine unendliche Liebe, um die Schöpfung mit dieser Kraft zu durchfluten.

Einst, noch in unserem kindlichen Dasein, war unsere Seele noch sorglos, und wir kannten nur den Zustand der Einfachheit und Gnade. Doch unsere Seele wollte wachsen und so veranlasste sie uns, von den höheren Ebenen der Wirklichkeit in die dichteren und dunkleren Tiefen der Welt hinabzusteigen. Wir wussten, dass wir auch die Färbung dieser Welt annehmen werden, wenn wir bereit sind, in eine Welt voller Wunden, Ängste und dunkler Emotionen einzutauchen. Doch in uns lebte der Wunsch, die wahre Liebe auch auf der Erde zu verwirklichen. Nur,  das, was wir in den engelhaften Sphären uns so leicht vorstellten, weil es uns so mühelos erschien, bedeutet hier auf Erden, grosse Anstrengung und stetiger Kampf.

Heute erinnern wir uns nur noch in den tiefsten Tiefen unserer Seele an unser Vorhaben, dass wir uns gegenseitig helfen wollten, die schöpferische Kraft der göttlichen Liebe auch auf der Erde, in den Welten der Materie, zu verwirklichen. Aber im Laufe des Werdens, als Mann oder Frau auf Erden, haben wir unser Ziel total vergessen. Wir haben uns einwickeln lassen von den Illusionen dieser  Welt, die ihre Quelle nicht mehr kennt. So geschah, dass wir nun schlafend durch das Leben gehen und unsere Seele sich im Nebel verliert. Unser Herz ist empfindungslos geworden und unser denkender Geist fixiert sich ausschliesslich auf Macht, Ruhm und Vermögen. Wir haben vergessen, dass wir all die Annehmlichkeiten dieser Welt, auch keine Macht und kein Geld, nicht auf die Jakobsleiter  mit uns nehmen können. Auf dieser Leiter können nur die Werte, wie Dankbarkeit und Vergebung, nur die Fähigkeiten der Liebe, und die Früchte eines erwachten Herzens emporsteigen. Und, wenn wir jetzt auf unser Leben zurückblicken und feststellen, dass wir all den Konflikten des Lebens noch immer erlauben unser Innerstes zu durchdringen, sehnen wir uns danach, aus all diesen Differenzen herauszuwachsen, um die Einfachheit des Lebens zu entdecken. Dass sich unser Bewusstsein nicht mehr zwischen dem Ich und dem Anderen, zwischen Zukunft und Vergangenheit, zwischen richtig und falsch, ständig gespalten fühlt.

So stellen wir uns vor, dass unsere Wirbelsäule eine Jakobsleiter ist. Unterhalb des Steissbeines  sinkt sie in die Erde hinab, und oberhalb des Scheitels steigt sie in den Himmel hinauf. Alles, was wir Gott darbringen möchten übergeben wir den emporsteigenden Energien in uns, und alles was wir von Gott erbitten, erhalten wir in den auf uns herabströmenden Energien der Liebe. Denn, Gott ist Liebe und diese Liebe ist jene Kraft, die uns immer wieder zu sich emporhebt.

Das ist auch die Osterbotschaft an uns alle, dass wir die Strahlen dieser grossen Liebe, Tag für Tag, durch uns leiten könnten, damit diese leuchtende Kraft der Liebe die Welt berühren kann!

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel II. - Gedanken 2017 April

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel II.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute.

Die einzelnen Zivilisationen

Für die Erfahrungen unserer gegenwärtigen fünften Menschenrasse sind Europa und Kleinasien der fünfte grosse Kontinent. Und, wie schon erwähnt, der Keim unserer arischen Rasse reicht weit in die atlantische Zeit zurück. Die Wiege unserer fünften Wurzelrasse, sind die heutigen Hochebenen von Zentralasien, wohin die einzelnen Stämme, unter spiritueller Führung, in aufeinanderfolgenden Wellen gelangten. Heute umfasst dieses riesige Gebiet, die Wüste Gobi, die Berge von Tien Shan und Kuen Lun, die Regionen Belutschistan, Afghanistan, Persien und Turkestan. Aber damals war dieses ganze Kontinentalsystem eine Sammlung wunderschöner, fruchtbarer Länder, mit einem milden und gleichmässigen Klima, auf vielen kleinen und grossen Inseln, in den umliegenden Meeren verteilt.

Aber, im Laufe von grossen Zeitzyklen erhob sich das Land mehr und mehr, und das Meer wich zurück, das fruchtbare Land wurde dürr und das Klima unerträglich. Das Volk wanderte weiter zu neu entstandenen Ländern und breitete sich nach Westen, Osten und Süden aus. Scharen von Emigranten wanderten aus, und es tobten viele territoriale Schlachten, auch schon in jenen frühen Tagen unserer Rasse. Denn, nicht ein Volk alleine baute die Zivilisation von Zentralasien auf. Es waren die wiederkehrenden Wellen unserer gegenwärtigen fünften Wurzelrasse, wobei jede einzelne Zivilisation ihrerseits eine Wiege für das erwachende Licht und Wissen war, die dann weiter, in noch unkultivierte Teile der Welt, wie in das heutige Indien, China, Sibirien und Europa getragen wurden. Denn, das heutige Europa wuchs erst in dieser Zeit, Insel für Insel, aus den Wellen, und es dauerte tausende von Jahren, bis es ein Kontinent wurde, der den Namen: „Aus den Schaumkronen Geborene“ erhielt.

Die Zerstreuung dieser alten Kultur aus Mittelasien, in die neuen Länder, dauerte wiederum tausend und abertausend Jahre lang. Im Laufe der Zeit ging sogar die Kenntnis über die frühe asiatische Zivilisation verloren, bis auch ihre Geschichte, nur eine Legende war. Und aus den Emigranten wurden die späteren Chinesen, Tartaren, Hindus, Assyrer, Babylonier, Perser, und die Griechen und Römer, die Kelten und die germanischen und skandinavischen Stämme.

So gab es, in den verschiedenen Teilen unserer Erde zur gleichen Zeit, sowohl Höhlenbewohner, Pfahlbauer, nomadische Jäger und Hirtenvölker, wie auch blühende Zivilisationen, die alle ihre eigene, spezielle Evolutionsphase durchliefen. Die Menschen, die in ihrer Entwicklung noch zu einem zu Ende gehenden Rassentyp gehörten, verschmolzen sich mit denen, die bereits den neuen Rassentyp repräsentierten. Denn, das Ende eines Zyklus betrifft niemals die gesamte Menschheit auf dem ganzen Globus, zu ein und derselben Zeit.

Eine grosse Gruppe zog auch nach Indien. Diese Gruppe von Emigranten gründete eine bisher unübertroffene Zivilisation und Kultur, deren spiritueller Einfluss sich bis nach Ägypten, Kleinasien und Europa hin erstreckte. Eine andere Gruppe, die nach Ägypten zog, vermischte sich dort mit den Ureinwohnern. Aus dieser Vereinigung entstand eine Zivilisation, deren Glanz noch nach Jahrtausenden ungetrübt blieb, und der Einfluss ihrer Mysterien verbreitete sich bis nach Persien, Babylon, Judäa und Kreta, Griechenland und Rom. Alle Spuren spiritueller Inspirationen gehen auf die ägyptische, und damit auf die frühe arische Kultur zurück. Archaische Aufzeichnungen weisen auf arische Familien hin, die als Nomaden von einem Land ins nächste zogen, um die Errichtung  von Menhiren und Dolmen, diese kolossalen Abbilder des Zodiakus in Stein, zu überwachen.

Denn die alten Monumente und Tempel, wie auch alle Schlachtfelder, sind wie zerstreute Kapitel der Geschichte, die unsere eigene Vergangenheit darstellen.

Die einzelnen Zivilisationen erscheinen und verschwinden, erreichen ihre Blütezeit und verfallen wieder. Jede inkarnierende Seele wird zu den Orten und Umständen dieser Erde gezogen, wo sie Wurzeln hat oder ihre nächsten Lernschritte absolviert. Denn das karmische Gesetz begeht keine Irrtümer, auch nicht bei der Zusammenführung von Menschengruppen in einer bestimmten Phase einer Zivilisation, ebenso wenig wie bei den einzelnen Menschen oder nationalen Gruppen. Es werden immer die Höchsten mit den Niedersten, sowohl durch persönliches, wie auch bei nationalem oder Rassenkarma, in Verbindung gebracht. Nur so entsteht Entfaltung und Wachstum.

Auch die übereinander gebauten Städte, unterschiedlicher kultureller Entwicklungsstufen, sind ein Beweis für die lebendige Ebbe und Flut des menschlichen Daseins. Jede Schicht stellt einen kleineren Zyklus in einem grösseren Zyklus dar. Durch den Einfluss, den die erste Stadt hinterlässt, werden die später kommenden unbewusst angezogen. Die Überlieferung behauptet, und die Archäologie bestätigt, dass es mehr als eine blühende Stadt in Indien gibt, die auf verschiedenen anderen Städten aufgebaut ist und so, eine sechs oder sieben Stockwerke hohe unterirdische Stadt bildet. Delhi ist eine von ihnen, Allahabad eine andere. Doch Beispiele finden sich auch in Europa, wie Florenz, das auf verschiedenen erloschenen etruskischen und anderen Städten aufgebaut ist.

Auch überall entlang der Küste Perus, auf der ganzen Landenge und in ganz Nordamerika, in den Canyons der Kordilleren, in den unpassierbaren Schluchten der Anden und besonders, jenseits des Tales von Mexiko liegen, in Ruinen und verlassen, hunderte einst mächtiger Städte, dem Gedächtnis der Menschen verloren und selbst namenlos geworden. Die Bauten Perus, die in ihrer Grösse den mächtigen Bauten Ägyptens gleichen, übersteigen sogar die Zahl der ägyptischen Denkmäler ... Doch über die Völker, die sie erbauten, weiss die Geschichte nichts mehr. (Die Geheimlehre)

Und wir, unsere Seele ist schon von Anfang an Teil dieser menschlichen Lebenswoge und sind somit all diese Ereignisse auch unsere eigenen Geschichten, mit all den vielen Inkarnationen und Neuanfängen, entlang einer grossen Spirale… Was für ein Gefühl ist es, diesen Reichtum von Wissen und Erfahrungen in uns zu wissen… Wie anders begegnen wir unserem Heute, wenn es uns bewusst wird, dass auch unser eigenes Werden, ein wichtiger Mitgestalter dieser Welt ist…

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel I. - Gedanken 2017 März 15

Das Gesetz des Lebens ist der Wandel I.

Kennen wir unser Gestern, verstehen wir auch unser Heute.

Die grossen Wurzelrassen

Von Zeit zu Zeit wechselt auch die Erde ihr Gesicht, und die Menschen ziehen dann weiter, auf neu entstandene Kontinente. Denn, die Erschütterungen der Natur wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen, sind heute unendlich sanft im Vergleich zu den Perioden der felsigen Erde während ihrer ersten Stadien. In diesen Millionen von Jahren sind Kontinente im Ozean versunken, wie auch in anderen Teilen der Erde, neue Länder aus den Wellen emportauchten. Unser Globus hat sich durch die aufeinander folgenden Zyklen, zusammen mit den Menschen, ständig weiterentwickelt. Seit vielen Millionen Jahren verändert sich die planetarische Bühne, und  immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan.

Die Alten Lehren sprechen von sieben grossen Zyklen und von sieben grossen Wurzelrassen und, dass sich der Werdegang  jeder einzelnen Rasse auf einem anderen Kontinent entwickeln wird. Denn, genau wie das Land Ruhe und Erneuerung, neue Kräfte und eine Veränderung seiner Böden braucht, benötigt es das Wasser ebenso. Daraus entsteht eine periodische Neuverteilung von Land und Wasser, eine Veränderung des Klimas durch geologische Umwälzungen und manchmal auch eine Veränderung der Erdachse.

Der erste besiedelte Kontinent lag geografisch am heutigen Nordpol, doch über den Ursprung der ersten Menschen ist nur sehr wenig bekannt.

Der zweite bewohnte Kontinent war das Land, dessen Vorgebirge sich südwärts und westwärts vom Nordpol erstreckten und umfasste das gesamte, jetzt als Nordasien bekannte Land.

Lemurien war der riesige dritte Kontinent, der sich ausdehnte, wo heute der Indische Ozean liegt. Lemurien war die Heimat der dritten Menschenrasse und die Lemurier waren die Nachfolger oder die Nachkommen der zweiten Rasse. Sie waren dieselben, sich verkörpernden Seelen, die gemeinsam den zyklischen Abstieg in die irdische Materie begonnen hatten. Der Mensch befand sich hier noch in einer eher tierischen Phase seiner Evolution, doch, durch die Inkarnation höherer Wesen, erwachten die trägen, halbbewussten Menschen und der schlafende Samen des Denkens wurde von einer mächtigen Kraft wachgerüttelt.

Atlantis war der vierte Kontinent, für die vierte grosse Wurzelrasse. Vor ungefähr achtzehn Millionen Jahren haben die menschlichen Seelen begonnen – schon in der Mitte der lemurischen Zeit – auf ihrem Evolutionspfad langsam von der dritten in die vierte Wurzelrasse überzugehen. Es war ein riesiger Kontinent, der sich über ein Gebiet ausdehnte, das heute den Atlantischen Ozean ausmacht. Alles, was manifest war, war damals gewaltig. Nicht nur die Tiere, auch die Menschen waren riesen gross und besassen eine hohe Intelligenz. Zu Beginn der vierten Wurzelrasse war das dritte Auge noch aktiv und die Atlantier beherrschten noch viele der subtileren Naturkräfte, was für uns heute noch ein Geheimnis darstellt.

In dieser vierten Menschenrasse lehrten weit entwickelte hohe Wesen die junge Menschheit. Doch viele missbrauchten dieses Wissen und ihre, daraus resultierende Fähigkeit zur Macht. Viele stolze Atlantier, mit selbstsüchtigem Ehrgeiz, benutzten ihre Fähigkeiten, um sogar die Natur zu kontrollieren.

Das Hauptmerkmal aller atlantischen Völker war der Materialismus in seinen verschiedenen Arten und Ausdrucksformen. Es war auch der Materialismus, der angebetet und mit psychischer Magie und Zauberpraktiken ausgeübt wurde. Wir können uns ein wirklich aussergewöhnlich hoch intelligentes Volk vorstellen, bei weitem intelligenter als wir es in der arischen oder fünften Menschenrasse sind, doch oft mit der, das Böse suchenden Art von Intelligenz. Sie wurden eine mächtige Rasse von Zauberern, die stets im Krieg mit ihren Brüdern waren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Rasse eine glänzende Zivilisation entwickelt, die aber zum grössten Teil aus schwarzer Magie bestand. All die aufregenden Entdeckungen unserer Zeit sind nur schwache Erinnerungen an die Wunder und die intellektuelle Grösse der vierten Wurzelrasse. Aber sie stellten das Materielle mit all seinen Kräften über das Geistige.

Schliesslich begann die Zeit der Überschwemmungen, deren Geschichte in den alten Überlieferungen aller Völker beschrieben wurde. Dieses Schicksal wurde auch in unserer biblischen Geschichte von Noah und der Sintflut dargestellt. Platons berühmte Insel Atlantis war nur der letzte Teil des Kontinents, der unterging. Die Überschwemmungen dauerten über mehrere Millionen Jahre an, bis ein grosser Teil dieser Rasse in einer letzten grossen Flutkatastrophe unterging.

Doch ebenso gab es, in diesen Zeiten, die Wenigen, die die ersten spirituellen Mysterienschulen des Globus gründeten. Sie haben sich von ihren Brüdern getrennt und zogen unter spiritueller Führung in ferne Länder, die nicht von der Sintflut betroffen waren. Sie retteten den spirituellen Samen, für die kommende arische oder fünfte Rasse, vor der Zerstörung. Es gibt auch eine Legende über eine »Heilige Insel«, mitten im heutigen Asien, wo sich in der Zwischenzeit die Erde erhob, und aus der einstigen Insel, hohe Berge und kahle Wüsten entstanden sind. Doch damals waren in dieser Gegend viele kleine Inseln, die von überragender Schönheit gewesen sein sollen und als der Garten Eden bekannt war. Diese Gegend wurde auch die Heimat derer, die dem Todeskampf von Atlantis entkamen und die den übrig gebliebenen Atlantiern ermöglichten, ihre weitere Entwicklung als Arier zu beginnen.

So waren diese Auswanderer gleichzeitig die Anfänge unserer heutigen fünften oder so genannten arischen Rasse. So geht der Anfang unserer zyklischen Inkarnationen, bis zur Mitte des atlantischen Zyklus zurück. Genauso, wie die Anfänge, der sechsten grossen Wurzelrasse, schon inmitten unter uns sind. Seelen, die fähig und bereit sind, die Schritte für die nächsten grossen Stufen der Evolution vorzubereiten. (Die Geheimlehre)

 

Unsere Seele ist ein göttliches Kind - Gedanken 2017 März

Unsere Seele ist ein göttliches Kind

Die Zeit ist reif geworden um zu erkennen, dass wir als Seele ein göttliches Kind sind. Wir haben zwar einen erdigen Körper, aber die Antworten, die wir für unseren Weg brauchen, sind in unserem Innersten vorhanden. In unserer Seele sind Wahrheit und Wissen, und mit ihnen können wir den göttlichen Pfad, den Weg der Meisterschaft über unser Ego, zielsicher beschreiten.

Und doch machen wir uns Sorgen und fragen, was wird mit der Welt? Aber was soll auch sein, die Erfahrungen gehen weiter. Diejenigen, die die Fäden in den Händen haben, bestimmen das nächste Was, als auch das Wie. Genauso könnten wir auch fragen, warum machen die Menschen das alles mit? Warum steht auch in unserem Land nicht jemand auf, der Einfluss nehmen und sagen könnte „das machen wir nicht mehr mit“! Oder in den Ländern die Waffen liefern, bei Unternehmen, die mit Grundnahrungen an der Börse spielen, in den Gesellschaften, wo noch immer die alten hierarchischen Strukturen herrschen? Warum fangen wir nicht bei uns an, mit jedem in Frieden zu leben? Der Kern jeglicher Veränderung  beginnt im Herzen, bei jedem Einzelnen von uns.

So wird auch in den kommenden Zeiten das stattfinden, was wir durch unser Denken und Tun anziehen. Ist uns das bewusst oder folgen wir einfach nur den gewohnten Pfaden? Wir haben äussere und innere Augen, ein äusseres Wahrnehmen und ein inneres Bewusstsein, welches setzen wir bei unseren diversen Vorhaben ein? Und kommen wir, mit unseren Ich Verwirklichungen, nicht mehr weiter, hoffen wir einfach, dass Hilfe kommt, dass jemand uns retten wird, und unsere Welt wieder in Ordnung bringt. Doch die „Mütter“ räumen die Spielzeuge nur für kleine Kindern auf…

Aber die Hilfe für das „Aufräumen“ fliesst uns ständig zu, was die unendlich vielen kleinen und grossen Wunder bezeugen. Ob wir sie wahrnehmen oder nicht, hängt nur davon ab, wohin wir schauen, erkennen wir unsere Eigenverantwortlichkeiten oder nicht. Denn, ausser uns selbst, ist niemand für unsere Taten verantwortlich, und unsere Möglichkeiten entsprechen genau unserem inneren Entwicklungsstand. Darum gibt es auch keine Zufälle, keinen zufälligen Lebensweg. Alles, was uns in einem Leben begegnet, ist Antwort auf das, was in uns ist. Nichts geschieht nur einfach so! Und, wenn wir uns noch immer und ausschliesslich mit unserem Leid identifizieren, sind wir noch zu fest in unseren Persönlichkeits-Themen verankert.

Wie wichtig ist die Erkenntnis, dass wir verantwortlich sind für uns selbst. Wir beginnen uns nur sehr langsam daran zu erinnern, wer wir sind und worauf es ankommt  in unserer jetzigen, so wichtigen Inkarnation. Als Seele haben wir uns vorgenommen, den wahren Frieden auf Erden zu ermöglichen. Doch das, was in den höheren Dimensionen so selbstverständlich erschien, braucht auf der Ebene der Dualität, ein ständiges Bemühen.

Unsere Zeit braucht mutige und klar ausgerichtete Menschen, die, mit dem Blick aus dem Herzen, bereit sind, sich für alles was lebt einzusetzen, und der Himmel begleitet jedes Bemühen. Dieses Jahr wird die Sonne aktiver, und noch mehr hohe Strahlenpartikel werden unseren Planeten erreichen, doch auch das hat seinen Sinn und ist verbunden mit dem Licht des Wandels. Nur, die Veränderungen von Problemen, Kriegen und Manipulationen, können nicht von heute auf morgen erreicht werden. Darum braucht diese Zeit Menschen, die mit ihrer eigenen Göttlichkeit schon verbunden und fähig sind, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, das Richtige zu tun. Doch das verlangt das Loslassen unseres kleinlichen Sicherheitsdenkens, um bereit zu sein: grösser, weiter und gemeinschaftlicher zu denken, und sich mit der Welt, mit dem Leben zu verbinden und auszutauschen.

Die Zeit ist angebrochen, was Vieles, das wir bis jetzt nicht für möglich hielten, möglich macht. Eine neue Zeit möchte entstehen, eine, die wir vor langer Zeit auf dieser Erde schon hatten! Unsere Fähigkeit zur Liebe wird uns stärken und ermöglichen, unsere eigene friedvolle Welt zu erschaffen. Und wenn sich unsere Gedanken, und dadurch unsere Schwingungen, ändern wird sich das, was uns im Leben begegnet auch ändern! Und wenn das einmal viele tun……

 

 

Die Wogen des Lebens - Gedanken 2017 Februar 15

Die Wogen des Lebens
Wir sind in den Wogen des Lebens integriert, ob wir den Weg der Erfahrungen oder die Zeiten des Zurückbesinnens leben. Der Pulsschlag des spirituellen Ichs begleitet uns genauso hinein in die Verkörperung auf der Erde, wie auch zurück in die Heimat der Seele, um dort wieder für einen neuen Zyklus der Erfahrungen bereit  zu sein.
Immer wieder bekommen wir aufs Neue die Möglichkeit, mit dem neuen Körper in eine nächste Runde einsteigen zu können. Alle unsere vielen Leben sind wie Minikreisläufe auf dem grossen Bogen des Lebenszyklus unseres Sonnensystems. Rhythmische Wiederholungen von Lebensperioden eines Universums, die wie ein ständiger Pulsschlag der Zeit, mit all seinen miteinander verbundenen Rädern innerhalb von Rädern sind.
Jeder neue Zyklus bedeutet eine Umdrehung, doch daraus entstehen keine geschlossenen Ringe, sondern ein fortschreitender Kreislauf, der sich ausbreitet und den Pfad jeder vorhergehenden Runde durch einen grösseren Bogen des Fortschritts überdeckt. Die nacheinander folgenden Zyklen gleichen einer Wendeltreppe, und wenn wir im Hinaufgehen wieder dieselbe Stelle wie vorher berühren, sind wir doch oberhalb des Niveaus der vorhergehenden Stufe.
So folgen das Gestern, das Heute und das Morgen aufeinander wie eine fortwährende Bewegung, wie ein gemeinsamer Weg, wie ineinander greifende und sich vermischende Zyklen. Das zeigt sich deutlich auch in der Geschichte der Menschheit, durch die Erfahrungen jener grossen Menschheitsgruppen, die die alten Lehren als die „Wogen der grossen Rassen unserer Erde“ bezeichneten. Denn, das Ende eines Rassenzyklus verschmilzt bereits mit der Entfaltung einer nächsten und neuen Rasse. Das bedeutet, dass in einer bestehenden Hochkultur, sowohl die Überreste einer schwindenden, als auch die Neuanfänge eines kommenden Menschentyps und seiner Kultur integriert sind. So rufen ineinander greifende Geschehnisse auch immer grosse Veränderungen hervor.
Wir erleben auch heute in unserer modernen Zivilisation, die einen gewissen Höhepunkt in einer hervorragenden intellektuellen und materialistischen Evolution erreicht hat, dass sie ins Schwanken kommt und die alte Ordnung der Dinge bezüglich Wissenschaft, Religion und Wirtschaft allmählich schwindet. Diese Kämpfe eines zu Ende gehenden Zyklus vermischen sich mit den Geburtswehen einer neuen Zeit, die den Weg zu einem gesünderen und ausgeglicheneren Fortschritt eröffnet.
Für die Menschheit global ist die Zeit gekommen, vollständigere Menschen zu werden und die in ihnen liegenden feineren und edleren Eigenschaften zu entdecken und wachzurufen. Dadurch erleben wir zweifellos eine kritische Zeit. Wenn wir jedoch der damit verbundenen Verantwortung offen entgegentreten, könnte sie zu einer Zeit mit ausserordentlichen Möglichkeiten für uns werden. Denn das Rad dreht sich weiter und auch unsere Sonne geht, in ihrem grossen Kreislauf, weiter und begleitet uns von dort, wo im Zodiak der Einfluss von Aquarius herrscht.
Das Gesetz der Zyklen, in seinen universellen Auswirkungen, zeigt so überdeutlich, dass Mensch und Natur eine Einheit sind und sich mit einem gemeinsamen Ziel entwickeln. Diese Periodizität können wir nicht nur beim Aufstieg und Niedergang von Nationen und ganzen Zivilisationen wahrnehmen, sondern auch durch das Auftreten von Überschwemmungen, Trockenzeiten, Hungersnöten und Krankheiten.
Die in Vergessenheit geratene Verwandtschaft zwischen dem Menschen und all den Reichen der Erde, wurde auch schon in der Vergangenheit, durch gewaltige Veränderungen der Natur, aufgezeigt. Wurde eine Rasse selbstsüchtig, grausam und kriegerisch, wurde mit der Zeit auch das Klima hart und fruchtbares Land verkam zur Wüste. So prägen alle Rassen, ihrer Eigenart entsprechend, die Erde. Das karmische Gesetz benutzt die irdischen Naturkräfte und verursacht die notwendigen Perioden von mehr oder weniger günstigen Umständen. Darum inkarnieren wir mit bestimmten Seelen, in eine bestimmte Zeit und an einem bestimmten Ort, dass das, was wir lernen oder beitragen möchten, auch verwirklicht werden kann.

Die Neuausrichtung - Gedanken 2017 Februar 1

Die Neuausrichtung

Weitergehen bedeutet,  die Bereitschaft des Zurücklassens, jedem Neuaufbau muss ein Abbruch vorausgehen. Das Bewusstsein voranzubringen ist, als müssten wir einen Berg versetzen, darum brauchen wir für unsere Umgestaltung oft tausende von  Jahren.

Denn, jede Eigentümlichkeit einer Zeit wird zur bleibenden Bewusstseinsprägung, jedes Leben und jede Epoche lässt ihr eigenes Kennzeichen zurück. So werden die Visionen und Zustände, die das Leben und Denken vergangener Jahrhunderte prägten, die Antworten, auf die Fragen der kommenden Generationen sein. Wir leben unbewusst, in ererbten Wahrheiten und Ansichten, die aus alten Erfahrungen resultieren, und betrachten diese Sichtweisen sogar mit Stolz, als unser Wesensmerkmal, dessen kleinste Änderung mit einem Gefühl des Ich-Verlustes verbunden ist.

Schon die Worte, wie: Ich-Veränderung, Weitergehen, Wachsen, machen uns Mühe, vor allem, sie richtig zu verstehen. Schliesslich bedeuten die äusseren Veränderungen noch keine wirkliche Änderung. Kein Mensch wird dadurch anders, indem er aus einer Beziehung, aus einer Stadt oder aus einer Tätigkeit aussteigt. Wenn jemand nicht bereit ist, seine Ansichten, Einstellungen und all das, was für ihn wichtig ist, neu zu formulieren, werden uns auch die neuen Orte und die neuen Menschen, die genau gleichen, bereits bekannten, Erfahrungen bringen.

Eine wesentliche Wandlung bedeutet, nicht mehr nach aussen, sondern nach innen zu kämpfen, sich seiner Selbst zu stellen. Aus diesem Grunde kann auch jede enttäuschende Erfahrung zur Selbstbegegnung führen und bewirken, dass wir bereit werden uns selbst in Frage zu stellen und erkennen, dass das Ungleichgewicht auch in uns vorhanden ist. Aber, den Weg zu sich selbst, kann jeder nur, entsprechend seiner eigenen Bereitschaft, gehen.

Das grosse Geschenk unserer Epoche ist, dass sie Freiheit gibt und verschiedene Wahrheiten aufzeigt. Die Einmaligkeit dieser Zeit ist, dass wir grenzenlose Möglichkeiten und völlige Freiheit haben, auf welche Art und Weise wir unsere eigene Wahrheit erweitern möchten. Jeder einzelne Mensch trägt eine andere Vergangenheit in sich, und somit andere Erfahrungswerte aus den vielen, schon gelebten Leben. Entsprechend kann auch die nächste Wahrheit, nur in Verbindung mit den bereits vorhandenen Werten erlebt werden. Denn, wenn jedes neue Leben eine neue Richtung beinhalten soll, so sichert ein mitgebrachter Wesensanteil die Verwurzelung des Neuen und kann ein wichtiger Wegbereiter sein.

Das grosse Abenteuer unserer Epoche ist die neue Möglichkeit der Ich-Begegnung. Aber, wenn wir in dieser grenzenlosen Freiheit auf neuen, unbekannten Wegen gehen, fühlen wir uns allein und finden weder eine Garantie für das Erreichen unseres Zieles noch Sicherheit als Begleitung. Aus diesen Unsicherheiten und Unklarheiten resultieren, in unserem neuen Zeitalter, die vielen vorhandenen Ängste. Die traditionellen Normen der Vergangenheit waren zwar eng und erdrückend, haben aber ein Gefühl von Halt und Sicherheit vermittelt, und die Zielrichtungen waren klar umrissen und festgelegt, im Gegensatz zur grossen Orientierungslosigkeit in unserer, in dieser sich erneuernden, Welt.

Viele Wahrheiten und viele Himmel werden heute angepriesen. Es war noch nie so schwierig, sich zurecht zu finden, anderseits, noch nie so leicht, ein neues Leben, entsprechend unseren eigenen Wahrheiten, in eigener Verantwortlichkeit, zu leben. Durch unsere bewusste Verbindung mit unserer Seele erlangen wir einen neuen Frieden, neue Fähigkeiten und ein ganz neues Gleichgewicht.

Wir begegnen – durch die Weisungen der Seele – den Wegen, zu den höher schwingenden Sphären, Wege, auf welchen wir die Unendlichkeit des Lebens, die Ewigkeit des Seins erfahren.

Die Bewusstwerdung - Gedanken 15. - 31. Januar 2017

Die Bewusstwerdung

Ein bewusstes Sein ist der Schlüssel zum Leben, nur wenn wir bewusst sind, ist wirkliches Leben in uns. Doch, wie können wir mit den in uns wirkenden Kräften bewusst in Verbindung treten? Dem Kampf, zwischen dem Persönlichen und dem Göttlichen in uns, begegnen? In den hin und her kippenden Wogen, von Wünschen und Schmerzen, uns selbst erfahren?

Wir glauben gerne, dass wir unser Selbst schon durch und durch kennen, doch, wir wissen noch immer recht wenig von uns. Das kommt daher, dass unsere Persönlichkeit dual und damit zweifältig ist. Unsere Wünsche und Leidenschaften sind schon vor langer Zeit, bereits während unserer Reisen durch die niederen Reiche der Natur, entstanden. Nun kommen wir, Leben um Leben, auf die Erde, und all unsere Wünsche erwachen immer und immer aufs Neue. Aber, in uns entfaltet sich auch eine immer grössere Denkfähigkeit, die Fähigkeit zur Willenskraft und Vernunft. Unser inneres Gegenüberstehen wird dadurch verstärkt, und wir können unsere althergebrachten Wünsche noch wirksamer erfüllen oder, diese bekämpfend, die neu erwachten Erkenntnisse stärken.

So leben wir, in unserem gegenwärtigen Evolutionsstadium, zwischen dem Nachgeben und dem Beherrschen unseres Selbst. Wir suchen den Weg zwischen dem Tierischen und dem Göttlichen in uns, und der gegenwärtige Zustand der Welt veranschaulicht nur allzu deutlich diese Situationen. Denn, einerseits sprechen die Völker über die Ideale des Friedens, entstehen internationale Bruderschaften und Zusammenarbeit, doch andererseits spielen Habgier, Unwissenheit und die laute Stimme selbstsüchtiger nationaler Interessen, noch immer eine enorm wichtige Rolle.

Sind unsere Bewusstseinsbereiche schon entfaltet, können uns auch die inneren Impulse, denen wir bis jetzt noch so stark unterworfen waren, nicht mehr beherrschen. Sind wir bereits Meister unseres Selbst geworden, entsteht in uns jene Selbstdisziplin, die auch unseren Charakter verändert. Haben wir schon erkannt, dass die Rückschläge im Leben mit uns selbst zu tun haben, werden auch die Zeiten des Selbstmitleids enden und Mut, Willenskraft und Ausdauer an seine Stelle treten.

Selbstbewusstsein bedeutet Selbsterkenntnis, sich seiner Selbst, als ein individuelles Wesen, immer bewusster zu werden, das sich durch Charakter und Eigenart von allen anderen Wesen unterscheidet. Als ein bewusstes Sein werden wir unsere wirkliche Beziehung zum Leben, und unsere Verbindungen zu den anderen, immer klarer erkennen. Durch die Begegnung mit unserem Selbst wird uns auch jene Möglichkeit bewusst, dass wir uns ändern, entwickeln und dadurch unsere ganz eigenen Ziele verwirklichen können. Mit einem errungenen Selbstbewusstsein taucht zum ersten Male auch die Fähigkeit für den wirklich freien Willen auf. Ein Erkennen, dass wir unseren Willen immer bewusster, entweder  für unsere egoistischen Zwecke verwenden, oder dem Ruf der inneren Stimme unterordnen können. Das sind dann jene Entscheidungen, in welchen der Kampf der menschlichen Evolution stattfindet. Die Entfaltung von innen her, durch die Entscheidungen, die wir Tag für Tag und immer aufs Neue fällen müssen.

So pendeln wir über lange Zeiten - durch unterschiedliche Erfahrungen - hin und her, bis wir stark genug sind, unsere Entschlüsse bewusst zu fassen. So ist die Bewusstwerdung ein „sich-Selbst  begegnen“, ein Erkennen der Seelenverbundenheit, eine Bereitschaft für ein Leben in der Ganzheit.

 

 

"Und die Erde dreht sich doch ..." - Gedanken Januar 2017

«Und die Erde dreht sich doch …»

und das, was uns umgibt, ist eine werdende Welt, die, in ihrer Unfertigkeit, schon seit Millionen von Jahren brodelt, das Gesicht ständig verändernd. Doch sieht es in uns drinnen anders aus? Mit wie vielen Körpern, und durch wie viele Vorhaben, versuchten wir schon einen schöpferischen Beitrag in dieser Welt zu leisten? Wie oft übten wir schon die Wandlung und erlebten die Freude des Sieges, wie auch den Schmerz der Niederlage?

Wie viele Wege sind wir schon gegangen, bis es uns bewusst wurde, dass in uns eine göttliche Kraft wohnt, die auch eng mit dem Werden unserer Welt verbunden ist. Denn, nicht nur unser physischer Körper besteht aus denselben Elementen wie die Erde unter unseren Füssen, auch unsere feinstofflichen Ebenen sind eng mit den hohen Ebenen der Erde verknüpft und verfolgen, in einem ständigen Austausch, dasselbe Seelenziel.

Nun, die Energien des Fische-Zeitalters beginnen zu verklingen, und so werden wir, mehr und mehr, das Ende der Kampfperiode und eine wachsende Akzeptanz der neuen Impulse erleben. Aber nicht jeder Übergang ist so schwierig, nur die, die bedeutende Zyklen sind, und sich mit ihren unterschiedlichen Werten gegenüber stehen, und damit Revolutionen, Naturereignisse und allgemeine Umwälzungen verursachen. An solchen Knotenpunkten der Zyklen treffen grosse Gegenströmungen  aufeinander, wodurch ein ganzes System aus den Fugen geraten kann.

Aber, in keiner Zeit der Menschheitsgeschichte ist das klarer zutage getreten, als jetzt in unserer Zeit. Wir leben schon über zweitausend Jahre in den Fische-Energien, mit ihrer grossen Hingabe, für Familie und Heimat,  aber diese  Energien verebben jetzt, und die Wassermann-Gesetze, mit ihren Grundwerten für Gruppendynamik und Eigenverantwortlichkeit, treten immer klarer hervor. Daraus erklärt sich der Kampf um die unterschiedlichen Ideale. So prallen auf jedem Gebiet die Vertreter der verschiedenen Prinzipien aufeinander und bekämpfen sich. Waren doch die Kriege des  letzten Jahrhunderts, nicht schon der Beginn eines grossen Endkampfes zweier gegensätzlicher Energien?

Solche Situationen wiederholen sich, im Laufe der Jahrtausende, immer dann, wenn neue starke Energien, das Leben auf der Erde verändern. Aber die neuen Energien bringen auch jene Seelen zur Inkarnation, die mit ihren bereits vorhandenen Neigungen und Fähigkeiten, die Verwirklichung des Neuen ermöglichen. Entsprechend haben sie auch jetzt die Aufgabe, Gruppen zu bilden, mit anderen zusammen zu arbeiten und sich für das Neue einzusetzen.

Doch, diesen Seelen, die mit dem neuen Zyklus kommen, stellt sich als erstes die Anforderung des Umdenkens. Denn, die bereits bewusst vorhandenen Fähigkeiten, können auch unbewusste Neigungen für Privilegien und für einen Sonderstatus mit sich bringen, die aber in einem neuen Zeitalter, nicht mehr gebraucht werden. Viele Menschen bringen schon grosses Wissen mit sich, doch das wurde in einer anderen Zeitqualität erworben und muss jetzt, entsprechend den Werten der Zeit, neu verstanden und neu interpretiert werden. Und das verlangt nicht weniger, als die totale Wandlung der Persönlichkeit, denn, die Gewohnheiten der Vergangenheit sind für die neuen Wege nicht mehr geeignet.

Schwere Schicksale können solche Leben begleiten, in denen die alten, noch immer einen inneren Halt gebenden, Wahrheiten, wie eine verkrustete Hülle die Seele umspannen. Es ist dann auch nicht wichtig, wie viel Zeit ein Mensch für das Abbröckeln seiner alten Hülle braucht. Oft dient ein ganzes Leben ausschliesslich der Reinigung und Vorbereitung, um eine Aufgabe, vielleicht erst in einem nächsten Erdenleben, übernehmen zu können.

Ist es dann ein Wunder, dass  in den Zeiten der Wandlung, wenn ein Gongschlag  für einen neuen epochalen Schritt ertönt, alle Ebenen und alle Elemente in Schwingung geraten, ob tief in uns drinnen oder draussen in der Welt? Die enge Zusammengehörigkeit zwischen Mensch und Erde war noch nie stärker spürbar als jetzt. Als würde uns die Materie vor Augen führen, uns bewusst machen, was an uns innerlich zerrt, uns innerlich unglücklich macht. Denn, wir verschmutzen nicht nur die äusseren Gewässer, gehen nicht nur mit der Luft gedankenlos um, wir achten weder auf den Körper der Erde noch auf unseren eigenen.

Die jetzige Zeit lehrt uns und gibt uns die Möglichkeit, die Welt und uns selbst neu zu verstehen. Himmel und Erde helfen uns, um endlich zu begreifen, dass der Herzschlag der Erde nur ein Echo auf das ist, was in unserem eigenen Herzen pocht.

 

 

 

Weihnachten Dezember 2016

Das Ziel der Evolution ist die Entfaltung eines Körpers, der empfänglich genug ist, um der Seele das „Wirken auf Erden“ zu ermöglichen. Deshalb wurden die Naturreiche geschaffen, wie – die Mineralien, die Pflanzen und die Tiere – und schliesslich auch das Menschenreich. Und dies alles wurde gestaltet, damit die Seele über ein Instrument verfügt, in dem das Göttliche und das, was noch nicht göttlich ist, zusammen kommen kann. Darin besteht auch die einzigartige Position der Menschheit, weil wir uns genau in der Mitte der Wegstrecke befinden, und wir sind das Höchste der niederen Reiche, und das Niederste der höheren Reiche.

Und, es fühlt sich an, als ob unser Leben von vielen entgegengesetzten Kräften bestimmt wäre, aber die Gründe dafür suchen wir ausschliesslich draussen. Doch der Aufruf wird immer dringender, um endlich zu erkennen, dass wir auch für den Schatten in unserem Leben die Verantwortung tragen. Denn, die Erfahrungen mit der Polarität sind eine der wichtigsten Lernthemen unseres Lebens, schliesslich hat ja alles seinen Gegenpol, seine andere Seite, in dieser Welt. Aber, wenn wir die eine Seite zu sehr betonen, kommt es zu Verdrängung und damit zu Problemen. Doch, wir beziehen uns, wie gewohnt, noch immer nicht auf uns selbst, und neigen dazu, alles, was uns am Partner oder in der Welt stört, zu bekämpfen. Wir wünschen uns ja so sehnlichst die Einheit, und suchen das Licht…

… dazu eine kleine Sufi Unterweisung:

„Es war einmal ein Mann, der über viele Jahre so getan hat, als wäre er ein Derwisch. Diese Rolle und diese Gemeinschaft gefielen ihm sehr. Doch eines Morgens erwachte er und wusste plötzlich, dass, ein Derwisch zu sein, bedeutet ein Suchender nach Gott zu sein, aber wenn er ein Suchender ist, dann muss er auch tatsächlich suchen. Es reicht dann nicht, ein Flickengewand und eine Bettelschale zu tragen, er muss Gott wirklich suchen. Er erkannte, dass es auch nichts anderes gab, wonach zu suchen sich lohnen würde, dass Gott das einzig Wichtige ist und, wenn er Gott erreicht, er auch alles erreichte, aber ohne Gott er nichts haben würde. Also fragte er sich: „Wie kann ich erreichen, was ich suche?“ Dann fiel ihm ein, dass er nicht nur diesen Körper hatte, sondern auch ein Ego und eine Seele und ein Herz. Also rief der Derwisch alle diese seine Teile zusammen.

Zuerst wandte er sich an sein Ego: „Oh mein Ego, ich möchte Gott erreichen, kannst du mir dabei helfen?“ das Ego lächelte und schüttelte den Kopf: „Nein, ich kann dir nicht helfen, denn ich gehöre nur zu dieser Welt und mich interessieren nur die Dinge dieser Welt. Gott interessiert mich nicht.“

Der Derwisch war für die Ehrlichkeit des Egos dankbar und wandte sich an die Seele: „Ich suche Gott, oh meine Seele, wirst du mir helfen?“ Die Seele schaute ihm direkt in die Augen und sagte: „Nein, denn ich gehöre dem Himmel an und mich interessieren: das himmlische Licht, die Klänge der Engel, die Ekstase der höheren Sphären. Wenn du diese Dinge suchst, kann ich dir helfen, aber nicht, wenn du Gott auf Erden begegnen und verstehen möchtest, dazu brauchst du Helfer auf Erden.“

Der Derwisch war über diese Auskunft bestürzt und in seiner letzten Hoffnung wandte er sich an sein Herz und sagte: „Oh, mein Herz, ich sehne mich nach Gott! Kannst du mir helfen?“ „Ja,  natürlich denn ich gehöre Gott! Gott hat mich erschaffen, ich lebe und bewege mich und atme in Gott. Jeder einzelne meiner Schläge ist der Klang von Gottes Namen. Ich will nichts ausser Gott! „So nahm der Derwisch sein Herz als das Seinige und flog auf den sich entfaltenden Flügeln seines Herzens zum einzig Wirklichen.“

Ein kleines Geheimnis ist in dieser Geschichte verborgen, nämlich, dass Gott immer dort zu finden ist, wo sich die Gegensätze begegnen. So können wir Ihm weder in unserem kleinen Ego, noch in der Selbstlosigkeit unserer Seele, weder in der Materie, noch im Geist begegnen, sondern nur in unseren Herzen, das alle Widersprüche in sich vereinen kann. Gott finden wir dort, wo die Gegensätze aufeinander treffen, wo das Selbst dem anderen begegnet, wo das, was innen ist, auf das Aussen trifft.  Darum ist auch ein Derwisch jemand, der am „dar“, am Tor steht, an der Schwelle zwischen den Gegensätzen, denn das ist der Ort, wo das Herz wirkt.

Das Licht, unser Wegweiser - Dezember 2016

Das Licht, unser Wegweiser.

Das Licht wird auf unserer Erde immer wieder aufs Neue geboren, damit wir die Wege der Seele nicht nur finden, sondern auch gehen können. Denn, eine der wichtigsten Aufgaben des Lebens ist, die Verbindung zwischen Seele und Persönlichkeit zu erbauen.

Unsere evolutionäre Entfaltung vollzieht sich entweder von der Materie zum Geist oder der Geist verwirklicht  sich, Stufe um Stufe, in der Materie. Diese unterschiedlichen Wege liessen auch zwei verschiedene spirituelle Richtungen entstehen: der aufsteigende und der absteigende Weg.

Der aufsteigende Pfad geht ausschliesslich Richtung Himmel, und ist meistens puritanisch, asketisch und wertet den Körper, die Sinne, die Sexualität und das Leben auf der Erde ab. Der aufsteigende Pfad sucht die Erlösung allein „in einem Reich, das nicht von dieser Welt ist“. Für die Menschen, im frühen Judaismus, im frühen Christentum aber auch für die meisten Gnostiker, galt die ganze manifeste Welt als illusorisch, verdorben und sündig und nur durch die Bemühung, für einen baldigen „Aufstieg zu dem Einen“, war die Erlösung möglich. Diese Prägung dauerte über zweitausend Jahre lang, doch mit dem Anbruch der Neuzeit, mit der Renaissance änderte sich auch unsere Verbindung zu  Gott. Dies war dann der Beginn des entstehenden Materialismus, des Konsum- und Sexualitätsrausches. Es gab, für die Meisten, nun keine höheren Wahrheiten mehr, allein die Materie, das Fassbare, wurde anerkannt, und die alten Erd-Religionen erwachten.

Der absteigende Pfad vertritt nun die Gegenposition, und die Erde, der Körper, die Sinne und die Sexualität wurden wichtig. Wir begegneten Gott in der Natur, in allen Manifestationen des Lebens und  erlebten bei jedem Sonnenaufgang und bei jedem Mondaufgang die Segnungen des Geistes.

So schuf die Welt zwei völlig unterschiedliche Wege zu Gott, und diese verschiedenen Richtungen stehen sich bis heute gegenüber und bekämpfen sich gegenseitig. Die Menschheit vergisst es immer und immer wieder, dass unsere duale Welt, auch duale Erfahrungswege braucht. Die Persönlichkeit lernt, auf dem aufsteigenden Pfad, sich zu disziplinieren, die Empfindungen zu schulen und die Gedanken durch Wissenserfahrungen zu schärfen, um Gott und seine Gesetze zu verstehen. Dagegen, in den Zeiten, auf dem absteigenden Pfad, lernen wir, Gott auch durch die Materie zu begegnen, indem wir bereit sind, auch die Täler der Leidenschaften zu durchschreiten. So lernen wir zu kämpfen und verlieren, leiden, zweifeln und loszulassen, aber auch annehmen und verstehen, um die Liebe Gottes auch im Leid zu erkennen. In tausenden von Verkörperungen erleben wir das Verlangen, bis sich unsere Entwicklung entfaltet, und wir die Wege der Seele verstehen.

Unsere Aufgabe ist es, in uns, sowohl den aufsteigenden, wie den absteigenden Pfad zu integrieren. Die Werte der alten Lehren, aber auch die Freude am Leben anzunehmen, und damit, Himmel und Erde in uns, ins Gleichgewicht zu bringen. Wie wichtig ist es, zu erkennen, dass die Traditionen der „Aufsteiger“, wie die alten Wege der „Absteiger“, sich gegenseitig ergänzende Erfahrungen und Lernwege sind. Die Menschen sollten aufhören sich gegenüber zu stehen, damit die Brutalität dieser Kriege endlich aufhören kann.

Harmonie kann nur durch die Zusammenführung des aufsteigenden und des absteigenden Stroms erreicht werden. Der involutive Weg zur Erde, ist der Weg, durch welchen, die sich entfaltende Persönlichkeit, für die Seele, die Erfahrungen ermöglicht. Entsprechend wird auf dem aufsteigenden, evolutiven Bogen, die Seele nicht nur von der Sehnsucht nach der himmlischen Heimat erfüllt sein, sondern von der Bereitschaft, ihre neu erworbenen Fähigkeiten auch mit anderen zu teilen.

Diese zwei Richtungen sind die zwei Teile desselben Kreises. Der Mensch erlebt den absteigenden Bogen zur Erde, wenn seine Seele wieder einmal bereit ist, eine neue Persönlichkeit zu erbauen, eine neue Aufgabe zu übernehmen. Und aus diesen Erfahrungen entstehen die neuen Werte, für den aufsteigenden Weg der Seele. Denn, der Himmel, die Erde und unser Schicksal begleiten beide Wege.

Und das Licht kommt immer und immer wieder auf diese Erde, um unsere Wege zu erhellen,  um unsere Liebesfähigkeit zu stärken. Und, mit jedemSchritt ändern sich die Zeiten und damit auch das, was uns anzieht. Wir werden mehr und mehr bereit, auch das, was uns noch unbekannt ist, als „wertvoll“ zu empfinden, und wir begegnen einem immer stärker werdenden Licht. Es fühlt sich an, als würden wir beginnen erwachsener zu werden, und ein neues Gefühl, eine verantwortungsvollere Liebe erwacht in uns, für unseren Weg, für unsere Erde, für die heute so leidende Menschheit, und unser Herz spürt die Nähe des Himmels.

Wer stirbt, ist nicht tot ! - November 2016

Wer stirbt, ist nicht tot!       

Alle Menschen, die eine Nahtoderfahrung erlebten, beschreiben immer dasselbe: dass sie sich „irgendwie“ vom Körper lösten oder aus dem Körper herausgesogen wurden. Und, nach dem Verlassen des Körpers stellten sie – meistens zu ihrem eigenen Erstaunen – fest, dass sie immer noch leben und immer noch einen Köper haben, der jedoch anders beschaffen ist und auch andere Fähigkeiten hat, als der zurückgelassene, sterbliche Körper.

Wir sterben ja nicht, wenn unser Körper aufhört zu funktionieren und sich das Bewusstsein, in seinen feinstofflichen Körper verlagert. Wenn die Seele den grobstofflichen Körper zurücklässt, lebt sie als nächstes in ihrer feinstofflichen Hülle, in der feinstofflichen astralen Welt. Diese astrale Welt ist sehr ähnlich wie unsere, sie ist auch unmittelbar um unsere physische Erde und dient, als Zwischenaufenthalt, den Seelen auf ihrem „Heimweg“. Diese Welt ist in sieben Entwicklungsstufen aufgeteilt, die in ihren Feinheiten und Durchlässigkeit, unterschiedlich sind. Und welcher Bereich es ist, der einen Neuankömmling auf der Astralebene erwartet, hängt ganz von seinen eigenen astralen Energien ab, denn nur die Schwingungsgleichheit lässt eine Verbindung entstehen. Diese einzelnen Ebenen sind keine getrennten Orte, nur durch die unterschiedlichen Ebenen des Bewusstseins entstandene, unterschiedliche Energiefelder, andersartige Welten, deren erreichte Reife ähnliche Schwingungen verlangt.

Doch all das gehört noch immer zu den Welten der Formen, denn, die Astralebene ist die Erde umhüllende Gefühls- und Wunschebene, von wo der Weg weiter zu den Gedanken, Richtung Mentalebene führt, um unsere Schwingungen immer mehr, für die Ebenen der Seele vorzubereiten.

Wieviel einfacher und leichter haben es diejenigen, die die Entwicklungswege der Seele schon kennen. Wenn es schon selbstverständlich ist, dass die Zeiten, zwischen zwei irdischen Leben, kein Müssiggang, sondern die Möglichkeit der Verarbeitung des gehabten Lebens und die Vorbereitung für ein Neues ist.

Nur, der Grossteil der heutigen Menschheit interessiert sich nicht für die höherdimensionalen Welten und Wesen. Es sind nur die Wenigen, die diese Welten und den helfenden Einfluss jener kennen, die aus diesen Ebenen, durch ihre grosse Liebe, den Menschen auf  der Erde beistehen. So wäre das Wissen um den Tod  ein Fenster, das Einblick in die unsichtbaren Welten gewähren würde. Das Wissen um die höheren Aspekte des Lebens, könnte auch das Tor zur Selbsterkenntnis weiter öffnen, aber dieses Wissen wird in unseren Tagen nicht nur von den Massenmedien, sondern auch von den herrschenden Schulmeinungen, noch immer bekämpft.

Und doch ist diese feinstoffliche Ebene gleich über dem Erdreich dicht bevölkert. Es hat verschiedene Stufen, und ist nur mit einem ganz dünnen Schleier von uns getrennt. Auf den unterschiedlichen Ebenen begegnen wir all jenen, die nach dem physischen Tod hier ankommend, dabei sind, das Leben, das sie eben verlassen haben, im Lichte dessen, was ihnen hier begegnet, neu zu verstehen.

Dabei ist auch niemand allein, viele Helfer sind auf dieser Ebene tätig und begleiten alle, die bereit sind das „Grössere Leben“ zu verstehen. Ist unter den neu Ankommenden jemand bereits eine fortgeschrittene Seele, reiht sie sich, wie selbstverständlich, gleich zu den Helfenden ein. Wir finden auf dieser Ebene viele Besucher, auch aus viel höheren Ebenen kommend, die sich hier helfend betätigen, wie auch Eingeweihte aus unserer eigenen irdischen Welt. Sie sind Menschen, die noch in ihren physischen Körpern leben, die aber schon gelernt haben, die physische Behausung willentlich zu verlassen, um anderen, bei vollem Bewusstsein in ihrem Astralkörper,  helfend beizustehen.

Unser individuelles, ewiges Ich ist unsere Seele, die wie ein ewiger Baum ist. Unsere verschiedenen Persönlichkeiten wachsen auf diesem Baum als Blätter, damit wir als Mensch die Möglichkeit haben, auf der Erde, in den Zeiten unseres Frühlings, Sommers und Herbst, Erfahrungen zu sammeln. So kann dann all das, was die Blätter aufnehmen und verarbeiten, als wertvolle Essenz dem Baume zufliessen. Im Herbst zieht sich dann alles in den Stamm zurück, und ein Kreis, eine Erfahrung, ein Leben geht zu Ende. Die trockenen Blätter fallen ab, aber der Baum, die Seele ist gewachsen, ist reifer geworden. So bewirkt jeder neue Frühling, durch jedes neue Blatt, dass der Baum immer stärker und die Seele immer fähiger wird.

Die unsichtbaren Welten - Oktober 2016

Die unsichtbaren Welten

Als eine selbstverständliche Realität wurde die Existenz der unsichtbaren Welten und Wesen- von allen Naturvölker, Hochkulturen und Religionen – schon immer wahrgenommen. Erst, etwa seit dreihundert Jahren, glaubt der moderne Mensch nicht mehr daran, dass es diese unsichtbaren Welten und Wesen gibt. So hat der aufgeklärte und fortschrittliche, moderne Mensch einen Kurs eingeschlagen, der weder zu Frieden noch zu Weisheit führte. Auf diesem Kurs ist viel wertvolles Wissen verloren gegangen. So wäre es umso wichtiger, das Urwissen der Menschheit wieder zu entdecken und das neuzeitliche Wissen mit der zeitlosen Weisheit zu verbinden, um dem vorherrschenden Materialismus und religiösen Fanatismus endlich zu begegnen.

Unser Planet existiert nicht isoliert im Weltall, er ist ein Teil eines multidimensionalen Kosmos, was heisst, dass unsere sichtbare Welt, mit vielen anderen unsichtbaren Dimensionen verbunden ist. So wäre es eine wichtige Erkenntnis, dass die sichtbare Materie nicht unsere einzige Realität ist, sie ist nur die dichteste Schicht einer vielschichtigen Welt, die sich grundsätzlich in zwei Bereiche, in das Grobstoffliche/Sichtbare und das Feinstoffliche/Unsichtbare aufteilt.

Somit ist unsere irdische Welt in eine Hierarchie von vielen höheren Dimensionen eingebettet, die zwar, für uns unsichtbar, aber von den kleinsten Astralwesen, die das Wachstum der Pflanzen unterstützen, zu den höchsten Lichtwesen, die uns führen und begleiten, belebt ist. Denn es gibt grobstoffliche und feinstoffliche Welten, ebenso, wie auch wir grobstoffliche und feinstoffliche (Energie) Körper haben. Das Sichtbare können wir mit den Sinnen wahrnehmen, aber das Unsichtbare verlangt unsere übersinnliche Fähigkeit. Und doch erleben wir, während unseres Lebens immer wieder, dass Hilfe und Einflüsse aus dieser feinstofflichen Ebenen uns berühren, nur haben wir noch immer Mühe, sie auch wirklich wahrzuhaben. Wenn es auch bekanntlich wahr ist, dass hinter allem sichtbaren Leben, unsichtbare Energien wirken, die das Leben überhaupt ermöglichen.

Feinstoffliche Welten, mit ihren feineren Beschaffenheiten, durchdringen unser Leben und um uns den dreidimensionalen Raum, ähnlich wie in unseren Wohnungen, die zahlreichen Fernseh- und elektrischen Programme, die unsichtbar um uns herumstrahlen. Auch sie schwingen alle und gleichzeitig um uns im Äther, nur mit unterschiedlichen Frequenzen, weshalb sie sich auch nicht vermischen. Und wir sind inmitten dieser Schwingungen, können sie aber, ohne einen geeigneten Empfänger, nicht wahrnehmen. Hätten wir mal einen, blieben all die anderen, für uns doch noch eine, in sich geschlossene Welt, mit ganz eigenen Klängen und Informationen.

Wie klar veranschaulicht diese kleine Analogie, wie im Universum die verschiedensten Dimensionsebenen gemeinsam, und untereinander gleichzeitig, existieren. Denn auch das „Jenseits“, von dem die Menschen in ihren Nahtoderfahrungen erzählen, ist nur eine von den zahllosen Dimensionsebenen, einer erdnahen, astralen Ebene. Aber auch diese Ebene hat das unterschiedlichste Programm, und welchem wir begegnen, hängt allein von unserer Bewusstseinsausrichtung während unseres Lebens ab. Denn, allein unsere Resonanz bestimmt, welche Frequenz wir wahrnehmen und kontaktieren können.

Das bedeutet, dass die Ausrichtung unseres Bewusstseins, unserer Gedanken, Emotionen und Interessen, das allein entscheidende Kriterium ist – auch schon während unseres Lebens – in welches „Programm“, in welches Schicksal, wir geraten. Wir erschaffen ja selber, durch die Resonanz unseres Bewusstseins, unsere eigenen Realitäten.

Die Resonanz ist das höchste Gesetz im gesamten Universum. Gleiches kann sich nur mit Gleichem verbinden! Darum betont schon die älteste Lehre der Menschheit, wie wichtig das ist, worauf wir unser Bewusstsein richten.

Die Hauptursache unserer heutigen Missstände ist, dass Selbsterkenntnis für viele von uns kein Thema mehr ist, dass wir heute weder Zeit noch Interesse dafür haben. Doch das, was unseren vergänglichen Körper durchdringt, belebt und begleitet, ist unser Bewusstsein, das nicht vergänglich, nicht materiell, sondern spirituell ist. Es stirbt auch nicht, wenn der Körper stirbt, denn es ist unsere ewige, individuelle und unvergängliche Seele!

Unsere Gedanken und das, was sie bewirken - September 2016

Unsere Gedanken und das, was sie bewirken

Das Energiefeld, das uns umgibt, entsteht aus unseren Gedanken, welche nicht nur unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch unsere Gesundheit und sogar unser Schicksal beeinflussen. Denn, die Gedanken, die wir beinahe ständig erzeugen, sammeln sich zu einem, uns umgebenden Energiefeld und verbinden sich wie kleine Wolken zu einer Elementalessenz. Diese, aus unseren Gedanken, entstandenen Formen aus ätherischer Essenz – erzeugt durch unsere natürlich schöpferische Fähigkeit – nennt man Elementale oder lebendige Gedankenformen.

Diese Gedankenschwingungen werden genauso erzeugt, wie auch die Formen, die durch Schallschwingungen entstehen. Wir alle haben diese farbigen, durch Musik erzeugten und sich ständig bewegenden „Klangformen“ auf Bildschirmen schon gesehen, die sich dem Ton entsprechend formieren. Diese „Klangfiguren“ sind die einwandfreien Gegenstücke unserer „Gedankenformen“

Und, je anhaltender und intensiver unsere Gedanken sind, umso klarer werden auch ihre ätherischen Formen, entgegen ihren wolkigen Brüdern, die aus noch eher unkontrollierten Gedanken entstehen. Diese ätherischen Gedankenformen üben einen starken Einfluss auf die Astralkörper aus, und durch diese auch auf das Denken all jener, zu denen sie sich hingezogen fühlen, weil ihre Schwingungen gleich sind.  So verbreiten sich die Gedanken und Vorstellungen von einem Menschen zum anderen, nur durch die Verbindung ihrer inneren Gleichschwingung.

Doch, wir können unsere Gedanken auch direkt auf eine bestimmte Person richten, wenn wir  jemanden erreichen möchten, aber die Wirkungskraft hängt von unserer Willenskraft und von der Stärke unserer zielgerichteten Denkfähigkeit ab. Doch noch kräftiger und bestimmter, als die, nur durch den Gedanken geformten Elementale, sind jene Gedankenformen, die durch Gefühle und Wünsche verstärkt werden. Ein Wutausbruch, zum Beispiel, lässt einen mächtigen roten Energie-Blitz erscheinen, und eine lang andauernde Verärgerung bewirkt die überall herumhängenden dunklen Formen. Die Gefühle der Liebe dagegen rufen ein helles, pastellfarbenes und oft auch strahlendes und schützendes Umfeld hervor. Wie das von den liebevollen Gebeten einer Mutter möglich wird, die ihr Kind mit  ihren Gedanken umhüllt, um schlechte Einflüsse von ihm abzuhalten, die es sonst durch seine eigenen Gedanken vielleicht anziehen würde.

Betrachten wir aber die Energien der Gedanken nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit, welche von Gruppen und Organisationen täglich in die Welt hinausgestrahlt werden, erkennen wir die ungeheure Wirkung, die sie auf das Entstehen von National- oder Rassengefühlen, für Kritik und Hass, bewirken. Und was für eine Beeinflussung haben die Gedanken der Medien, für die Entwicklung von Wirtschaft und Politik! All diese ununterbrochene Einwirkung auf unseren eigenen Astralkörper drückt uns den nationalen Stempel auf, da sie uns im Schlaf- und im Wachzustand ständig umspielen und wegen unserer Unkenntnisse, auch besonders wirksam sind. Denn, die meisten Menschen sind eher passiv und mit wenig Eigeninitiative, darum wiederholen sie fast automatisch jeden Gedanken, der von aussen auf sie trifft. Wie viel unbestimmter Verdacht und Argwohn wird so von Unwissenden weitergetragen, gegen alles, was sie nicht verstehen und gegen alle, deren Tun und Aussehen ihnen fremd und ungewohnt erscheinen.

Wenn nun die ausgesandten Gedankenformen, in einem Menschen keine ihnen verwandte Energien finden, prallen sie, einem Naturgesetz folgend, von ihm ab und kehren auf demselben Wege, wie sie gekommen sind zu ihrem Schöpfer zurück. Es sind Fälle bekannt, in dem Hassgedanken Personen treffen sollten, denen sie aber nichts anhaben konnten, und zum Absender zurückkehrend, ihm selbst Schaden zufügten. Genauso, wenn die guten Gedanken ihre Wirkungen nicht ausüben können, kehren auch sie zu dem zurück, der sie aussandte.

So vieles, das wir als blindes Schicksal oder als Zufälligkeit betrachten, kann verbunden sein, mit den sichtbar werdenden Auswirkungen unserer eigenen Gedanken. Wie wichtig ist darum die Bewusstwerdung, dass wir ständig „Engel“ oder „Teufel“ in die Welt der Menschen hinaussenden, und  für deren Erschaffung wir die volle Verantwortung tragen.

Wie wichtig ist das Wissen um die Gesetze des Lebens, der bewusste Umgang mit all unseren Gedanken. Denn, mit gleichem Aufwand könnten wir auch solche Gefühle und Gedanken in die Welt setzen, durch welche der Himmel für uns alle ein bisschen heller und näher wäre.

Die Selbstwahrnehmung - August 2016

Die Selbstwahrnehmung

Von unserem alltäglichen Selbst, von dem wir glauben, dass wir es schon durch und durch kennen, wissen wir immer noch so wenig! Das kommt daher, dass unsere Persönlichkeit dual und damit zweifaltig ist. Es sind einerseits unsere Leidenschaften, die auf unserer langen Reise durch die Reiche der Natur entstanden sind, und die wir Leben für Leben aufs Neue durchleben. Andererseits entfaltet sich in uns, mehr und mehr, eine Denkfähigkeit, durch welche unser innerer Kampf  nur noch  stärker wird, weil ein immer fähigeres Denkvermögen, immer wirksamer, entweder für die alten Wünsche agiert,  oder diese immer erfolgreicher bekämpft

So sind wir in unserem gegenwärtigen Evolutionsstadium, zwischen dem Nachgeben und dem Beherrschen des Selbst, zwischen dem Tierischen und dem Göttlichen in uns. Auch der gegenwärtige Zustand unserer Welt veranschaulicht diese Situation nur allzu deutlich. Einerseits sprechen die Völker über die Ideale des Friedens, über internationale Bruderschaft und Zusammenarbeit, doch andererseits spielen Habgier, Unwissenheit und die laute Stimme selbstsüchtiger, nationaler Interessen eine enorm wichtige Rolle. Erst, wenn wir die neuen Bewusstseinsbereiche in uns schon entfaltet haben, werden uns die Kräfte unserer Wünsche – denen wir jetzt noch so stark unterworfen sind –  nicht mehr länger beherrschen. Wenn wir schon Meister unseres Selbst geworden sind, kann jene Selbstdisziplin entstehen, die schrittweise auch den Charakter verändert. Haben wir  einmal  erkannt, dass auch die Rückschläge nur mit uns selbst zu tun haben, werden auch die Zeiten des Selbstmitleids enden und Mut, Willenskraft und Ausdauer an seine Stelle treten.

Bis jetzt glaubten wir, dass es genüge grosse Ideale zu haben, und wenn wir nur fest daran glauben und darum bitten, werden sie sich von alleine verwirklichen. Doch die Zeiten des nur Glaubens, und die dazu gehörende passive Erwartungshaltung, gehen langsam zu Ende. Die Zeiten des Erwachsenwerdens sind angebrochen und das bedeutet, dass wir, auf unsere bereits errungene  Selbstständigkeit nicht nur stolz sein sollten, sondern auch bereit, damit die Eigenverantwortlichkeit zu übernehmen. Denn, erst dann werden wir unsere eigenen Ideale  auch umsetzen können, was nichts anderes bedeutet, als „Spiritualität im Alltag“ zu leben.

Selbstbewusstsein bedeutet Selbsterkenntnis, sich seiner Selbst, als ein individuelles Wesen, bewusst zu werden, das sich durch Charakter und Eigenart von allen anderen Wesen unterscheidet. Durch ein bewusstes Sein wird es uns möglich zu erkennen, wie unsere wirkliche Beziehung zum Leben und zu den Anderen ist. Denn, durch das Begegnen mit unserem wirklichen Selbst wird uns die Möglichkeit bewusst, dass wir uns auch ändern und entwickeln können, um die eigenen Ziele zu verwirklichen. Mit einem errungenen Selbstbewusstsein taucht zum ersten Male auch die Fähigkeit  eines wirklich freien Willens auf. Und, haben wir das einmal erkannt, können wir unseren Willen immer bewusster, entweder für die egoistischen, persönlichen Zwecke einsetzen oder aber, dem Ruf der inneren Stimme unterordnen. In diesen Entscheidungen findet der Kampf der menschlichen Evolution statt. So pendeln wir lange Zeiten, durch verschiedene Erfahrungen, hin und her, bis wir stark genug sind, unsere Entschlüsse bewusst zu fassen.

Diese Erde ist unser Zuhause und wird es auch noch lange sein. Alle unsere Fähigkeiten, spirituelle, intellektuelle oder psychische, unterstützen unseren evolutionären Weg. Aber auch die Welt hat diese Hilfe nötig, besonders die, welche die starken Seelen ihr geben können. Darum ist es wichtig, sich von den Fehlschlägen und Schwächen nicht entmutigen zu lassen und die Bemühungen immer und immer weiterführen. Wenn wir dann einmal fähig werden, unser Denken von den veralteten Auffassungen zu befreien, und der inneren Stimme des Geistes mehr Aufmerksamkeit  schenken, welche Erkenntnisse werden wir erleben! Vor allem, dass wir nicht und niemals alleine sind, dass alle Wege, und somit auch unsere, von den älteren Brüdern ständig begleitet werden.

Die Kraft der Emotionen - Juli 2016

Die Kraft der Emotionen

Die Liebe ist die aufbauende Kraft im Universum, sie schmiedet die Familieneinheiten, führt zu Stammes- und Nationaleinheiten, und eines Tages wird sie die Menschheit auch zur Bruderschaft vereinen. Denn, das Ziel ist, die im Geist schlummernde göttliche Kraft der Liebe, immer bewusster, zu manifestieren und zu leben.

Das erste soziale Band wird durch die geschlechtliche Anziehung ermöglicht, so entsteht, durch die Kinder, die den Eltern geboren werden, die erste soziale Einheit, die Familie. In den  Zeiten, mit der Hilflosigkeit und Abhängigkeit der Kleinen, kann auch die – väterlich/mütterliche – Liebe heranreifen, die der Familie Beständigkeit verleiht, wenn das auch die Zeit ist, für das unvermeidbare Spiel der verschiedensten Gemütsbewegungen. So entwickeln sich unter dem Zwang der Umstände die Emotionen der Liebe, die als Zärtlichkeit und Mitgefühl, Vertrauen, Achtung und  Rücksichtnahme zum Ausdruck kommen.

Die Emotionen sind die treibende Kraft im Menschen, sie regen die Gedanken an und führen zu Handlungen. Sie sind wie der Strom für eine Maschine und ohne sie ist der Mensch träge und passiv. Aber es gibt auch viele, die das Opfer ihrer übersteigerten Emotionen sind, die mit ihren Gefühlen mal hierhin mal dorthin schwanken, wie ein herrenloses, vom Sturm gejagtes Boot auf den Wogen. Sie leben abwechselnd in freudigen oder in leidvollen Erregungen, zwischen den Höhen des Entzückens und den Tiefen der Verzweiflung. So ein Mensch wird gänzlich von seinen Gefühlen regiert, und in seinem Inneren herrscht Chaos.  Meistens handelt es sich dabei auch um einen so genannten guten Menschen, der sich großzügig, freundlich und voller Mitgefühl  für das Leiden zeigt.  Doch, nur allzu oft dient diese Art Hilfe eher dazu, das unangenehme Gefühl des Helfers zu beruhigen, als die Not des Leidenden zu lindern. Denn, die Emotionen sollten von der Logik beherrscht und gelenkt werden, wenn daraus Gutes entstehen soll.

Doch die Emotionen haben auch zwei Pole, die Liebe und den Hass. Die Liebe charakterisiert sich in all ihren Formen und immer als Mitgefühl, als Selbstaufopferung und dem Wunsch zu geben. Die Liebe hat ihren Ursprung im Geist, und Geben ist das Wesen des geistigen Lebens und gehört zum Lebensaspekt des Universums. Der Hass hingegen zeigt sich als Antipathie, als Selbstsucht und Verachtung, aber auch als Furcht, deren Wunsch das Nehmen und das Erhalten ist. Er betont die Unterschiede, sucht die Absonderung und gehört zur materiellen Seite des Universums.

Die Emotionen, die zur Liebe gehören, sind aufbauende Kräfte, die die Menschen zusammenbringen wie die Familie, den Stamm, die Nation, weil die Liebe die Manifestation der Anziehung ist und die Dinge zusammenhält. Aber heute sind es nur wenige, welche die Fähigkeit, die ganze Menschheit zu lieben, schon in sich tragen. Zwar viele sprechen schon davon, doch wenn es darauf ankommt, sind sie auch zum kleinsten Opfer nicht bereit.

Aber emotionale Menschen übersehen leicht die Tatsache, dass, wenn starke Gemütsbewegungen die Atmosphäre mit ihren Schwingungen erfüllt und der Verstand beeinflusst wird, die Dinge nicht mehr in ihrer eigentlichen Wirklichkeit wahrgenommen werden. Die eigenen Emotionen zu beherrschen, besteht darin, dass man nicht impulsiv handelt, auch wenn hastiges Handeln für den modernen Mensch charakteristisch ist. Denn, der Impuls entspringt der Wunschnatur, die durch den Astralkörper wirkt und nicht von der Intelligenz gelenkt wird. Die Intuition dagegen, die vom geistigen Ich geführt wird, ist stark, ruhig und zielbewusst. Die beiden voneinander unterscheiden zu können, bedarf der ruhigen Überlegung, wodurch der Wunschimpuls immer schwächer, und die Intuition immer klarer und stärker wird.

Denn, nur der, der seine Emotionen versteht und schon gelernt hat sie zu beherrschen, wird weder durch höchste Freude, noch durch tiefstes Leid, aus der Ruhe gebracht, denn er weiss, dass alles auf dem Wege von Nutzen ist. Dass aus Schmerz Energie erwächst und aus Freude Lebenskraft und Mut, und durch all dies, die Fähigkeit, die Liebe auf Erden zu verwirklichen.

Friede in der Welt schaffen - Juni 2016

Friede in der Welt schaffen

Friede unter den Ländern dieser Erde wird allgemein, als die Aufgabe und als die Verantwortung der Politiker betrachtet. Aber kein Politiker ist alleine in der Lage den Weltfrieden zu sichern. Schon seit Jahrzehnten unternehmen viele Nationen, im Rahmen der UNO, grosse Anstrengungen, um Frieden zwischen den Völkern zu erreichen, aber ohne einen wirklichen Erfolg.

Denn, in unseren zwischenmenschlichen Erfahrungen spielt die Religion eine wichtige Rolle. Die Religion prägt die Sichtweisen der Menschen und ist damit an der Entstehung von Konflikt und Hass beteiligt. So war die Religion schon immer, direkt oder indirekt, Ursache für Unruhen und Kriege auf dieser Welt. Nur, auch das ist wichtig zu erkennen, die Wurzeln dieser Probleme sind nicht in den Religionen selber, sondern im falschen Verstehen der Religionen.

Was ist überhaupt Religion? Die Religionen weisen die Wege zu Gott. Unsere Seele ist ja ein Teil von dem einen, allumfassenden, allmächtigen Schöpfer, und auf dem suchenden Weg zu Ihm sprechen wir von Religionen. Auch jeder spirituelle Mensch hat dieses Ziel, nämlich, sich mit der höchsten Quelle des Geistes zu verbinden. Mit diesen Grundgedanken hätten wir auch keine Differenzen zwischen den Menschen, aber das Problem entsteht, weil wir die göttlichen Botschaften nur, und entsprechend unseres jeweiligen Verständnisses interpretieren können. So entstehen die verschiedenen Meinungen und Wege zu Gott. Darum hat jede Religionsgemeinschaft – ob Christen, Muslime oder Hindus – ihren, nach ihren jeweiligen Erkenntnissen geschaffenen Weg. Das heisst, wir alle setzten unsere Vorstellung von Gott in die Welt. Doch der grosse, schöpferische Geist des Universums hat unendlich viele Erscheinungsformen und widerspiegelt sich in allem was lebt. Auch alle unsere Seelen sind ein Teil von Ihm, wodurch wir Menschen auch alle Geschwister von dem einen, gemeinsamen Vater sind. Wie leicht könnten die Religionen dadurch die Grundlage für eine weltumspannende Liebe sein! Aber, wir haben so verschiedene Bilder von dieser „Treppe“ Richtung Himmel entworfen, dass das unweigerlich Zwietracht und Spaltung bewirkt.

Würden wir jedoch die heiligen Schriften der verschiedenen Religionsgemeinschaften in die Hände nehmen, könnten wir feststellen, dass sie alle annähernd dasselbe Wissen um das Göttliche beinhalten. In manchen Fällen weisen die einzelnen heiligen Schriften sogar solche Ähnlichkeiten untereinander auf, dass man den Eindruck haben könnte, es handle sich um eine Übersetzung. Das heisst, dass alle, ihrem Ursprung entsprechend, annähernd identisch sind.

Die Unterschiede bestehen auch vor allem aus den betont verschiedenen Ritualen und Gebräuchen, die die Polarität zwischen den einzelnen Religionen verstärken. Aber Gott ist Geist, und wir können ihn nur im Geiste wirklich erfahren. Rituale haben auch keinen wirklichen Anteil an der spirituellen Ausübung der Annäherung, eher nehmen sie die Aufmerksamkeit von einem bewussten, inneren Weg. Wir töten auch Tiere in der Meinung, Gott damit anzubeten. Um Ihm einen Gefallen zu tun verüben wir Grausamkeiten, in seinem Namen führen und führten wir Kriege, bauen zum Zwecke der Anbetung reich geschmückte Gotteshäuser, doch  all dies sind immer und nur Äusserlichkeiten.

Aber auch die unterschiedlichsten Namen, mit welchen wir Gott benennen, bedeuten immer dieselbe schöpferische Kraft, die unsere Entwicklung begleitet. Sie bedeutet die Erde umhüllende göttliche Liebe, und die Mut gebenden Gedanken, die das Gefühl von Hoffnung und Vertrauen schenken. Denn, Gott – oder wie wir Ihn auch nennen –kennt die  Mühen des Weges und ist, besonders in den Zeiten der Not, seinen Kindern immer ganz nah.

Diese Nähe können wir in der Meditation, als eine unmittelbare Offenbarung, erleben. Was für eine Hilfe ist – auf unseren Wegen – das Wissen, dass unsere Seele ein Teil von Gott ist! Nur, wenn wir es schwer haben, fällt es uns nicht leicht, an das zu glauben. Wenn wir jedoch Gott und seine Nähe in der Meditation erfahren, erhalten wir eine neue Stärkung. Auch alle Religionen gründen sich auf solche Gotteserfahrungen, aber sobald eine Religion zu einer Organisation wird, verändern die weltlichen Strukturen die klaren Offenbarungen. So sind die falsch verstandenen Religionen die Hauptursachen für unsere Konflikte in dieser Welt.

Vielleicht könnten wir mehr und mehr unsere Verbindungen zu Gott  durch die Meditationen suchen, um seine Liebe und hilfreichen Botschaften, auf diese ganz persönliche Art zu erleben.

 

Gedanken Mai 2016

An einer Zeitenwende dabei zu sein ist ein Geschenk. Vielleicht haben wir uns darauf auch schon, durch viele Leben, vorbereitet, um jetzt unseren kleinen, aber wichtigen, Anteil zu leisten. Denn, wie das Wasser, das grosse Schiffe trägt,  aus vielen kleinen Wassertropfen besteht, und wie die Erde, die den Samen reifen lässt, sich aus vielen kleinen Erdkrummen zusammensetzt, ist auch die Bereitschaft jedes Einzelnen, das Neue mitzugestalten, ein wichtiger Beitrag für das Kommende, für das, was werden möchte

Denn wir wissen, dass wir heute in einer Zeit der Erneuerung leben. Neue Ideen und neue Gedanken lassen wir schon mehr und mehr zu und beginnen, auch die zwischenmenschlichen Verbindungen auf eine neue Art zu verstehen. Viele alte Formen und Ansichten verlieren langsam ihre Kraft und wir bemühen uns, einen besseren Zugang, für das was für uns noch ungewohnt ist, zu finden, um all das, was vom Gewohnten abweicht, offener erleben können. Doch, auch jene sind zahlreich, die mit all dem Neuen noch Mühe haben, weil ihre Wesensart vor allem Sicherheit und Beständigkeit verlangt.

Aber die neue Zeit will geboren werden, und die Vorbereitungen dazu waren schon unsere vielen vergangenen Leben, die auch uns selbst, durch viele Hautfarben, Kulturen und Religionen, in das Heute führten. So übten wir schon, während zahlreichen Inkarnationen, nicht nur das Wissen auf eine immer neue Art zu formulieren, sondern auch mit Ruhm und Erfolg, wie auch mit Entbehrungen und Not umzugehen.

So ist uns der Umgang mit unserer erlebbaren Welt schon weitgehend vertraut und nun beginnen wir, das „Unsichtbare“, das „Unfassbare“, das „Unvorstellbare“ als eine neue Dimension in unser Leben zu integrieren. Wir erforschen die Quellen des Lebens, versuchen wahrzunehmen, was aus unseren eigenen Tiefen aufsteigt, um auch das zu erkennen, was uns unsichtbar, aber immer spürbarer, berührt. Auch unser Zeitbegriff „dehnt“ sich immer weiter aus und uns wird immer bewusster, dass auch das weit Zurückliegende unser jetziges Leben beeinflusst, wie auch unser unbekanntes „Morgen“ uns bereits anzieht. Und all das spornt uns an, unser Leben auf eine immer neue, auf eine immer andere Art als bisher zu leben.

In welche Richtung sollte sich nun dieses „Neue“ bewegen? Und was bedeutet „Wachstum“? Wie oft stellen wir uns diese Fragen und warten auf die Antwort, um dann zu meinen: vielleicht 

-        wenn wir, aus vergangenen Leben, den Wunsch nach Einsamkeit noch immer in uns tragen, könnte dieses Leben von uns verlangen, dass wir die Fähigkeit zu mehr Nähe, zu engeren Verbindungen, auch lieben lernen… 

-       oder, wenn wir nur mit solchen Menschen und nur in solchen Gemeinschaften leben möchten, in welchen die gleichen Werte die Seelen verbinden, dann könnte uns das Schicksal in den vielfältigen „Lärm“ grosser Gemeinschaften hineinführen, um zu üben, die Menschen auf eine neue Art zu verstehen, das Leben auf eine neue Art zu lieben… 

-        doch, auch das ist manchmal wahr, dass wir nicht allein sein können und immer Menschen um uns brauchen, denn unsere Persönlichkeit liebt den Konkurrenzkampf, die Zeiten, wo sie die eigenen Qualitäten immer aufs Neue, unter Beweis stellen kann? Darauf könnte das Leben,  von Zeit zu Zeit, mit „Rückzug“ antworten, dass wir auch die Kraft der Stille kennenlernen… 

-         und sogar dann, wenn wir immer nur „aufopfernd“ für einen anderen da sind, wird uns das Schicksal zur Änderung ermutigen, denn damit weichen wir – wenn auch unbewusst – den Ich-Konfrontationen aus.   

Möchte unsere Seele in diesem Leben, die Persönlichkeit zu einer neuen Individualität führen, wird ihr das Schicksal es auch ermöglichen. Denn das Leben unterstützt das Leben und die Entwicklung schenkt uns, wenn nötig, auch die Möglichkeiten des Rückzugs, um der „Quelle des eigenen Wesens“ zu begegnen, um zu erkennen, dass wir die Verantwortung auch für uns selbst, und nicht nur für die anderen, in uns tragen.

Unser Lernen ist immer auf das ausgerichtet, was vor uns liegt. Die Energien einer neuen Epoche, eines neuen Zeitalters, die  durch eine grosse kosmische Kraft vermittelt werden, befähigen die Menschheit, neue Entwicklungs-Schritte zu tun. Sie lehren uns, unsere bereits vorhandenen Fähigkeiten zu erweitern, welche dann gleichzeitig die Grundlagen für unsere zukünftigen Erfahrungen sein werden. Denn, Veränderungen sind Geburtszeiten, die Erneuerung und Fortschritt auf allen Ebenen des Lebens bewirken.

Gedanken April 2016

Vortrag des Dalai Lama

„Wir sind alle Brüder und Schwestern einer Menschenfamilie“

Die Zeit bewegt sich ständig weiter und wir sind bereits im 21. Jahrhundert. Aber mit einer neuen Zeit existiert auch eine neue Wirklichkeit und diese neue Wirklichkeit müssen wir akzeptieren. Denn, sind wir mit einer neuen Wirklichkeit konfrontiert, unsere Wahrnehmungen stecken aber noch in einer alten Denkweise, ergeben sich daraus eine Menge unnötiger Probleme. Wir müssen lernen, in Übereinstimmung mit der neuen Wirklichkeit zu handeln, sonst entsteht eine Kluft zwischen unserer Wahrnehmung und der Wirklichkeit, wodurch alle unsere Bemühungen unrealistisch werden. Doch ich glaube, dass es bereits ein ernsthaftes Interesse an der Erderwärmung und den Umweltthemen gibt, was ein hoffnungsvolles Zeichen ist. Endlich kümmern wir uns damit um unser einziges Haus – um unseren Planeten. Denn, das zu tun ist nicht allein die Verantwortung der Regierungen, sondern verantwortlich dafür ist die ganze Menschheit, wie auch jeder Einzelne.

Krieg und Blutvergießen prägen sich in unser Denken ein und diese Bilder bleiben in uns auch haften, aber der Schaden an der Ökologie, die Hungersnöte, die globale Erwärmung, nehmen wir scheinbar gar nicht wahr. Und doch schreitet der Verfall unsichtbar, Monat für Monat voran. Wenn wir dann  Atembeschwerden und Probleme mit unseren Augen haben, vor allem die Kinder, kann es schon zu spät sein. Es ist also eine sehr ernste Sache, jedes Mitglied unserer sieben Milliarden Menschheit muss sich dieser Umweltthemen annehmen. Es sollte zu unserem täglichen Leben gehören. Wir müssen uns ernsthaft überlegen: Wenn ich dies und jenes tue, wird es irgendwann eine Wirkung erzielen? Auch wenn ich es nur als einzelne Person tue, werden es irgendwann zehn oder hundert oder hunderttausend sein, die es tun... Veränderungen beginnen immer beim Einzelnen, und dadurch wird die Wirkung in Gang gesetzt.

Ich, wie auch meine Kollegen, gehören noch dem 20. Jahrhundert an, und unsere Zeit ist schon abgelaufen, unsere Leben sind beinahe vorüber. Andererseits, die Generation des 21. Jahrhunderts steht erst an ihrem Anfang, und sie hat eine realistische Chance, die Welt zu verändern.

Denn wir alle wollen glücklich sein und gleichzeitig das Leiden vermeiden. Das verlangt aber eine größere Bereitschaft für die Liebe und für das Mitgefühl. Bedeutet, ernsthaftere Schritte zu unternehmen, um die Umwelt zu bewahren und sich dem Klimawechsel anzupassen. Sogar die Wissenschaftler finden zunehmend Beweise dafür, dass die Kultivierung von Liebe und Mitgefühl eine positive Wirkung auf unsere physische Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden hat. Die Menschheit besteht aus Individuen und wir könnten zu einer glücklicheren, friedlicheren Welt werden, wenn die einzelnen Individuen glücklicher und friedlicher in ihrem Inneren wären. Doch ich bin optimistisch und glaube, dass die menschliche Natur grundsätzlich positiv eingestellt ist...

Es ist nur wichtig, sich daran zu erinnern, dass alle Menschen im Wesentlichen gleich sind, dass wir alle Brüder und Schwestern sind, die einer Menschenfamilie angehören. Wir werden auf die gleiche Weise geboren und sterben auch auf die gleiche Weise. Und doch, statt zu würdigen, was wir miteinander gemeinsam haben, neigen wir dazu, die Unterschiede zu betonen – Glaube, Nationalität und ob wir reich oder arm sind, gebildet oder ungebildet - sind jedoch von sekundärer Bedeutung. Wir sehen einander in Begriffen von „wir“ und „sie“, was hinsichtlich der vernetzten Welt, in der wir leben, nicht nur unrealistisch, sondern auch nicht mehr zeitgemäß ist.

Wir müssen an das Wohlergehen der gesamten Menschheit denken, denn wir alle gehören der einen Menschheit an, zu den sieben Milliarden, die als Menschen im Wesentlichen alle gleich sind. Natürlich gibt es unter uns Unterschiede des Glaubens, der Farbe unserer Haut und der Haare, einige von uns kommen aus verschiedenen Ländern und sprechen verschiedene Sprachen, aber das sind sekundäre Unterschiede. Die Hauptsache ist, dass wir im Wesentlichen gleich sind. Viele der Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, schaffen wir selbst durch die Betonung dieser Unterschiede zwischen uns.

Die Tatsache ist, dass wir von einem starken Gefühl der Selbstzentriertheit geleitet werden, und das ist die Ursache der Gewalt, des Tötens und der Korruption in unserer Welt. Wir müssen uns stattdessen bemühen, ein Gefühl der Einheit aller Menschen zu fördern. Wir müssen an das Wohlergehen der gesamten Menschheit denken.

Wenn wir eine liebevollere, bejahende und fürsorglichere Haltung füreinander einnehmen wird unser Leben sinnvoller, und wenn wir beginnen zum Wohle der ganzen Welt beizutragen, wird es sich lohnen, ein langes Leben zu führen“.

Vortrag des Dalai Lama im Tashi-Lhunpo-Kloster, Bylakuppe, Karnataka, Indien 1. Jan 2016 .

Der 14. Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der Tibeter, wurde 1937 mit dem Namen Tendzin Gyatsho geboren.

 

Gedanken März 2016

Unser spirituelles Erbgut

Wir kommen nicht als leeres Blatt in diese Welt, sondern bringen, als ewig lebendes geistiges Wesen, die Gesamtheit unserer bisherigen Erfahrungen und Entwicklungen, als karmisches Erbe früherer Existenzen mit in das heutige Leben. Alle, ausnahmslos alle Erlebnisse und Handlungen werden in unserem unsterblichen Kern gespeichert. Unsere bereits erworbenen Fähigkeiten und unsere Eigenart, die wir uns  im Laufe vergangener Leben erarbeiteten gehen nicht mit dem Tod verloren, sie sind unser spirituelles Erbgut. Es lohnt sich also, unser Mitgebrachtes kennenzulernen, es bewusst zu machen, um es auch in dieses Leben zu integrieren.

Doch warum vernachlässigen wir unseren  inneren Reichtum und unser Potenzial, obwohl sie die Grundlage unseres jetzigen Lebenswegs und unser innerster Schatz sind? Es scheint, dass auch wir, wie so viele andere, vor allem mit dem täglichen Leben ringen und denken gar nicht an das Vorhandensein einer inneren Qualität. Auch die Liebe suchen wir lange Zeiten hindurch dort, wo sie gar nicht zu finden ist. Aber irgendwann – und das ist jetzt – geben wir dieses Spiel auf und nehmen uns so an wie wir sind, und von da an nimmt unser Leben seinen natürlichen Lauf.

Um der Eigenart unserer Seele auf die Spur zu kommen und damit unser Leben besser zu verstehen brauchen wir nichts anderes zu tun, als in den vielen verschiedenen Alltagssituationen unsere Gefühlsregungen ehrlich und offen zu beobachten. Denn, unsere spontanen Empfindungen und Reaktionen auf Begegnungen sind Resonanzen aus den tieferen karmischen Schichten unserer Seele. Damit sind unsere ersten Gefühlsimpulse, noch bevor der korrigierende Verstand daran beteiligt ist, ein treffender Aufschluss über die Eigenart unserer innersten Einstellungen. Wir sollten also offen und neugierig registrieren, mit welchen vielschichtigen Gefühlsreaktionen wir innerlich auf die kleinen und grossen Begegnungen und Herausforderungen des Alltags reagieren. Diese, unsere Eigenart, sollten wir auch ohne beschönigende Geschichten und Rechtfertigungen annehmen, denn nur dann können wir uns ehrlich begegnen und unsere Einstellungen aus der Vergangenheit, als wir noch – und das ist anzunehmen – einen anderen sozialen Status als unseren jetzigen hatten, erkennen. Es geht ja darum, endlich zu verstehen, wer lenkt unser Leben durch unser Unbewusstes? Lebt noch die alte Persönlichkeit in unseren Tiefen, mit all ihren Bedürfnissen und Erwartungen aus gehabten Leben, dann ist es kein Wunder, wenn das Jetzige uns so viel Mühe macht und die Integration in das Hier und Jetzt uns so schwer fällt. Wie wichtig ist darum die Bewusstwerdung unseres innersten Ich´s, in unseren Tiefen lebende Ich-Eigenart. Aber was es auch ist, was wir aus der Vergangenheit noch in uns tragen, es ist kein Fehler, weswegen wir uns verurteilen oder uns schämen sollten, es ist nur eine alte, zu einer anderen Zeit gehörenden Sichtweise . Doch bewusst gemacht, könnte es zu unseren verborgenen Fähigkeiten und zum Eingangstor in unsere Schatzkammer werden.

Die Schwingungsfrequenz jeder einzelnen Seele hat eine eigenständige, authentische Signatur, einen eigenen „Klang“. Die Aufgaben eines jeden Lebens sind, unser ewiges ICH von den zurückgebliebenen Gewohnheiten und Ansichten vergangener Zeiten zu befreien, unsere Eigenart zu vervollkommnen, und unseren speziellen Klang, in dem Chor des Lebens, immer bewusster einzugliedern. Doch unsere Aktivitäten werden auch von den Rhythmen der Gezeiten, der Phasen des Hinausströmens und des sich Zurückziehens, bestimmt. Manchmal erleben wir, wie ein schöpferischer Ton uns mitreisst, und uns mit der grossen Melodie des Lebens mitschwingen lässt. Doch es gibt auch Zeiten, in welchen es scheint, als würden wir uns in einer, sich vom Ufer zurückziehenden Welle befinden, die sich in die eigenen Tiefen zurückrollt, um alles was ist, für ein neues Ausgiessen, neu zu gestalten.

Wir sind energetische Wesen, unsere Gefühle und all unsere Regungen sind schwingende Energien. Jede Seele, so auch unsere, hat einen einzigartigen Klang und Melodie. Der Benediktiner-Pater und Zen-Meister Willigis Jäger hat es so ausgedrückt: „Jeder von uns ist ein Ton in der grossen Sinfonie des Lebens. Jeder von uns hat einen besonderen Ton anzustimmen und beizutragen, denn ohne den, die grosse Sinfonie unvollständig wäre. Alle Menschen haben, entsprechend den bereits in ihnen vorhandenen Anlagen, einen einzigartigen Platz im Leben und eine besondere Aufgabe auf diesem Planeten weil, dass du bist wie du bist ist der Segen, dass du bist wie du bist ist das Wunder“.

 

Gedanken Februar 2016

Die Zeiten der Wandlung, sind die Zeiten des Wachstums

Wie oft glauben wir, dass wir schon bewusst und unvoreingenommen sind, doch, das ist noch immer die seltenste menschliche Eigenschaft. Noch begegnen wir den meisten neuen Ideen, wie wahr und gross sie auch sein mögen, mit unseren, von Kindheit an geprägten Vorstellungen. Ist das Gesagte mit unserer eigenen Meinung übereinstimmend, können wir es akzeptieren. Ist es mit der Wahrheit, die wir in uns tragen nicht identisch, lehnen wir das Gehörte, ohne nachzudenken, ab. Das ist der Grund, warum die Menschheit so lange braucht, sich von einem Stadium in das nächste zu entwickeln.

Heute stehen wir, wie alle paar tausend Jahre, wieder an der Schwelle eines neuen Zyklus, und sind im Einfluss einer neu einströmenden Qualität, die diesmal die Energie des Wassermanns ist. Doch jede Energie, entsprechend seiner Eigenart, erschafft eine ganz bestimmte Lebensform, mit all den zu ihr gehörenden Gesinnungen und Werten. So erleben wir heute, dass eine gewohnte Welt zusehends schwindet, weil sich die Energien aus den Fischen herausbewegen und dadurch die, in dieser Zeit entstandenen, Sichtweisen und Lebensformen ohne deren Energien zerfallen, ihre Zeit ist abgelaufen.

So durchlebt die Menschheit heute die schwierige Zeit der Wandlung. Doch, am Anfang dieses Neuen sollten wir auch das, was wir als spirituell deuten, wesentlich erweitern. Es ist Zeit, dass wir unsere Spiritualität von den engen Grenzen der Religiosität befreien und erkennen, dass alles, was zu verbesserten Lebensbedingungen eines Menschen führt, und dadurch in ihm die Möglichkeit für ein inneres Gleichgewicht schafft, Spiritualität ist, ob es auf der körperlichen, der emotionalen, der mentalen oder auf der Seelenebene stattfindet. Denn alles, was dem Wohle der Menschheit dient, ist grundlegend spirituell. Der religiöse Pfad ist ja nur einer der Entwicklungspfade neben den politischen, den wirtschaftlichen oder den sozialen Wegen. Schliesslich werden all unsere Handlungen, auf welchem Gebiet wir sie auch ausführen, spirituell, wenn das Licht in uns wirkt. Es ist Zeit, dass wir erkennen, dass jeder Aspekt unseres Lebens geistig ist, wir können ja gar nicht ausserhalb dieser Geistigkeit sein. Unsere Unsicherheiten sind aber auch damit verbunden, dass wir die Beziehung zu dem, den wir Gott nennen, nicht mehr auf die gewohnte Art erleben können und Mühe haben zu glauben, dass alles einen Sinn hat. Wir beschuldigen Gott für das unermessliche Leid hier auf Erden und vergessen, dass wir mitverantwortlich sind. Wir haben das Wissen über den ewigen Rhythmus, die Wichtigkeit der Wandlungen und die Erinnerung an das strahlende Licht in unserer Seele, längst vergessen.

Und doch sind die kleinen und grossen Rhythmen des Lebens die wichtigsten kosmischen Gesetze der Entfaltung. Die verschiedenen Orte der Welt werden in rhythmischen Perioden – ähnlich wie Ebbe und Flut –  immer wieder durch neue Energien durchströmt, um Veränderung und dadurch Evolution zu bewirken. Die Evolution ist ja ein Prozess der Entfaltung, der die Entwicklung, sowohl vom Geist als auch von der Materie, gleichschreitend voranbringt. Durch Rhythmus entstehen die Zyklen, und wie sich diese einzelnen Zyklen auswirken, zeigt sich auch deutlich in der Geschichte. Und all das ist genauso natürlich, wie die ineinander greifenden Geschehnisse unseres alltäglichen Lebens. Das Gestern, das Heute und das Morgen verschmelzen sich ständig in einer fortwährenden Bewegung. Sogar unser Identitätsgefühl verändert sich ständig, indem unser immer kleiner werdendes Ich aus der Vergangenheit mehr und mehr bereit wird, einem, in uns aufkommenden neuen Selbst immer mehr Raum zu geben.

Und wer sich auch mit den feineren Kräften seiner inneren Natur verbindet, und dadurch mit der mächtigen Kraft des universellen Lebens, erlebt ein unaufhörliches Vorwärtsschreiten. Doch, wie schnell oder wie weit ein Mensch sich während einer einzigen Lebensperiode weiterentwickeln kann, hängt  einzig und allein von ihm selbst ab. Denn die Umstände, die für einen schwachen Charakter ein Hindernis darstellen, können für einen anderen, mit einem starken Willen, sogar eine Sprosse auf der emporführenden Leiter werden.

Jeder Mensch wird mit dem Charakter geboren, den er sich durch viele Leben selbst erarbeitet hat. So entspricht unser Charakter unserem individuellen, spirituellen Entwicklungsstand. Wir leben heute zweifellos in einer sehr kritischen Zeit. Wenn wir jedoch der damit verbundenen Verantwortung offen entgegentreten, könnte sie für uns eine Zeit des Wachstums und damit ein wichtiger Schritt auf den Wegen der Entfaltung werden.

 

Gedanken Januar 2016

Ein Erwachen findet statt

Auch in den vergangenen Zeiten gab es jedes Jahr eine seltene Konstellation am Himmel. So scheint es, dass wir bereits, und immer wieder, aufgefordert wurden, mit unserer Wandlung endlich zu beginnen. So könnte auch dieses neue Jahr eine Periode sein, die von intensiven Herausforderungen und Veränderungen geprägt sein könnte, in welcher wir des Öfteren vor neuen Situationen stehen.

Aber was möchten diese Planeten, deren Energien Wandlung und Umbruch hervorrufen, uns wirklich sagen? Vielleicht nichts anderes, als dass es wirklich an der Zeit wäre, unser verhärtetes Verhalten aufzubrechen und unsere Machtstrukturen und egoistischen Diktaturen endlich aufzulösen. Doch solche Zeiten, welche Wandlungen bewirken, kennen wir schon aus den Überlieferungen vergangener Kulturen, wenn sie von den grossen Zyklen der globalen Katastrophen erzählen. Nur wäre es jetzt an der Zeit, dass die Menschheit die Zyklen der „Wandlung“, nicht im Sinne von Katastrophen interpretiert, sondern als Zeiten von kollektiven Veränderungen. Denn, nicht die Welt möchte von Zeit zu Zeit scheinbar untergehen, sondern nur ein bestimmtes Bewusstsein  der Welt. Auch das, was wir heute erleben, ist erneut eine Periode für die Möglichkeit einer Bewusstseinswandlung, mit einem beginnenden neuen Verständnis für das Leben. Doch, diese Schritte sind für die Menschheit niemals einfach, darum werden sie auch von solchen Planetenenergien begleitet, die das Vertrauen und den Glauben an das Wunder des Lebens selbst vermitteln. Es sind Gestirne, die eine fast magische Qualität bewirken und ein grosses Verständnis für die Sorgen der Anderen zum Ausdruck bringen. So wird die Welt, in ihrer globalen Wandlungszeit  von Energien begleitet, die das Potential für ein unglaubliches Mitgefühl ausstrahlen, damit Gesetze entstehen können, die das Wohlergehen aller Menschen, insbesondere derer, die in Not sind, helfend unterstützen.

Immer mehr Menschen empfinden eine spürbare Zweiheit in sich und möchten in ihrem Leben ein besseres Gleichgewicht erreichen. Damit antworten wir auf unseren – immer hörbarer werdenden –  Seelen-Ruf, dass wir eigentlich hybride Spezies sind, und auch aus Geist, und nicht nur aus Materie, bestehen. Dies haben die Mystiker in all den Zeiten schon immer gewusst, nur unsere Wissenschaft beginnt es erst jetzt, und nur sehr langsam, zu erkennen, dass wir sowohl menschlich wie auch göttlich sind! Wir erleben heute eine Art der Selbsterinnerung, die die Grundlage für eine bewusstere und verantwortungsvollere Zukunft entstehen lässt. Ein neuer Impuls erwacht in diesen Tagen tief in unserem Inneren und will auch erkannt werden. Wir betrachten uns nicht mehr nur als Ego, das immer aufs Neue korrigiert werden muss, wir entdecken auch die tieferen Wahrheiten unseres Seins und realisieren, dass wir als Mensch, in unserem tiefsten Wesen, zugleich auch göttlich sind. Und diese beiden Seiten unseres Seins möchten ihre legitime Anerkennung in unserem Leben finden, damit wir uns endlich ganzheitlich fühlen können.

Dieses Erwachen liess uns auch erkennen, dass „nur Mensch“ zu sein, unsere Seele nicht mehr befriedigt. So wird die Versuchung gross, „nur spirituell“ sein zu wollen, und all unsere menschlichen Probleme einfach zurückzulassen. Doch das funktioniert nicht. Denn das, was wir noch nicht geheilt, das, was wir in unserem persönlichen Leben noch nicht verstanden und nicht verwirklicht haben, können wir nicht transzendieren, nicht erheben. Auch sollten wir die Vorstellung loslassen, dass die göttliche Liebe und Kraft nur irgendwo weit oben wirkt, dass Gott nur in der Ferne lebt und eine, von uns getrennte Wesenheit ist. Aber, um den Sinn einer allgegenwärtigen  Liebe begreifen zu können, müssen wir uns von den Gedanken eines von uns getrennten, uns nur beurteilenden und  strafenden Gottes verabschieden. Denn die Vorstellung, dass der göttliche  Funke nur ausserhalb von uns, und nur weit über uns ist, macht uns hilflos und nimmt uns die Fähigkeit, ein rechtmässiger Erbe, ein wachsender Jüngling, ein immer bewussterer „Mitgestalter“, ein immer verantwortungsvollerer „Mitschöpfer“ dieses Lebens zu werden.

Wir erkennen mehr und mehr, dass in uns ein göttliches Licht wohnt, das auch unsere wichtigste Quelle ist, um ein erfülltes Leben führen zu können. Wir sind an einem wichtigen Wendepunkt. Unsere Erkenntnisse sind ein heiliges „Sich-Erinnern“, das Erkennen und Erleben dessen, wer wir wirklich sind. Es ist eine Wiedereinsetzung des absoluten Vertrauens und der uneingeschränkten Gewissheit über eine lichtvolle Heimat, über unsere lichtstrahlende ewige Seele und über die Wichtigkeit unserer Erfahrungen auf diesen erdigen Wegen.

 

Gedanken Dezember 2015

Gott ist Licht und Licht ist Leben

Im Kindesalter ist der Vater der Mächtigste in unserem Leben. Im Erwachsenenalter erweitert sich unsere Welt und wir erkennen, dass jedes System sein Oberhaupt hat, wenn es auch gleichzeitig ein Teil einer  noch grösseren Einheit ist. Denn, alles ist mit allem verbunden und jedes Leben ist ein Teil eines noch grösseren Lebens. Ob das die Hierarchie der Regierenden dieser Erde ist, oder die Hierarchie der Liebe mit ihren göttlichen Wesen, die auch das Leben ganzer Sonnensysteme begleiten. Denn, das höchste Licht strömt durch viele Ebenen  bis es uns erreichen kann. Unser Sonnensystem ist ja nur eins der sieben Sonnensysteme, dessen geistiges Oberhaupt, im Sternbild Sirius, die  Zusammenhänge bewirkt. Aber auch der Sirius ist nur ein Teil einer noch grösseren Gemeinschaft, die mit vielen anderen Gruppen zur Galaxie, die wir die „Milchstrasse“ nennen, gehört. Und wie viele Millionen Galaxien unser Universum beherbergt, wissen wir noch lange nicht doch, alle sind Räder in Rädern auf den vielen Wegen des Werdens.

Und das Licht, als kosmische Energie, kommt durch diese zahllosen Sonnen und Sterne aus dem All auf unsere Erde und wird als Energiespender in unzähligen Lebewesen umgewandelt. Doch hinter diesem physischen Licht existiert auch ein spirituelles Licht, das durch unsere physischen Sinne nicht wahrgenommen werden kann. Und doch ist es existentiell genauso wichtig  wie das physische Licht, ja sogar noch wichtiger. Denn, es ist der grundlegende Lebensimpuls, jene intelligente Kraft und Liebe, die das ganze Universum erschuf und ständig in Balance hält.

Das Oberhaupt unserer geistigen Hierarchie ist Christus der Maitreya, und Gott, in seiner ersten Erscheinungsform, ist Licht. Diese Aussage finden wir in allen religiösen und spirituellen Lehren der Menschheit, wo das Göttliche Licht am Anfang aller Schöpfungsberichte steht. Doch dieses spirituelle Licht strahlt nicht nur von unserem höchsten Schöpfer, es ist auch in uns und in allen Lebewesen vorhanden. Die Seele selbst ist ja nichts anderes als strahlendes, übernatürliches Licht. Und dieser lichtvolle, geistige Kern in uns stammt von unserem Göttlichen Schöpfer selbst, vom Urheber aller Lebewesen. Die alten Mystiker nannten unsere Seele, den „Gottesfunken“ in uns. Somit stellt sich die Frage, wenn nun dieses göttliche Licht so nahe in uns und um uns ist, wieso können wir es nicht sehen? Und die Antwort ist: Weil wir in die falsche Richtung schauen! Von früh bis spät richten wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Sinneswahrnehmungen, bei der Arbeit wie bei der Entspannung, selbst wenn wir abzuschalten versuchen richten  wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Gedanken, die fortlaufend in uns kreisen. Denn, unser Geist ist dauernd mit irgendetwas beschäftigt und so kommt er auch nicht dazu, sich selbst wahrzunehmen.

Eine erwachende Seele beginnt aber „Licht“ und „Dunkelheit“ schon in immer stärkerem Masse wahrzunehmen und die darin verborgenen, göttlichen Gesetze zu erkennen. Gesetze, deren Richtigkeit wir zwar spüren, aber noch nicht verstehen. Doch tief in uns wächst bereits etwas, was wir am ehesten mit dem Wort „Vertrauen“ bezeichnen könnten. Es ist ein Empfinden, dass alles einen Sinn hat und deshalb auch ein Ziel. So beginnen wir, unseren Blick von den Schatten des Lebens und von der Beengtheit unseres eigenen Wesens in eine Richtung zu wenden, wo es klarer und heller ist, und unser wachsendes Vertrauen ermöglicht das Voranschreiten.

Denn, Vertrauen ist der Schlüssel und das Tor, das uns die Fähigkeit vermittelt, die Welt und die Arbeit des Geistes zu verstehen. Vertrauen, annehmen, glauben und lieben bedeuten eigentlich alle ein und daselbe. Können wir etwas aus Vertrauen, aus Glaube, aus Liebe annehmen, dann können wir uns von dort wo wir stehen auch „ver-stellen“, woraus die Möglichkeit des Verstehens entsteht. Und mit Vertrauen bezeichnen wir jene Empfindung, die uns mit dem Schöpfer verbindet, mit der Quelle allen Seins. Damit beginnen wir auch die Vielfältigkeit seiner Liebe zu ahnen und die vielen, scheinbar „sinnlosen“ Wege des Lebens zu verstehen, die uns immer wieder zum  Erkennen des „Sinn des Lebens“ führen.

Diese Erkenntnisse sind dann wie der Sonnenaufgang nach einer durchwachten Nacht. Unsere Aufmerksamkeit kann sich von den Sorgen unseres kleinen Ich‘s lösen, weil wir die Zusammen-gehörigkeit  allen Lebens, und dadurch auch den Sinn des Lebens erkannt haben. Erkenntnisse, die auch die Lehren der Liebe sind, die wir nun auf eine neue Art beginnen zu verstehen. Doch für diese Neuwerdung waren auch alle unsere persönlichen Transformationen von grosser Wichtigkeit.        

Weil,  der Königsweg zum Licht ist die Liebe. Und damit wird nicht die erotische Liebe gemeint, auch nicht jene ich-bezogene Liebe, die, für die Liebe Anerkennung und Sicherheit verlangt. Gemeint ist der Zustand überpersönlichen Wohlwollens und Mitgefühls allen Menschen gegenüber. Denn, die Entwicklung einer echten und bedingungslosen Liebe ist ein unerlässlicher Prozess auf den Wegen der Erleuchtung. Die weltliche Liebe braucht ein Gegenüber, die religiöse Liebe umfasst alle Lebewesen, aber die erleuchtete Liebe ist ein Seinszustand. Weil die Fähigkeit zur Liebe, der höchste menschliche Wert ist überhaupt und die höchste Erfüllung unseres Menschseins. Wenn wir nicht lieben, sind wir wie Pflanzen ohne Wasser. So hängt unser Überleben auf dieser Erde davon ab, ob wir lernen,  sowohl uns selbst, wie auch andere, bedingungslos zu lieben.

Weihnachten, das Fest der Liebe möge uns  stärken auf unseren Wegen!

 

Gedanken November 2015

Die Wogen des Lebens

Die Wogen des Lebens, und all ihre grossen und kleinen Zyklen, begleiten unser Leben. Wir könnten es uns gar nicht mehr vorstellen, wie die Welt, ohne das vertraute Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit, ohne den Wechsel der Jahreszeiten, aussehen könnte. Ereignisse, die mit der täglichen Rotation der Erde, mit ihrem jährlichen Lauf um die Sonne, in Zusammenhang stehen. Und, wenn wir beginnen, diese vertrauten Dinge zu beobachten, erkennen wir, dass wir diesen Rhythmus auch  überall wahrnehmen. Die Ozeane, die wie ein grosser Atem mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks, überall auf der Erde Ebbe und Flut mit sich bringen, das Regenwasser, das die Erde durchtränkt,  von Bäumen, Pflanzen aufgenommen und sich als aufsteigender Dampf wieder zu Wolken verdichtet. Oder der kleinste Grashalm, wie auch der riesige Baum, alles hat seinen ganz eigenen Pulsschlag, genauso wie auch der Pulsschlag unserer Seele, die uns hinein in die Verkörperung, wie auch zurück in die Heimat begleitet, um dort wieder für einen neuen Zyklus der Erfahrungen bereit zu sein. Denn, auch wir bekommen immer wieder aufs Neue die Möglichkeit, mit einem neuen Körper und frischem Gehirn, in eine nächste Runde einsteigen zu können. So gehören auch unsere vielen Leben zu den Minikreisläufen auf dem grossen Bogen des Lebens, wobei das Gestern, das Heute und das Morgen einander folgen, wie eine fortwährende Bewegung, wie ein gemeinsamer Weg, wie ineinander greifende und sich vermischende Zyklen.

Und in Millionen von Jahren verändert sich unsere planetarische Bühne ständig, doch immer in Übereinstimmung mit dem menschlichen Evolutionsplan. Denn, es existiert eine ständige elektro-magnetische Wechselbeziehung zwischen der Erde, die selbst eine Wesenheit ist, und ihren Bewohnern. Die Körper der Menschen sind aus dem Stoff der Erde gemacht und beeinflussen sie mit dem, was sie denken und tun genauso, wie auch die Erde die Menschen beeinflusst.

Ein greifbarer Beweis, für diesen Einfluss auf die irdische Materie, liefert unsere heutige Zivilisation. Es besteht doch ein enormer Unterschied zu dem einfachen Leben unserer Vorfahren, wenn wir die Spuren, welche die alten Völker hinterliessen, mit dem vergleichen, was im selben Gebiet durch das heutige Leben stattfindet. Es werden Tunnels gegraben, Brücken gebaut, Wälder abgeholzt, Deiche errichtet und Ozeane mit künstlichen Kanälen verbunden und die Natur hat sich, im gleichen Masse wie die Denkweise des Menschen, verändert.

In unserer Zeit wachsen wir auch noch in eine ständig steigende Erwartungshaltung hinein, in eine Gleichgültigkeit gegenüber allem, was nicht uns selbst betrifft. Unsere Ich-Bezogenheit kennt langsam keine Schranken mehr. So erleben wir heute in unserer modernen Zivilisation, die bereits einen gewissen Höhepunkt, in einer hervorragenden intellektuellen und materialistischen Evolution erreicht hat, dass die alte Ordnung der Dinge doch mehr und mehr ins Schwanken gerät. Es scheint, dass für die Menschheit global die Zeit gekommen ist, vollständigere Menschen zu werden und die in ihnen liegenden feineren und edleren Eigenschaften zu entdecken und wachzurufen. So erleben wir zweifellos eine kritische Zeit, sind wir jedoch bereit, die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen, könnte sie zu einer Zeit mit ausserordentlichen Möglichkeiten für uns werden.

Doch, unsere Konzentration richtet sich vor allem noch auf unser persönliches Ich und schafft die Tatsache, dass unser Ego immer alles persönlich sieht und persönlich nimmt, worauf unsere Schlussfolgerung, dass wir in ständiger Gefahr sind und unsere Angriffe als Verteidigung notwendig sind. Unser Ego, unser Ich fühlt sich mehr und mehr von allem getrennt und erzeugt dadurch die absurde Illusion, dass wir ständig dem Risiko des Verlustes und des Angriffs ausgesetzt sind. So rechtfertigen wir unsere Verteidigungsmassnahmen und unsere Gegenangriffe, weil wir annehmen, dass all unsere Werte, Überzeugungen, Meinungen und Besitztümer, ständig in Gefahr sind. Doch, was wir vor allem brauchen würden, ist eine Umprogrammierung unseres Denkens. Denn, würden wir mit unseren gewohnten Urteilen aufhören,  könnten wir auch uns selbst in einem klareren Licht sehen. Könnten erkennen, dass wir noch die Kämpfe eines zu Ende gehenden Zyklus kämpfen, die sich bereits mit den Geburtswehen einer neuen Zeit vermischen. Denn das Rad dreht sich, und unsere Sonne geht in ihrem grossen Kreislauf weiter und wird uns von dort, wo im Zodiak der Einfluss von Aquarius herrscht, in den nächsten 2000 Jahren begleiten.

In diesen Tagen solidarisieren sich schon viele Menschen mit den Flüchtlingen und verstehen, dass jede geglückte Flucht eine Rettung bedeutet. Denn, wer sich aufmacht, um Not und Unterdrückung zu entkommen ist ein Held, wie auch jeder, der ihm die Gastfreundschaft gewährt und ihm hilft, ein besseres Leben aufzubauen. Dies ist eine Erfahrung jenseits der persönlichen Meinung oder der politischen Weltanschauung. Es ist ein Wert, von dem unsere Kultur, seit ihren Anfängen, in vielfältiger Weise erzählt. Schon in der Genesis segnet Gott seinen Diener Abraham und fordert ihn gleichzeitig auf, die Heimat zu verlassen. Später muss das Volk Israels aus Ägypten ziehen, um das Gelobte Land zu erreichen. Und für die Christen wurde ein Messias geboren, der sein Leben als Flüchtling vor den Verfolgern des Herodes beginnt.

Aber man muss nicht religiös sein, um diese Lektion zu begreifen. Migrationen sind biografische und historische Geschehnisse, und damit ein Teil eines ewigen Rhythmus. Man könnte die Geschichte der Menschheit, auch anhand ihrer Wanderungsbewegungen, erzählen und in bestimmten Zeiten ist es nur noch eine Minderheit, die an ihrem Geburtsort stirbt.

Denn die Freiheit, nach der eigenen Verwirklichung zu streben, ist einer der zentralen Werte unserer Gesellschaft. Und jeder Migration geht ein Leiden, eine Unzufriedenheit voraus: Krieg, Naturkatastrophen, Armut. Jede Flucht bedeutet Leiden, sowohl bei jenen die auswandern, wie auch bei den Eingesessenen. Und bei einer Drehung des Rades, bei einem erneut wiederkehrenden Leben, könnten auch wir zu denen gehören, die ihr Zuhause verlassen, oder zu denen, die den anderen das Neue ermöglichen. Denn alle Schritte des Weges gehören zu den Erfahrungen, um auf allen Ebenen des Lebens, Bewusstsein zu erreichen.

Grosse Aufgaben beinhalten grosse Chancen, und nicht allein das Ziel ist erstrebenswert. Ebenso wichtig ist der Prozess, in welchem wir üben, unsere Besonderheiten und Ego Wichtigkeiten neu zu betrachten. Wir lernen das Neue, das Unbekannte, das Ungewohnte mit Hilfe der in uns wachsenden Liebe zu verstehen, und wagen mehr und mehr, all unsere Gedanken und Vorhaben, mit der in uns wohnenden Seelen-Kraft, zu verbinden.

Ein tiefer Frieden liegt in der Erkenntnis, dass alle Menschen und alle Geschehnisse immer begleitet, behütet und geborgen sind, in den ewigen Gesetzen eines grenzenlos liebenden Schöpfers.

 

Gedanken Oktober 2015

Das sich entfaltende Leben

Wie auch jeder einzelne Mensch, von einem Tag, von einem Leben zum anderen, weitergeht, um seine Arbeit immer wieder von neuem aufzunehmen, ebenso erscheinen und verschwinden auch wieder ganze Zivilisationen. Dabei begegnet jede inkarnierende Seele, die Orte und Umstände, wo sie ihre nächsten Schritte absolvieren kann. Denn, das karmische Gesetz begeht keine Irrtümer, auch nicht bei der Zusammenführung von Menschengruppen, in einer bestimmten Phase einer Zeit, genauso wenig, wie bei den einzelnen Menschen oder nationalen Gruppen. Denn es werden immer die Höchsten mit den Niedersten, durch persönliches oder durch Rassenkarma, in Verbindung gebracht, um weiterzuführen was angefangen, berichtigen was fehlgeschlagen, lernen zu verstehen, was bis jetzt noch nicht verstanden wurde.

Im Laufe ihrer Entfaltung bevölkerte die Menschheit die verschiedensten Teile dieser Erde, immer entsprechend, wie der Globus, nach und nach, bewohnbar wurde. Die erste grössere – schon menschenähnliche Gruppe – lebte auf dem Kontinent den wir heute Arktis nennen und es wird berichtet, dass die darauf folgende Rasse den Norden des asiatischen Kontinents bewohnte.

Die dritte Rasse, die erste grosse Zivilisation, lebte auf Lemurien dort, wo heute der Stille Ozean liegt. Lemurien erstreckte sich von den beiden Amerikas bis an die Küsten Asiens. Die heutigen Inseln dieses Ozeans waren einst die Gipfel der Berge des lemurischen Kontinents. Unter den Menschen, die dieses Land bewohnten gab es grosse Unterschiede von Primitiven bis Genies und genauso wie heute, wurde schon damals ein extremer Materialismus und Ich-Bezogenheit gelebt, mit dem dazu gehörenden Neid und Krieg. Doch auch damals gab es schon Menschen, die ihr inneres Licht und Wissen erkannten, dem folgten und damit die Grundlage und den Weg der Menschheit formten.

„Wenn eine Rasse am Ende ihres Zyklus angelangt ist, wird sie abwechselnd durch Feuer oder Wasser zerstört. Nicht plötzlich, sondern über Zeiträume von hunderttausenden von Jahren, während sich gleichzeitig die nachfolgende Rasse allmählich entwickelt. Ihr Ende und damit Lemuriens Schicksal wurde durch Vulkanausbrüche, durch eine Reihe unterirdischer Erschütterungen und das Auseinanderreissen des Meeresbodens vollzogen. Einige Überreste von Lemurien sind heute noch ein Teil Kaliforniens, Australiens mit seinen Ureinwohnern, seiner zurückgebliebenen Fauna und Flora und auch einige jener Inseln, die über der Oberfläche des Stillen Ozeans verstreut liegen.“ (Die Geheimlehre)

Der vierte Kontinent, für die vierte grosse Rasse, war Atlantis. Dieser riesige Kontinent dehnte sich über ein Gebiet aus, welches heute der Atlantische Ozean bedeckt. Unter diesem Volk gab es auch schon viele, weitentwickelte Menschen, doch viele davon benutzten ihre Fähigkeiten für selbstsüchtige Zwecke, um sogar die Natur  kontrollieren zu können. So wurden sie eine mächtige Rasse von Zauberern, die stets im Krieg mit ihren Brüdern waren. Schliesslich begann die Zeit der Überschwemmungen, deren Geschichte in den alten Überlieferungen aller Völker beschrieben wurde und stellt die biblische Geschichte von Noah und der Sintflut dar. Platos berühmte Insel Atlantis war nur der letzte Teil des Kontinents, der durch die Überschwemmungen, die über mehrere Millionen Jahre dauerten, in einer letzten grossen Flutkatastrophe unterging.

Doch schon in der Mitte der lemurischen Zeit, vor vielen Millionen von Jahren, hat eine bereits seelenbewusste Gruppe begonnen, ihre Entfaltung von der dritten in die Entwicklung der vierten Rasse emporzuheben. So gab es schon, in diesen frühen Zeiten der Menschheit, die Wenigen, die die ersten spirituellen Mysterienschulen des Globus gründeten. Mit der Zeit trennten sie sich auch von ihren Brüdern und zogen unter spiritueller Führung in ferne Länder, die nicht von der Sintflut betroffen waren und retteten so den bereits wachsenden spirituellen Samen für die kommende arische, für die fünfte Rasse. Es gibt auch eine Legende über eine »Heilige Insel« mitten in Asien, nördlich des Himalaja Gebirges, die heute wieder kahle Wüste ist. Doch sie soll damals von überragender Schönheit gewesen sein, und war als der Garten Eden bekannt. Diese Gegend wurde die Heimat derer, die dem Todeskampf von Atlantis entkamen und die den übrig gebliebenen Atlantiern ihre weitere Entwicklung als Arier ermöglichten.

Aber während die Zeitzyklen sich dahinrollen, veränderte sich auch die Erdoberfläche. Das Land erhob sich, Berge entstehen, das Meer wich zurück, und das fruchtbare Land wird dürr und das Klima unerträglich. Es sind Zeiten, in denen das Volk in grossen Gruppen weiterwandert, um sich nach Westen, Osten und Süden auszubreiten. Scharen von Emigranten suchten eine neue Heimat und es tobten – schon in jenen frühen Tagen unserer Rasse – viele territoriale Schlachten. So war es auch nicht nur ein einziges Volk, das die Zivilisation von Zentralasien aufbaute, sondern die wiederkehrenden Wellen unserer gegenwärtigen fünften Rasse, wobei jede einzelne Zivilisation ihrerseits eine Wiege für das erwachende Wissen war, das dann immer weiter in noch unkultivierte Teile der Welt, wie in das heutige China, Sibirien und Europa weiter getragen wurde.

Die Zerstreuung von den alten Kulturen in neue Länder setzte sich tausende und abertausende von Jahren fort. Im Laufe der Zeit ging auch die Kenntnis über diese frühe asiatische Zivilisation verloren, bis sogar ihre Geschichte legendär wurde, weil jede neue Zivilisation das alte wegfegte. Diese Emigranten wurden dann später die Chinesen, die Tartaren, die Hindus, die Assyrer, die Babylonier, die Perser, die Griechen, die Römer, die Kelten und die germanischen und skandinavischen Stämme...

Eine Gruppe zog auch nach Indien. Diese Gruppe von Emigranten gründete eine bisher unübertroffene Zivilisation und Kultur, deren spiritueller Einfluss sich bis nach Ägypten, Kleinasien und Europa hin erstreckte. Eine andere Gruppe, die nach Ägypten zog, vermischte sich dort mit den Ureinwohnern. Aus dieser Vereinigung entstand eine Zivilisation, deren Glanz nach Jahrtausenden ungetrübt blieb, und der Einfluss ihrer Mysterien verbreitete sich bis nach Persien, Babylon, Judäa und Kreta, Griechenland und Rom. So gehen alle Spuren spiritueller Inspirationen auf die ägyptische und damit auf die frühe arische Kultur zurück. Archaische Aufzeichnungen weisen auf arische Familien hin, die als Nomaden von einem Land ins nächste zogen, um die Einrichtung von Menhiren und Dolmen, diese kolossalen Abbilder des Zodiaks in Stein, zu überwachen. Somit sind all die Monumente, Tempel und Schlachtfelder dieser Erde, die zerstreuten Kapitel der Geschichte, die auch unsere eigene Vergangenheit darstellen.

Und von diesen atlantischen Auswanderern stammen auch die Anfänge unserer heutigen fünften oder so genannten arischen Rasse ab, denn der Anfang unserer Rasse reicht bis in die Mitte des atlantischen Zyklus zurück. Ebenso ist ein Keim der sechsten Rasse bereits unter uns und beginnt schon jetzt, in der Mitte unserer fünften Rasse, zu entstehen.

Auch die Bevölkerung der dunkelhäutigen Menschen sind eine, sich noch in ihrer Kindheit befinden-de Rasse, die dazu bestimmt ist, in Zukunft einmal eine wichtige Rolle in der Weltgeschichte zu übernehmen. Doch dann wird der Schwarze kein Schwarzer mehr sein, denn er wird sich mit vielen verschiedenen Rassenzweigen vermischt haben. Dieser Prozess der Rassenmischung, der sich, trotz der Gesetze, die der weisse Mann in vielen Ländern erlassen hat, in der Hoffnung, ihn aufhalten zu können, ist bereits im Gange. Und schon jetzt, zwischen uns und vor unseren Augen ist eine neue, die sechste Rasse am Entstehen.

Wenn wir auf diese Weise zurückblicken, weitet sich unser mentaler Horizont bei dem Gedanken an das endlose Drehen von Rädern in Rädern. Wir waren ja von Anfang an Teile dieser menschlichen Lebenswogen und all diese Ereignisse sind auch unsere eigenen Geschichten, mit den unendlich vielen Inkarnationen und Neuanfängen. Das bereits Erreichte sind auch unsere Errungenschaften, wie all das Zurückgelassene, auch unsere Schmerzen. Wir sind Teile von all diesen vielen kleinen Zyklen, woraus auch unser eigener Pfad entstand, und erkennen, dass diese, sich ständig wiederholenden Kreise, entlang einer Spirale,  immer auf eine höhere Ebene führen.

 

Gedanken September 2015

Wir sind Kinder des Kosmos

Als Kinder lernen wir das Einmaleins des täglichen Lebens, als Erwachsene die Gesetze der Heimat aber, irgendwann lernen wir auch, dass wir Kinder eines unendlichen Kosmos sind. Nur, all diese Gesetze müssen auch ständig neu formuliert und neu erklärt werden, damit die Menschheit, in den sich ewig wandelnden Zeiten, die Zusammengehörigkeit allen Lebens, immer wieder aufs Neue versteht.

In den uralten Zeiten waren es die Mysterienschulen, die die Wenigen, die ihres kosmischen Ursprungs schon bewusst waren, lehrten. Die Möglichkeit für diese Schulung wurde als das grösste Geschenk erachtet, das ein Vater seinem Sohn geben konnte. Die Knaben wurden schon in ihrem siebten Lebens-jahr in diese Gemeinschaften aufgenommen, um sowohl ihr Herz, wie auch ihren Verstand zu schulen, damit sie dann im Erwachsenenalter einen konstruktiven Einfluss auf ihre Mitmenschen ausüben können. Oder, sie bildeten sich für die Aufgaben als zukünftige Lehrer der Mysterien, noch weiter. Manche sahen es sogar als ihre Pflicht, die Schönheit, in Form von Skulpturen, Farben, Musik oder Versen, zu den Menschen zu bringen. Diese initiierten Weisen der Antike waren auch allen bekannt, denn sie waren die bewunderten Philosophen, Staatsmänner, Künstler oder Musiker ihres Landes.

Die Wissenschaften wurden als die Gesetze des Kosmos in den Schulen der Mysterien gelehrt, um sie auch durch ihre Ursache und nicht nur durch ihre Wirkung zu verstehen. Medizin und Physik, Mathematik und Philosophie wurden von ihrem inneren Standpunkt aus studiert, von ihren okkulten kosmischen Grundlagen her.  Auch die Geographie war in diesen Schulen nicht nur ein Studium der Topographie der Erde, sondern das Erkennen, dass das periodische Heben und Senken der Kontinente, in Übereinstimmung mit den zyklischen Ereignissen der Rassengeschichte steht. Auch die Meteorologie war nicht nur das Studium der Strömungen von Wind und Regen, sondern die Erkenntnis von den Strömen vitaler Energien aus allen Teilen des Sonnensystems. Besonders die Astrologie wurde mit Ehrfurcht betrachtet und in all den Ländern wie Chaldäa, Ägypten, Mexico und Peru, Wales, Island und Indien, für tief spirituell gehalten. Die Einflüsse der Sonne und der Planeten auf den Menschen wurden als ein Austausch von planetarischen und solaren Lebensenergien verstanden.

Auch die Wissenschaft der Vorhersage von den grossen zyklischen Geschehnissen, wurde nicht nur in Indien bis ins kleinste Detail beherrscht, sondern auch im alten Chaldäa, dessen Repräsentanten, noch vor etwa vier- bis fünftausend Jahren, die Astrologie als ihr Hauptmysterium betrachteten. Die berühmte „Zikkurat“, oder besser bekannt als der hohe Turm von Babylon, war ein eindeutiger Zeuge für das Wissen um die siebenfältigen planetarischen Einflüsse auf die Menschheit. Als ein Symbol der sieben Sphären trug jedes Stockwerk eine andere Farbe und stellte einen der sieben heiligen Planeten dar. Auf der Spitze einer Zikkurat befand sich auch immer ein heiliger Raum mit Tischen und Stühlen. Was also der Allgemeinheit als blosse astronomische Observatorien erschienen, waren in Wirklichkeit geheime Schulungszentren der Astrologie.

Somit war die wesentliche Lehre der Mysterienschulen, was auch die Grundlage unserer heutigen spirituellen Lehren ist, die siebenfältige Beschaffenheit des sichtbaren Universums und auch des Menschen als dessen Kind. Die Zahl sieben ist eine kosmische Schlüsselzahl und stellt sowohl den materiellen als auch den spirituellen Grundstein der gesamten Evolution dar. Darum wurde schon immer die siebenfältige Konstitution des Menschen gelehrt, was bezeugt, dass auch unser Ich, unser „Haus“ sieben Ebenen und grosse, hell erleuchtete „Räume“ hat. Doch, so lange wir unsere Ganzheit noch nicht kennen und die einzelnen Ebenen unterschiedlich bewerten, leben wir ausschliesslich in den vermeintlich „einzig richtigen“ oder „einzig wichtigen“ Stockwerken, haben wenig Licht und beklagen unsere Begrenztheit. Schulung bedeutet, lernen Türen zu öffnen, üben in die eigene Ganzheit hineinzuwachsen und unsere Eigenzuständigkeit und Eigenverantwortlichkeit erkennen und annehmen.      

Denn das Leben, ob für den Einzelnen, für Gemeinschaften oder Staaten, geht immer durch Perioden von Geburt, Wachstum, Reife und Verfall. Wir erleben immer wieder ein neues Leben und im Leben einen neuen Anfang, eine neue Möglichkeit, erfahren eine neue Wahrheit, erkennen einen grösseren Zusammenhang. Wie vieles haben wir schon gelernt, wie vieles ist uns schon bewusst geworden, als nächsten Schritt lernen wir heute, unsere kosmischen Verbindungen zu verstehen, unsere kosmischen Wurzeln zu akzeptieren und unsere Einmaligkeit aufzugeben. Wir alle gehören zu einer grossen Seelenfamilie, die unsere Wege aus unmittelbarer Nähe unterstützt. Strahlende Seelen, aus der Bruderschaft des Lichtes begleiten unsere Schritte auf Erden und helfen, wo das für sie nur möglich ist. Denn die strahlende Liebe des Kosmos begleitet alle seine Kinder, immer!

 

Gedanken August 2015 

Auf welche Art lieben wir?

Lange Zeiten hindurch, füllen wir nur Lücken, um all das erhalten, begegnen und erleben zu können, wonach wir uns so sehr sehnen. So könnte unsere „Liebe“ anfänglich wie:

- Die kindliche Liebe sein, das Urbild der Liebe, wie die Liebe zwischen Mutter und Kind. Eine Liebe, die das Gefühl von Fürsorge und Geborgenheit, das Angenommensein und Zugehörigsein, weiterhin erleben lässt. Eine Liebe, die viel Zärtlichkeit und ein liebevolles Geben und Nehmen beinhaltet, und dem Muster der frühkindlichen Erfahrungen ähnelt, die wir auch in unseren Beziehungen weiterführen möchten. Aber auch die Ängste und Verletzungen aus unserer Kindheit, wenn sie noch  in uns leben, können unsere Beziehungen beeinflussen. Doch was es auch war, was wir in unserer Kindheit erlebten, wie lieb und zärtlich oder wie kalt und herausfordernd dieses Leben uns empfing, es war jener Start, der uns ermöglichte, das zu werden und das zu erleben, weswegen unsere Seele in dieses Leben gekommen ist. Eine bereits erwachsene Seele erlebt oft eine relativ schwierige Kindheit, um schon in jungen Jahren zu lernen, Verantwortung für sich und für die ihrigen zu übernehmen.

Sind wir bereits auf einer bewussten Ebene, wird unsere Liebe von gegenseitiger und liebevoller Fürsorge und Respekt für die Bedürfnisse des Anderen geprägt sein und wir werden auf diese, wann immer nur möglich, auch eingehen. Oder suchen wir:

- Die emotionale Liebe, die ihre Wurzeln in den archetypischen und mythischen Liebeserfahrungen vergangener Zeiten und Kulturen hat? Dazu gehören die inneren Bilder von Treue und Beständigkeit. Diese Liebe möchte die alten Werte bewahren, ein Leben im Einklang mit der Natur führen und eine tiefe, emotionale und ewige Verbundenheit im Herzen erleben. Eine Liebe, die Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen und das berühmte Kribbeln erzeugt, mit dem Wunsch, dem Anderen immer ganz nahe zu sein, ihn oder sie ganz zu „haben“.

Auf einer bereits reiferen Ebene ist diese Liebe gegenseitig und von einem natürlichen und selbstverständlichen Geben und Nehmen geprägt. Auch von einem offenen Austausch und der bewussten Pflege all dessen, was die beiden Liebenden verbindet. Selbst wenn das Paar von gegensätzlicher Natur ist, werden Wege gefunden, um die vorhandenen Gemeinsamkeiten zu pflegen. Denn, ein gesundes Selbstwertgefühl erlaubt die persönlichen Wünsche und Vorlieben konstruktiv zum Ausdruck zu bringen und jene des Gegenübers auch dann wahrzunehmen und zu respektieren, wenn sie sich von den eigenen gänzlich unterscheiden.

- Die leidenschaftliche Liebe ist von Leidenschaften und Verstrickungen geprägt, wie von etwas Unausweichlichem und Schicksalhaftem. Die grossen Liebesgeschichten in Romanen und Mythologien beschreiben diese Liebe, die eine starke emotionale Qualität hat, wenn auch in ihr die Sexualität die wichtigste Rolle spielt. Diese leidenschaftliche Liebe sucht die Verschmelzung, will allumfassend, absolut und ewig sein. Sie wird oft als eine überwältigende Erfahrung erlebt, als etwas, das alle Vernunft ausschaltet, und oft auch nicht mehr gesteuert werden kann. Sie weckt unbekannte Gefühle und macht unbewusste Teile des eigenen Wesens sichtbar. Es ist eine verzehrende Liebe, eine orgiastische Leidenschaft, die auch unkontrollierbare Urängste und  Eifersucht weckt, wie ein unzähmbarer Drang, die eigenen Grenzen, wie auch diejenigen des Partners, kennen zu lernen. Wird so eine Liebe abgewiesen, kann sie auch schnell in Hass und Rachegefühle umschlagen.

Bewusst, kann diese Liebe nur dann gelebt werden, wenn beide Partner, sowohl sich selbst wie auch ihre eigenen Schwächen schon kennen. Wenn sie schon gelernt haben, mit ihren inneren Abgründen und Ängsten klarzukommen und fähig sind, respektvoll, ehrlich und offen mit sich selbst, wie auch mit dem Anderen, umzugehen. Denn nur auf diese Weise können Krisen als ein Teil des Beziehungsprozesses gesehen und offen angegangen werden, um die Festigung und Vertiefung der Partnerschaft zu bewirken.

- Die idealisierte Liebe, die eine besonders mystisch-romantische Qualität hat und oft mit dem Gefühl von Visionen und einer grossen Hingabe und Opferbereitschaft verbunden wird. Dabei spielen die vorhandenen Ideale eine wichtige Rolle und das Bedürfnis, mit dem geliebten Menschen ganz zu verschmelzen und alles was trennt, aufzulösen. Höhenflüge werden dabei erlebt, doch auch die gänzliche Aufgabe des eigenen Ich´s. Doch so eine Liebe ist mit einem normalen Beziehungsalltag nicht einfach zu verbinden. Denn, werden die eigenen Bedürfnisse gänzlich verleugnet, kann mit der Zeit eine zunehmende Frustration entstehen, und eines Tages, das Mass voll und die „Liebe“ zu Ende sein.

Diese Liebe bewusst zu leben heisst, die Stärken und Schwächen des Anderen zu kennen und lernen, damit auf eine normale Weise umzugehen. Das wird aber nur dann möglich sein, wenn das Gegenüber als der Mensch erkannt wird, der er in der Wirklichkeit ist, mit all den Vorzügen und

Nachteilen. Doch auch für das Ich sollten Mittel und Wege gefunden werden, um die eigenen Wesenszüge und Vorlieben zum Ausdruck bringen zu können, auch dann, wenn dies  gemeinsam nicht möglich ist.

Jede Gemeinschaft, wie ein Paar, eine Familie oder ein Staat, besteht zum Teil aus Mitgliedern, die ein traditionelles, dem Beispiel der Ahnen folgendes, Verhalten leben, aber auch aus solchen, die den Sog zu etwas Neuem in sich spüren und dem folgen. Die Konfrontationen, durch die Polaritäten der Gegensätze, lassen die Schritte der Wandlung entstehen, die – seit Anbeginn der Zeiten – auf diese Weise den Fortschritt bewirkt. Und nur die Ebene unserer eigenen Entwicklung entscheidet, ob wir solche Situationen als ein verständnisvoller Begleiter oder als „Richter“ erleben.

Die Sehnsüchte, die Menschen zusammenführen, haben viele Muster und die daraus entstandenen Wege werden unterschiedlich lange gelebt. Denn das „Spätere“ hängt immer und alleine nur von der Tatsache ab, ob aus dem Wunsch zu „erhalten“ die Bereitschaft zu „geben“, die Fähigkeit zur „Liebe“ geworden ist. Denn nur in diesem Licht kann man den Anderen und damit auch den Sinn einer Verbindung wirklich verstehen und auch annehmen.

Denn jede Begegnung, jede Partnerschaft und jede Gemeinschaft trägt die Botschaft einer Lektion in sich, und wir entschliessen uns noch als Seele, schon bei der Planung dieses Lebens, für die Bereitschaft einer nächsten Erfahrung.

 

Gedanken Juli 2015 

Der Schlaf

Der Schlaf ist eine lebensnotwendige Regenerations- und Ausgleichs-Zeit. Im Schlaf werden die Energiereserven des Körpers aufgetankt, der Stress abgebaut und das Immunsystem gestärkt. Wir können uns also gesund schlafen. Doch der Schlaf sorgt nicht nur dafür, dass wir im Gehirn lernfähig und anpassungsfähig bleiben, im Schlaf werden auch unsere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle verarbeitet. All das Erlebte wird geordnet und für das Bewusstsein, für den ganzen Organismus, immer wieder verarbeitet. Unwichtiges wird aussortiert und wichtige und neue Informationen dem Gedankenspeicher zugeführt. Das ist auch der Weg für unsere unbewusste Kreativität, denn wir schöpfen im Schlaf aus dem Vollen! Alle unsere verborgenen Kräfte werden durch den Schlaf geweckt und zu immer neuen Erkenntnissen zusammengefügt.

Das tagsüber Erlebte wird im Unbewussten gespeichert, damit das Unbewusste während des Schlafens mit unserem Bewusstsein in Austausch treten und das Erlebte verarbeiten kann. Aus unserem unbewussten Speicher werden im Schlaf, durch die Träume, die Signale gesendet und aus diesen, oft nur geahnten Signalen, entsteht im Wachzustand unsere Intuition. Darum sagen wir auch so gerne: „Lass mich noch mal darüber schlafen“ was dann heißt: Lass mein Unterbewusstsein seinen Beitrag dazu leisten.

Träume sprechen in Bildern zu uns, Bilder, die wir seit Urzeiten sozusagen intuitiv kennen und in uns tragen. Allerdings müssen wir uns die Mühe machen, ihnen  aufmerksam „zuzuhören“. Denn Träume sind auch Schäume und schnell wieder weg. Wenn wir nicht gezielt hinsehen und das Geschehene nicht kurz notieren, verschwinden sie wieder ins Unbewusste und können bewusst nicht mehr genutzt werden. Eigentlich wird auch nur ein ganz kleiner Teil unseres Gehirns für unsere bewussten Gedanken verwendet. Sind wir bereit, die rätselhafte Sprache unserer Träume zu entschlüsseln, von unserem Unbewussten zu lernen, erweitern wir die Erfahrungswerte unseres Wachbewusstseins und können so bessere und klarere Entscheidungen treffen.

Bewusstseinserweiterungen – durch ein erweitertes Verständnis der Zusammenhänge – können in uns mehr Ruhe und Gelassenheit bewirken.

Während des Schlafens, „in den Hallen des Lernens“, haben wir die Möglichkeit unser Denken und Fühlen immer weiter zu entfalten. Dafür ist aber entscheidend, mit welchen Gedanken und Gefühlen, mit welcher Haltung wir einschlafen. Schlafstörungen sind Angststörungen, eine Überlastung der Seele, der Gedanken oder des Körpers. Doch, nach Lösungen sollten wir am Tag suchen und sie am Abend loslassen! Schlafen wir aber mit den Gedanken aus einer spirituellen Lektüre ein oder mit den Worten aus einem heiligen Mantra, ebnen wir den Weg für Träume, die unsere Gedanken ergänzend erweitern könnten.

Unsere Schlafzeiten, wie auch Gewohnheiten, unser ganzer Lebensstil werden natürlich entsprechend, ob wir eine „Lerche“ oder eine „Eule“, ob wir eher ein Morgen- oder ein Abendmensch sind, gestaltet. Denn, wirkliches Erleben findet nur in uns selbst statt, nur wenn wir konzentriert sind und uns unseren eigenen Wahrnehmungen und Gefühlen ganz hingeben.

Regelmäßige Meditationen oder Atemübungen, das Musizieren, Singen wie auch das Wandern, sind geeignete Hilfen, wenn wir wirklich innehalten und abschalten möchten. Oder einfach mal gar nichts tun,  „nur“ eine schöne Landschaft auf uns wirken lassen, um in uns hineinzuhorchen. Denn, um ein Gleichgewicht in uns zu erreichen brauchen wir ständig die Dialoge mit uns selbst. Regelmäßige Einkehr- und Entspannungszeiten, um die eigene innere Stimme besser zu hören, die sonst von Lärm und Hektik, von den vielen Meinungen Anderer so oft überschallt ist. Das Innehalten, um neue Kraft zu tanken, die Gedanken frei schweifen zu lassen und immer wieder alles ausschwingen, bis wir wieder in unserer Mitte sind, bis Körper und Seele wieder in ihrem gewohnten Lot sind.

Nur im Alleinsein können wir zu unserem eigenen Rhythmus, zu unserer natürlichen Kreativität finden. Unsere Vitalität, unser Selbst-Bewusstsein, aber auch unsere Lebensfreude werden daraus gewinnen, und ganz nebenbei wird sich dadurch auch unsere Ausstrahlung und unsere Wirkungsfähigkeit verändern.

 

Gedanken  Juni 2015

Unsere Dualität

Die Natur bringt unsichtbare Energien durch sichtbare Formen zum Ausdruck. Hinter unserer sichtbaren Welt verbirgt sich eine unsichtbare Energie, welche die äusseren Formen gestaltet. Denn hinter jeder äusseren materiellen Hülle, befindet sich ein unermessliches Reich, eine Welt lebendigen Lebens, und das Äussere, das Sichtbare und Berührbare sind Symbole, für eine innere schöpferische Kraft. So gibt die Materie die sichtbare „Form“, für die in ihr wirkenden Göttlichkeit, für das unsichtbare „Leben“. Aus diesem Wechselspiel entstand auch unser Leben, wie auch unser Ringen, zwischen den in Jahrtausenden gesammelten Erfahrungen des Körpers, mit den in uns wirkenden göttlichen Energien der Seele. 

Unser Wesen besteht aus der Verbindung dieser beiden Welten, um als Mittler zwischen Himmel und Erde wirken zu können. Und unsere Individualität entspricht unserer Eigenart im Hier und Jetzt, und nur unser Innerstes bildet unser wahres ICH, das innere Selbst, das auch wesentlich umfassender und großartiger ist, als das äußere Ich es vermuten könnte. Durch unsere Tiefen haben wir die Verbindung zu unseren Lehrern, die uns in die Zielrichtung der Seele lenken. Aber wie oft haben wir keine Zeit für sie, und sind in unserem äußeren Leben so verstrickt, dass wir für diese innere Welt, die eigentlich unsere ureigene ist, gar keine Zeit mehr haben. Und doch steht uns diese kosmische Hilfe, diese grosse göttliche Liebe, unentwegt zur Verfügung, um unser Leben zu lenken und uns, unserem Lebensplan entsprechend, zu führen.

Haben wir unsere Zweiheit in uns schon erkannt, beginnt eine neue Zeit in unserem Leben, die Zeit der Wandlung, aber auch der Kampf, zwischen diesen beiden Stimmen, die uns in zwei entgegengesetzte Richtungen ziehen. Die eine, mit den Wünschen des Körpers, die andere als der Sog der Seele.

Das Wissen um diese Zweiheit in uns, ist eine wichtige Grundlage für ein bewusstes Leben, denn diese Bewusstheit ist auch die Hilfe für das Vertrauen in unsere eigene Individualität. Haben wir Selbstvertrauen, kann uns auch niemand verletzen, haben wir keines, wird uns auf dieser Welt auch niemand glücklich machen können. Selbstvertrauen bezeugt eigentlich, unser unerschütterliches Gottvertrauen. Zu diesem Ziel helfen uns auch die folgenden Gedanken:

Alles von der positiven Seite zu sehen. Ist unsere Denkweise positiv, so sind wir auf das Gute ausgerichtet und offen, um Stärke, Kraft und Inspiration zu empfangen. Ist sie negativ, können wir noch so erfolgreich sein, unser Glück wird schnell verrinnen.

Gott für alles zu danken, was er für uns tut, ob sein Geschenk uns behagt oder nicht. Wir können ja zu diesem Zeitpunkt gar nicht erkennen, ob das was ist, nicht letzten Endes doch noch gut für uns sein wird. Wir können immer nur das sehen, was wir im Augenblick vor Augen haben, Gott sieht aber auch das, was in der Vergangenheit war und was in der Zukunft sein wird, denn nur in dieser Zusammenschau ist erkennbar, was für unsere Seele das Beste ist. Die schmerzlichen Gefühle, die wir mit bestimmten Geschehnissen verbinden, sind nur unsere unwissenden Gefühlsreaktionen.

Vertrauen in die eigene Dreiheit haben, in unsere Persönlichkeit, in unsere eigene Seele und in den uns führenden Geist. Denn, wie könnte Gott uns führen, wenn wir für eine schöpferische Kooperation mit ihm nicht bereit sind und nicht unser Bestes geben?

Über unsere Verbindungen zu Gott berichten schon seit Urzeiten alle Weltreligionen, aber sie verkörpern immer nur die zeitentsprechenden Aspekte. Auch die Zeugnisse vieler Mystiker und ihre Erkenntnisse, durch all die Zeiten und Rassen, sind unerschütterliche Tatsachen. Doch heute beweisen es sogar die wissenschaftlichen Forscher, dass der Mensch ein zusammengesetztes Bündel von Kräften ist und sich ständig, in einer Welt der Kräfte, bewegt.

Das Wissen über unsere Dualität, als ein wichtiges Stadium unserer geistigen Erfahrungen bedeutet, das tägliche Leben in Dankbarkeit, Demut und Vertrauen zu leben. Ein spiritueller Weg ist nicht mehr nur ein In Sich Versunken sein, sondern ein aktives und dynamisches Bemühen, um sowohl das eigene Leben, wie auch das der Anderen, zum Besseren zu gestalten.

„Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben ist Pflicht.

Ich handelte und siehe, die Pflicht war Freude“. Rabindranath Tagore

 

Gedanken Mai 2015

Wenn die Zeiten sich ändern

Unser Werden ist in die Entfaltung des gesamten Kosmos eingebettet. Der Sekundenzeiger der großen Welten-Uhr – mit ihrem ewig rhythmischen Takt – begleitet die Geschehnisse des Lebens auch auf dieser Erde. Vor allem aber sind es zwei Planeten, die für die impulsgebende Kraft in unserem Sonnensystem zuständig sind, die durch ihre gegenseitige zyklische Annäherung und Entfernung das Leben auf unserer Erde beeinflussen.

Es sind die Zyklen von Saturn und Jupiter, die in bestimmten Abständen den Paradigmenwechsel in unserem gesellschaftlichen Bewusstsein hervorrufen, um dadurch die Entwicklung zu ermöglichen. Sie sind wie ein großes „Welten Chronometer“, das auf die verlaufende Zeit und auf die zu absolvierenden Schritte der Evolution weisen. Denn, Saturn symbolisiert unsere jeweiligen kollektiven Regeln, unsere grundsätzlichen Einstellungen gegenüber der Gesellschaft, die gewohnten Gebote und Verbote und damit, die „Sicherheit“ gebenden  politischen und religiösen Gesetze. Durch die passen wir uns den gesellschaftlichen und familiären Normen an, unterdrücken die eigenen inneren Impulse und werden, in der Kompensation, ein dogmatischer Vertreter der bestehenden Weltanschauungen. Jupiter dagegen strebt nach persönlicher Erweiterung, ist ständig auf der Suche nach der Wahrheit und möchte die Welt und die Sinnhaftigkeit des Lebens verstehen, muss aber zunehmend erkennen, dass keine Wahrheit eine endgültige Wahrheit ist, dass man sich immer für neue Ebenen öffnen muss. Somit ist Wahrheitsfindung ein ständiger Prozess, der eine stetige Bereitschaft zum Wandel, Wechsel und Veränderung voraussetzt.

Das Aufeinandertreffen solcher gegensätzlicher Impulse ermöglicht aber den Beginn eines neuen Entwicklungszyklus, die Wandlung unserer Persönlichkeit und die Änderung unserer sozialen Verbindungen. Die bekannte Astrologin Liz Green formuliert dies „… als ein Übergangsstadium zwischen dem Tod von etwas Altem und der Geburt von etwas Neuem.“ Denn in solchen Zeiten fühlen wir uns wie in einer mondlosen Nacht, man sieht keine Wegweiser an den Straßen, es gibt keine klare Regeln, die man befolgen kann und die einzige Möglichkeit, um unsere Richtung zu finden ist, die eigene Wahrheit zu spüren, die eigenen Entscheidungen zu treffen und für all das auch die eigene Verantwortung zu übernehmen. Dadurch sind es Zeiten, in welchen unser Geist erwacht und wir bereit sind „neue Formen“ zu verwirklichen, „neue Wege“ zu bauen.

Die Jupiter-Saturn-Zyklen sind ähnlich wie die Phasen des Mondes, denn auch der baut sich von einer Konjunktion über die Zeiten der Zunahme bis zur Fülle hin auf, um dann durch die Zeiten der Abnah-me, seine neue Konjunktion vorzubereiten. In solchen „abnehmenden“ Zeiten der Jupiter-Saturn-Zyklen (in denen wir uns auch jetzt befinden), in dieser verstärkten gesellschaftlichen Unordnung und Spannung, zwischen den alten und den neuen Werten, sind eigene Entscheidungen verlangt. Denn, es sind Zeiten der Konflikte, zwischen den noch immer festgehaltenen alten Werten, und den bereits sichtbaren Spuren einer neuen sozialen Wandlung, die auch noch während den restlichen, „abnehmenden“ Jahren, der gesellschaftlichen Wandlung, unterstützen wird.

Diese kleinen zyklischen Kreisläufe – von Konjunktion zu Konjunktion – dauern bei den Jupiter-Saturn Zyklen 20 Jahre, wobei unser jetziger im Jahre 2000 begann. Aber gleichzeitig sind diese 20 Jahre dauernden Zyklen, auch Teile einer größeren ca. 180 jährigen Mutation, welche bereits um 1842 begann, und die Vorbereitung für das kommende Wassermann-Zeitalter ist. Somit werden in den Jahren um 2020, sowohl ein neuer kleiner Zyklus, wie auch eine neue große Mutation – mit einer verstärkten Vision für die Zeiten des Wassermanns – beginnen!

Unsere Aufgaben sind heute, die eigene gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Denn wenn auch, sowohl Freude wie auch Frust, in diesen spannungsvollen Zeiten nah beieinander liegen, das „Jetzt“ verlangt, die Konzentration auf das Wesentliche, um Ordnung in unser eigenes Chaos zu bringen. Doch Phasen wie diese, stellen aus ethischer wie moralischer Hinsicht grosse Heraus-forderungen dar und verlangen von uns, zu unseren eigenen Überzeugungen zu stehen. Doch allein sind wir dabei nie!

Denn als Vorbereiter einer neuen Zeit werden wir behutsam und liebevoll, aber mit einem klaren Auftrag, von der Ebene der Seele geführt!

 

Gedanken April 2015

Jeder kann ein Kanal sein …

Jeder von uns ist dazu geschaffen, ein Kanal, zwischen dem was oben und dem was unten ist, eine Verbindung zwischen dem Vielen und dem Einen, eine Brücke zwischen dem Hier-und-Jetzt und dem Unendlich-Ewigen, zu sein.

In der mystischen Literatur ist das Symbol für diesen Kanal die Jakobsleiter, da der Prophet Jakob im Schlaf eine Leiter sah, deren Sprossen, sein eigenes, inneres Wesen war. Entlang dieser Sprossen sah er Engel, die die Energien rauf und runter trugen. Er sah, wie das, was auf Erden geschah, destilliert zum Himmel emporgehoben wurde, und wie sich der Geist, aus den höheren Sphären, entlang dieser Leiter senkte, um die Ebenen der Formen, das Leben auf der Erde, mit Licht und Liebe zu erfüllen. Er sah, wie sich Himmel und Erde in ihr begegneten.

Das Symbol der Jakobsleiter erschien vielen Propheten, auch unser Oster-Kreuz ist eine solche Jakobsleiter, denn am Kreuz vereinte Christus seine Seele mit den Leidenden dieser Erde, indem Er seinen eigenen Schmerz weitete  und seine Seele mit dem Schmerz dieser Welt verband, um das Leid  in den Himmel zu heben. So stieg der Schmerz der Welt, entlang des Kreuzes empor, und vom Kreuz herab strömte eine unendliche Liebe, um die Schöpfung mit dieser Kraft zu durchfluten.

Einst war unsere Seele noch sorglos und wir kannten nur den Zustand der Einfachheit und Gnade. Doch unsere Seele wollte wachsen und so veranlasste sie uns, von den höheren Ebenen der Wirklichkeit, in die dichteren und dunkleren Tiefen der Welt hinabzusteigen. Wir wussten, dass wir die Farben dieser Welt annehmen werden, dass wir bereit sind, in eine Welt voller Wunden, Ängste und dunklen Emotionen einzutauchen, weil der Wunsch in uns lebte, die reine Liebe auch auf dieser Ebene zu verwirklichen. Nur, was in den engelhaften Sphären so mühelos erscheint, bedeutet hier auf Erden Anstrengung und Kampf.

Aber heute erinnern wir uns nur noch in den Tiefen unserer Seele an dieses Vorhaben, dass wir uns gegenseitig helfen wollten, die schöpferische Kraft, die göttliche Liebe,  auch in den Welten der Formen zu verwirklichen. Denn im Laufe des Werdens, als Mann oder Frau auf Erden, haben wir unser Ziel vergessen. Wir haben uns in die Illusionen dieser Welt verwickeln lassen, die ihre Quelle nicht mehr kennt. So geschah es, dass wir nun schlafend durch das Leben gehen und sich unsere Seele im Nebel verliert, unser Herz empfindungslos geworden ist  und unser denkender Geist sich ausschliesslich auf Macht, Ruhm und Vermögen fixiert. Wir haben vergessen, dass wir keine  Annehmlichkeiten dieser Welt, auch keine Macht und kein Geld, auf die Jakobsleiter mit uns nehmen können, nur Werte wie, Dankbarkeit und Vergebung, die Fähigkeiten der Liebe,  die Früchte eines erwachten Herzens. Und wenn wir jetzt auf unser Leben zurückblicken und feststellen, dass wir den vielen Konflikten um uns herum noch immer erlauben, unser Innerstes zu durchdringen, sehnen wir uns endlich danach, dass wir aus all diesen Differenzen herauswachsen und die Einfachheit des Lebens entdecken, dass sich unser Bewusstsein zwischen dem Ich und dem Anderen, zwischen Zukunft und Vergangenheit, zwischen richtig und falsch,  nicht mehr ständig gespalten fühlt.

So stellen wir uns vor, dass unsere Wirbelsäule eine Jakobsleiter ist. Unterhalb des Steißbeines sinkt sie in die Erde hinab und oberhalb des Scheitels steigt sie in die Himmel hinauf. Alles, was wir Gott darbringen möchten, übergeben wir den emporsteigenden Energien in uns, und alles was wir von Gott erbitten, erhalten wir von den auf uns herabströmenden Energien der Liebe. Denn Gott ist  Liebe und diese Liebe ist jene Kraft, die uns immer wieder,  mit all unseren Wunden und Schmerzen, zu sich emporhebt.

 

Gedanken März 2015

Wir sind eine Menschheit

Die letzten Jahre wurden von den Astrologen als Wendezeit bezeichnet, aber wie es scheint, wird auch noch dieses Jahr dazu gehören. Vor allem die erste Hälfte des Jahres wird von uns noch viel Flexibilität und Anpassungsfähigkeit verlangen. Doch wer eine gute Portion Gelassenheit und Zugang zu seiner Intuition hat, wird den Weg ohne weiteres meistern.

Zurzeit leben wir in einer multipolaren Welt, verschiedene Weltanschauungen und Religionen bekämpfen sich, und die einzelnen Machtblöcke ringen um Anerkennung und Position. Es scheint, dass wir längst vergessen haben, dass wir eine Welt und eine Menschheit sind. Wie viele Menschengruppen bevölkerten schon, durch die Geschichte, diese Erde, die wie Wellen der Gezeiten,  immer aufs Neue,  die Erde bewohnten. Einzelne Völkergruppen, die wie grosse Wellen kamen und gingen, und jede hatte ihren Anstieg, ihren Höhepunkt und ihren Abstieg. Wir, als heutige Menschheit, sind Teile einer steigenden Flutwelle und erleben dadurch die ständigen Veränderungen, doch wachsen auch in Kräfte hinein, welche die älteren Völker noch nicht besaßen. Dagegen sind wir noch weit weg von der Verwirklichung der Selbstlosigkeit, von den Gefühlen der Zusammengehörigkeit, die in den älteren Zivilisationen als eine Selbstverständlichkeit gelebt wurden.

Die Leitlinie eines spirituellen Weges ist, alle Menschen als Mitglied einer Familie zu sehen und unser Verhalten nicht vom Verhalten des Anderen abhängig zu machen, nicht davon, wie sich der Andere uns gegenüber zeigt oder wie gut oder schlecht er ist. Die Liebe zu unseren Mitmenschen sollte sich allein darauf gründen, dass wir gleichwertige Angehörige ein und derselben Familie sind. Die grundsätzlichste Kraft des Universums ist ja die Liebe. Diese Kraft schmiedete auch die ersten Verbindungen, woraus Familienbanden entstanden, die sich später auch zu größeren Gruppen und noch später  zu Nationaleinheiten erweiterten. Diese weiterwachsende Kraft wird eines Tages  alle Menschen in einer zusammengehörenden Bruderschaft vereinen, denn es ist unsere Aufgabe, die in uns schlummernde göttliche Kraft der Liebe, manifest werden zu lassen.

Doch heute leben wir die Liebe noch als eine Energie unserer Emotionen, die durch unsere Gedanken und Handlungen fliesst und uns oft – manchmal sogar lange Zeiten hindurch - Opfer unserer Emotionen werden lässt. Denn es sind die Emotionen, die uns mal hierhin, mal dorthin ziehen und wie ein herrenloses, vom Sturm gejagtes,  Boot auf den Wogen, durch freudvolle oder leidvolle Erregungen hin und her treibt. Und erst, wenn wir versuchen nicht impulsiv zu sein,  beginnen wir  unsere Emotionen zu  beherrschen und werden  auch die Welt mit anderen Augen sehen. Denn durch das Gemüt können wir das wirklich Vorhandene niemals erkennen. Demnach stellt sich die Frage: „Sollten wir uns nicht auf unsere Intuition verlassen“? Doch, aber wir verwechseln die emotionalen Impulse mit der Intuition, die etwas grundsätzlich anderes ist. Ein emotionaler Impuls entspringt der Begierdenatur, der durch den Astralkörper auf einen äußeren Reiz, unbeherrscht und unbedacht, reagiert. Die Intuition dagegen entspringt dem geistigen Ich, die eine starke, ruhige und zielbewusste Energie ist, um einer  von außen kommenden  Forderung oder Möglichkeit zu begegnen. Um diese beiden  voneinander zu unterscheiden, bedarf es der  Überlegung und  braucht den zeitlichen Aufschub unserer Reaktionen. Dadurch werden die emotionalen Impulse abklingen, während die Intuition in dieser Zeit immer stärker wird. Besonders,  wenn die intuitive Wahrnehmung  die Eingebung einer höheren Ebene war, werden sich die Gedanken, durch Ruhe und Stille,  immer klarer manifestieren.

Unsere Lehrer sind die Heiligen dieser Erde, die uns das Wissen – über die Wege der Liebe, der Weg der Evolution – vermitteln. Nur eine winzige Kenntnis dieser Gesetze kann uns schon von einem Ichbezogenen Leben bewahren,  und lässt erkennen, dass alles, was uns im Leben begegnet, alles was uns die Welt gibt, nur ermöglichen will, dass wir die Liebe jeden Tag,  noch ein bisschen bewusster leben.

 

Gedanken Februar 2015

Selbst werden

In unserem Jahrhundert vollzieht sich eine gewaltige Wandlung der sozialen, religiösen und kulturellen Strukturen, die Zusammenbrüche bei all jenen hervorruft, die die Energien der neuen Kräfte nicht annehmen können. Nun lautet die Frage: „Wie kann man diese neue kreative Kraft, welche die gewohnte Selbstzufriedenheit vieler ICH-s herausfordert, konstruktiv integrieren?“ Wie es scheint, wäre das Wichtigste, weder von der Vergangenheit abhängig zu bleiben, noch die notwendige Transformation zu radikal zu gestalten, um nicht auch noch das zu zerstören, was von Bedeutung ist.

Unsere spirituelle Aufgabe besteht in erster Linie darin, so vollständig wie möglich zu dem zu werden, wer wir potentiell sind, ein bewusstes Leben zu führen und selbst zu werden. Doch um wirklich selbst werden zu können, muss man sich in erster Linie gedanklich von anderen abgrenzen. Man muss die Dinge für sich selbst ergründen, und die Antworten auf das Leben nicht einfach von den anderen, von den uns umgebenden Menschen, gedankenlos übernehmen.

Denn, solange ein Mensch in einer kollektiven Lebensweise und Denkart verhaftet ist, kann er sich nicht als unabhängiges Wesen entfalten. Doch ist es heutzutage schwieriger denn je, eine wirkliche, persönliche Reife zu erlangen. Unsere Gesellschaft, mit ihrer vorgegebenen Meinung, hält die Menschen in einem fortwährenden unreifen Zustand. Auch der moderne Lebensstil ist auf die Befriedigung des persönlichen Stolzes angelegt, der die Selbstgefälligkeit stärkt und oft in eine rücksichtslose Ellbogenmentalität führt.

Um, als ein individuelles Selbst wachsen zu können, muss eine innere Veränderung stattfinden. Dies wird meistens nur durch jene schmerzhaften Prozesse ermöglicht, welche die grundlegenden Gefühle berühren und die Umbewertung des Denkens und Handelns hervorrufen. Denn, wir sollten nicht nur glauben, dass ein neuer Weg der richtige wäre, sondern dessen Notwendigkeit auch innerlich spüren. Wir müssen den neuen Zustand wollen und in die eigenen Fähigkeiten vertrauen, damit das Schicksal, die dazu gehörenden Erfahrungen ermöglichen kann.

Die psychische Loslösung, von der uns umgebenden Welt, ist der erste grosse Schritt im Prozess der Individuation. Es ist aber auch der schwierigste Teil des Weges, wenn man sich vom Druck der persönlichen Umgebung lösen, sich von den Vorurteilen und Wertvorstellungen seines Umfelds frei machen will. Es verlangt Mut und Entschlossenheit, wenn man bereit ist, seine eigenen Gefühle auf eine ganz persönliche Art neu zu erfahren. Wenn wir erkennen, wieweit die eigene Art und das eigene Denken, durch die Vorbilder und durch die Normen der Menschen um uns, bereits geprägt wurden, gelingt uns die Loslösung von einer etablierten Sicht- und Handlungsweise und  werden in der Lage sein, auch der Welt etwas Neues zu schenken.

Innerlich zu wachsen ist ein ständiger Prozess der Selbst-Transformation. Und die, von Zeit zu Zeit, zu erfahrenden Erschütterungen sind die wichtigsten Chancen, die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen und die falschen Gefühle von Geborgenheit zu entlarven. Die Spiritualität ist nicht eine emotionale Wanderung durch transzendentale Erfahrungen, sondern eine, sich ständig erneuernde Lebenseinstellung, die sich den Herausforderungen, sowohl des äußeren wie auch des inneren Lebens, auf eine immer neue Art stellt.

Wir wachsen durch Krisen und Niederlagen und lernen unser inneres Gleichgewicht, zwischen unseren idealistischen und mehr und mehr universalen Ausrichtungen, und den Menschen um uns, ständig neu zu gestalten. Wir üben, dem Leben liebevoll und mit vollem Mitgefühl zu begegnen und können dabei unsere, immer mehr zielgerichtete und seelendurchdrungene, Eigenart oder das was dazu in uns noch fehlt, erfahren.

 

Gedanken Januar 2015

So am Anfang eines neuen Jahres könnten wir versuchen, einen Blick in die Zukunft zu werfen, um das vor uns liegende Unbekannte erwartungsvoll zu umarmen. Denn, unsere wirkliche Heimat ist ein unbekannter Hafen, und unsere Reise führt uns in dieses Unbekannte, das unsere Zukunft ist, um auf diesen Wegen unserer unbekannten Göttlichkeit zu begegnen.

Darum sind die Wege des Lebens so voller Überraschungen, voller Ungewissheiten – doch gerade daraus besteht ihre Schönheit! Nur, für diese ständigen Bewegungen, uns auf die stetig neuen Ungewissheiten einlassen zu können, brauchen wir Mut. Doch Mut ist eine grundlegende Tugend des Weges, denn aus Mut entsteht Zuversicht, woraus die Bereitschaft erwacht, Ungewissheiten nicht nur irgendwie zu ertragen, sondern auch willkommen zu heissen. Und wenn wir mit dieser Zuversicht leben, wird uns jeder Tag, jede Stunde und jeder Moment mit Staunen erfüllen und die Einzigartigkeit des Lebens wird uns, in ihrer Vielfalt, in immer neuen Farben begegnen.

Die Erweckung des Mutes zu unserem Dasein - inmitten einer pulsierenden Welt – ist eine spirituelle Grundleistung, durch welche sich unser Leben wesentlich verändern kann, wenn wir die Fähigkeit zum Mut, zu unserer Eigenart machen. Warum? Weil Mut sich immer nach vorne bewegt. Er ist bereit, sich von Bisherigem zu lösen, er wagt dem Ungewohnten zu begegnen und zögert nicht, das Unabwendbare anzunehmen. Mut ist kein blosses Wünschen, er hält sein Wollen in klaren Aufgaben fest und spannt auch alle seine Kräfte dazu ein. Nur für eine kurze Zeit Ordnung in unser Bewusstsein zu bringen ist leicht, jedes realistische Ziel ermöglicht die Aufmerksamkeit zu zentrieren. Viel schwerer ist es, diesen Zustand ein Leben lang zu behalten. Dazu muss man die Energie in Ziele stecken, die so umfassend sind, dass wir die Zuversicht auch dann nicht verlieren, wenn uns das Schicksal scheinbar nicht mehr unterstützt und uns die helfenden Chancen auf ein leichteres Leben verweigert.

Mut hat auch etwas Unwiderstehliches, das im Augenblick der Tat von Herz zu Herz springt. Mut ist der Wind, der zu fernen Küsten treibt, der Schlüssel zu den Schätzen der Welt, der Hammer, der grosse Reiche schmiedet, der Schild, ohne den keine Kultur besteht. Mut ist der Einsatz der eigenen Person bis zur eisernen Konsequenz, ohne Rücksicht, was daraus werden kann. Denn, wo wäre die Menschheit, ohne ihre Fähigkeit zu immer wiederkehrenden Neuanfängen. Doch,  wir entdecken unseren Mut oft erst nach einem einschneidenden Ereignis oder nach einem Verlust. Solche Situationen sind die Gelegenheiten, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, um Selbst zu werden.

So könnte das Jahr 2015 für uns ein Jahr werden, das wir nach den eigenen Träumen formen. Es könnte ein Leben werden, das sich von unnötigem Ballast befreit, und somit in das eigene Neue-Land führt. Dieses Neuland ist aber kein Ort, sondern ein Bewusstseins-Zustand. Ein Zustand, der sich aus der Umklammerung von einengenden Überzeugungen und Prägungen befreit hat, um das Leben nach den eigenen Wahrheiten zu richten. So ein Zustand entsteht, wenn wir die Schwingung  der Angst loslassen und unsere Träume in das Leben rufen. Der Traum nach einem Miteinander, das die Einzigartigkeit des Einzelnen stärkt, aber gleichzeitig Sinn für den Geist der Gemeinschaft hat. Dieses Neuland ist jenes neue Miteinander, das  aus Mut und Zuversicht entstanden ist, wissend, dass sich das Universum unserer Kontrolle immer wieder entzieht, denn, wie es Lao-Tse formuliert: „Die Ereignisse zu beherrschen, läuft dem Strom des Tao zuwider“.

So eine Haltung könnte auch uns ermöglichen, anstrengungslos mit dem Strom der Entfaltung zu reisen, doch auch ihm unsere eigene Ausrichtung hinzufügen. Unser Kompass würde dann heissen: „Wir steuern, indem wir mitfliessen“ was bedeutet, dass wir die Zukunft bejahen, unser höchstes Ideal in die Gegenwart rufen und uns „an unsere höchste Vision“ erinnern.

 

Gedanken Dezember 2014

Die Ankunft der geistigen Hierarchie auf unserem Planeten, vor vielen Millionen Jahren, hat in allen Reichen dieser Erde eine Entwicklung hervorgerufen. Im Mineralreich erhielten bestimmte Gesteins-arten eine stärkere Stimulation und wurden radioaktiv. Im Pflanzenreich setzte eine chemische Veränderung ein, die die Übergänge vom Pflanzenreich zum Tierreich erleichterte. Und die Seelen, in den noch fast tierischen Körpern, bekamen eine stärkende Unterstützung für ihren evolutionären Weg, Richtung geistiges Reich. Denn diesen Weg muss niemand allein gehen. Alle Reiche der Natur stehen auch untereinander in Verbindung und jedes geht einmal in das nächstfolgende über. Dabei begleitet die geistige Bruderschaft – mit all ihrer fürsorglichen Liebe – das Leben auf unserer Erde. Diese Hierarchie des Lichts ist auch noch heute in unserer Nähe. Unsere grossen Brüder leben mit uns und überwachen die Schicksale dieses Planeten, lenken seine Ereignisse, begleiten seine Entwicklung und werden uns bis zu unserer Vollkommenheit führen.

Ihre Botschaften, die schrittweisen Enthüllungen von den immer umfangreicheren Wahrheiten, be-gleiten die Geschichte der Menschheit. So erwarten wir auch in unserer jetzigen Zeit das Kommen von Maitreya, dem Christus. Nur leider – hier im Westen – beschränkt sich unser Wissen allein auf das Christentum, auch wenn sich, in den uralten Mythen und Legenden und auch in den späteren heiligen Schriften,  Berichte über das Leben und die Lehren von anderen, noch viel älteren Lehrern und Avataren, finden. Aber, unsere ausschließliche Konzentration auf das Wirken von Jesus in Palästina, macht uns blind und beeinträchtigt unser Verständnis für den Beitrag von anderen Avataren und anderer Glaubenslehren, für die menschliche Evolution. So fällt es für viele von uns – durch  diese enge Sichtweise – schwer, das Auftreten eines weiteren Weltlehrers zu akzeptieren.

Doch jeder einzelne Avatar hat immer jene Lehren in die Welt gebracht, durch welche für die Menschheit ein nächster Schritt möglich werden konnte. Einer der ersten dieser Lehrer trat in so fernen Zeiten auf, dass eine Datierung unmöglich erscheint und nur eine uralte Legende die Erinnerung an seine Taten wachhält. Herkules, der „Held und Lehrer“ vermittelte: dass man die grossen Ziele nur durch überstandene Kämpfe und Schwierigkeiten erreichen kann. Vyasa war ein anderer grosser Avatar der Frühzeit, der der Menschheit die Botschaft brachte, dass der Tod nicht das Ende ist. Es gab natürlich – zwischen den Zeiten von Vyasa und Buddha – auch noch viele andere Lehrer, jedoch Buddha war ein besonders grosser Avatar, der im Osten erschien und Erleuchtung brachte. Er kam, um die Wichtigkeit für eine bewusstere Einstellung zum Leben aufzuzeigen und Gedanken zu vermitteln, die den Weg zu den Lehren des Christus vorbereiten sollte. Er beantwortete Fragen nach dem „Warum“ und lehrte, dass der Mensch sein Leid selbst verursacht, indem er seine  Wünsche ausschliesslich auf das Materielle und Vergängliche richtet. Er manifestierte auf Erden den Weisheitsaspekt Gottes, so wie Christus die Verkörperung des Liebesaspektes ist.

Nun führen diese beiden grossen Avatare Ihre Arbeit gemeinsam weiter, denn Buddha unterstützt Maitreya, den Christus, auch in seiner jetzigen Mission für die Welt. Meister DK vermittelte schon vor über 100 Jahren durch Alice Bailey, dass Buddha, um die Zeit der Wiederkehr des Christus, zwei geschulte Jünger senden wird, um den Buddhismus zu reformieren, wie auch Meister Jesus die Führung seiner Kirche wieder übernehmen wird – wenn die Zeit dafür reif geworden ist.

So wirken die Meister, und so wird es für uns einmal möglich sein, in all den Religionen den Teil einer grösseren Wahrheit zu erkennen. So wird in nächster Zukunft auch eine neue Weltreligion entstehen, eine Verschmelzung und Synthese von den östlichen und westlichen Weisheiten. Doch Christus wird nicht nur Christentum und Buddhismus zusammenführen, sondern auch unsere Vorstellung von einem unsichtbaren Gott im Himmel verändern. Er wird uns spüren und wissen lassen, dass er hier mit uns ist, dass er in jedem von uns lebt. Und so wird sich jede neue Erkenntnis, die durch Ihn uns durchströmt, wie Weihnachten anfühlen, wie eine strahlende Geburt eines neuen Lichtes der Liebe, in uns.

 

Gedanken November 2014

Was sind die Kennzeichen einer Transformation, woran lässt sich der Fortschritt einer spirituellen Entfaltung erkennen?

Die moderne Physik geht davon aus, dass alles auf der Welt im Grunde genommen auf Energie und Information reduziert werden kann. Aus spiritueller Sicht käme hier als dritter Bestandteil noch die Seele dazu, die den Lebewesen das Leben überhaupt ermöglicht. Wenn wir uns also diesen Urgrund aus Energie, Information und Seele vorstellen, braucht es eigentlich auch noch eine gestal-tende und strukturierende Hand, die in diesem wirren Durcheinander eine Ordnung herbeiführt. Ob wir dann diese ordnende Hand Gott nennen, Brahman oder Allah, ist eigentlich nicht so wichtig.

Denn entscheidend für ein spirituelles Wachstum ist, dass wir zu einer höheren Macht finden, an sie glauben und sie in unser Denken und Handeln mit einbeziehen. Und je mehr unser Wachstum voran- schreitet, umso stärker werden die folgenden fünf Aspekte unser Leben prägen: Verbundenheit, Liebe, Mut, Respekt und Dankbarkeit.

Auf den Wegen unseres spirituellen Wachstums erkennen wir mehr und mehr unsere Einheit mit dem Universum, unsere Verbundenheit mit allem. Diese tiefe Einsicht und Überzeugung, die weit über das Verstandesmäßige hinausgeht, bildet dann einen wichtigen Wachstumsschritt mit den Folgen, dass unser egoistisch begrenztes Denken, durch eine globale Sicht und eine kooperative Denk- und Verhaltensweise abgelöst wird.

Unser spirituelles Wachstum führt uns dann zunehmend zu den Kontakten mit unserem wahren Selbst, mit der Seele und zu der Einsicht unserer eigenen Göttlichkeit. Dadurch entsteht ein innerer Frieden, und unsere alten und blockierenden Prägungen können sich langsam auflösen. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, dass wir der Welt und auch uns selbst endlich mit Liebe begegnen können.

Mit diesem zunehmenden inneren Frieden lösen sich auch unsere Blockaden und Ängste auf. Es kehrt eine innere Ruhe in uns ein und lässt ein tiefes inneres Vertrauen entstehen. Das bedeutet, dass mit diesem  inneren Vertrauen viele Probleme sich gar nicht mehr als solche darstellen und unser Mut wächst, um das was nötig ist, anzugehen. Mit zunehmender Spiritualität beurteilen wir uns nicht mehr aus dem angstvermeidenden, lustsuchenden und erfolgsabhängigen Ego heraus, sondern mit unseren  tieferen inneren Impulsen, die uns mit den Gesetzen der Natur verbinden.

Dieses zunehmende Gefühl des Eins-Seins mit der ganzen Welt, die Identifikation mit allen Lebewes-en wie auch mit der ganzen Natur und dem Kosmos, lässt unsere Ehrfurcht und unseren Respekt wachsen. Wir nehmen uns nicht mehr als isoliertes Wesen, sondern als Teil eines Ganzen wahr. In dieser Ganzheit leben wir in einer natürlichen Abhängigkeit, wie auch die Stabilität unseres Planeten-systems abhängig ist von Anziehung und Fliehkraft. Denn eine konsequente Einsicht bewirkt, dass wir respektvoll werden und unsere Mitverantwortung erkennen.

Spirituelle Menschen werden auch zunehmend dankbar. Dankbar für die ordnende Hand, die das Gleichgewicht immer wieder auf eine neue Art herstellt. Dankbar der Natur, die uns so reich beschenkt, aber auch Grenzen aufzeigt. Dankbar dem Mit-Menschen und Mit-Tieren, weil sie unser Leben bereichern, uns Geborgenheit und Liebe geben, aber auch die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen. Denn all das, was so einfach und logisch erscheint, ist nicht selbstver-ständlich. Wir empfinden alles viel zu selbstverständlich, dass es da ist und für uns von Nutzen und nutzbar ist.  Doch dies wird oft erst dann bewusst, wenn eine Möglichkeit, ein Mensch oder ein Tier nicht mehr da ist, wenn uns etwas oder jemand fehlt.

Dankbarkeit für die Möglichkeiten des Lebens ist die Erkenntnis, dass das Leben ein Geschenk ist.

 

Gedanken Oktober 2014

Eine von Achtsamkeit und Mitgefühl geprägte Lebenseinstellung ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Wir leben in spannungsvollen Situationen, die von einer eigenartigen Ambivalenz geprägt sind. Auf der einen Seite Desorientierung, Gewaltzunahme, religiöser Fanatismus und Beziehungs-losigkeit und auf der anderen Seite Sehnsucht nach Solidarität, Liebe und beginnender spiritueller Erfahrungen. Es scheint, dass sich die Kluft in dieser beschleunigten Welt mehr und mehr vertieft und es überlebensnotwendig geworden ist, innezuhalten und der aufkommenden Resignation, angesichts des Ausmasses des Elends, der Umweltzerstörung, der Ungerechtigkeit und Gewalt,  entgegenzutreten sowie sich darauf zu besinnen, welche Aufgaben zu bewältigen sind und welchen, noch so kleinen Beitrag jeder von uns leisten könnte. Denn, wenn die Herausforderungen auch noch so gewaltig erscheinen, ist es wichtig nicht aufzugeben, sondern aktiv zu werden und zu bleiben. Sri Aurobindo formuliert es so: „Wenn dein Ziel gross und deine Mittel klein sind, handle trotzdem, denn durch dein Handeln werden deine Mittel und auch deine Möglichkeiten wachsen.“

Die Mitarbeit an den Widerständen, vor allem aber die Arbeit an unserem Ego, kann nur dann erfolgreich werden, wenn wir auch mit uns selbst mitfühlend und wertschätzend umgehen. Wenn es uns klar wird, dass wir dem Leben,  so wie es sich heute zeigt, auch unter den gegebenen Umständen, voll vertrauen können. Dass man nicht alles abwertend und eingreifend kontrollieren muss, sondern sich mutig dem zu stellen und werden zu lassen, was sich verwirklichen will. Wir sollten die vom Leben gegebenen Anregungen und  Impulse angstfrei annehmen und falls notwendig, wieder loslassen! Das Leben kreiert für uns immer wieder Situationen, an denen wir wachsen können. Jede Krise kann Entwicklungsschübe auslösen um zu erkennen, was zu tun ist. Wenn dadurch viel Vertrautes aufgebrochen und Prioritäten neu geordnet werden müssen, so kann doch jede Situation zu einem helfenden Freund, jedes Hindernis zu einem ermutigenden Lehrer werden, wenn wir bereit sind, an unserem Ego zu arbeiten. Denn ein starkes, selbstbewusstes und entscheidungsfähiges ICH zu sein, ist wichtiger als je zuvor. Und, so ein ICH wird nur dann zum Ego, wenn es seine Ziele gegen die Ansprüche anderer durchsetzt, wenn es vorhandene Grenzen nicht respektiert und immer nur für sich selbst das Beste will.  Wir können uns , schon durch wenige Fragen,  auf die Spur kommen um zu erkennen, ob unser Ego uns wirklich lenkt:  Löst der Erfolg von anderen Neid in uns aus?  Erhöhen schlechte Nachrichten über andere unser Selbstwertgefühl? Manipulieren wir Beziehungen um Bestätigung zu erlangen? Reagieren wir gekränkt, wenn jemand uns kritisiert?  Lehnen wir all jene ab, die nicht so sind, wie wir sie gerne hätten?

Wenn wir bereit sind, an unserem Ego zu arbeiten, beginnt in uns nicht nur ein Prozess des Loslassens, sondern auch des Entdeckens. Unsere versteinerten Fassaden beginnen zu bröckeln und wir erleben ein lebendigeres und wahrhaftigeres Leben. Aus den transformierten Ego-Anteilen entstehen neue Ich-Qualitäten und das Ich wird ein fähiges Sinnesorgan des Selbst. Wir werden flexibler reagieren, sind schwierigen Situationen gegenüber offener und werden die eigenen Konzepte erfolgreicher relativieren. Die Arbeit am Ego bewirkt die Öffnung zum wirklichen Sein. Auch wenn diese Wandlung  gar nicht so einfach ist, kann schon allein durch die Bemühung, eine Änderung entstehen.

So wird auch unser eigennütziges Wollen einer eher dienenden und demütigeren Haltung weichen und die Zielvorstellungen verwandeln sich. Das Handeln wird nicht mehr von bestimmten Erwartungen und Anerkennungs-Wünschen bestimmt, sondern von der Freude, einer inneren Stimme  gefolgt zu sein. Wenn wir dann auf diese Weise beginnen, dem Göttlichen,  durch unser Leben , zu dienen, werden wir der Welt aufmerksamer, mitfühlender und liebevoller begegnen. Wir sind dann bereit zu helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Dadurch wird eine segensreiche Wirkung des Mitgefühls auch auf uns selbst zurückstrahlen, denn wir würdigen im Nächsten das, was wir eigentlich selber sind. Das Wissen um den gemeinsamen Ursprung  lässt wie selbstverständlich das Leid, aber auch die Freude des anderen als das eigene Leid und die eigene Freude erfahren. Und das ist die spirituelle Qualität der Liebe, dass man sich selbst nicht als Einzelwesen, sondern als Jemand, der sich mit jedem Menschen, jedem Lebewesen, ja mit dem ganzen Kosmos  verbunden fühlt.

 

Gedanken September 2014

Jede Reise beginnt mit einem Ruf, der aus den tiefsten Tiefen der Seele aufsteigt, vergleichbar der Stimme des Herzens. Erst dann erfolgt der Aufbruch in eine neue Richtung, in ein neues Leben, das Loslassen des Alten, das konkrete Verlassen einer gewohnten Umgebung, verbunden mit einer wichtigen Aufgabe, die es zu erfüllen gilt. Daran schliesst sich in der Regel eine Phase an, in der wir Unterstützung bekommen, unerwartete Hilfe, einen Zuwachs an Kräften, doch bald begegnen wir dann auch unserem „Schatten“ und wir werden herausgefordert, geprüft und unser wahrer Charakter zeigt sich.

Unser Körper ist das Instrument und er kann nur durch das jeweilige Bewusstsein agieren. Wir sind was wir denken, fühlen und wie wir handeln. Unsere Körperlichkeit ist der Ausdruck all unserer schon gehabten Lebenserfahrungen. Wir sind eine Ansammlung von Gedanken, Gefühlen, Handlungen und Gebeten, die wir immer schon  hatten, ob in diesem oder in einem anderen Leben, und  all das  ist es, was unsere physische Wirklichkeit beeinflusst.

Denn der Körper ist das Gefährt, unser Schiff, welches die Seele durch das Leben steuert. Alle Informationen sind an Bord, sie sind im Körper gespeichert. Wenn wir es schaffen, ob allein oder mit kundiger Unterstützung, diese Informationen freizusetzen, kann es uns gelingen Ballast abzuwerfen um das Schiff beweglicher zu machen.

Darum ist das Erkennen, dass psychisches und physisches Leiden meistens Mittel  zur Bewusstseinsveränderung sind, wichtige Schritte auf dem Weg. Doch für viele von uns ist Spiritualität noch etwas, was, wie auf einer Leiter, transzendental, körperlos und nur durch Meditation direkt in den Himmel führt. Nur haben wir dabei die Wichtigkeit der „Abstiegsmysterien“ vergessen. Vergessen, dass es eigentlich darum geht, immer mehr auf dieser Erde anzukommen, das Geschenk, als Seele in einem Körper zu sein, anzunehmen. Die Mythologie, die Mythen vieler Kulturen sind es, die uns helfen und uns wertvolle Hinweise für ein Neuverständnis unserer inneren Wirklichkeiten geben. Sie helfen, Prozesse und Phänomene des Lebens zu entschlüsseln, denen wir sonst  mit einem grossen Fragezeichen gegenüberstehen.

„Ein altsumerischer Mythos erzählt die Geschichte von Inanna, der Göttin der Oberwelt, die hinabsteigt in das Reich der Toten, um ihrer Schwester Ereshkigal, die über das Totenreich herrscht, zu kondolieren, weil sie gerade ihren Gatten verloren hat und ausser sich vor Trauer, Verzweiflung und Wut ist. Als Inanna die Unterwelt betritt, verfügt Ereshkigal, dass sie genauso behandelt wird wie alle anderen die ankommen. Als erstes muss sie beim Abstieg durch die sieben Tore, die „Shugurra“ abgeben, ihre Krone, die es ihr ermöglicht, „weit in den Himmel zu reisen“. An den folgenden Toren muss Inanna ihren Schmuck, ihre Kleidung, eins nach dem anderen ablegen, bis sie schliesslich wie ein Stück verrottetes Fleisch auf einen Pfahl gespiesst wird. Inanna ist dem Tod geweiht und ihre Vertraute Ninshubur setzt alle Himmel in Bewegung, um sie aus dieser misslichen Lage zu befreien. Doch egal zu welchem Gott sie auch geht, keiner kann helfen, denn deren Kräfte reichen nicht bis in die Unterwelt. Schliesslich landet sie bei Enki, einer Gottheit, welche in Verbindung mit dem Wasser des Lebens und den Mondkräften steht. Sie ist eine kreative Gottheit.  Enki erschafft aus dem Dreck unter seinen Fingernägeln zwei kleine Wesen, denen er Leben einhaucht. Eines wird mit dem Wasser des Lebens ausgestattet  und  eines mit der Nahrung des Lebens. Diese beiden Dreckkrümel passieren wie zwei kleine Fliegen die sieben Tore und das Drama nimmt eine Wende. Die Krümel hören dem Leiden der Unterweltgöttin Ereshkigal voller Mitgefühl zu und unterstützen sie in ihrem Trauerprozess. Dafür werden sie schliesslich von ihr mit der Erfüllung eines Wunsches belohnt. Die Krümel fordern den fast leblosen Körper von Inanna als Belohnung und bekommen die Göttin frei“.

Das ist der Mythos in Kurzform, aber das was er anspricht  geht weit über das Gesagte hinaus. Er symbolisiert den Abstieg in die „dunkle Nacht der Seele“, der einen ganz bestimmten Punkt auf dem Entwicklungsweg markiert. Er kennzeichnet eine Phase auf dem spirituellen Weg, in der trotz aller schon erfahrenen Erleuchtung und Göttlichkeit, eine tiefe Sinnkrise stattfindet und all die vorhandenen Fähigkeiten nicht mehr spürbar und wirksam sind. Es sind Zeiten, in denen möglicherweise die allerletzten Reste des Egos verbrannt werden. So landet auch die Göttin Inanna in einem Bereich des Basis-Chakra, wo es um das reine Überleben geht.  

So sind auch die, in unserer Zeit stattfindenden Prüfungen/Einweihungen  grosse Wendepunkte des Lebens. Sie begegnen uns in Ehekrisen, Arbeitslosigkeit, Kinder- oder Elternproblemen, materiellen oder emotionalen Verlusten - doch eigentlich wird unser Geist geprüft. So führt der Weg  durch das scheinbare Alleinsein und wir lernen die Leere, das Alleinsein anfänglich nur auszuhalten, später aber auch lieben und schätzen und, in dem scheinbar Sinnlosen, den Sinn zu erkennen. Auf dem Weg bis hierher lernten wir schon lange unsere Bedürfnisse nach materieller  Sicherheit aufzugeben, nun lernen wir auch, das Bedürfnis nach spiritueller Sicherheit  zurückzulassen. Denn erst, wenn die Möglichkeit für die äussere Verankerung nicht mehr gegeben ist, beginnt der Weg zu uns selbst, zu unserer eigenen Quelle der Göttlichkeit.

Und langsam entsteht eine neue Gleichwertigkeit, ein Gleichklang zwischen Geist und Körper und wir lassen uns im Zentrum unseres Seins nieder,  dort wo immer Stille und Ruhe ist, wie im Auge des Hurrikans und von wo aus die Verbindung,  sowohl zum Himmel wie auch zur Erde, so einfach und klar ist.

 

Gedanken August 2014

Die Hoffnung und das Vertrauen sind wichtige Wegbegleiter. Doch es gibt zwei Arten von Hoffnung. Die eine mit ihrer astralen Natur, das ist die Hoffnung unserer Wünsche. Die andere Hoffnung ist mit unserem inneren Wissen verbunden und weiss, dass alle Dinge des Lebens eins sind und zusammen gehören. Wenn wir unserer Seele schon bewusst sind, beziehungsweise wenn uns schon bewusst ist, dass wir selber die Seele sind, werden wir bereits, sowohl Vertrauen wie auch Hoffnung in uns haben. Denn, Vertrauen und Hoffnung wachsen aus der gleichen inneren, intuitiven Erkenntnis, dass wir zu einem bestimmten Zweck hier sind und nichts auf dieser Erde etwas daran ändern, nichts dieses Leben vernichten kann. Man kann zwar den Körper töten, man kann dem Leben auf der äusseren, physischen Ebene alles Mögliche antun, aber man kann unser Sein nicht vernichten. Darum ist Hoffnung ein Gefühl für das eigene lebendige Sein.

Vertrauen ist die innere Verbindung zur Seele und damit eine Seelenqualität. Darum bedeutet hoffen, auch die Bereitschaft,  dem Leben mit vollem Vertrauen zu begegnen, was aber nicht bedeutet, dass wir es dadurch im Leben immer leicht haben werden. Viele Menschen sind der Meinung, dass wenn sie es nur richtig machen und auf der richtigen Spur sind, sie es im Leben immer leicht haben werden. Aber, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen ist nicht immer die richtige Lebensweise. Die Kunst ist eher, sich einmal für den Weg des geringsten und ein anderes Mal sich sogar für den grössten Widerstand zu entscheiden, wodurch jene Spannung bewirkt wird, die das innere Feuer der Bereitschaft entfacht.

Der Suchende muss den Anforderungen des Lebens nachkommen, die an ihn gestellt werden. Seinen Lebensunterhalt verdienen, die familiären Pflichten erfüllen und auch seine spirituellen Aufgaben wahrnehmen. Dies sind die schwierigsten Aufgaben eines Suchenden; nämlich völlig in der Welt integriert zu sein, seine Verantwortung als Mensch voll anzunehmen und sie, nicht besser aber auch nicht schlechter als andere, zu erfüllen. Das eigene Karma akzeptieren und das tägliche Leben so zu nehmen, wie es ist. Sich weder unterkriegen zu lassen, noch sich zu wichtig zu nehmen, sondern mit dem grösstmöglichen Gleichmut reagieren, ohne unnahbar zu sein. Denn durch eine Reserviertheit isoliert man sich leicht vom täglichen Leben.

Ein Problem, dem die Suchenden in Zeiten des Weltdrucks gegenüberstehen, besteht auch darin, Sinn für richtige Proportionen zu haben. Ein Gleichgewicht zwischen der Tätigkeit des inneren und der Tätigkeit des äusseren Menschen zu erreichen, was aber gar nicht so leicht ist. Denn wenn, wie  in unseren Tagen, die Qual der Welt und die Katastrophen sich häufen, sich dem Suchenden noch ein zusätzliches, ein drittes Problem gegenüberstellt. Und je grösser seine Fähigkeit ist, schon vieles zu begreifen, umso stärker wird er den Druck und den Schmerz empfinden. Je weiter er auf dem Pfad ist, umso heftiger ist seine Fähigkeit zu reagieren, umso mehr denkt und plant er für die Zukunft und umso grösser ist die Klarheit, mit der er eine bevorstehende Möglichkeit beurteilen kann.

So können in einem Menschen die unterschiedlichsten Ausrichtungen zusammenwirken: 

-  der innere Jünger, der bewusst auf die Hierarchie und das geistige Leben ausgerichtet ist, 

-   der geschäftige äussere Mensch, der von seiner vielseitigen Tätigkeit völlig in Anspruch genommen wird und der oft auch noch bereit ist nationale Verantwortungen auf sich zu nehmen, 

-    und der leidende und gefühlvolle Mensch, den die Qual der Welt oft verwirrt macht, der schmerzhaft auf den Kummer seiner Mitmenschen reagiert und entsetzt ist über die schrecklichen Ereignisse in der heutigen Welt.

Durch diese dreifache Art der Begegnung mit dem Leben, die jeder wahre Suchende erlebt, bietet sich die Möglichkeit, individuell einen kleinen Teil der hierarchischen Verantwortung zu üben und zu übernehmen. Denn die Verwicklungen durch unsere dreifachen Reaktionen auf das Leben schaffen Situationen, die wichtige Schulungssituationen sind. Darum sollten diese auch angenommen und keine von ihnen als Entschuldigung, für eine Inaktivität in anderen Bereichen des Lebens, benutzt werden.

 

Gedanken Juli 2014

Weiterentwicklung heisst Wachstum und geistige Weiterentwicklung bedeutet ein zunehmendes Verständnis für das Leben, eine Zunahme des bewussten Umgangs mit dem Ich. Aber wie begegnen wir diesem unbewussten Ich in uns?

Der erste Schritt auf dem Weg zu unserem verborgenen Ich, ist der Zustand der Stille. Eine innere Ruhe, die uns ermöglichen kann, uns so zu betrachte wie wir wirklich sind und nicht, wie wir glauben sein zu müssen. Denn erst dann können wir beginnen, ohne Erregung, aber auch ohne falsche Bescheidenheit, ohne jede Furcht und ohne Rechtfertigung oder Verurteilung uns so zu begegnen, wie wir tatsächlich sind. Doch für viele Menschen ist es gar nicht so leicht innerlich still, innerlich ganz allein zu sein. Denn es besteht ein Unterschied zwischen der Isolierung, in der man sich selbst absondert, und dieser anderen Art von Alleinsein, die eine innere Fähigkeit zur Abgeschiedenheit ist.

Oft aber schaut nur ein Teil von uns irgendwo hin, unabhängig von dem anderen Teil in uns. Ist es für unseren Verstand, der sein Denken schon so zerstückelt hat, überhaupt noch möglich, den gesamten Bewusstseinsbereich wahrzunehmen um fragen zu können: Was ist diese grosse Spannung in mir?

Und warum haben wir dieses Gefühl der Zweiheit in uns? Kommt es daher, weil wir dazu erzogen worden sind, immer das, was ist, mit dem zu vergleichen, was sein sollte? Wir wurden gelehrt zu unterscheiden zwischen dem was recht und was unrecht, was gut und was schlecht, was moralisch und was unmoralisch ist. Wir haben eine Vorstellung von dem, was wir sein sollten und wie wir handeln sollten, aber tatsächlich handeln wir immer ganz anders. Dieser Versuch, einem anderen gleich zu werden oder einem Ideal zu entsprechen, ist oft die Ursache unseres inneren Konflikts.

Denn das, was wir meinen, dass es sein sollte, ist unsere Vorstellung von dem, was wir glauben, sein zu müssen. Wir vergleichen uns ständig, mit denjenigen, die reicher oder begabter, klüger, liebenswürdiger, lichtvoller und mehr dieses oder mehr jenes sind als wir.  Dieses Mehr spielt in unserem Leben eine ungewöhnlich wichtige Rolle. Dieses ständige Sich-Vergleichen mit Menschen oder Dingen begleitet unsere täglichen Sorgen. Aber warum vergleichen wir überhaupt? Warum vergleichen wir uns ständig mit einem anderen? Wenn wir aufhören würden uns zu vergleichen, könnten wir das sein, was wir sind. Durch vergleichen hoffen wir vielleicht uns zu entwickeln, zu wachsen, intelligenter oder fähiger zu werden. Doch die Tatsache ist, dass wenn wir uns ständig vergleichen, wir uns zerstückeln, und das ist eine grosse Energieverschwendung. Ohne das hätten wir viel mehr Kraft, selbst zu sein.

Unsere Aufmerksamkeit ist aber so sehr nach aussen  gelenkt und so ist es kein Wunder, dass wir nicht nur uns, sondern auch die anderen nicht wirklich wahrnehmen. Wir erzeugen in uns ein Bild von uns selbst, genauso wie wir auch eine genaue Vorstellung davon haben, wie der andere ist. So leben wir alle nach Ideen, Theorien und Leitbildern, die wir uns von uns selbst und von anderen machen und die oft ohne jede Realität sind. Um uns selbst zu verstehen, bedürfen wir auch grosser Demut, doch wenn wir gleich am Anfang sagen »Ich kenne mich schon«, haben wir bereits aufgehört mit der Bereitschaft für diesen Weg, der uns in unsere tieferen Schichten führen möchte. Wir könnten unser Leben zum Beispiel auch wie einen Fluss betrachten. Seine Ganzheit bewundern, ihn vor unseren Augen fliessen lassen und die leise aufsteigenden Gedanken in uns aufnehmen und Stille und Bewunderung für das, was wir schon sind empfinden.

Wie viele Formen des Glaubens haben schon unsere Entfaltung begleitet. Wie viele Gebote und Verbote säumten schon unseren Weg, schulten den Charakter und lehrten unsere soziale Integration. Ein Tiermensch mit all seinen ichbezogenen engen Grenzen lernte durch die Jahrtausende, mehr und mehr ein seelenbewusster Mensch zu werden. Denn jede einzelne Glaubensrichtung der vergangenen Epochen lehrte uns einen wichtigen Aspekt aus den umfangreichen Themen der Wahrheit. Wie wichtig wäre es nun, dieser anbrechenden neuen Zeit auch mit einem neuen Verständnis für unser Ich zu begegnen und dadurch auch den Sinn des Lebens neu zu verstehen.

 

Gedanken Juni 2014

Wir leben in einem Sonnensystem, dessen Grundgesetz die Liebe ist. Christus hat uns schon vor 2000 Jahren aufgezeigt, dass Gott Liebe ist und stellte uns Gott als einen liebenden Vater vor. Natürlich nicht als einen alten Mann mit Bart sondern einen, dessen Natur die Liebe ist. Diese gewaltige Energie der Liebe durchströmt unser ganzes Leben. Angefangen bei der kosmischen  Kraft, bis zu dem, was wir als Gefühl, Freundschaft, Zuneigung  und Liebe nennen. Allerdings ist die Liebe, wie wir sie verstehen, etwas ganz anderes als die Liebe, die die Meister kennen. Denn Liebe mit Weisheit vereint, ist eine völlig unpersönliche und alles einschliessende, zusammenhaltende und bindende Kraft, die ausnahmslos alle Menschen und alles Leben umfasst und verbindet. Es ist die Energie, die aus der Menschheit eine Einheit macht. Nicht nur eine Vereinigung, sondern eine Einheit, ein aneinander geschweisstes Ganzes, das durch die Energie der Liebe zusammengehalten wird.

Gott ist ja die Summe all dessen was ist, was im ganzen sichtbaren und unsichtbaren Universum existiert. Und das Unsichtbare wird durch Verkörperungen, durch Inkarnationen sichtbar gemacht. Das ist das Prinzip der Evolution. Gott ist eine Energie und nicht ein Mensch, diese Energie wird durch Menschen sichtbar gemacht. Denn Gott kann nur durch einen Mittler wirken und der Grad der Göttlichkeit, die sich dann manifestiert, hängt völlig von der Evolutionsstufe des Mittlers ab, durch seine Fähigkeit zur Nähe zu dem Göttlichen Denken, durch das Eins-sein. Das ist auch der Ursprung der Hierarchie. Im ganzen Kosmos besteht so eine Hierarchie. Im Vergleich, z.B mit dem Sirius, ist unser Sonnensystem ein Neuling, noch ein sehr unterentwickeltes System. Auch verglichen mit einem Planeten wie Venus, ist unsere Erde ebenfalls nur sehr wenig entwickelt. Aber gemessen an den frühen Tiermenschen sind wir schon ziemlich fortgeschritten. Und heute stehen, auf diesem Planeten, bereits Millionen an der Schwelle eines grossen Schrittes und sind bereit auf das spirituelle Reich zuzugehen. Das wird eine enorme Ausweitung des Bewusstseins für die ganze Menschheit bewirken. Nur die Meister sind bereits an einem Punkt angelangt, den wir Vollkommenheit nennen, doch das ist auch nur eine relative Vollkommenheit. Für uns sind sie zwar Vollendete, weil sie all die Erfahrungen dieses Planeten schon durchgemacht und abgeschlossen haben, aber sie selber sehen noch grosse Reiche über sich, Seins-Zustände, über die wir noch nicht einmal eine Ahnung haben. Christus ist unter allen Meistern der höchste, jemand, der seine vollkommene Göttlichkeit erreichte und seine fürsorgliche Liebe überstrahlt die ganze Erde.

Unser Sonnensystem wird von den Energien eines grossen Wesens durchströmt, deren Manifestationskörper die Sonne und deren Wesen die Liebe ist. Diese vollkommene Liebe ermöglicht mit ihren Energien alles Leben, im ganzen System. Denn die Liebe ist jene grosse, magnetische und bindende Kraft, die all die Atomteilchen zusammenhält und durch Anziehung die Bausteine der Natur zusammenführt. So erhält die Energie der Liebe nicht nur alles am Leben, sie verbindet  auch alles untereinander. Auch die Atome unseres Körpers und vereint sie auf diese Art, wie sie dem Bauplan unseres Weges entspricht.

So ist kein Grund zu glauben, dass wir in dem sichtbaren Universum alleine sind. Es besteht vielmehr allen Grund zu der Annahme, dass hinter jeder einzelnen Erscheinung ein grosses Bewusstsein steht, das, was wir Gott nennen. Und wenn auch Gott nicht jemand ist, auf den man weisen kann und sagen: „Das ist Gott“, so ist doch all das Gott was man sieht und auch alles was man nicht sieht. Und wenn Er selbst auch gestaltlos ist, ist Er doch in allem, was schon Gestalt angenommen hat. Und ein göttlicher Mensch ist der, der seine Göttlichkeit erreicht hat. Eine Göttlichkeit, die sich, durch den Prozess, den auch wir durch all die Inkarnationen gehend,  allmählich vervollkommnet. Denn es sind die Zeiten der Prüfungen, die Initiationen, die dem Menschen allmählich und Schritt für Schritt Zugang zum Denken Gottes gewähren, wodurch die Natur der Wirklichkeit immer umfassender und die eigene Göttlichkeit immer durchscheinender wird.

 

Gedanken Mai 2014

Der Wandel der sich jetzt so rasch vollzieht, weist immer deutlicher darauf hin, dass das Schicksal der Welt von irgendeiner Kraft  gesteuert sein muss. Nur Wenige können noch glauben, dass diese epochalen Umgestaltungen, dieser plötzliche unwiderstehliche Wunsch nach Freiheit und Mitbestimmung – wie wir es weltweit erleben – auf blossem Zufall beruht und keine tieferen Ursachen hat. Allein schon das Tempo dieses gewaltigen Wandels legt einen anderen Schluss nahe und deutet darauf hin, dass Millionen Menschen allmählich erkennen, dass ihr Schicksalstag angebrochen ist und dass von nun an die Macht beim Volk liegt und zu seinem Wohle ausgeübt werden muss. Man kann heute allgemein eine neue Art von Energien feststellen, Energien, in denen der Ursprung der Geschehnisse zu suchen ist. Denn jeder Veränderung geht immer und überall ein energetischer Stimulus voraus.

Doch woher stammen diese Energien, wer lenkt sie? Wer die Weisheitslehren studiert, weiss, dass hinter allen äusseren Ereignissen die geistige Hierarchie der Meister, unter der Leitung des Christus, steht. Diese Meister sind es, die in ihrer Weisheit die Geschicke der Welt lenken und die Energien und Kräfte einsetzen, die allein den Wandel bewirken können. Ihre Aufgabe ist auch, das sich derzeit zuspitzende Weltgeschehen zu begleiten und zu ermöglichen, dass aus diesem Chaos Harmonie und Gleichgewicht erwachsen kann.

Es wurde schon viel über die Meister und Ihre Arbeit geschrieben, aber nicht alles was gelehrt wurde, hat wirklich mit Wahrheit zu tun. Dennoch gibt es heute schon viele Menschen, die von der Existenz der Meister wissen, ihre Göttlichkeit anerkennen und ihre Führung und ihren Beistand erwarten. Sie hoffen auf ihre Inspiration und schätzen ihren Rat.

So rückt die Zeit immer näher, wo die Meister persönlich in Erscheinung treten werden und sich als normale, wenn auch göttliche und vollendete Menschen offenbaren werden. Die Welt wartet ja schon auf das Erscheinen des Christus, und Seine Mission hat schon begonnen. Die Zeichen sind für alle sichtbar, und die immer schneller fortschreitenden Veränderungen bezeugen seine Gegenwart auch für jene, die erst ein Donnergrollen hören müssen, bis sie merken, dass ein Sturm aufkommt.

Denn immer wenn die Menschen, so wie heute, an einer Weggabelung stehen, wird ihnen die ganze Aufmerksamkeit und Unterstützung ihrer „Älteren Brüder“, der geistigen Hierarchie zuteil, die von alters her über ihr Wohlergehen und ihre Fortschritte wachen. Das gleiche gilt auch heute, wo wir die  Wandlung der Strukturen für das neue Zeitalter erhoffen. Um die Menschen bei ihren Überlegungen zu unterstützen und zu beraten, beziehen die Meister ihre Posten in den grossen Städten der Welt, wenn auch nur wenige sie bisher dort erkannten. Doch noch nie weilten die Meister so zahlreich unter den Menschen wie heute und das allein ist schon bemerkenswert und setzt grosse Umwälzungen voraus. Umwälzungen, wie sie bereits stattfinden und noch vor uns liegen.

So erleben wir den Anbruch des neuen Zeitalters. Und wie immer an solchen Zeitenwenden empfindet der Mensch eine tiefe Ehrfurcht vor dem Leben, er spürt, dass es eine geistige Grundlage hat und erhebt seine Augen und sein Herz zu jenen Sphären, von denen alle Offenbarung kommt, nach der er sich so sehr sehnt.

Aber Gottes Wege sind unergründlich, sagt das Sprichwort. Und doch lässt das grosse Geheimnis immer mehr Deutung und ein besseres Verständnis zu. In jedem Zeitalter werden Mysterien offenbart, um durch neue Einsichten das Tor zu den grösseren Erkenntnissen aufzustossen und dem Menschenverstand ein neues Licht zugänglich zu machen.

So strahlt auch heute ein grosses neues Licht, das die Menschheit ihren Weg erkennen lässt. Seine strahlende Helligkeit offenbart das grosse Ziel, das der Wille Gottes verfolgt und das die Menschheit anspornt, Formen und Beziehungen zu schaffen, die dieses Ziel in all seiner Schönheit und Kraft zum Ausdruck bringen kann.

Eine Zeit wie diese hat es selten gegeben. Der Mensch steht an der Schwelle eines neuen Verständnisses seiner selbst, wie jener Kraft, die hinter allen Erscheinungsformen steht. So wird er auch gegen alle Einwände erkennen, dass: „Gott ist und auch sein eigener Ursprung, wie sein Ziel göttlich ist“.

 

Gedanken April 2014

Neue Bewusstseinsschwellen können wir berühren, wenn wir bereit sind, uns, unserer eigenen Einswerdung hinzugeben. Bereit sind, einzutauchen in das Erlebnis, wie es sich anfühlt, wenn wir „bewusst“ atmen. Wenn wir uns vorstellen und dadurch es uns auch erlauben zu spüren, dass Liebe und Hilfe uns umgeben. Dass es hell und schön ist was wir einatmen, was durch unseren Körper strömt und dass wir dieses Strömen durch den Atem lenken können. Wie oft sind wir erstaunt, wie schnell wir unseren Körper auf eine ganz neue und ungewohnte Weise erleben, und sogar die Stellen erkennen, die das Durchströmen nicht zulassen. Jeder von uns kann, durch den bewusst gelenkten Atem, dieses Fliessen der Energien in sich erleben. Das Gefühl des «Dazugehörens» wahrnehmen, dass man ein Teil, ein integrierter Teil, eines grösseren Ganzen ist, eingebunden in einem grossen Kreislauf.  

Nur schon durch eine so kleine Visualisationsübung können wir das grosse Gesetz «Energie folgt Gedanken» so hautnah erfahren. Erfahren, dass ausschliesslich unsere Gedanken, unsere Einstellungen es sind, die unsere «Tore» schliessen oder öffnen für all das, was wir anziehen. Dass uns jederzeit genauso viel Licht und Liebe umhüllen wie Schatten und Schwere. Die Fragen sind nur: Worauf richten wir unsere Aufmerksamkeit? Was lassen wir in uns hinein? Womit füllen wir uns? Seit jeher gehören die Übungen des bewussten Atems zu den Schritten der Bewusstwerdung. Denn das bewusste Erleben der Rhythmen ermöglicht eine immer grösser werdende Fähigkeit zu empfangen und zu spüren, wenn wir von der unsichtbaren Welt berührt werden.

  Der Rhythmus des bewussten Atems ist das Tor für das Erleben der grösseren Rhythmen. Er vermittelt ein wachsendes Erkennen der ewigen Interaktion zwischen den sichtbaren und den unsichtbaren Welten, zwischen unserem Bewusstsein und dem Bewusstsein über uns. Schliesslich sind unsere Möglichkeiten nur durch unsere eigenen «Grenzen» gebunden, mit den Grenzen jenes Bewusstseins, in dem wir verankert sind.

Die hohen Energien, die früher nur nach harten Jahren der Übung in den Mysterienschulen erlebbar waren, können heute von Allen, die bereit sind, berührt werden. Das Einswerden mit dem was über uns ist, ist heute theoretisch für jeden erlebbar. Natürlich heisst es nicht, dass es einfacher geworden ist ein höheres Energiefeld in uns zu erzeugen, sondern es heisst, dass das höhere Wissen heute kollektiv zur Verfügung steht und auch, dass sich das Energieniveau der Erde wesentlich erhöht hat. Die vergangenen Zeitalter waren vor allem auf das physische Überleben konzentriert, heute dagegen strömt eine Energie, die das Weiterwachsen fördert. Das verlangt von uns eine erhöhte Wachsamkeit, eine grössere innere Offenheit wie auch einen gesunden Menschenverstand, verbunden mit einem abenteuerlichen Geist, der bereit ist, das Unbekannte zu erkunden. Doch wir müssen auch viele alte Formen des spirituellen Denkens, alte, lieb gewordene spirituelle Vorstellungen zurücklassen, um in uns Raum für das Neue zu schaffen

Denn jede Erkenntnis muss einmal einer Neuen weichen, jedes Einatmen muss durch das Ausatmen weiterfliessen. So ist es auch Zeit zu erkennen, dass wir als spirituelle Wesen nicht in einem irdischen Körper eingesperrt sind, dass auch die Erde ein spirituelles Wesen ist, und wir durch unseren Körper eine enge Verbindung zu ihr haben. Wir könnten uns zudem viel schneller der «Erleuchtung» nähern, wenn wir aufhören würden, uns als getrennt von diesem oder jenem zu betrachten, wenn wir beginnen würden, uns Allen gegenüber als Brüder und Schwestern zu erleben, als Menschen auf einer gemeinsamen Reise. Denn wenn es in uns keine Trennung mehr gibt, sind wir mit Allem verbunden und dadurch dem Leben ganz nahe. Wir müssen nicht schon weit fortgeschritten sein, um eine Antwort auf unsere Fragen zu erhalten. Es kommt nur auf unsere Achtsamkeit an, darauf, inwieweit wir bereit sind, dem Leben zuzuhören, es wahrzunehmen und uns von ihm berühren zu lassen.

 

Gedanken März 2014

Die größte Wandlung, die grösste Veränderung der kommenden Zeit wird das sich verändernde Bewusstsein der Menschheit sein. Anders ist es ja gar nicht möglich, denn das Äussere ist immer die Reflexion des Inneren. Wenn wir innerlich zerrüttet sind, nicht in Harmonie mit uns selbst, mit unserer Umgebung, unseren Freunden, unserer Familie und so fort leben, können auch die äusseren Formen, die wir gestalten, die Zustände, die wir hervorrufen, und alles, was wir zum Ausdruck bringen und um uns herum schaffen, nur disharmonisch sein. Und je mehr wir uns im Gleichgewicht befinden, umso mehr wird dadurch auch unsere Umwelt in ein Gleichgewicht kommen.

Die Erfahrungen mit dem Bewusstseinswandel sind selbstverständlich nicht neu, sie treten zu Beginn eines jeden neuen Zeitalters auf, wenn die evolutionäre Entwicklung ihren nächsten Schritt plant. Und sobald die neuen Energien – diesmal die des Wassermanns – im Leben des Menschen fühlbar werden, beeinflussen sie unvermeidlich das Bewusstsein.

Denn das Ziel der Evolution im physischen Sinn ist die Entfaltung eines Körpers, der empfänglich genug ist, um für die Seele einen geeigneten Manifestationskörper zu ermöglichen. Dafür ist die Evolution da, deshalb wurden die Naturreiche geschaffen – die Mineralien, die Pflanzen, die Tiere – und schliesslich das Menschenreich. Dies wurde gestaltet, damit die Seele über ein Instrument verfügt, in dem das Göttliche und das, was noch nicht göttlich ist, zusammenkommen können. Darin besteht auch die einzigartige Position der Menschheit, denn wir befinden uns genau in der Mitte der Wegstrecke. Wir sind das Höchste des Niedersten und das Niederste des Höchsten.

Doch das evolutionäre Ziel, die physische Form des menschlichen Körpers betreffend, haben wir noch nicht ganz erreicht. In unseren Tagen sind die meisten von uns mit ihrem Bewusstsein hauptsächlich noch auf der emotionalen Ebene zu Hause. Es ist noch immer unser  Emotionalkörper, den wir für so wichtig halten und uns dermassen aufwühlen kann, dass wir dadurch Krankheiten und Elend, Schmerzen und Leiden erfahren.

Und doch sind unsere Emotionen nur unsere astrale Vorstellungskraft, ähnlich  unserer Träume, denn die meisten Träume sind in Wirklichkeit auch nur unsere Emotionen. Wenn wir aber am Morgen, nach einem schrecklichen Alptraum mit starkem Herzklopfen aufwachen, wissen wir, dass das alles nur ein Traum war. Wenn wir das nur von all den Gefühlen auf der Astralebene auch sagen würden, und bei jedem Ärger, bei jeder Angst, bei jeder negativen Gefühlsregung „erwachend“ uns sagen würden, es ist ja nur ein Traum. Wieviel leichter wäre das Leben! Aber aus irgendeinem Grunde halten wir unsere Emotionen für etwas ganz Reales und haben Mühe die Identifizierung mit diesen Empfindungen loszulassen.

Nur wenn wir als Suchende den Weg wirklich ernst nehmen, müssen wir unsere eigene Evolution selbst anpacken und uns bemühen, auch wenn der Pfad lang und mühsam ist. Denn der Weg nach vorne ist der Weg des Verzichtes, dieser Verzicht bedeutet gleichzeitig ein Nichtverhaftet- sein, Unabhängigkeit und innere Gelassenheit.

Innerlich unabhängig zu werden ist zwar schwierig, aber absolut unentbehrlich für den Prozess der Evolution. Die innere Unabhängigkeit entsteht durch Bewusstseinserweiterung, durch die Erkenntnis, dass wir nicht dieser physische Körper, nicht unsere emotionalen Reaktionen und auch nicht die Resultate unseres Denkens sind, sondern das, was hinter all diesem steht und diese Träger nur benutzt

 

Gedanken Februar 2014

In jedem Zeitalter oder in Zeiten aussergewöhnlicher Krisen erscheinen grosse geistige Lehrer um der Menschheit bei ihrem nächsten Entwicklungsschritt behilflich zu sein. Das waren unter anderem auch historisch bekannte Menschen wie Herkules und Hermes, Rama, Mithra, Zarathustra, Konfuzius, Shankaracharya, Krishna, Buddha, Mohamed und Christus. Sie alle sind Meister und gingen aus demselben  spirituellen Zentrum des Planeten hervor, das als die Geistige Hierarchie bezeichnet wird. Jeder von Ihnen vermittelte eine Lehre, deren zentrales und gemeinsames Thema die richtigen menschlichen Beziehungen sind.

Aus diesen einfachen Lehren haben die Menschen im Laufe der Geschichte komplizierte Dogmen und Rituale gemacht und im Namen ihrer jeweiligen Ideologie getötet oder liessen sich töten. Diese religiöse Intoleranz war und ist die Ursache für viele Konflikte und Leiden in der ganzen Welt. Wenn doch die Menschen aller Glaubensrichtungen begreifen würden, dass dasselbe geistige  Vermächtnis sie alle miteinander verbindet, dass sie alle Kinder des einen Vaters sind,  auch dann, wenn Ihm die jeweilige Tradition so unterschiedliche Namen gibt.

Die gemeinsame Quelle, die Weisheit aller Religionen, ist  eine uralte geistige Lehre, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und als die „zeitlose Weisheit“ bekannt ist. Sie ist eine esoterische Wissenschaft, die systematisch und umfassend den Entwicklungsprozess des Menschen und der Natur beschreibt und lehrt, wie die Energien aus den höchsten geistigen Quellen zu verstehen, anzuwenden und zu nutzen sind. Eine Lehre, die auch jede Zivilisation im Stillen beeinflusst hat und zu den grossen Errungenschaften in den Wissenschaften, Politik, Kunst und Religion führte.

Diese Lehre der zeitlosen Weisheit wurde uns in der Neuzeit, zum ersten Mal um 1875, von Helena Petrowa Blavatsky mit ihren Büchern Die Geheimlehre und Isis entschleiert zugänglich gemacht. Sie gründete die Theosophische Gesellschaft, um ein neues Verständnis für die menschliche Evolution zu vermitteln. Die nächste Phase der Lehre wurde von Alice Bailey bekannt gemacht. Sie arbeitete von 1919 bis 1949 mit einem Meister der Weisheit zusammen.

Seit 1974 befasst sich nun der Engländer Benjamin Creme mit der Weitergabe von Informationen zu der Lehre der zeitlosen Weisheit, aber vor allem  der Wiederkehr Maitreyas, des Christus, dem Weltlehrer für unsere kommende Epoche. Die zu vermittelnden Informationen erhält er durch  telepathische Kontakte mit einem Meister der Weisheit. Benjamin Creme hält weltweit Vorträge, schreibt Bücher und informiert die Menschheit über die Wiederkehr Maitreyas.                                      

Aus seinen Botschaften:

„Der Sinn des Menschseins liegt darin, Materie in Geist umzuwandeln. Wir sind Geist in Materie, der sich auf dieser relativ niederen Ebene inkarniert hat. Das menschliche Wesen, mit seinem physischen, seinem emotionalen und seinem mentalen Körper, ist aus der Warte des Geistes noch keine Wiedergabe der Göttlichkeit. Erst der Prozess der Evolution bewirkt die Vergeistigung des Körpers und folglich der Materie. Wir sind hier, um die Materie zu vergeistigen, um die Materie unseres physischen, emotionalen und mentalen Körpers mit der vollkommenen Qualität unserer Seele zu durchdringen, die wiederum durch den vollkommenen Geist – als göttlicher Funke – durchstrahlt wird.  So werden unsere Körper mehr und mehr ein Instrument für den Geist, der durch die Seele wirkt, um sich auf der physischen Ebene manifestieren zu können. Wir erschaffen nach und nach, durch den Prozess der Evolution, von Inkarnation zu Inkarnation, einen immer fähigeren Körper, in welchem sich der Geist in immer höherem Grade manifestieren kann. Ist das einmal erreicht, sind wir zu vollkommenen Menschen geworden und der göttliche Funke kann durch uns strahlen und durch uns wirken. Wir sind Meister geworden.“

 

Gedanken Januar 2014

Das Gestern, das Heute und das Morgen folgen aufeinander wie eine fortwährende Bewegung, wie ein gemeinsamer Weg, wie ineinander greifende und sich vermischende Zyklen. So merken wir auch gar nicht, dass wir eigentlich immer demselben rhythmischen Lauf der Dinge folgen. Wir gehen am Abend schlafen, um am nächsten Morgen zu einer neuen Aktivität zu  erwachen, erleben die aneinander folgenden Jahre, wie auch die sich ständig erneuernden Zyklen der Natur. Beginnen jedes neue Leben als Säugling, erreichen das Tageslicht der Jugend und reifen weiter, bis die Umkehr auf dem Bogen des Daseins folgt und wir langsamer werden, um in den länger werdenden Schatten des Alters Ruhe zu finden. Doch bald bekommen wir wieder eine neue Möglichkeit für eine nächste Runde.

Unsere Leben sind wie Minikreisläufe auf dem grossen Bogen, in den Zyklen des Lebens. Es sind rhythmische Wiederholungen von Lebensperioden, ein ständiger Pulsschlag der Zeit mit all seinen miteinander verbundenen Rädern, innerhalb von Rädern.  Sei es ein neues Leben, ein neues Jahr oder ein neuer Tag, jeder neue Zyklus bedeutet eine Umdrehung.  Daraus entstehen keine geschlossenen Ringe, sondern ein fortschreitender Kreislauf, der sich ausbreitet, weil sich jede vorherige Runde, durch einen grösseren Bogen des Fortschritts, erweitert. So können die nacheinander folgenden Zyklen einer Wendeltreppe gleichen, denn wenn wir im Leben derselben Stelle noch einmal begegnen, sind wir bereits auf einem höheren Stand.

Heute, an der Schwelle eines neuen Zyklus, ist für die Menschheit global die Zeit der Wandlung gekommen. Wir sollten auch die, in unseren Tiefen liegenden,  höheren Eigenschaften und Qualitäten  entdecken und wachrufen. Zweifellos erleben wir heute eine kritische Zeit. Wenn wir jedoch der damit verbundenen Verantwortung offen begegnen, könnte diese Zeit für uns zur grossen Möglichkeit  werden. Denn das Gesetz der Zyklen, in seinen universellen Auswirkungen, zeigt so deutlich, dass Mensch und Natur eine Einheit bilden und sich gemeinsam zum gleichen Ziel hin entwickeln.

Diese Verwandtschaft, zwischen dem Menschen und all den Reichen unter ihm, wurde der Menschheit  in der Vergangenheit schon oft  durch gewaltige Veränderungen der Natur aufgezeigt. Immer wenn eine Rasse selbstsüchtig, grausam und kriegerisch wurde, wurde mit der Zeit auch das Klima hart, fruchtbares Land verkam zur Wüste und die Tiere wurden feindselig. Der Mensch prägt durch seine Eigenart die Erde und das karmische Gesetz wirkt  durch die irdischen Naturkräfte und verursacht Perioden von mehr oder weniger günstigen Umständen.

In unserer Zeit erlebt die moderne Zivilisation, die in seiner materialistischen Evolution bereits grosse Höhen erreicht hat, leichte Schwankungen. Die alte Ordnung der Dinge, in unserer Wissenschaft, Religion aber auch in der Wirtschaft, kommt allmählich ins Wanken. Die Kämpfe eines zu Ende gehenden Zyklus vermischen sich mit den Geburtswehen einer neuen Zeit, die sich bereits den Weg zu einer gesünderen und  ausgeglicheneren  Welt bahnt. Das Rad dreht sich weiter und in den kommenden Jahrtausenden wird die Sonne unseren Prozess des Werdens von dort begleiten, wo im Zodiak der Einfluss von Aquarius herrscht.

Auch in dieser Zeit der Wandlung unterstützen die Energien der Erde unseren Körper und die Natur sorgt für unsere Bedürfnisse, aber unsere Beziehung zu ihr ist damit nicht erfüllt. Wir sind mit ihr durch eine viel grössere und echtere Bindung, als nur über unsere Notwendigkeiten, verbunden. Wir bilden auf Erden, zusammen mit allem  was lebt, eine grosse Familie und wir gehören zusammen. Wir gehen gemeinsam den Weg der Entfaltung und unsere Liebe zum Leben ist nichts anderes, als dieser innere Wunsch,  lieben zu lernen,  um miteinander  den Weg des Wachstums zu gehen, nur ……………..wir vergessen das immer wieder …………

 

Gedanken Dezember 2013

In diesem Monat hilft uns der Planet Jupiter, unseren Horizont zu erweitern und zu erkennen, dass die uns begleitende Liebe des Himmels nicht irgendwo weit weg, sondern in unserer unmittelbaren Nähe ist. Er lässt erkennen, dass unsere Wahrheiten eigentlich übernommene und geerbte Wahrheiten sind, die für unsere individuellen Schritte nicht mehr stimmig sind und wir einen inneren Zwiespalt in uns tragen. Die Folgen sind Unruhe, Unsicherheit und Müdigkeit. Unser Körper ist ja mit unserer Seele und unserem Bewusstsein, genauso wie mit dem Unbewussten, engstens verknüpft.

                So sind die Wahrheiten die wir leben, eng mit unseren Fähigkeiten zur Liebe verbunden.

                                    Denn, wie wir die Welt sehen, welche Wahrheiten wir in uns tragen,

                               hängt letztendlich nur davon ab, auf welcher Ebene wir schon lieben können.

Jede Ebene hat seine eigene Anziehungskraft. Ein Körper kann nur einen anderen Körper lieben, einer Seele kann man nur als Seele begegnen und Gott können wir nur mit unserer eigenen inneren Göttlichkeit wahrnehmen. Wenn sich zwei Körper begegnen, erleben wir die Liebe physisch, aber wenn sich diese Liebe vertieft werden sich auch unsere Seelen umarmen. Denn erst, wenn wir schon wirklich liebesfähig sind werden wir auch die Gleichwertigkeit der Liebe auf allen Ebenen, von der physischen bis hin zu der spirituellen erkennen. Doch bis dahin wird sich unsere Wahrheit  nur auf diese Ebene beschränken, auf welcher wir schon liebesfähig sind.

Wenn die Zeit kommt und sich unsere Wahrnehmungen von der physischen Ebene auch auf die seelische ausdehnen, wird uns das, was wir erkennen, von Stufe zu Stufe, zu neuen Wahrheiten führen. Dann beginnt eine Zeit, wo wir auch an das glauben werden, was wir mit unseren Augen noch  nicht sehen und auch diesen inneren Stimmen vertrauen, deren Gedanken wir noch nicht einordnen können.

Der Grundimpuls des Lebens, auf welcher Ebene er auch gelebt wird, ist die Liebe. Sie ist jene Sehnsucht, deren Impulse alles Leben, auch die Pflanzen- und Tierwelt beherrschen. Unter dem Gesetz der Liebe ziehen sich gleich und gleich an. Die magnetische, bindende, anziehende Kraft der Liebe ist es, die die Atome der Materie zusammenbringt und die Bausteine des Lebens schafft. Es ist die Funktion der Energie des 2. Strahls Liebe-Weisheit, und ihre Wirkung ruft alles ins Leben. Durch ihre Tätigkeit entfaltet sich der schöpferische Prozess. Ohne diese Aktivität gäbe es keine Formen. Auch die kleinsten Bausteine der Materie entstehen nur durch die Bindekraft jener Energie, die wir Liebe nennen und ihre Aktivität heisst, dienen, für einander da sein. Doch wir dienen lange Zeiten hindurch ausschliesslich unserer Persönlichkeit, bis wir die Ziele unserer Seele erkennen und bereit sind ihren Impulsen zu folgen.

Erkennen, dass die spirituelle Liebe, wie jede andere Liebe ist. Solange wir uns aber  in beiden nur nach dem Glücklichsein sehnen, ohne die Bereitschaft diese Liebe auch im Alltag, ohne Wenn und Aber, zu geben, wissen wir noch lange nicht, was das Wort Liebe wirklich bedeutet. Denn nur mit einer echten Hingabe kann man sowohl wahrer Spiritualität  wie auch wahrer Liebe begegnen. Keine von den beiden  kann durch passive Erwartungshaltung erlebt werden.

Der Grundimpuls zu jeder Evolution ist die Tätigkeit der Seele und Seelenaktivität ist nichts anderes als dienen, denn das ist das Gesetz der Liebe. Auf dem Weg der Liebe gehen wir aus uns heraus, durch die Bereitschaft uns selbst zurückzunehmen, um dadurch mit dem was wir lieben, eins zu werden. Oder, wir gehen auf dem Weg zu uns selbst, in uns hinein, indem wir bereit sind, unsere eigenen Tiefen auszuloten, um unserem wahren Ich zu begegnen. Die beiden sind scheinbar verschiedene Wege, in dem der eine hinaus- und der andere hineinführt. Doch auf welchem Weg wir auch die Erfüllung suchen, können wir erkennen, dass

                                    der Weg der wahren Liebe, zu einer unfehlbaren Selbsterkenntnis führt,

                              und der Weg der Ich-Begegnung zu einer immer grösser werdenden Liebesfähigkeit.

 

Gedanken November 2013

Im Monat November, wenn Licht und Schatten die Landschaft verzaubern, fliegen auch unsere Gedanken – im Lichtspiel der tausend Farben – durch die unendlichen Räume der Seele. Es scheint, dass in diesen Lichtstrahlen alles verbunden ist, auch das Gestern mit dem Morgen, das uns - durch dieses Farbenspiel - ihre enge Verbundenheit zeigt.

Der Skorpion, ist das Symbol von Tod und Leben und somit ist der Monat November eine Zeit, die mit ihren grossen Energien das Werden, wie auch das Vergehen ermöglicht. Es sind Energien, die erweitern was zu klein und zu eng ist, lassen das zu Grosse vergehen, um in einem neuen Gleichgewicht das Höhere und Lichtvollere begegnen zu können. Darum ist jeder Tod gleichzeitig auch eine Auferstehung und jedes Zurücklassen die Möglichkeit für einen neuen Anfang.

Unser ganzes Leben besteht aus den wechselnden Rhythmen zwischen Licht und Schatten, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Es ist wie eine unendliche Treppe, von der wir nur den Teil­­, auf welchem wir gerade stehen, wahrnehmen. Die Treppenerhöhungen gehören zu den unsichtbaren Zeiten, die zwischen den sichtbaren Leben liegen.

Was für ein Geschenk ist die Möglichkeit der Wiederverkörperung. Die Möglichkeit, dass wenn wir heute für etwas noch nicht fähig oder bereit sind, wir es in einem nächsten Leben wieder versuchen können. Wie viel verständlicher und leichter wird das Leben, wenn es seine Einmaligkeit verliert, und nur eine der vielen Erfahrungen wird. Wenn wir erkennen, dass all unsere Themen von heute ihre Vorgeschichten in unserem Gestern haben, wie auch das, was uns heute beschäftigt, die Grundlage für unser kommendes Leben sein wird.

Für eine evolutionäre Entwicklung brauchen wir ja die Möglichkeit, dass wir das, was wir bereits erreichten, auch weiterführen können. Denn ohne die Fortdauer unserer mentalen und moralischen Eigenschaften,  ohne die Kontinuität dessen was wir schon sind, würde unsere Entwicklung immer nur in ihren Anfängen bleiben und die Welt wäre ein Chaos zahlloser isolierter Anfänge, anstatt ein Kosmos im stetigen Werden.

Wie herrlich ist die Vorstellung, dass wir das, was wir heute gelernt haben, bereits morgen in einem neuen Körper und wiederum hier einsetzen können!  Was für eine Hilfe ist es zu wissen, dass uns die täglich stärker werdenden Energien tragen, wenn wir nur mutig genug sind dem Unbekannten entgegenzutreten ohne uns damit aufzuhalten, den vergangenen Sommern nachzuweinen.

Wie viel leichter können wir den Körper zurücklassen, wenn wir wissen, dass das Leben weitergeht und die feinstofflichen Ebenen eine Ergänzung des irdischen Lebens sind, wenn wir den Rhythmus erkennen, der uns sowohl die Zeiten der Erfahrung als auch die Zeiten der Neuwerdung ermöglicht. Denn, auf welcher Ebene wir auch sind, das Weitergehen, der nächste Schritt verlangt immer das Zurücklassen dessen was ist.

So liegt es nur an uns wohin wir schauen! Ob wir den fallenden Blättern nachtrauern oder uns über die bereits spriessenden Knospen freuen und in den stetig wechselnden Licht- und Schattenspielen die Möglichkeiten des Neuen erkennen.

 

 

Gedanken Oktober 2013

Die Tage im Oktober vermitteln uns ganz unterschiedliche Botschaften. Die noch wärmenden Sonnenstrahlen lassen uns die Venus-Energien spüren und den Wunsch, vom Leben nur das für uns Stimmige und Passende auszuwählen und weil das meistens nicht möglich ist, geht unsere Stimmung oft nach unten.

Die Persönlichkeitsthemen in diesem Monat werden durch Uranus, durch den grossen himmlischen Lehrer, der die Waagezeiten auf eine höhere Ebene begleitet, aktualisiert. Wir erleben ihn als eine wachsende innere Unruhe, als ein Bedürfnis, aus Lebensumständen, die nur Unzufriedenheit und Misserfolg mit sich bringen, auszubrechen. Richtet sich aber unser Ziel nur auf Glück, Erfolg und gesellschaftliche Höherstellung, werden  uns die Resultate auch nur Unzufriedenheit bescheren. Die uranische Energie will  uns – durch  die schicksalshaften Geschehnisse –  eine innere Wandlung, eine spirituelle Metamorphose ermöglichen, damit eine Ich-Wandlung geschehen und eine neue Sicht des Lebens erfolgen kann.

Diese Energien begleiten uns eigentlich schon seit mehreren Jahren und gehören, mit Pluto zusammen, zu den grossen transformativen Kräften, die die Geburt des neuen Zeitalters einleiten. Es sind Kräfte, die Aufruhr und Wandlung in der ganzen Welt hervorrufen, damit ein veraltetes System endlich zu Ende gehen und ein Neues entstehen kann. Das Neue muss aber als Erstes in uns beginnen, mit dem Kampf nach innen und nicht nach aussen, damit ein neuer Lebenszweck, eine neue Richtung und eine neue Bedeutung des Lebens in uns entstehen kann.

Beim Umgang mit Uranus,  dessen Energien wir dieses Jahr besonders stark erleben, sind es nicht der Hass, die Rache und die Kriege die zum Ziele führen. Es gilt die Offenheit für ein vollkommen neues Verhalten und die Änderung unserer persönlichen Einstellung zu erreichen, damit man der Welt mit überpersönlichen Werten entgegentreten kann.

So ist heute unsere grösste Herausforderung, die uranischen Anregungen auf einer universellen und nicht persönlichen Ebene zu nutzen. Denn von dem humanistischen Standpunkt aus verkörpert Uranus die Offenbarung grösserer Welten und umfassenderer Wahrheiten. Uranus ist eine inspirierende Kraft, die die starren Wege endlich auflösen möchte.

Das individuelle Ziel bedeutet also, bewusst mit Uranus zu arbeiten, den Zweck der Metamorphosen, die unverständlichen Geschehnisse nicht nur verstehen, sondern auch willkommen zu heissen, denn das Ziel ist die Transformation unserer Persönlichkeit, um einen neuen Menschen zu schaffen, der sich fundamental von dem bisherigen unterscheidet.

 

Gedanken September 2013

Merkur, der Götterbote begleitet uns in diesem Monat und unterstützt unseren Prozess der Bewusstwerdung.

Die menschliche Evolution ist ein langer Weg. Unser Leben baute sich, von den leblosen Atomen durch vielfältige Vegetationen und durch unzählige tierische Formen zu den ersten Hominiden, zu den ersten urmenschlichen Gestalten, schon vor 6 Millionen Jahren auf. Seitdem entwickelt und entfaltet sich der Mensch durch seinen göttlichen Funken, wobei er jede Stufe der vorherigen Form verändert, seine Essenz aber bewahrt. So wachsen wir zwar aus der animalischen Form heraus, behalten aber, aus all den früheren Stufen der Evolution, die animalischen Eigenschaften in uns. Doch wir tragen in uns nicht nur einen wichtigen „Unterbau“, worauf sich unser vielschichtiges menschliches Bewusstsein entfalten kann, sondern auch ein göttliches Erbe, eine Seele, unsere lichtvolle Schöpferkraft.

Unser Leben ist ein ununterbrochener Prozess, denn indem wir unzählige Male geboren werden und von einer „Form“ in eine andere übergehen, erfolgt  von Stufe zu Stufe die Transformation. Aus einem einfachen Menschen wird mehr und mehr ein talentierter, dann ein genialer, später ein Heiliger und zuletzt ein Meister.

Die Möglichkeiten für diese Entfaltung beschränken sich nicht nur auf diese Erde, auf dieses Sonnensystem. Viele Planeten sind von Wesen verschiedenster Intelligenzgrade bewohnt. Welchen Körpers sie sich dabei auch bedienen ist unwichtig, denn wir gehören zu ein und demselben Menschengeschlecht. Viele von diesen menschlichen Wesen anderer Systeme sind schon weit fortgeschrittener als wir, weil sie aus einem früheren Urknall des Lebens hervorgegangen sind. Vergleichen wir zum Beispiel unsere Kultur mit der des Sirius, dann steckt unser Fortschritt noch in den Windeln. Doch in uns liegen auch Kräfte verborgen, wenn sie auch vorläufig noch im latenten Zustand sind.

Darum ist unser Lernschritt von heute, das „Erwachen“. Das Erwachen unserer Seele, damit sie sich mit dem führenden Geist in direkte Verbindung setzen kann, und das Erwachen unseres eigenverantwortlichen Bewusstseins, dass wir, zwischen Himmel und Erde, mit beiden Füssen und stabil auf dem Boden stehen. Erst dann kann unser nächstes Wachstumsziel, die transpersonale Ebene, die Ebene der psychisch-mentalen Intuition, werden.

Die Enthusiasten unter uns, sprechen auch schon von einem baldigen Beginn eines „Neuen Zeitalters“, doch auf unser „goldenes Zeitalter“ werden wir noch etwas warten, besser gesagt, uns darauf noch etwas mehr vorbereiten müssen, aber wir sind auf dem Weg. Unser Bewusstsein beginnt schon in eine überbewusste Zukunft zu blicken und wir setzen uns schon mit transzendentalen Überlegungen, Kontemplationen und transpersonalen Theorien auseinander. Wenn auch diese Stadien, noch eher einer intellektuellen Neugierde und intellektueller Auseinandersetzung entsprechen, kann darauf später die Praxis und die Einsicht folgen. Denn für unser Bedürfnis – begreifen zu können – ist es wichtig, alles Neue auch mental zu erkennen, um es später auch transmental verstehen zu können.

Die Umwandlung zu den höheren, überbewussten Ebenen geschieht nämlich auf dieselbe Weise, wie es auch bei allen vergangenen Transformationen der Fall war. Wir müssen unsere vorhandenen Ich-Vorstellungen erkennen bevor wir sie verändern und auf die nächsthöhere Stufe transzendieren können.

 

Gedanken August 2013

Wir erleben in diesem Monat die hellsten und wärmsten Tage des Jahres, darauf haben wir schon einen ganzen Winter lang so sehr gewartet. Es ist die Zeit, in welcher wir – wenn auch nur für wenige Wochen – die Freiheit erleben möchten, eine Freiheit von all dem, was unser Leben manchmal so eng macht und einschränkt. Doch die Freiheit die wir suchen, die Freiheit von welcher wir träumen, besteht über lange Zeiten hindurch nur aus Wünschen, die Freiheit VON etwas zu erlangen. Erst viel später, erst auf den Wegen des Wachstums wird es uns immer wichtiger, die Freiheit FÜR etwas zu erreichen.

Es gibt ja die äussere und die innere Freiheit. Die rechtlichen, sozialen und politischen Umstände umfassen unsere äussere Freiheit, die sich auf die Gesellschaft und auf ein Land beziehen, die innere Freiheit betrifft unsere Privatsphäre. Somit ist die innere Freiheit ein Zustand, durch den  wir üben und lernen, uns von den inneren Zwängen, Gewohnheiten, angenommenen Rollen und Konventionen zu befreien. Wir alle kommen ja mit Schichten von karmischen Energien auf die Welt. Dieser karmische Ballast ist dann jene dichte, selbstbeschränkende Energie, die wir von Leben zu Leben in unserem feinstofflichen Energiefeld mit uns herumtragen. Energien, die Stress, Druck, Schmerz wie auch Angst und Selbstzweifel verursachen können.

Auch unser Heute findet noch in einem patriarchalen Gesellschaftssystem statt, in welchem die Energien von Menschen in Machtpositionen auf die von ihnen Abhängigen projiziert werden, und es ist immer noch schwer, diese dominierende Konditionierung zu überwinden. Jede grosse, auch christliche und islamische Kultur ist patriarchalisch, und je patriarchalischer eine Kultur, eine Erziehung und ihre Prägung ist, umso schwieriger ist es für den Einzelnen, sich selbst zu vertrauen, sein eigenes selbstverantwortliches Bewusstsein aufzubauen.

Die Fantasie ist seit jeher ein Weg zu unserer inneren Freiheit. Die Bilder der Träume, die Bilder von grossen Reisen, vom Fliegen oder von einem Ausflug in die astralen Welten, wenn wir uns eingeengt und gefangen fühlen; fühlen wir uns abgelehnt, träumen wir von Heldentaten. Diese inneren Bilder sind auch die Grundlagen der meisten Geschichten, wie auch die von unserem heutigen Supermann. Zwar machen allein diese Geschichten noch niemanden frei, geben aber eine Anregung und Gedankenimpulse für die Befreiung, vermitteln Mut, um das Neue auch im eigenen Leben zu suchen und zu wagen.

Aber unser ureigentlicher Zustand ist die spirituelle Freiheit, so trägt jedes Leben auch das Ziel und das Vorhaben in sich, die Freiwerdung von all den selbst erschaffenen Verstrickungen, das Loswerden der angesammelten Last der Vergangenheit zu erlangen.

Auf der Suche nach unserem wirklichen Ich führt uns das Leben auf viele und oft abenteuerliche Wege. Auf Wege, wo wir so vielen Facetten von uns begegnen, dass wir uns fragen: Welches sind wir nun wirklich und Welches ist nur das Angenommene, um zu genügen, um Erwartungen zu entsprechen. Doch irgendwann erkennen wir, dass wir auch in der Natur tief graben müssen, wenn wir die verborgenen und strahlenden Steine der Tiefen bergen möchten.

So wird auch unsere spirituelle Freiheit verbunden sein mit den strahlenden Farben der verborgenen Qualitäten in uns. Denn die spirituelle Freiheit ist auch eine kosmische Freiheit, welche die universalen, alles Leben begleitenden Gesetze kennt, jene uralten Gesetze, an denen keine zeitbedingte Erklärung  haftet. 

Beleuchten wir mit diesem Licht unser Heute, werden wir in dem durchscheinenden Gestern und Morgen, die Freiheit als die Möglichkeit des ewigen Werdens erkennen.

 

Gedanken Juli 2013

Es ist der Mond, der die Themen dieser Zeit so leicht beeinflusst, denn unsere Mondthemen sind tief in uns verankert und reichen in unsere früheste Kindheit zurück. Und entsprechend, wie viele unerfüllte Wünsche oder unverdaute Enttäuschungen wir  noch immer in uns tragen, können daraus – auch ganz plötzlich - die vielen kleinen und grossen Krisen entstehen. Krisen, die wir dann manchmal auch Katastrophen nennen. Doch eine Krise ist nie etwas Schreckliches, sie bedeutet lediglich eine „Zeit der Entscheidungen“, einen Wendepunkt, das, was der Veränderung vorangeht. So stellen die kleinen wie die grossen  Krisen die Gelegenheiten des Wachstums dar.

Uns beherrschen noch immer, die aus der Vergangenheit stammenden Handlungen und Gefühlsentscheidungen, auch dann, wenn es uns nicht bewusst ist. Wir eifern immer noch einem Vorbild wie z.B. der  Mutter nach oder es lebt noch  eine tiefe Zurückweisung in uns. Wir identifizieren uns mit unseren Instinkten, mit dem Drang unserer Gefühle und mit unseren augenblicklichen Stimmungen. Wir übernehmen meistens schon am Anfang unseres Lebens – in unserem sozialen Umfeld –  eine Rolle, ein bestimmtes Verhaltensmuster, und wir spielen es seither noch immer.

Doch irgendwann sollte man sich entscheiden, ob man sich auch weiterhin noch an all das hält oder beginnt, die eigene Wahrheit zu leben. Die Versuchung ist nur, dass wir Entscheidungen vermeiden, in der Hoffnung, dass die entstandenen „Zwänge“ irgendwann von selbst verschwinden werden. Aber die Weigerung sich zu entscheiden, das Warten auf  besondere Umstände, befreit uns nicht von der Verantwortung der Bewusstwerdung.

So erkennen wir, wie wichtig der Mond für uns ist, denn er ist es, der darauf zeigt, was aus der Vergangenheit überwunden und umgewandelt werden möchte, damit wir unseren Sonnen-Aufgaben begegnen können. Mondimpulse sind gute Gelegenheiten, sich der Tatsache bewusst zu werden, dass das „Ich“ nicht mit den persönlichen und gewohnheitsmässigen Reaktionsmustern identisch ist. Würden wir immer nur aus unserer lunaren Natur heraus handeln, könnten wir unserer solaren Bestimmung niemals bewusst werden.

Wir erleben unsere individuellen Mondenergien sehr unterschiedlich, entweder durch unsere Aktivitäten, durch die Gefühle oder durch das Denken, wie zum Beispiel wenn unser

-  Mond im Widder, Krebs, Waage oder Steinbock steht, neigt man dazu, auf die Herausforderungen     des Lebens aktiv zu reagieren. Die Initiative zu ergreifen und auf die Probleme, ohne viel Rücksicht auf andere, geradeaus zu reagieren.

-  Mond im Stier, Löwe, Skorpion oder Wassermann steht, sind die Gewohnheiten eher auf der emotionalen Ebene. Es herrscht das Bedürfnis vor, die Empfindungen aus der Vergangenheit zu wiederholen, ob sie emotionale Befriedigung oder auch Schmerz brachten. Eine moralische schwarz-weiss Sichtweise, einem klar umrissenen Ziel zu folgen, kann beherrschend sein.

-   Mond in den Zwillingen, Jungfrau, Schütze oder in den Fischen steht, neigt man dazu, die Gefühle einer Theorie oder einem Glauben anzupassen und man versucht zu klären, warum dieses und jenes geschieht. Es werden auch gerne Pläne erarbeitet, um die angenehmen Erfahrungen zu wiederholen und die schmerzhaften zu vermeiden.

Der Mond bewirkt viele Ich-Konfrontationen um in uns das Sonnenbewusstsein zu ermöglichen.

 

Gedanken Juni 2013

Im Monat Juni begleitet uns Merkur, der geflügelte Götterbote, für einen bewussteren Umgang mit den Gedanken, was aber diesmal auch von den Planeten Pluto und Uranus unterstützt wird. So spüren wir immer stärker den Sog – in dieser sich mehr und mehr verändernden Welt – doch wohin geht die Reise, woraus besteht unsere Wandlung?

Eine schöne Antwort darauf sind die unten zitierten Gedanken von Karl Gamper  - Visionen als Schöpferkraft

„In jedem Augenblick und mit jedem Herzschlag sind wir von der Zukunft und damit von  unendlich vielen Möglichkeiten umgeben. Und sobald wir das erkennen, berührt uns ein Impuls, der aus dem Unbekannten kommt und ein Geschenk der Zukunft ist.

Es ist ja offensichtlich, dass wir an einer Zeitenwende, an einer kosmisch-galaktischen Zeitenwende stehen. Das spüren auch alle Menschen auf allen Kontinenten und der Bogen der Spekulationen ist weit gespannt, denn niemand weiss, was es bringen mag.

Doch was wäre, wenn das was kommen möchte, die Fähigkeit wäre, die Kräfte der Liebe besser nutzen zu können? Dazu müssten wir uns aber vorher noch von der Macht unseres Egos trennen und uns jener Kraft, die aus dem Tao – aus der Ganzheit – kommt, zuwenden. Wir müssten durchlässiger werden und verstehen, dass das Neue nur dann durch uns fliessen kann, wenn wir wie ein hohler Bambus werden, wie ein Schilfrohr, das sich im Winde der Liebe wiegt. Und wenn dann die kosmische Liebe durch uns hindurch fliessen und uns nähren könnte, würde sie auch all unsere Fähigkeiten erhöhen und aktivieren.

So stellen wir uns vor, dass Du, Sie, ich, wir – wir alle – diese Energien der Liebe durch unser Herz auf unsere schöpferischen Fähigkeiten lenken, wodurch auch das Feuer der Liebe entsteht. Ein wärmendes, nährendes Feuer der Bewusstheit, jenes Licht, das wir schon lange als Liebe kennen.

Und aus dem heraus könnten wir dann alle unsere Talente bündeln, aufeinander abstimmen und zu einem Gesang formen, zu einem uralten Chor, der das Neue formen kann.

Denn die Neue Welt ist so nah wie die Zukunft,  wie unsere Fähigkeit zur Liebe,  wie die Kraft, die zur Schöpferkraft der Liebe werden kann“.

 

Gedanken Mai 2013

Warum lieben wir das, was wir lieben?

Der Monat Mai wird von den Energien der Venus geprägt und Venus wird vom Volksmund als der Planet der Liebe gesehen. Doch wie unterschiedlich ist das, was wir lieben, was wir liebenswert nennen! Denn das, was wir lieben, hat mehr mit uns zu tun, als mit dem Objekt das uns anzieht. Was ist dann die Botschaft an uns im Monat Mai?

Das Symbol der Venus besteht aus einem Kreis und aus einem Kreuz. Der Kreis ist das Symbol für unser Ich und das Kreuz für das sichtbare, fassbare Leben. Somit lassen uns die Energien der Venus  unsere Wertungen und unsere Erwartungen vom Leben erkennen. Sie konfrontiert uns mit unseren Vorlieben für die Selektion zwischen dem, was wir lieben und schön finden und dem, womit wir Mühe haben und was uns stört.

Wir könnten viel über uns erfahren, wenn wir beginnen würden, bewusst darüber nachzudenken, warum wir überhaupt etwas nicht schön oder nicht angenehm empfinden, warum ein bestimmter Menschentyp uns so aufregt und uns so leicht aus der Mitte bringen kann? Warum wir uns in bestimmten Menschengruppen nicht wohl fühlen oder warum uns jemand wie magisch anziehen kann, als hätten wir sie/ihn schon immer gekannt?

Unsere unbewussten Erinnerungen haben noch viele, nicht vergessene Bilder in uns, die – wenn von der Aussenwelt berührt – augenblicklich mit den dazu gehörenden Emotionen erwachen! Was für ein Gedanke! Denn das bedeutet nichts anderes, als dass unser Leben noch voll und ganz von der Vergangenheit beherrscht wird. Dass wir noch immer nur das suchen, was wir auch schon „gestern“ liebten und noch immer das meiden, was uns auch schon in der Vergangenheit Angst und Mühe machte.

Dadurch wird aber auch klar, dass uns das Schicksal mit seinen Konfrontationen nur helfen möchte, unsere alten Spuren endlich zu verändern, dass wir dem Leben mit neuen Massstäben und von einer neuen Sichtweise aus begegnen können. Darum führt uns die Venus dorthin, wo das Neue, wo die Wandlung für eine neue Qualität in unserem Leben möglich werden könnte.

Wie viel spannender wird das Leben, wenn wir uns daran gewöhnen, dass wir uns bei jeder neuen Begegnung gleich fragen: Warum macht mich dieser Mensch so nervös, warum möchte ich am liebsten schon davon laufen? Es wird ein spannendes Abenteuer, wenn wir in jeder unbequemen Situation unser altes Ich erkennen!?

Die Energien der Venus führen uns ein Leben lang von Begegnung zu Begegnung, um unsere alten Reaktionen, eine nach der anderen, in eine bewusste Fähigkeit zur Liebe zu verwandeln.

 

Gedanken April 2013

Wenn unsere Tage von den Energien des Mars und durch die schöpferische Kraft von Uranus begleitet werden, haben wir die Möglichkeit

reif für ein selbstbestimmtes Leben zu werden.

Und doch lenken uns vor allem immer noch unsere Wünsche. Wir streben nach Glück und suchen es in der Liebe, im Beruf aber auch auf unseren Erkenntniswegen. Das heisst, wir suchen das Glück im Äusseren.

Doch wie kann ein Glück, das wir im Äusseren suchen, dauerhaft sein? Das Glück ist ja nicht identisch mit dem Glücklichsein.  Denn alles, was wir sind, alles, was uns umgibt und das ganze Universum besteht ja „nur“ aus Energie und aus Gedanken, die sie leiten. Wir können dauerhaft nur aus unseren eigenen Tiefen heraus glücklich sein und brauchen dazu nur die bewusst gelenkten Gedanken wie:

Selbstliebe

Die Selbstliebe ist ein wichtiger Faktor, um lieben zu können und geliebt zu werden. Wir können  unsere Mitmenschen erst dann mit all ihren Fehlern annehmen, wenn wir auch unsere Fehler schon kennen und annehmen können. Liebe Dein Selbst, so wirst du auch das Selbst der Anderen lieben können!

Herzensenergie  

Die vom Herzen ausgehende Energie ist die „kosmische Lebensenergie“, die auch alle Verbindungs- Aufgaben in unserem Körper-Geist-System übernimmt. Wer seine Gedanken von Zeit zu Zeit abstellen und sich auf seine Herzensenergie konzentrieren / meditieren kann, wird Glück empfinden,  sein Selbst neu wahrnehmen und seine Fähigkeit zur Selbstheilung aktivieren können.

Begeisterung

Die Fähigkeit zur Begeisterung ist die wahre göttliche Freude über das, was erschaffen und erlebt wurde und noch erschaffen und erlebt werden möchte. Dieser Enthusiasmus ist frei von Einflüssen unserer Gedanken und somit unabhängig von unserem Ego. Denn wahre Begeisterung erleben wir nur in den Dimensionen unserer Seele, mit unserem wahren Selbst.

Vertrauen

Vertrauen in die Führung des göttlichen Schöpfers, also in unsere innere Führung. Wir müssen nur akzeptieren, dass wir ein Teil der Schöpfung sind, und dass in uns das Licht des Schöpfers brennt. Wer vertraut und auch die Verantwortung für sich übernimmt, kann den Schöpferfunken des Vertrauens zu seiner wegweisenden lodernden Flamme wachsen lassen.

Zuversicht

Durch das Vertrauen in die Führung des Schöpfers entsteht in uns auch die Zuversicht, und wir spüren unsere innere Stärke. Dadurch schrecken wir weder von den Rückschlägen noch von den Niederlagen mehr ab, denn wir wissen, dass alles zu unserem Lebensplan gehört. Aber auch das, dass  uns jede Erfahrung unserem wahren und höheren Selbst ein Stück näher bringt.

Das Ergebnis ist ein glückliches und zufriedenes Leben durch alle Stürme des Seins, weil die Lenkung aus lichtvollen Höhen, aber auch durch die eigenen Tiefen aus dem eigenen wahren Selbst erfolgte.

 

 

Gedanken März 2013

Die Fähigkeit zur Einheit braucht die Erfahrungen der Polarität

Das astrologische Symbol für den Monat März sind die zwei Fische, die in entgegengesetzter Richtung schwimmend das Symbol der Polarität darstellen.

Doch wie wir im Leben mit den Herausforderungen der Polarität umgehen, verändert sich im Laufe unserer  Entwicklung ständig. Denn das Gegensätzliche, die Kluft zwischen den polaren Gegensätzen zu erfahren, haben wir bis jetzt eher gemieden und es gehörte sogar zur Ehre und Tugend, die ausschliessliche Zugehörigkeit zu einer Gruppe, zu einem Glauben, zu einem Land zu wahren,  und wenn verlangt, dafür auch zu kämpfen. Genauso polar empfanden wir unsere Zugehörigkeit entweder zum Himmel oder zur Erde. Wir versuchten, uns in so manchen Leben ganz von der Welt zurückzuziehen und den Körper vergessend nur für die Seele da zu sein oder umgekehrt, wir wollten ausschliesslich unsere Sinneswünsche befriedigen.

Durch viele Stationen muss der Weg der Entwicklung führen, wie auch der Weg der Fische lang und beschwerlich ist. Durch all die Strömungen müssen sie die Richtung immer wieder neu erkennen, bis sie ihr Ziel endlich erreichen. Auch die menschlichen Entwicklungsschritte führen durch viele widersprüchliche Wahrheiten, unverständliche Gesetze, polar entgegengesetzte Dogmen und Ansichten, weil, ob Fisch oder Mensch, alles was lebt, ständig sein Ziel suchend unterwegs ist. Unterwegs von dem was er ist, zu dem, was er werden möchte.

Das Symbol der Seele ist der Kreis, das des Lebens das Quadrat.                                                                            

Die Alchemie ist die Verbindung der beiden zu erreichen.

Es scheint, dass die Zeiten der Fische langsam zu Ende gehen und wir endlich beginnen, die Zusammengehörigkeit des Lebens zu verstehen. Lange genug, betrachteten wir entweder die Erde als jene Seite des Lebens, die uns nur Leid zufügt oder haben selbst unsere Seele, unser ewiges Ich, in Frage gestellt. Wir beginnen ja erst, die Verbindung von Himmel und Erde als eine lebendige und zusammengehörende Einheit zu erkennen und zu verstehen.

Dadurch beginnen wir auch mehr und mehr zu spüren und zu hören und nicht nur zu wollen. Wir üben das Andere, das Neue, das Unbekannte zu verstehen und hoffen, dass auch unser Anderssein verstanden und angenommen wird. Wir wissen ja bereits, dass der Kreis, der Himmel, die Seele unsere ewige Führung ist. Nun aber auch, dass das Quadrat, die Erde, unser Körper jenes Boot ist, das uns alle Wunder des Lebens erfahren lässt. Dieses Wissen lässt  auch erkennen, dass diese beiden zusammen jene Einheit bilden, die uns, durch all die unsichtbaren Strömungen hindurch,  unseren Bestimmungen sicher entgegenbringt.

 

Gedanken Februar 2013

Die eigene Mitte finden

und der Weg dorthin heisst Meditieren, weil dieses Wort „medium“, mit anderen Worten Mitte bedeutet und uns den Weg zum innersten Zentrum der Seele weist, wo wir eins mit uns selbst und mit Gott sein können. Die Stationen dieses Weges sind:

Gedankenkontrolle üben

Der erste Schritt des Lernens ist, mit dem häuslichen und beruflichen Leben – so weit wie möglich –   zurecht zu kommen. Denn alles was wir tun, ob in Form von Handlungen, Gefühlen oder Gedanken, entspringt aus dem, was wir im Herzen tragen. Das Gemüt ist ein Spiegel und zeigt getreulich unseren eigenen inneren Zustand zurück.

Aber die meisten von uns tun nichts weiter, als in Gedanken, Worten und Taten auf jeden momentanen Reiz zu re-agieren, das heisst aus dem Instinkt, aus dem Bauch heraus. Eigentlich sollten wir eines jeden Gedankens bewusst gewahr werden, der uns durch den Kopf geht. Wir sollten unsere Worte überlegen, ehe wir sie in den Mund nehmen. Gelingt uns die Gedankenkontrolle anfänglich auch nur manchmal, haben wir bereits einen grossen Schritt in Richtung Selbstmeisterung getan.

Selbsterforschung praktizieren

Den eigenen spirituellen Fortschritt kann man daran messen, wie gut man in der Lage ist, die eigenen Gedankenmuster bewusst unter Kontrolle zu bringen. Wer diese Kontrolle bis zu einem gewissen Grad schon erreicht hat, wird auch nicht mehr von den äusseren Umständen, Belastungen und Spannungen, die ein Umfeld oft darstellt, aus der Bahn geworfen, aus dem Gleichgewicht gebracht. Denn, wer nicht imstande ist, innerlich über seinen äusseren Lebensumständen zu stehen, sie zu meistern und zu regeln, wird auch auf dem spirituellen Weg damit Mühe haben.

Die eigene Natur beherrschen zu lernen, sein Leben unter die Kontrolle seines Bewusstseins zu bringen, sich aus eigener innerer Kraft von äusseren Verlockungen loszusagen – dies alles bedarf der Selbsterforschung und sind wichtige Übungen auf dem Weg.

In sich ruhen

Denn wir sind es, die unseren Sinneskräften Macht verleihen. Wir sind es, die im Äusseren Gutes oder Schlechtes sehen. Und wenn wir in unserer eigenen Mitte sind, steht es uns frei, unsere äusseren Fähigkeiten nach eigenem Gutdünken zu gebrauchen. Aber solange, bis wir noch nicht gelernt haben, in unserer eigenen Mitte zu ruhen, sind wir unweigerlich fremden Einflüssen ausgeliefert. Dann ziehen wir die uns umgebenden Eindrücke automatisch an und werden von der Ausstrahlung der Menschen – mit denen wir in Berührung sind – beeinflusst.  Sind die anderen in ihrem Herzen verankert, erleben wir schöne und stärkende Momente, andernfalls übernehmen wir ihre negativen Ausstrahlungen und werden selbst unruhig und nervös.

Was auch geschieht, positiv bleiben

und das heisst, ja zum Leben zu sagen, ja zu all seinen Wechselfällen, woraus unser karmischer Wachstumsweg besteht, der auch – die noch nicht beendeten Themen von gestern – beinhaltet. Leben heisst damit: Den eigenen Seelen-Weg, das eigene Schicksal mit Freude und Schwung, mit festem und unerschütterlichem Mut anzunehmen und zu gehen, im Wissen, dass wir unter der Führung des inneren Lichtes, unsere Schwierigkeiten immer überwinden können.

 

 

Gedanken Januar 2013

Aus der Krise in ein besseres Leben

Heute sind wir noch inmitten der Transformation und die Wandlung der Erde ruft die Naturkatastrophen hervor. Das Ziel ist die Veränderung und der Himmel hilft uns dabei, denn die Planeten Uranus Pluto und Saturn ermöglichen, dass sich die bestehenden Krisen der Welt, auch noch weiter zuspitzen können.

Krisen bedeuten immer einen Wendepunkt, da sie uns, durch die Verschärfung von bestehenden Situationen Lebenswege zeigen, die in eine verkehrte Richtung führen. Wir können dabei uns selbst und unser Leben auf eine neue Art betrachten, erkannte Fehler korrigieren und neue Wege finden.

Saturn am Himmel symbolisiert den alten weisen Lehrer, der uns unsere Schwächen schonungslos vor Augen führt und Pluto der Magier, der alles zerstört was im Wege steht, um Raum für das Neue zu schaffen. Wirken diese beiden Planeten mal zusammen, haben wir die grösstmögliche Transformationskraft um uns. Somit ist die Aufgabe dieses Aspekts leicht zu erkennen: Es gilt alte Strukturen – die keinen Erfolg mehr haben und nur das Neue  blockieren – abzubauen.

In solchen Zeiten ist es aber wichtig, dass wir an unsere eigene Stärken glauben, dass wir unsere Chancen – hinsichtlich einer positiven Lebensveränderung – aktiv nutzen. Wer die Botschaft Saturns verstanden hat, wird aus Einsicht handeln, entsprechende Entscheidungen treffen und den notwendigen Umbruch in seinem Leben bewirken, und damit dem Zwang des Schicksals zuvorkommen.

Viele Menschen, die jetzt im Einklang mit ihrem Innersten handeln, werden den Rückenwind von Saturn und Pluto spüren. Denn die Sterne lächeln denen zu, die bereit sind ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen. Sie geben uns Hilfe in einer Zeit, die alles andere als leicht ist und die uns, durch ihr hohes Tempo auch ständig überfordert.

Aber die Sterne lächeln uns wirklich zu, wenn wir bereit sind zu verstehen, dass die Herausforderungen uns wirklich voranbringen können, wenn unsere Einstellungen eine lebensbejahende Haltung annehmen und wenn wir das was uns widerfährt, als eine Möglichkeit der Erneuerung sehen.

Die grosse Chance dieser Zeit liegt zweifellos im Entdecken unseres eigenen Geistes, unserer Verbindungen zum Himmel und unserer Mitverantwortung für die Welt.

 

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